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Freitag, 19. Januar 2018

BDI macht Vorschläge für industriefreundliche Energiewende

BDI macht Vorschläge für industriefreundliche Energiewende

Deutschlands mächtigster Industrieverband geht in die Vorwärtsverteidigung. Nach SPIEGEL-Informationen hat der BDI umfassende Empfehlungen für eine industriefreundliche Klimapolitik gesammelt.
Archivbild
DPA
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Den Klimaschutz vorantreiben und gleichzeitig den Industriestandort Deutschland stärken - das ist einer der größten Widersprüche, mit denen sich die kommende Regierung befassen muss. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) gibt der Politik nun nicht ganz uneigennützig Unterstützung.
In den kommenden Tagen wollen die Lobbyisten umfassende Vorschläge vorlegen, wie die deutschen Klimaziele erreicht werden können, ohne dass die Industrie darunter leidet. Die Empfehlungen gehen aus einer Studie hervor, die von der Boston Consulting Group (BCG) und dem Institut Prognos für den BDI erstellt wurde. Ein Entwurf dieses Papiers liegt dem SPIEGEL vor.
Eine zentrale Rolle beim Konzept eines industriefreundlichen Klimaschutzes spielen demnach alternative Lösungen für die oft sehr energieintensive Herstellung von industriellen Grundstoffen. Nötig sei daher eine gezielte Förderung von Zukunftstechnologien wie die Herstellung von Brenn- und Treibstoffen sowie Chemikalien mittels Ökostrom, schreibt der BDI.
Es sollte zudem mehr Anreize für energieintensive Industrien geben, ihre Produktion in Zeiträume zu verlagern, in denen Wind- und Solaranlagen gerade besonders viel Strom zur Verfügung stellen, fordert der BDI.
Der BDI versucht, sich neu zu erfinden - ein bisschen
Die Politik sollte zudem dafür sorgen, dass Investitionen von Unternehmen in energieeffiziente Technologien sich betriebswirtschaftlich rechnen, heißt es in dem Papier weiter. Entsprechende Projekte sollten steuerlich besser abgeschrieben werden können. Die Erforschung und Entwicklung solcher Technologien sollte stärker gefördert werden.
Das BDI-Papier zeigt, wie sich Deutschlands mächtigster Industrieverband darum bemüht, seine politische Rolle neu zu definieren. Bislang hatte der BDI vor allem gemahnt, den Industriestandort Deutschland nicht durch allzu viel Klimaschutz zu gefährden.
In dem aktuellen Papier heißt es dagegen nur, man müsse den "Erhalt industrieller Wertschöpfung als gleichgewichtetes Ziel neben dem Klimaschutz" begreifen. "Investitionen in den Klimaschutz sind Investitionen in eine zukunftsfähige Infrastruktur", schreibt der Verband. "Bei effizienter Umsetzung können diese zugleich langfristig Vorteile für den Industriestandort bringen."
Ganz kann sich der BDI allerdings noch nicht von seiner alten Rolle lösen. So finden sich in dem Papier neben allerlei konstruktiven Vorschlägen nach wie vor auch Forderungen, Deutschlands Ambitionen im Klimaschutz zu mäßigen. Die deutsche Regierung müsse sich auf internationaler Ebene dafür einsetzen, dass auch andere Staaten ihre Klimapolitik ehrgeizig voranbringen, schreibt der Verband zum Beispiel. Sollte dies nicht möglich sein, müsse auch Deutschland bei den eigenen Klimazielen einen Gang herunterschalten, um die Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Industrie nicht zu gefährden.
Der BDI empfiehlt auch, die Bundesregierung solle das Ziel, den eigenen CO2-Ausstoß bis zur Mitte des Jahrhunderts um 95 Prozent zu reduzieren, besser gleich aufgeben. Die dafür nötigen gesellschaftlichen und industriepolitischen Einschnitte seien einfach zu groß.

Tüftler machen Gefällekraftwerk ohne Gefälle möglich

Tüftler machen Gefällekraftwerk ohne Gefälle möglich

Ein Stuttgarter Unternehmen will Pumpspeicherkraftwerke bauen, die ohne natürliches Gefälle auskommen: Ein riesiger Zylinder wird im Untergrund mit Wasser gefüllt. Eine Pilotanlage soll in Saudi-Arabien entstehen.
Von Ralph Diermann
Heindl Energy
 
