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Montag, 31. März 2014

Manz fordert aktive Standortpolitik für Photovoltaik in Deutschland

28. März 2014 | Märkte und Trends, Topnews
Aufgrund seiner Diversifizierung konnte der Anlagenbauer Manz im Geschäftsjahr 2013 trotz eines weiter zurückgehenden Photovoltaik-Geschäfts einen Rekordumsatz in Höhe von 266,2 Millionen Euro erzielen. Wachstumsmotoren waren die Display- sowie die Halbleitersparte. Der Umsatzanteil der Photovoltaik-Sparte betrug nur noch 3,9 Prozent. Der Vorstandsvorsitzende Dieter Manz zeigte sich verhalten optimistisch, das Solargeschäft in diesem Jahr wieder leicht ausbauen zu können. Gleichzeitig fordert er jedoch eine aktive Standortpolitik, um die Solarindustrie in Deutschland zu halten.

Die Manz AG veröffentlichte am Freitag ihren Geschäftsbericht 2013. Gegenüber dem Vorjahr konnte das Unternehmen seinen Umsatz um 44,6 Prozent auf 266,2 Millionen Euro steigern, dem bisher höchsten seiner Unternehmensgeschichte. Gleichzeitig konnte die Profitabilität verbessert werden. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug 27,0 Millionen Euro (Vorjahr: -10,8 Millionen Euro), die EBITDA-Marge belief sich auf rund 10 Prozent, wie das Unternehmen mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Geschäftsjahr 2013 betrug nach Unternehmensangaben 3,1 Millionen Euro, nach -30,7 Millionen Euro im Vorjahr.

Nach Geschäftsbereichen entfiel der größte Umsatzanteil 2013 mit 172,5 Millionen Euro auf den Bereich Display. Dies entspricht einem Wachstum von 55,1 Prozent zum Vorjahr. Mit dem Verkauf von Produktionsanlagen für die Herstellung von Lithium-Ionen- Batterien erzielte Manz einen Umsatz von 9,1 Millionen Euro, nach 14,5 Millionen Euro im Vorjahr. Auf den Bereich Solar entfielen 10,4 Millionen Euro (Vorjahr: 16,4 Millionen Euro). Dies entspreche einem Umsatzanteil von nur noch 3,9 Prozent. Im Geschäftsjahr 2008 betrug der Umsatzanteil der Photovoltaik-Sparte des Anlagenbauers noch rund 60 Prozent. Für relevante Umsatzbeiträge in Höhe von 56,4 Millionen Euro zeichnete sich nach Unternehmensangaben das Berichtssegment Leiterplatten/OEM verantwortlich. Die positive Entwicklung spiegle die Ausweitung der OEM-Fertigung von Anlagen für die Halbleiterindustrie unter Nutzung der durch ausgebliebene Solaraufträge freien Kapazitäten am Standort Slowakei wider.

Für 2014 zeigte sich der Vorstandsvorsitzende Dieter Manz optimistisch. Er erwartet für das laufende Geschäftsjahr ein „starkes Umsatzwachstum bei einem deutlich verbesserten Ergebnis vor Zinsen und Steuern“. Aus der Displaybranche seien in den vergangenen Monaten bereits Aufträge in Höhe von rund 95 Millionen Euro eingegangen. Die Nachfrage nach Smartphones und Tablets sei weiterhin sehr hoch. Positive Impulse würden auch bei Flat-Panel-Displays erwartet. Den Geschäftsbereich Batterien will das Unternehmen durch eine Akquisition verstärken. Nachdem die Entwicklung im vergangenen Jahr aufgrund der unzureichenden Dynamik im Markt für Elektromobilität hinter den Erwartungen geblieben sei, erwartet Manz vor allem verstärkt Aufträge aus dem Bereich Premium Consumer Electronics. Auch im Bereich Solar sieht Manz „aufgrund der steigenden Nachfrage nach Modulen auf dem Endkundenmarkt“ für 2014 Wachstumspotenzial.