Zwei Wasserbecken auf unterschiedlicher Höhe, verbunden durch eine Rohrleitung, dazu Pumpen und Turbinen - mehr braucht es nicht für ein Pumpspeicherkraftwerk. Seit fast hundert Jahren gibt es diese Anlagen bereits. Und bis heute lassen sie alle anderen Technologien weit hinter sich, wenn es darum geht, Strom in großen Mengen zu speichern. Ein Vorzug, der mit dem weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien immer wichtiger wird.
Das Problem ist allerdings: Wegen des nötigen Gefälles kommen nur gebirgige Regionen als Standort für die Großspeicher infrage. Gebraucht werden sie aber künftig vor allem dort, wo es flach ist - in den Wüsten Chiles oder der arabischen Halbinsel zum Beispiel, wo derzeit riesige Solarkraftwerke entstehen. Oder an den Küsten, wo Strom von Windkraftanlagen auf hoher See in die Netze gespeist wird.
Speichergröße frei wählbar
Doch warum nicht das Pumpspeicherprinzip in den Untergrund verlagern und sich so unabhängig von der Topografie machen? Das ist der Grundgedanke eines neuen Großspeicherkonzepts, das das Stuttgarter Unternehmen Heindl Energy entwickelt hat.
Fotostrecke
5  Bilder
Wasser unter Steinzylinder: Pumpspeicherkraftwerk in der Wüste
Der Speicher besteht aus einem großen Kolben, der aus Felsgestein im Erdboden herausgesägt wird. Er ruht in einem Zylinder, dessen Boden über eine Rohrleitung mit einem Speicherbecken an der Oberfläche verbunden ist.
Soll Energie gespeichert werden, wird das Wasser aus dem überirdischen Becken unter den Zylinder gepumpt. Dadurch hebt sich der riesige Kolben langsam. Eine Ringdichtung verhindert dabei, dass das mit einem Druck von 70 Bar in den Zylinder gepresste Wasser im Spalt zwischen Kolben und Wand nach oben schießt.
Praxistest steht noch aus
Um den Speicher zu entladen, lässt man den Kolben wieder herab, sodass er das Wasser zurück in das Becken drückt. Dabei treibt das Wasser Turbinen an. Anschließend kann der Kreislauf von Neuem beginnen.
Nach Berechnungen von Heindl Energy wäre ein Kolben mit 250 Metern Durchmesser und 340 Metern Höhe nötig, um so viel Strom zu speichern wie Deutschlands größtes Pumpspeicherkaftwerk Goldisthal im Thüringer Wald.
"Man kann den Speicher aber auch kleiner oder größer bauen", erklärt Eduard Heindl, Gründer und Geschäftsführer des vom Schweizer Venturecapital-Investor HTG Ventures finanzierten Unternehmens. Das sei ein großer Vorteil gegenüber konventionellen Pumpspeicherkraftwerken. "Deren Leistung gibt die Landschaft vor", so Heindl.
Bei der Entwicklung des Konzepts hat sich Heindl Energy unter anderem vom Karlsruher Forschungsinstitut KIT und dem Ingenieursunternehmen ILF beraten lassen. Allerdings fehlt es bislang noch an einem Beweis, dass die Technologie tatsächlich funktioniert - sie existiert bislang lediglich auf dem Papier.
"Die Komponenten und Verfahren für den Bau eines solchen mechanischen Speichers sind zwar erprobt, weil sie bereits für andere Aufgaben genutzt werden", sagt Speicherforscher Oliver Schmidt vom Imperial College London. "Setzt man sie aber für den Bau des Speichers ein, betritt man Neuland. Das ist eine große Herausforderung."
Saudi-Arabien als Standort für Pilotanlage
Das sieht Friederike Kaiser vom Energie-Forschungszentrum Niedersachsen ähnlich. "Die Ausmaße eines Kolbenhubspeichers im Gigawattbereich sind enorm. Ob das in dieser Dimension technisch wirklich umsetzbar ist, muss sich erst noch zeigen", erklärt die Wissenschaftlerin.

US-Regierung scheitert mit Vorstoß zu Kohlesubventionen

US-Regierung scheitert mit Vorstoß zu Kohlesubventionen

Unerwartete Schlappe für US-Präsident Trump: Die von den Republikanern dominierte Regulierungsbehörde hat einen Plan der Regierung für die Subventionierung alter Kohlekraftwerke und Atommeiler abgelehnt.
Arbeiter trägt Kohleproben (Archiv)
Getty Images
Arbeiter trägt Kohleproben (Archiv)
US-Präsident Donald Trump muss in der Klimapolitik einen unerwarteten Rückschlag hinnehmen: Die Regierung ist mit einem Vorstoß für Subventionen alter Atomkraftwerke und Kohlemeiler gescheitert. Die von Republikanern kontrollierte Energieregulierungsbehörde FERC lehnte es ab, neue Hilfen einzuführen: diese wären möglicherweise unfair, hieß es.
Energieminister Rick Perry hatte vorgeschlagen, den Betreiberfirmen über den Strompreis die Betriebskosten zu erstatten. Betroffen davon wären bestimmte Kraftwerke gewesen, die einen Brennstoffvorrat für 90 Tage vorhalten. Mit den Notfallreserven sollte nach Angaben der Regierung die Stromversorgung zuverlässiger werden.
Präsident Trump hatte versprochen, der Atom- und Kohleindustrie zu helfen. Die Unternehmen müssen Kraftwerke stilllegen, weil in den USA große Mengen von billigem Schiefergas auf den Markt gedrückt werden. Angaben des Energieministeriums zufolge wurden zwischen 2002 und 2016 531 Kohlekraftwerke stillgelegt. Seit 2016 haben zudem acht Atomkraftwerke Stilllegungspläne angekündigt.
Sieg für Umweltschützer
Die unerwartete Entscheidung der Behörde ist ein Sieg für Umweltschützer und Befürworter erneuerbarer Energien. Der Plan wurde auch von Unternehmensseite kritisiert. Er hätte den Energiemarkt verzerrt und zu steigenden Preisen geführt, bemängelten die Kritiker.
Einer unabhängigen Expertenkommission zufolge hätten die Subventionen den Steuerzahler jährlich bis zu rund zwölf Milliarden Dollar gekostet. Mit dem Geld würden vor allem die ältesten und dreckigsten Kraftwerke der USA subventioniert werden, heißt es in dem gemeinsamen Bericht der Forschungsgruppen Climate Policy Initiative und Energy Innovation. Die US-Regierung hatte ihre Kostenkalkulation nicht veröffentlicht.
Trotz gegenteiliger Behauptung der Regierung gebe es keine Anhaltspunkte, dass durchgeführte oder geplante Stilllegungen von Kohlekraftwerken eine Gefahr für die Zuverlässigkeit des Stromnetzes darstellten, begründete die FERC ihre Entscheidung. Gleichzeitig wolle die Regulierungsbehörde ein neues Verfahren starten, um die Netzstabilität zu prüfen.
Experten sehen die Entscheidung als Rückschlag für Trump. "Die völlige Ablehnung von Subventionen für Kohle und Kernkraft zeigt, dass die Kommissionsmitglieder beider Parteien wenig Interesse daran haben, den Strommarkt zum Vorteil einer Quelle zu manipulieren", sagte Paul Bledsoe vom American University's Center for Environmental Policy der "Washington Post" .
brt/Reuters