Allerdings unterstrich Dieter Manz im Gespräch mit pv magazine, dass er zwar weiterhin an die Photovoltaik glaube, doch kurzfristig „nicht mit großen Sprüngen“ rechne, „weil im Moment kaum jemand wirklich Geld verdient“. Um ein weiteres Einbrechen des heimischen Photovoltaik-Marktes zu verhindern und die PV-Industrie in Deutschland zu halten, fordert Manz eine aktive Standortpolitik. „Ohne politischen Willen wird es keine Produktion mehr in Deutschland geben“, sagte er. Nötig sei unter anderem die Einführung von Regelungen zur lokalen Wertschöpfung bei Ausschreibungen und Fördermaßnahmen. „Ohne einen starken heimischen Solarmarkt gibt es auch keine heimische Photovoltaik-Industrie mehr“, sagte Manz. „Forschen alleine reicht nicht aus. Wenn die Hersteller abwandern, wandern auch die Maschinenbauer ab und in letzter Folge auch die Forschungsinstitute“. Nötig sei jedoch auch eine verstärkte Zusammenarbeit der Branche.

Wachstumspotenziale für das Photovoltaik-Geschäft des Anlagenbauers sieht Manz vor allem bei den schlüsselfertigen CIGS-Produktionslinien. Man sei mit mehreren Interessenten in neuen Märkten wie der Türkei, der MENA-Region, Südafrika und China im Gespräch. Einen der Vorteile der CIGS-Technik sieht Manz darin, dass kostengünstiger als im kristallinen Bereich Fabriken mit einem hohen Anteil lokaler Wertschöpfung aufgebaut werden könnten. (Hans-Christoph Neidlein)

Ein ausführliches Interview mit Dieter Manz finden Sie in der Maiausgabe des englischsprachigen pv magazine.

Eon nimmt AKW Grafenrheinfeld vorzeitig vom Netz

28. März 2014 | Märkte und Trends, Topnews
Sieben Monate früher als geplant soll das Atomkraftwerk in Bayern abgeschaltet werden. Die Grünen und der BUND begrüßen diese Entscheidung von Eon.

Eon hat angekündigt, dass es das AKW Grafenrheinfeld in Bayern bereits Ende Mai 2015 abschalten will. Damit werde die Laufzeit sieben Monate vor dem gesetzlich festgeschriebenen Termin enden. Eine entsprechende Stilllegungsanzeige habe der Energiekonzern am Freitag der Bundesnetzagentur und dem Netzbetreiber TenneT übermittelt, hieß es weiter. Eon begründet die vorzeitige Abschaltung mit der mangelnden Wirtschaftlichkeit des AKW. „Der Weiterbetrieb von Kernkraftwerken ist wirtschaftlich nur noch dann sinnvoll, wenn sich ein genügend langer Zeitraum ohne Kernbrennstoffsteuer anschließt. Diese Steuer läuft erst im Jahr 2016 aus“, hieß es dazu.

Die Grünen im Bayerischen Landtag sowie die Umweltorganisation BUND zeigten sich hocherfreut über die Ankündigung. "Die Energiewende entwickelt eine erfreuliche Dynamik. Der Ausbau der Erneuerbaren in Deutschland macht die gefährlichen Atomkraftwerke zunehmend unrentabel und überflüssig. Für Grafenrheinfeld gilt das ganz besonders. Wenn Eon diesen Uralt-Meiler stilllegen will, sollte die Bundesnetzagentur dem Konzern entgegenkommen und eine sofortige Abschaltung nach der anstehenden Frühjahrsrevision ermöglichen“, kommentierte der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag, Ludwig Hartmann. Die angekündigte Stilllegung sei eine Blamage für den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU). Dieser habe im Poker um mögliche Steuerrabatte zunächst fest an der Seite von Eon gestanden und diese Position nach nur zwei Wochen „winselnd räumen“ müssen, so Hartmann weiter. Der Vorsitzende des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger, sieht ebenfalls in den vorzeitigen Abschaltplänen von Eon einen Erfolge der Energiewende. Er warnte jedoch zugleich: „Das Aus für das AKW Grafenrheinfeld ist hoffentlich keine Nebelkerze, um hintenrum Geld für den Weiterbetrieb des Atomkraftwerks zu bekommen. Die Abschaltung von Grafenrheinfeld ist längst überfällig, jeder Tag zusätzlicher Laufzeit vergrößert das Risiko einen atomaren Unfalls . Für die Versorgungssicherheit von Bayern sei die Abschaltung des AKW Grafenrheinfeld kein Problem. (Sandra Enkhardt)

Read more: http://www.pv-magazine.de/nachrichten/details/beitrag/eon-nimmt-akw-grafenrheinfeld-vorzeitig-vom-netz_100014701/#ixzz2xWiyz8cg

Grüne schlagen eigenes Eigenverbrauchskonzept vor

28. März 2014 | Politik und Gesellschaft, Topnews
Bei einem Treffen mit Bundesenergieminister Sigmar Gabriel wollten die Landesminister der Grünen einen eigenen Vorschlag vorlegen, wie die Belastung von selbst verbrauchten Strom aussehen könnte. Die Grünen wollen eine stärkere Entlastung für Betreiber von Photovoltaik- und KWK-Anlagen und mehr Belastung für die Industrie. Zugleich wollen sie auch Bestandsanlagen einbeziehen, die die SPD eigentlich schon wieder ausgenommen hat. Erarbeitet hat das Konzept das Umweltministerium von Baden-Württemberg.

Bundesenergieminister Sigmar Gabriel (SPD) hat sich am Freitag mit den Grünen-Energieministern der Länder getroffen, um weiter über die anstehende EEG-Reform zu beraten. Dabei ist auch ein Konzept des Umweltministeriums Baden-Württemberg vorgestellt worden, das pv magazine vorliegt. Damit soll ein Gegenakzent zu den Plänen der SPD gesetzt werden. Führende Landespolitiker der SPD hatten sich in dieser Woche auch zu diesem Thema mit Gabriel beraten und eine stärkere Entlastung der Industrie gefordert. Nach den SPD-Plänen ist nun auch wohl eine Belastung von Eigenverbrauch von Bestandsanlagen vom Tisch.

Die Grünen vertreten in ihrem Konzept einen anderen Ansatz. So will Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller den Eigenverbrauch bei Bestandsanlagen geringfügig einbeziehen. Es sollten 0,9 Cent je Kilowattstunde gezahlt werden. Dies entspreche dem Anstieg der EEG-Umlage von 2013 auf 2014. Der Vertrauensschutz sei damit gewahrt, heißt es in dem Papier des Umweltministeriums. Für Unternehmen, die von der privilegierten EEG-Umlage profitierten, sollten gleiche Bedingungen bei Eigenstromverbrauch und Strombezug gelten. Für Unternehmen, die von der Besonderen Ausgleichregelung profitierten, sollten 20 Prozent der EEG-Umlage gezahlt werden, allerdings gedeckelt bis zum Cap.

In dem letzten Punkt stimmen die Konzepte von SPD und dem Umweltministerium Baden-Württembergs überein. In den anderen Punkten wollen die Sozialdemokraten hingenen eine wesentlich stärkere Entlastung der Industrie. Gabriel hat bislang an seinen Plänen festgehalten, dass der Eigenverbrauch bei neue KWK- und Erneuerbaren-Energien-Anlagen mit 70 Prozent der EEG-Umlage belastet werden soll, bei sonstigen Anlagen mit 90 Prozent. Dies gilt sowohl für den das Gewerbe und den Mittelstand als auch die privaten Haushalte. Die Industrieunternehmen sollen hingegen nur mit 20 Prozent der EEG-Umlage beim Eigenverbrauch belastet werden.

Nach den Berechnungen des Umweltministeriums in Stuttgart ließen sich mit dem vorgelegten Konzept 1,365 Milliarden Euro einnehmen. Bei dem SPD-Vorschlag seien es hingegen nur rund 815 Millionen Euro. Eine endgültige Ausgestaltung der Eigenverbrauchsregelung ist wohl noch offen. Am kommenden Dienstag gibt es einen Sondergipfel zwischen Gabriel, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder. In der Woche danach soll das Kabinett dann den EEG-Gesetzentwurf verabschieden. (Sandra Enkhardt)

LDK Solar einigt sich mit Gläubigern

28. März 2014 | Märkte und Trends, Topnews
Der hoch verschuldete Photovoltaik-Hersteller aus China hat sich mit der Mehrheit der Gläubiger verständigt. Außerdem hat er einen Vertrag für eine Zwischenfinanzierung unterzeichnet.

LDK Solar Co. Ltd. hat jüngst ein vorläufiges Insolvenzverfahren auf den Caymans beantragt, um eine Lösung für die Rückzahlung der noch ausstehenden Wandelschuldverschreibung zu erzielen. Nun gab das Photovoltaik-Unternehmen bekannt, dass es sich mit der Mehrheit der Gläubiger auf eine Restrukturierungslösung geeinigt habe. Die Einigung sehe vor, dass die Gläubiger der Wandelschuldverschreibungen zwischen zwei Optionen wählen könnten. Zum einen sei eine Barauszahlung vorgesehen, allerdings nur von einem Fünftel der offenen Forderungen. Dies sei aber bei einem Betrag von 50 Millionen US-Dollar gedeckelt. Zum anderen sei auch ein Tausch der Ansprüche in Aktien von LDK möglich.