Kosten der Energiewende BDI-Chef warnt vor Produktionsverlagerung ins Ausland

Kosten der Energiewende BDI-Chef warnt vor Produktionsverlagerung ins Ausland

Die Energiewende bereitet der deutschen Industrie Unbehagen. Die damit verbundenen Kosten würden die Wettbewerbsfähigkeit gefährden, sagt BDI-Chef Kempf - und warnt vor Produktionsverlagerungen.
Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie
DPA
Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie
BDI-Präsident Dieter Kempf hat vor Alleingängen Deutschlands in der Energie- und Klimapolitik gewarnt. Solche nationalen Schritte seien kontraproduktiv, denn "Produktion würde ins Ausland verlagert, der Strompreis weiter steigen", sagte der Chef des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) in Berlin. "Zu den Leitlinien der Energie- und Klimapolitik sollte keine Schwächung, sondern die Stärkung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit gehören."
Kempf forderte in der Energie- und Klimapolitik mehr Realismus und eine sachliche Debatte: "Wir müssen uns jeden Sektor - Industrie, Energie, Verkehr, Gebäude - einzeln anschauen und jeweils politische Instrumente definieren."
Das deutsche Klimaschutzziel für 2020 - eine Verringerung der CO2-Emissionen um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 - sei nur noch schwer zu erreichen. Kempf sprach sich zwar nicht für eine Aufweichung des Ziels aus. Aber die Rahmenbedingungen hätten sich in den vergangenen Jahren verändert. "Durch den anhaltenden Aufschwung, der ins neunte Jahr geht, wird mehr verbraucht. Wir haben heute fast zwei Millionen mehr Einwohner als vorhergesehen. Deutschland wird, anders als seinerzeit geplant, 2022 aus der Kernkraft ausgestiegen sein." Die Industrie stehe zum Pariser Klimaschutzabkommen. Dessen Ziele bezögen sich aber auf einen längeren Zeitraum.
Kempf kündigte an, am 18. Januar solle eine große Klimastudie im Auftrag des BDI veröffentlicht werden. Die Industrie wolle eine umfassende Faktenbasis zu den technischen und wirtschaftlichen Potenzialen des Abbaus von CO2 vorlegen. "Für den Erfolg der Energiewende sind umfangreiche Innovationen und massive Investitionen zentral. Klimaschutz ist kein finanzieller Selbstläufer. Die meisten notwendigen Investitionen sind mit erheblichen Mehrkosten verbunden. Das ist volkswirtschaftlich nur möglich, wenn die Anreize richtig ausgestaltet werden."
Viel Potenzial sieht der BDI-Präsident vor allem in der Gebäudesanierung. "Fast 40 Prozent des Energieverbrauchs gehen auf das Konto der rund 20 Millionen deutschen Gebäude. Es kann nicht sein, dass für Neubauten immer strenge Vorschriften gelten für mehr Energieeffizienz, die Sanierung von Altbauten aber vernachlässigt wird."
mik/dpa

Welche Aktien von der Energiewende profitieren "Handelsblatt"

Welche Aktien von der Energiewende profitieren

Mit dem Absturz des Solaraktien haben sich viele Anleger in 2012 die Finger verbrannt. Die Branche leidet unter massiven Überkapazitäten, Solarmodule sind von Preisverfall betroffen. Doch Anleger haben Alternativen.
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Ein Unterfangen, das noch viel Geld kosten wird: Der Anschluss von Offshore-Windparks ans Stromnetz. Quelle: APN
Ein Unterfangen, das noch viel Geld kosten wird: Der Anschluss von Offshore-Windparks ans Stromnetz.
(Foto: APN)
FrankfurtTrotz der schlechten Performance, die Solaraktien im vergangenen Jahr hingelegt haben, ist Roberto Cominotto, Fondsmanager bei Swiss & Global Asset Management, überzeugt: "Den erneuerbaren Energien gehört die Zukunft." Denn immer mehr Länder - von Deutschland über die USA, Japan bis hin zu China - setzen verstärkt auf diese Energieform und investieren massiv in deren Ausbau.
Für Cominotto wie für viele Marktbeobachter sind derzeit in erster Linie solche Unternehmen interessant, die indirekt vom wachsenden Ökostrom-Anteil profitieren. Dazu zählten Firmen, die die dringend erforderliche Ausweitung der Stromnetze vorantreiben. Die bisherige Kapazität der Verteilnetze reiche für den Ausbau der erneuerbaren Energien auf Dauer nicht aus, sagt der Energie-Experte.
"Vor allem in China und den USA stehen massive Investitionen an, da das bislang bestehende Stromnetz stark überlastet ist." Hinzu kommt, dass auch viele Offshore-Windparks ans Netz angeschlossen werden müssten, wie Nektarios Kessidis, Aktienfondsmanager bei der DWS, erklärt.
Allein in Deutschland sind nach Berechnungen der Deutschen Energieagentur (Dena) bis 2030 rund 27,5 Milliarden Euro für 160.000 Kilometer neue oder umgebaute Leitungen nötig.
Attraktiv sind laut Cominotto daher Unternehmen wie der italienische Kabelbauer Prysmian oder NGK Insulator, ein japanischer Hersteller von Keramikisolatoren für Hochspannungsmasten.
Aber auch Siemens, der Schweizer Elektrokonzern ABB und die auf Infrastrukturprojekte spezialisierten US-Baukonzerne MasTec, Quanta Services oder MyrGroup, seien angesichts des anstehenden Stromnetzausbaus einen Blick wert, meint Cominotto.