Als zweite vereinbarung hätten die vorläufigen Insolvenzverwalter eine Zwischenfinanzierung gesichert. Heng Rui Xin Energy, das bereits an LDK Solar beteiligt ist, wolle einen Betrag von 13 Millionen US-Dollar bereitstellen. Mit diesen Vereinbarungen will sich LDK Solar von seinen Auslandsverbindlichkeiten entledigen. Sie sollen in der kommenden Woche auch dem Obersten Gerichtshof der Caymans vorgelegt werden, das für das laufende Insolvenzverfahren zuständig ist.

Die New Yorker Börse NYSE kündigte am Freitag an, dass es die weitere Listung der LDK-Solar-Aktie überprüfen wolle. Nach der Ankündigung der vorläufigen Insolvenz hatte die NYSE die Aktie zunächst aus dem Handel genommen. Bloomberg meldete, dass LDK Solar davon ausgehe, dass die Aktien an der NYSE im Zuge der Restrukturierung delistet werden könnte. (Sandra Enkhardt)

Die Solarzelle aus Perowskit

Schon einmal etwas von Perowskit gehört? Braun-schwarz, besteht aus Calcium-Titan-Oxid, gehört zu den Mineralien. Eigentlich ein unscheinbares Material, wäre da nicht seine Fähigkeit, Licht sehr gut zu absorbieren. Eine Eigenschaft, die sich inzwischen als äußerst nützlich erweist.
In Japan kam ein Forschungsteam vor ein paar Jahren erstmals auf den Gedanken, dieses Mineral für photovoltaische Zellen zu verwenden. Die Idee nahm rasch Gestalt an. Inzwischen haben sich weitere wissenschaftliche Institutionen an der Entwicklung beteiligt.
Vorteile der neuen Solarzelle
Dies hat gute Gründe: Perowskit bietet gute Voraussetzungen als Materialersatz. Zum einen sind Bestandteile und Produktion preiswert. Zum anderen erhöhte sich der Wirkungsgrad der Solarzellen binnen kurzer Zeit, was Forscher und Hersteller optimistisch in die Zukunft schauen lässt.
In den Tests der japanischen Wissenschaftler ergab die Energieausbeute damals einen Wirkungsgrad von 3,8 Prozent. Der ist inzwischen auf 15 Prozent gestiegen. Und höhere Temperaturen haben keine negativen Auswirkungen auf die Effizienz. Zudem kann Perowskit diffuses Licht einfangen, womit die Solarzellen auch für Hauswände tauglich sind.

Freitag, 28. März 2014

SMA Solar 2013 erstmals mit Verlust
27. März 2014
Der Einbruch der Photovoltaik-Nachfrage in Europa hat deutliche Spuren bei dem Wechselrichter-Hersteller hinterlassen. Der Umsatz brach im vergangenen Jahr um mehr als ein Drittel ein. Das Ergebnis war erstmals in der SMA-Geschichte negativ. Auch im ersten Quartal 2014 blieben die Geschäfte schlecht. Die Analysten von IHS erwarten für alle europäischen Wechselrichter-Hersteller erneut ein schwieriges Jahr.

Das abgelaufene Geschäftsjahr lief für die SMA Solar Technology AG sehr bescheiden. Die verkaufte Leistung von Photovoltaik-Wechselrichtern ging von 7,2 auf 5,4 Gigawatt binnen Jahresfrist zurück, wie das Unternehmen aus dem hessischen Niestetal mitteilte. Dies liege vor allem in der Halbierung des europäischen Photovoltaik-Marktes begründet, der zudem noch einen hohen Preisdruck nach sich gezogen habe. Daher habe sich auch der Umsatz der SMA Solar um 36,3 Prozent auf 932,5 Millionen Euro reduziert und damit innerhalb der Erwartungen, teilte das Photovoltaik-Unternehmen mit. Im Jahr 2012 habe er noch bei 1,5 Milliarden Euro gelegen.

SMA Solar kam aber nicht umhin, den ersten Nettoverlust der Unternehmensgeschichte verkünden zu müssen. Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) habe bei –89,1 Millionen Euro gelegen. Die EBIT-Marge dementsprechend bei –9,6 Prozent, nach 7,0 Prozent im Jahr davor. Im operativen Ergebnis sind Sondereffekte für Wertberichtigungen auf Forderungen und Vorräte von 41 Millionen Euro, für die im August 2013 begonnenen Personalmaßnahmen von 25,1 Millionen Euro sowie für Anlaufverluste bei der chinesischen Tochtergesellschaft Zeversolar von 15 Millionen Euro enthalten, wie SMA Solar mitteilte. Das Konzernergebnis habe sich nach einem Gewinn im Jahr 2012 von gut 75 Millionen Euro auf einen Verlust von66,9 Millonen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr verschlechtert.

SMA habe 2013 zwar seinen Auslandsanteil auf 71 Prozent weiter steigern. Dennoch sei es nicht gelungen, den Nachfrageeinbruch in Europa über andere Auslandsmärkte zu kompensieren. Der Photovoltaik-Weltmarkt sei zwar auch 2013 weiter gewachsen, aber die Hälfte der Nachfrage sei dabei aus China und Japan gekommen. Diese Länder wiesen hohe Eingangsbarrieren auf und SMA Solar stehe dort erst am Beginn seiner Markterschließung, hieß es weiter.

„Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte mussten wir aufgrund des dramatischen Markteinbruchs in Europa einen hohen Jahresfehlbetrag verbuchen. Der SMA Vorstand hat trotz dieser schwierigen Situation nicht die Investitionen in die Technologieentwicklung reduziert. Die Ausgaben für die Entwicklung zukünftiger Produkte lagen erneut bei über 100 Millionen Euro“, sagte SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon bei der Vorstellung der Zahlen. SMA Solar habe zudem seine Internationalisierung durch die Gründung neuer Gesellschaften im Ausland und die Akquisition des chinesischen Wechselrichter-Herstellers Zeversolar vorangetrieben. „Damit wir unsere Wettbewerbsfähigkeit mittelfristig weiter verbessern können, strebt SMA eine strategische Partnerschaft mit Danfoss an. Wir sind aber überzeugt, dass wir die strategischen Weichen für eine nachhaltige Ergebnisverbesserung gestellt haben“, sagte Urbon weiter.

Die Analysten von IHS sehen aber durchaus Klippen auf dem Weg zur Ergebnisverbesserung von SMA. Bislang habe der Kauf von Zeversolar noch keine Früchte getragen, sondern nur zu Verlusten für den deutschen Wechselrichter-Hersteller geführt, sagt IHS-Analyst Cormac Gilligan. Wie groß die Kostensenkungspotenziale aus der neu geformten Kooperation mit Danfoss seien, müsse sich zudem noch zeigen. Das größte Problem für SMA Solar sei, dass sie auf den derzeit wichtigsten Photovoltaik-Märkten China und Japan nur wenig vertreten seien. „2014 wird ein kristisches Jahr für SMA und alle anderen europäischen Photovoltaik-Wechselrichter-Hersteller. Der weltweite Wechselrichterumsatz wird voraussichtlich um fünf Prozent steigen. Für die Hersteller wird es jedoch schwierig ihre Umsätze in dieser Größenordnung zu steigern, da sie dafür viele Herausforderungen beim Eintritt in neue Märkte und den anhaltenden Preisdruck meistern müssten“, so Gilligan weiter.
Schwaches erstes Quartal 2014
Kurzfristig hat sich an der Situation bei dem Photovoltaik-Unternehmen aber nicht viel geändert. Für das erste Quartal 2014 erwarte der Vorstand in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld einen rückläufigen Umsatz von 170 bis 200 Millionen Euro. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, als es noch 212 Millionen Euro waren, sei insbesondere auf das Projektgeschäft zurückzuführen. Zudem sei im ersten Quartal erneut mit einem EBIT-Verlust zu rechnen. Er werde voraussichtlich zwischen -20 bis –25 Millionen Euro liegen. Dennoch bestätigte der SMA Vorstand die erstmals im November 2013 veröffentlichte Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2014. Diese geht von einer Umsatzsteigerung auf 1,0 bis 1,3 Milliarden Euro aus. Im besten Fall sei ein operatives Ergebnis von bis zu 20 Millionen Euro zu erwarten. (Sandra Enkhardt)

Read more: http://www.pv-magazine.de/nachrichten/details/beitrag/sma-solar-2013-erstmals-mit-verlust_100014682/#ixzz2xF0SCJuD

Donnerstag, 27. März 2014

NEC übernimmt Batteriesparte der Wanxiang Gruppe
26. März 2014

Der japanische Konzern stärkt damit seine Position im Bereich der Lithium-Ionen-Speicher. Für den Kauf der A123 Energy Solutions sollen rund 100 Millionen US-Dollar fließen. Ab Juni soll die Batteriesparte unter dem neuen Namen NEC Energy Solutions starten.