Japan steht im Fokus

Wer von der Energiewende profitieren möchte, sollte zudem Japan nicht vergessen: "Nach der Fukushima-Katastrophe hat das Land den Atomausstieg eingeleitet und verfügt inzwischen über ein attraktives System zur Förderung von Solar- und Windenergie", sagt DWS-Energieexperte Kessidis. Hier lohnten sich direkte Investitionen in Unternehmen, die im Erneuerbaren-Energie-Bereich aktiv seien.
Marktexperten zufolge sind das vor allem Konglomerate, die wie Toshiba, Kyocera oder Panasonic einen meist kleinen Teil ihres Umsatzes mit Geschäften im Solar- oder Windbereich erzielen. Japan will künftig die meisten seiner 50 Kernkraftwerke endgültig vom Netz nehmen und den Anteil der erneuerbaren Energien auf 30 Prozent verdreifachen.
Abstand nehmen sollten Anleger nach Ansicht der Fondsmanager von Aktien klassischer Solar- und Windfirmen - selbst wenn viele chinesische, aber auch deutsche Titel wie etwa Solarworld einen fulminanten Start ins neue Jahr hingelegt haben. Für die Experten ist das nicht mehr als ein Strohfeuer - ausgelöst durch eine Reihe positiver Nachrichten für den krisengebeutelten Sektor. So hat etwa China angekündigt, seine Solarstromkapazitäten in diesem Jahr mehr als verdoppeln zu wollen.
Auch das dürfte nichts an den massiven Überkapazitäten in der Branche ändern, meint Kessidis von der DWS. "Die Margen vieler Unternehmen und Modulpreise werden auf absehbare Zeit unter Druck bleiben", prognostiziert Markus Lentz, Spezialist für alternative Investments bei der Ratingagentur Scope. Laut Kessidis liegen die Produktionskapazitäten im Solarsektor bei 45 Gigawatt, die Nachfrage dagegen nur bei 35 Gigawatt.
Dieses Missverhältnis hat im vergangenen Jahr bereits zu einer Reihe von Pleiten im Solarsektor geführt – betroffen war unter anderem der einst weltgrößte Hersteller von Solarzellen Q-Cells. Auch an der Börse gerieten die Aktien vieler Unternehmen ins Straucheln. Solarworld oder SMA Solar büßten mehr als 50 Prozent ihres Werts ein.

Meyer Burger erreicht 2017 höchsten Auftragseingang seit sechs Jahren

Meyer Burger erreicht 2017 höchsten Auftragseingang seit sechs Jahren


Die Meyer Burger Technology AG hat nach vorläufigen Geschäftszahlen den Umsatz im vergangenen Jahr um vier Prozent auf 473 Millionen Schweizer Franken (403 Millionen Euro) steigern können. Damit seien die eigenen Umsatzerwartungen für 2017 sogar übertroffen worden, teilte der Schweizer Technologielieferant am Donnerstag mit. Beim EBITDA geht Meyer Burger von einer Größenordnung zwischen 5 und 15 Millionen Schweizer Franken aus – nach 10,5 Millionen Schweizer Franken im Vorjahr. Das Nettoergebnis ist weiter deutlich negativ. Hier werde eine leichte Reduktion des Verlusts aus dem Jahr 2016 erwartet, der 97,1 Millionen Schweizer Franken betrug.
Bereits zuvor hatte Meyer Burger berichtet, dass „verschiedene einmalige, nicht liquiditätswirksame außerordentliche Aufwendungen“ das Ergebnis vor Steuern 2017 belasten. Dazu zählen unter anderem Aufwendungen im Zusammenhang mit den aufgegebenen Geschäftsaktivitäten bei Diamond Materials Tech sowie der Ankündigung der Einstellung der Produktionsaktivitäten am Schweizer Standort Thun. Hier hat Meyer Burger bereits Wertberichtigungen für Warenvorräte, auf das Gebäude in Thun sowie Abschreibungen von immateriellen Anlagen vorgenommen, hieß es weiter.
Erfreulich ist die Entwicklung des Auftragseingangs. Mit 560 Millionen Schweizer Franken habe Meyer Burger das höchste Niveau seit sechs Jahren erreicht. Gegenüber 2016 sei eine Verbesserung um 23 Prozent erreicht worden. Der Auftragsbestand zum Jahresende habe sich um 40 Prozent auf rund 343 Schweizer Franken erhöht.
Im November 2017 hatte Meyer Burger die Schließung des Produktionsstandorts Thun bis zum Ende dieses Jahres angekündigt. Dies sei Teil eines neuen Kosteneffizienzprogramms. Im Dezember präzisierte der Schweizer Photovoltaik-Anlagenbauer seine Pläne und geht vom Abbau von mindestens 100 Stellen aus. Bei weiteren 60 Arbeitsplätzen hänge deren Erhalt von strategischen Alternativen ab.
Seinen endgültigen Jahresabschluss für 2017 und einen vollständigen Geschäftsbericht wird Meyer Burger am 22. März veröffentlichen.