Die NEC Corporation will die Sparte A123 Energy Solutions der chinesischen Wanxiang Gruppe übernehmen. Etwa 100 Millionen US- Dollar werde dies kosten, teilte der japanische Konzern mit. NEC stärke damit seinen Geschäftsbereich Smart Energy zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien. Nach einem erfolgreichen Abschluss der Verkaufsverhandlungen, der für Juni anvisiert sei, soll das neue Unternehmen NEC Energy Solutions seinen Betrieb aufnehmen. Die Übernahme betreffe nur die Lithium-Ionen-Sparte von A123 Systems.

Der japanische Konzern habe sich angesichts des erwarteten steigenden Bedarfs an Energiespeichern für die Übernahme entschieden. "Mit diesen vereinten Stärken wird NEC Energy Solutions in der Lage sein, den weltweit steigenden Bedarf an Energiespeichern mit abzudecken, und zwar unabhängig davon, ob es sich dabei um eine Ausweitung erneuerbarer Energien, effektivere Services zur Stabilisierung von Energienetzen oder den Wunsch auf Ausbau vorhandener Übertragungs- und Verteilungsnetze handelt", sagte Takemitsu Kunio, Direktor der NEC Corporation. "Wir werden schlüsselfertige Energiespeicherlösungen von Megawatt-Anlagen für Versorgungsunternehmen bis zu Speichersystemen für Privathaushalte im Kilowatt-Bereich anbieten, die die Zuverlässigkeit, Nachhaltigkeit und Sicherheit der Energieversorgung verbessern."

Erst Ende Januar 2013 war die chinesische Wanxiang Gruppe bei dem US-Batteriehersteller A123 Systems eingestiegen. Die Fertigung für große Batteriespeichersysteme befindet sich in Massachusetts. Im Oktober 2013 hatte A123 Systems einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Anschließend konnte sich die Wanxiang Gruppe in einem Bieterverfahren durchsetzen. Nach einem Bericht des „Boston Globe“ soll der Kaufpreis damals bei 257 US-Dollar gelegen haben. (Sandra Enkhardt)

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Antec Solar mit farbigen Modulen für die Fassade
26. März 2014

Das Photovoltaik-Unternehmen bietet nun für die Fassadenintegration Solarmodule in den Farben terrakotta, grün und blau an. Antec Solar setzt dabei auf die eigene Dünnschichttechnologie.

Antec Solar bietet nun farbige Solarmodule an, die für die Photovoltaik-Fassadenintegration gedacht sind. Die Dünnschichtmodule der Reihe „ATFKrom“ seien in den Farben terrakotta, grün und blau erhältlich, teilte das Arnstädter Photovoltaik-Unternehmen mit. Neben der selbst entwickelten Technologie verwende Antec Solar für die Module ein spezielles Solarglas eines Schweizer Unternehmens, dass die darunterliegende Photovoltaik-Technologie nahezu unsichtbar werden lasse. „Es ist das erste Mal, dass uns eine Glas-Technologie zur Verfügung steht, mit der wir farbige Solarmodule so integrieren können, dass sie wie normale Fassadenverkleidungen wirken.“, sagt Norbert Kreft, Technikvorstand von Antec Solar. Neben der Farbe könnten Architekten, Bauträger, Installateure und Privatpersonen auch das Format und die Form der Solarmodule frei wählen.

Außerdem sei es möglich, farbige Solarmodule für die Fassadenintegration auf Basis von Vorproduktem in nahezu allen Photovoltaik-Technologien zu fertigen. Antec Solar biete dies mit ihrer Reihe „ATCKrom“ an. Die Produktion befinde sich im thüringischen Arnstadt. Nach eigenen Angaben kooperiert Antec Solar mit dem Wechselrichter-Hersteller Fronius und vom Solarkabel-Anbieter VOKA Vogtländisches Kabelwerk. Das Unternehmen gehört zur Wilms Gruppe, die kurz danach auch noch den Dünnschichthersteller Sunfilm übernahm. (Sandra Enkhardt)

Read more: http://www.pv-magazine.de/nachrichten/details/beitrag/antec-solar-mit-farbigen-modulen-fr-die-fassade_100014676/#ixzz2x9JZLPOs
EU will offenbar Mindestpreise für chinesische Module auf 0,53 Euro/Watt senken
26. März 2014

Nach Informationen von pv magazine sollen zum 1. April die von der EU festgesetzten Mindestpreise für kristalline Solarmodule aus China von 0,56 auf 0,53 Euro pro Watt sinken. Damit könnten sich Photovoltaik-Projekte in Europa wieder mehr rechnen. Bei EU Prosun sieht man keine Grundlage für die Preissenkung und will dagegen vor den Europäischen Gerichtshof ziehen. Der EU-Handelskommissar wollte die Senkung nicht kommentieren. Es wurde auch bekannt, dass die Photovoltaik-Exporte chinesischer Produkte nach Europa nach dem Handelsstreit deutlich zurückgegangen sind.

Ab dem 1. April sollen die Mindestpreise für kristalline Solarmodule aus China in der EU von 0,56 auf 0,53 Euro pro Watt sinken. Dies erfuhr pv magazine von einem chinesischen Modulhersteller, dessen europäische Niederlassung diesbezüglich von dem chinesischen Hauptquartier informiert worden sei. Für Projektierer von Photovoltaik-Anlagen könnte dies eine gute Nachricht sein, da sinkende Preise in diesem Segment die Rentabilität der Projekte wieder steigern könnten. Seit der Einigung im Photovoltaik-Handelsstreit zwischen der EU und China auf die Mindestpreise und Importbegrenzungen Ende vergangenen Jahres sind die Preise für Solarmodule weitgehend stabil geblieben.

In der Vereinbarung ist vorgesehen, dass die festgelegten Mindestpreise alle drei Monate mit der Entwicklung des internationalen Spotmarktpreises abgeglichen werden sollen, wie das EU-Handelsministerium pv magazine bestätigte. Jährlich würden zudem die festgelegten Importmengen anhand der Nachfrageentwicklung in Europa überprüft. Eine Senkung der Mindestpreise ab der kommenden Woche wollte EU-Handelskommissar Karel de Gucht aber nicht bestätigen. „Aus Gründen der Vertraulichkeit können wir dies weder bestätigen noch dementieren. Jede Änderung der Minimumpreise oder Importvolumen betrifft nur Module und Solarzellen, da Wafer seit Dezember 2013 aus dieser Maßnahme herausgenommen sind“, sagte sein Sprecher John Clancy auf Anfrage von pv magazine. Weitergehende Fragen wollte er ebenfalls nicht kommentieren. Nach der Vereinbarung wird der Solarmodulpreisindex von Bloomberg genutzt, um die Preisentwicklung zu beurteilen. Allerdings ist dieser Index nicht frei verfügbar. Eine Anfrage von pv magazine bei Bloomberg blieb zunächst unbeantwortet.

Bei der von Solarworld geführten Vereinigung EU Prosun, die das Anti-Dumping- und Anti-Subventionsverfahren gegen die chinesischen Hersteller in der EU ins Rollen gebracht hat, gibt es kein Verständnis, sollte die EU wirklich die Mindestpreise senken. "Würde das zum 1. April so kommen, wäre das eine Steilvorlage für unsere Klage gegen die Mindestpreisregelung der EU mit China. Denn die Anpassungsregel sieht vor, dass der Mindestpreis nur dann gesenkt werden kann, wenn international die Preise gemessen am Bloomberg-Index gesunken sind. Dieser ist aber seit Beginn des Undertakings stabil. Folglich gibt es keine rechtliche Handhabe für eine Anpassung. Aber der chinesische Ministerpräsident ist mal wieder in Europa. Und da muss man immer mit Überraschungen rechnen", sagte Milan Nitzschke, Präsident von EU Prosun.

Das chinesische Magazin „Ecns.cn“ berichtet aktuell auch, dass in der Folge des Handelsstreit mit der EU die chinesischen Exporte kristalliner Photovoltaik-Produkte stark eingebrochen sind. Die Verkaufserlöse für exportierte Solarzellen und Solarmodule nach Europa seien im vergangenen Jahr um 62 Prozent auf 3,7 Milliarden US-Dollar zurückgegangen, berichtet das Magazin unter Bezugnahme auf die chinesische Handelskammer für Import und Export von Maschinen und Elektronikprodukten, die auch die Mindestpreise und Ausfuhrmengen überwacht. Im Gegensatz dazu seien die Verkäufe an asiatische Kunden um 124 Prozent auf 5,5 Milliarden US-Dollar gestiegen. Insgesamt seien die Exportumsätze der chinesischen Photovoltaik-Hersteller 2013 aber rückläufig gewesen. Sie seien insgesamt um knapp 18 Prozent auf 12,3 Milliarden US-Dollar gefallen. Japan sei dabei der größte Abnehmer gewesen. Etwa ein Viertel der Umsätze kämen von dort. Deutschland habe hingegen an Bedeutung verloren. Die chinesischen Photovoltaik-Hersteller setzten hierzulande 75 Prozent weniger um. Insgesamt seien es 2013 noch 507 Millionen US-Dollar gewesen. (Sandra Enkhardt)