ZSW und IPVF kooperieren bei CIGS-Dünnschicht-Technologie

ZSW und IPVF kooperieren bei CIGS-Dünnschicht-Technologie


Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und das Institut Photovoltaïque d’Ile de France (IPVF) wollen gemeinsam die nächste Generation von CIGS-Dünnschicht-Solarzellen entwickeln. In Stuttgart sei eine entsprechende Kooperationsabsicht bereits Ende Dezember vereinbart worden, hieß es am Donnerstag. Sie gelte zunächst für fünf Jahre. Im Mittelpunkt der Forschungsarbeit sollen die Steigerung der Wirkungsgrade und die Senkung der Kosten stehen.
Die Wissenschaftler aus Stuttgart und Paris wollen sich auf flexible Solarzellen und Module konzentrieren, wie es weiter hieß. Dabei geht es einerseits um ein tieferes Verständnis der Vorgänge in der Solarzelle, andererseits sollen zur Wirkungsgradsteigerung auch neue Materialien und Materialkombinationen getestet werden. Es werde dafür auch eine gemeinsame Teilnahme an Forschungsprogrammen sowie ein Austausch von Wissenschaftlern angestrebt.
Das ZSW forscht seit langem an der CIGS-Dünnschichttechnologie. Die Wissenschaftler haben, unter anderem mit Manz als Industriepartner, bereits in der Vergangenheit einige Fortschritte erreicht. Die Stuttgarter Wissenschaftler erreichten bislang vier Weltrekorde für CIGS-Dünnschichtzellen. In den vergangenen fünf Jahren sei so der Wirkungsgrad von CIGS-Zellen um 3,6 Prozent gesteigert worden. Mittlerweile seien auf dem Markt CIGS-Dünnschichtmodule mit 14 bis 15 Prozent Wirkungsgrad vorherrschend. Allerdings soll durch die Kooperation das noch bestehende Potenzial für diese Photovoltaik-Technologie weiter ausgereizt werden – auch im Sinne des Erreichens der Klimaziele in beiden Ländern, wie es hieß.

Trina Solar erreicht Rekordabsatz in Europa

Trina Solar erreicht Rekordabsatz in Europa


Trina Solar hat Solarmodule mit mehr als einem Gigawatt Gesamtleistung im vergangenen Jahr an europäische Kunden ausgeliefert. „2017 war für unsere Region ein Rekordjahr“, sagte ein Sprecher auf Anfrage von pv magazine. Nicht alle der ausgelieferten Module seien jedoch für Photovoltaik-Projekte in Europa bestimmt gewesen, sondern für Anlagen europäischer Kunden in anderen Regionen. Hauptmärkte in Europa seien die gleichen wie für alle anderen Hersteller auch, sagt er weiter. Neben Deutschland ist auch Frankreich ein großer Markt in Europa. Für den dortigen Markt habe Trina Solar ein spezielles „Low-Carbon-Footprint“-Modul entwickelt, dass die Anforderungen der französischen CRE3- und CRE4-Ausschreibungen erfülle.
Die an europäische Kunden gelieferten Module stammten vornehmlich aus der Produktion von Trina Solar in Vietnam und Thailand, so der Sprecher weiter. Die Module für Projekte in der Türkei habe Trina Solar in seiner dortigen Fabrik gefertigt. Diese hatte Trina Solar im vergangenen Jahr aufgebaut, um Module zu wettbewerbsfähigen Preisen und ohne die Zahlung von Einfuhrzöllen für lokale Projekte liefern zu können.
Der chinesische Photovoltaik-Hersteller habe im vergangenen Jahr sein Vertriebsnetz, seine regionale Marktpräsenz und sein Serviceangebot erweitert, hieß es in der Mitteilung am Donnerstag. Es seien Partnerschaften mit bestehenden Kunden intensiviert worden. Zudem habe Trina Solar europaweit neue Kunden im Projektsegment und Handelsgeschäft gewinnen können. Nicht nur in Europa, sondern weltweit habe das Unternehmen seine Marktpräsenz weiter ausgebaut. Auch in diesem Jahr solle der Wachstumskurs fortgesetzt werden. Konkrete Absatzziele wollte der Sprecher nicht nennen.
Allerdings strebe Trina Solar an, bis 2020 weltweit führender Anbieter von Photovoltaik-Gesamtlösungen zu werden. Das Unternehmen ist dafür in die Phase Trina 3.0 eingetreten, wie es in einem aktuellen Schreiben an die Kunden heißt. Damit verbunden sei die Fokussierung auf Wertschöpfung und operative Gewinne, Unternehmergeist und die Umstellung auf ein vernetztes Organisationsmodell. Dies solle Trina Solar ermöglichen, flexibler auf Marktveränderungen zu reagieren sowie weitere Kostensenkungen, Wirkungsgradsteigerungen und Innovationen zu erreichen.

Zur weiteren Senkung der Stromgestehungskosten habe der Photovoltaik-Hersteller verschiedene neue Technologien im vergangenen Jahr eingeführt, hieß es weiter. Mit der 1500 Technologie etwa ließen sich mehr Module in einem String verschalten, was die BOS-Kosten senke. Zudem brachte Trina Solar zur Intersolar Europe in München ein neues bifaziales Glas-Glas-Modul mit Perc-Solarzellen auf den Markt.

Trump kündigt sehr baldige Entscheidung für Suniva/Solarworld Americas-Petition an

Trump kündigt sehr baldige Entscheidung für Suniva/Solarworld Americas-Petition an


Die Solarindustrie weltweit wartet mit Spannung auf die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump im Fall der Section 201-Petition, die mittlerweile von Suniva, Solarworld Americas und First Solar getragen wird. Am Mittwoch kündigte er nun eine „sehr baldige“ Entscheidung an, wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet. Offiziell hat er bis zum 26. Januar Zeit. Es geht darum, ob und in welcher Höhe er Importzölle für Solarmodule und Solarzellen verhängt, die in die USA importiert werden. Die Internationale Handelskommission der USA (US ITC) hatte zuvor eine schwere Schädigung der US-Solarindustrie festgestellt und Mitte November Empfehlungen für Schutzmaßnahmen an den US-Präsidenten gegeben.
In einem Interview mit der Nachrichtenagentur ließ sich Trump zu keiner Aussage, wie er in dem Fall entscheiden wird, hinreißen. Er beklagte jedoch, dass die Importe Auswirkungen auf die US-Modulhersteller hätten. „Man weiß, dass sie dumpen – von der Regierung subventioniert und viele Dinge passieren – sie dumpen bei ihren Modulen, und dann gehen alle aus dem Business raus“, zitiert Reuters den US-Präsidenten.
Die Petition nach Section 201 des US-Handelsrechts war im April 2017 von dem Modulhersteller Suniva eingereicht worden. Ihr schlossen sich in der Folge auch die US-Tochter von Solarworld und First Solar an. Sie fordern Mindestimportpreise und Importbeschränkungen für Module und Zellen, die in die USA geliefert werden. Die Maßnahme zielt hauptsächlich auf Einfuhren chinesischer Photovoltaik-Hersteller ab, würde aber auch europäische und andere internationale Produzenten treffen. Die US ITC hatte für einige Regionen eine Ausnahme von den Maßnahmen empfohlen. Trump ist allerdings frei in seiner Entscheidung, er muss den Empfehlungen nicht folgen. Im Dezember wurde ein Memo aus dem Weißen Haus bekannt, wonach sich seine Berater für hohe Importzölle aussprechen.
Die Solarbranche in den USA ist über die möglichen Maßnahmen gespalten. Während viele Photovoltaik-Hersteller auf Schutz hoffen, hat sich der US-Verband SEIA vor allem im Sinne der Projektierer und Installateure gegen Beschränkungen ausgesprochen, da sie eine negative Auswirkung auf die Marktentwicklung erwarten.

Zentrale Photovoltaik-Tracker-Systeme bringen Preisvorteile

Zentrale Photovoltaik-Tracker-Systeme bringen Preisvorteile


Array Technologies hat diese Woche die Ergebnisse einer Studie des TÜV Rheinland zu Tracker-Architekturen auf dem World Future Energy Summit (WFES) in Abu Dhabi präsentiert. Die Ergebnisse der vom US-Spezialist für Nachführsysteme beauftragten Studie zeigen, dass eine moderne zentralisierte Tracker-Architektur einen Vorteil bei den Stromgestehungskosten von 6,7 Prozent gegenüber dezentralen Modellen bei Photovoltaik-Anlagen aufweist, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Dies sei größtenteils auf geringere planmäßige und außerplanmäßige Wartungskosten zurückzuführen. Bezogen auf eine Anlage mit 100 Megawatt Leistung liegen demnach die Gestehungskosten für eine Photovoltaik-Anlage mit zentralisierter Architektur bei 2,75 US-Dollarcent pro Kilowattstunde, bei einer dezentralisierten Architektur hingegen bei 2,94 Dollarcent pro Kilowattstunde. Bei einer erwarteten Lebensdauer von 30 Jahren entspreche dies einer Einsparung von 12,41 Millionen US-Dollar.
Eine zentralisiertes Trackersystem wird von einem einzigen Motor angetrieben, die Nachführreihen des Photovoltaik-Kraftwerks sind dabei durch einen entsprechenden Antriebsstrang verbunden. Bei einem dezentralen System wird hingegen jede Reihe mit eigener Batterie, eigenem Motor und anderen Tracker-Systemkomponenten nachgeführt. Die Vergleichsstudie zeige dabei, wie die Widerstandsfähigkeit des zentralisierten Systems gegenüber Umweltrisiken zu einer Steigerung der Rentabilität eines Projekts und zu einer langfristigen Investitionssicherheit führt. Die zentralisierten Tracker haben demnach weniger Komponente, die zusätzlich den rauen Witterungsbedingungen ausgesetzt sind und extra gewartet werden müssten.
Array Technologies zufolge ist der Bericht für die MENA-Region mit ihren starken Winden und der großen Hitze besonders relevant. „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Projektentwickler und EPCs die Bedeutung der O&M-Kosten für die Komponentenauswahl berücksichtigen“, sagte Array Technologies-Geschäftsführer Brad Forth bei der Vorstellung des Berichts. „Die mit einigen Tracker-Systemen verbundenen Risiken sind erheblich und können sich in 20 oder 30 Jahren massiv auf die Rentabilität eines Projekts und seine Rentabilität auswirken.“
Nach Angaben des Unternehmens ist der Bericht der erste seiner Art zu Haltbarkeit und Zuverlässigkeit unterschiedlicher Architekturen bei Solar-Trackern. Die Studie habe sich dabei gezielt mit den extremen Wetterbedingungen im Nahen Osten und insgesamt in der MENA-Region befasst mit dem Fokus auf Kostensenkungsmöglichkeiten bei Betrieb und Wartung.
„Die MENA-Region erlebt eine beispiellose Expansion in der Entwicklung von großen Solarprojekten“, sagte Gurmeet Kaur, Sprecher der Middle East Solar Industry Association (MESIA). „Die bedeutenden Größen einiger dieser Projekte und die rekordbrechenden niedrigen Tarife, die in den letzten Jahren erreicht wurden, versetzen die MENA-Region fest auf die globale Solarkarte.“

Chinese researchers develop new gas-solid perovskite process

Chinese researchers develop new gas-solid perovskite process


The efficiency potential for perovskite materials in solar is well known, and researchers the world over are working on a plethora of different methods to improve their stability and create solar cells able to stand up to field conditions for longer periods of time.
Researchers from two Chinese Universities – Liaocheng University and Hefei University of Technology, noted that solvent based processes, the most common method for growing perovskite crystals on a substrate, often leads to defects and irregularities in the perovskite film, making it extremely sensitive to moisture and likely to decompose quickly under working conditions.
The researchers then suggested an alternative to using solvents, working on a gas solid reaction process. Further details of the process itself were not provided, however the team states that crystals grown this way, and annealed at 120∘C for 30 minutes exhibited higher responsivity and detectivity than devices previously developed using solution based methods.
The paper, published in the journal Nano, showed that the gas-solid method gave full coverage with a high rate of crystallization, as well as good stability after storage in air for two months.

Montenegro to halt renewable energy licenses; continues deployment of off-grid PV

Montenegro to halt renewable energy licenses; continues deployment of off-grid PV


At one of its recent sessions, the Government of Montenegro adopted a plan, which will put a stop to the issuance of licenses for renewable energy projects. It noted, however, that the decision does not refer to requests for solar PV installations, which were received in 2017.
As pv magazine learned from the Ministry of Economy, a total of 15 licenses have been granted to date for rooftop solar PV projects under 1 MW in size, the accumulated capacity of which amounts to 5.4 MW. The projects are still to be constructed, and require all other necessary licenses, the last of which is the use permit.
The Ministry further confirmed that nine requests for solar PV projects were submitted in 2017, the accumulated capacity of which stands at 5.3 MW. They are still to be reviewed.
If the projects are realized, Montenegro could add 10.7 MW of new solar PV capacity in the coming years, which would be supported by the country’s FIT program. However, this small figure is unlikely to have much of an impact on the country’s final renewable energy consumption, given its strong reliance on hydro.
The licenses are granted only for rooftop solar PV projects under 1 MW in size. For potential ground-mounted systems, there is no preferential purchase price available.
The country’s FIT stands at €0.12/kWh and is intended only for residential and commercial rooftop systems built under a 12 year PPA. However, to date, no solar plants have been granted the status of preferential producer.
So far, the only beneficiaries of the FIT system have been 13 small hydro power plants and the 72 MW wind power plant, Krnovo.
In the country’s Energy Development Strategy, the government pledges to support electricity production from PV plants in case investors show interest, though without guaranteeing purchase under the FIT scheme.
Earlier in January, the Montenegrin Ministry of Economy kick-started the third phase of the installation of PV panels on shepherd’s houses dispersed across the country’s mountainous areas. Overall, it aims to bring 54 new PV systems online which will help power these secluded households.
Following the first two phases of the project in 2012 and 2013, which saw the installation of 189 PV systems, the ministry is now set to allocate €55,000, in order to cover 70% of the project costs, whereas the remaining 30% will be covered by homeowners.
Despite being sun-drenched for around 200 days a year, Montenegro has remained slow on PV uptake, with no solar quota allocated.
According to the latest Eurostat data released in 2017, Montenegro far exceeded its 2020 RE targets, covering 41.3% of its energy needs with renewables.

Meyer Burger achieves highest order intake in six years

Meyer Burger achieves highest order intake in six years


Preliminary, unaudited financial figures for the full year 2017 show that Meyer Burger Technology AG increased its net sales by 4% over 2016, hitting CHF 473 million (€403 million). These figures exceed the previous company guidance of CHF 440-460 million.
Meyer Burger is maintaining its previous EBITDA guidance of CHF 5-15 million, having posted CHF 10.5 million in 2016. Overall, the net result remains negative, though a slight reduction to the net loss is expected year on year. In 2016, Meyer Burger posted a net loss of CHF 97.1 million.
The company had previously reported that ‘various non-recurring non-cash extraordinary expenses’ would impact its pre-tax earnings in 2017. This includes expenses related to the discontinued operations of Diamond Materials Tech, and the announcement of the closure of manufacturing activities at its headquarters in Thun, Switzerland. Here, Meyer Burger says it had already made adjustments for inventories and buildings in Thun, and the amortization of other intangible assets.
Order intake, however, painted a more pleasing picture – at CHF 560 million, this was the highest level achieved by Meyer Burger in six years, and a 23% improvement year on year. Order backlog at the end of 2017 stood at around CHF 343 million, a 40% increase.
In November 2017, the company announced that it would cease all production activities at its headquarters in Thun, as part of a new cost efficiency program. In December, the equipment supplier further announced the plans to cut at least 100 jobs, with another 60 employees set to be redeployed.
Meyer Burger will release its full financial figures and reporting for 2017 on March 22.

Japan’s NPC swings to profit in Q1 of fiscal 2018

Japan’s NPC swings to profit in Q1 of fiscal 2018


Japanese PV manufacturing equipment provider, NPC Inc. has reported an increase in sales and profits for the first quarter of the fiscal year, ending on August 31, 2018.
The company registered sales in the amount of JPY 1,567 million ($14.1 million) in the quarter ending on November 30, 2017, up considerably from JPY 449 million in the same period a year earlier.
As a result, the company was able to swing from an operating loss of JPY 39 million in the first quarter of the past fiscal year, to an operating profit of JPY 190 million. Net result also improved from a loss of JPY 55 million, to a profit of JPY 186 million.
The company stressed that its machinery business was almost as planned, due to steady sales of PV module manufacturing equipment and automated machines.
Furthermore, NPC has revealed it received orders worth a total of JPY 2,190 million in the quarter, and that its order backlog at the end of the period was JPY 5,257 million.
Looking forward, NPC said it is expecting to generate revenue of JPY 5,978 million in the current fiscal year. If confirmed, this result may represent a 25.5% improvement over the turnover of JPY 3,996 million it registered in the last fiscal year.

Taiwan’s UREC to receive government backing, will shift focus to downstream PV

Taiwan’s UREC to receive government backing, will shift focus to downstream PV


Reports have emerged indicating that Taiwan’s Government will invest in UREC via its National Development Fund.
A statement on the government’s website, says, “according to sources”, “the National Development Fund under the Executive Yuan will invest in a new solar energy company as part of the government’s promotion of green energy in Taiwan.”
Again referring to “the sources”, the statement said the decision to invest was taken on December 29, 2017. The investment amount has still to be determined, it added, however it said that local media reported before the decision was announced that around NT$4.5 billion to NT$5 billion was expected.
PV analyst at TrendForce, Corinne Lin told pv magazine that UREC held a press conference last week to address comments that even with an investment of this amount, the company will be hard pressed to turn a profit, if it continues to solely focus on solar PV cell manufacturing.
During the press conference, said Lin, UREC emphasized that it would be turning its attention to developing downstream solar PV projects, with cell manufacturing expected to account for just 50% of its revenue within five years of the merger.
She added that it will be important for UREC to consider how it develops its downstream business, with module sales becoming key.
“In my personal opinion, Taiwanese manufacturing costs are much higher than Chinese cell makers … So UREC going to downstream is a good strategy for them. But how to build the power plant business successfully is the key point, since Taiwan’s local demand is just 1-2 GW per year,” continued Lin.
According to Taiwan news portal, Digitimes, UREC aims at consolidated revenues of NT$50 billion (US$1.67 billion) in 2019; and NT$90-100 billion in 2023, of which 50% will come from investment in constructing and operating PV systems, 25% from solar cells and 20% from PV modules.
It adds that UREC plans to expand annual production capacity for solar poly-Si wafers from 500MWp to at least 1 GWp. For PERC mono-Si cells and polycrystalline black silicon solar cells, it will expand to 6 GWp, and PV modules from nearly 2 GWp to 3 GWp.
The investment may only go ahead if the stake does not exceed the 6.5% held by UREC’s largest private shareholder, Delta Electronics and that additional capital must be raised after establishment, continues Digitimes. It added that state-run Yao Hua Glass will also invest in UREC for a stake not over 6.5%.
Last October, NSP, Gintech and Solartech announced their plans to merge. The creation of UREC will be based on all three firms having an equal and mutually beneficial say in the running of the new company.
For legal reasons, however, NSP will remain as the surviving company after the merger with its two partners, while NSP chairman Sam Hong, will become UREC chairman.
All three manufacturers endured a difficult first half (H1) 2017, as cell ASPs tumbled following the expiration of subsidies in China, Taiwan’s chief market. NSP reported H1 revenue of NT$4.381 billion ($144.5 million), which represented a year-on-year decline of 57.9%. Gintech fared little better, seeing its revenue fall 30% year-on-year to just $219 million.

WFES: ISA signs letters of intent for $5bn financing, nine solar projects across five member states

WFES: ISA signs letters of intent for $5bn financing, nine solar projects across five member states


In addition to discussing the body’s intention to mobilize $1 trillion investment in solar by 2030 at WFES in Abu Dhabi, the ISA used its first-ever gathering to initiate new project deployment across its member states and sign its first financing commitment.
The association signed a letter of intent with India’s private sector lender, YES Bank, which pledged to mobilize $1 billion until 2023 and $5 billion until 2030 towards financing solar energy projects in India.
In its press release, the bank said it had signed five solar energy co-financing letters of intent with Hero Future Energy (up to 1.5 GW capacity), Greenko Group (up to 10 GW capacity), Amplus Solar (up to 1 GW capacity), Jakson Group (up to 1 GW capacity) and Tata Power Delhi Distribution Limited (up to 10 MW capacity) for their solar projects in India, to be completed by 2023.
Furthermore, the ISA signed deals for nine projects, which will be deployed in the UAE, Saudi Arabia, Nigeria, India and Spain, with the help of eight companies, including Vyonarc Development Ltd., Waree Engineers, Gensol Group, SOLARIG, Shakti Pump, Refex Energy, Amplus Solar, and Zodiac Energy.
“The best way to get going is to get projects on the ground. That is what we call action to transaction, and that is what ISA is all about,” said Upendra Tripathy, Interim Director General of the India-based ISA.
Ministers from seven ISA member states attended the forum and spoke about their hopes for the solar industries in their countries.
For the treaty-based inter-governmental alliance of 121 solar-rich countries, this is only the beginning of its push for new solar projects. At the two upcoming events in New Delhi, the ISA will seek to launch a signing ceremony, which would mark the identification of over 100 new solar projects, potentially all from ISA member countries.
Earlier this week, addressing WFES, International Renewable Energy Agency (IRENA) Director General, Adnan Amin pointed out solar’s central role in the energy future, discussing the key findings of the agency’s latest report delivered at its 8th annual Assembly in Abu Dhabi, showing a 73% drop in solar costs since 2010. 
“Solar energy will play a central role in the new age of energy. Solar is the fastest growing energy source,” said Adnan Z Amin, director general of IRENA, adding that the chief driver behind the impressive drive of solar is its strong business case.
“These downward trends are expected to continue. Our analysis finds that over the next decade, costs for solar PV could drop by a further 60%, and concentrated solar by almost 45%,” added Mr Amin.