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Mittwoch, 26. März 2014

Aktuelle Preise für Containerware!
Alle Preise gelten zzgl. UsSt. und Fracht.
Alle Module über die ERGO Versicherbar!

Current prices for container goods!
All prices are subject USST. and cargo....
All modules on the ERGO Insurable!

Los precios actuales de los bienes de contenedores!
Todos los precios son USST tema. y la carga.
Todos los módulos de la ERGO asegurable!



Gabriel will beim Eigenverbrauch nachjustieren
25. März 2014

Der Bundesenergieminister hat auf die Kritik aus den eigenen Reihen reagiert. Die Länder Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg fordern, dass die Industrie beim Eigenverbrauch komplett von der EEG-Umlage befreit bleiben muss. Gabriel sieht darin eine "kluge Weiterentwicklung der bisherigen Planungen". Bei privatem und gewerblichem Eigenverbrauch soll es auch noch Änderungen im EEG-Gesetzentwurf geben die Andeutungen in diesem Bereich blieben aber vage.

Die Länder Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg haben Bundesenergieminister Sigmar Gabriel (SPD) einen Vorschlag unterbreitet, wonach der Eigenverbrauch der Industrie bei bestehenden Kraftwerken komplett von der EEG-Umlage befreit bleibt soll. Auch bei Modernisierungen und Nachrüstungen der Anlagen solle dies gelten, forderten SPD-Landespolitiker bei einem Treffen mit Gabriel zum Thema EEG-Reform. Strom aus neu errichteten Kraftwerken soll dagegen in die "Besondere Ausgleichsregelung" einbezogen und dafür folglich nur eine stark reduzierte Umlage fällig werden, wie die Länder vorschlagen.

Bundeswirtschaftsminister Gabriel bezeichnete dies „als kluge Weiterentwicklung der bisherigen Planungen“. Er versprach Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD), der Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz Malu Dreyer (SPD) und Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD), den Vorschlag in die Beratungen einzubringen . Zudem zeigte sich Gabriel zuversichtlich, dass eine Mehrbelastung der Industrie verhindert werde.

Während Gabriel den aktuellen Stand des EEG-Referentenentwurfs Anfang des Monats veröffentlicht hatte, blieb die genaue Regelung zum Eigenverbrauch noch ausgeklammert. Bereits in der vergangenen Woche tauchte eine neue Vorlage auf, wonach der Eigenverbrauch künftig in drei Teilbereiche untergliedert werden soll. Demnach sollen Unternehmen, die von der Besonderen Ausgleichsregelung profitieren, künftig die privilegierte EEG-Umlage  auch auf ihren Eigenverbrauch zahlen. Die zweite Kategorie ist für Unternehmen vorgesehen, die aus Branchen stammen, für die die privilegierte EEG-Umlage gilt, die aber die Voraussetzungen dafür nicht erfüllen. Sie sollen für Eigenverbrauch aus Bestands- und Neuanlagen die Differenz zwischen der geltenden EEG-Umlage – in diesem Jahr also 6,24 Cent je Kilowattstunde - und jener aus dem vergangenen Jahr (5,277 Cent je Kilowattstunde) zahlen. Für 2014 müssten diese Unternehmen dann also 0,96 Cent je Kilowattstunde für selbst erzeugten und verbrauchten Strom zahlen. Für die Einbeziehung neuer industrieller Eigenstromanlagen in die "Besondere Ausgleichsregelung" werde sich das Ministerium in seinen Gesprächen mit der EU-Kommission einsetzen, bekräftigte Gabriel am Montag.

Während die Industrie also beim Eigenverbrauch keine weitreichenden Belastungen fürchten soll, sieht dies bei privaten und gewerblichen Eigenverbrauchsanlagen ganz anders aus. Im dem Entwurf des Energieministeriums aus der vergangenenen Woche blieb Gabriel seiner Linie treu und will weiterhin eine hohe Belastung. Es gelte weiterhin sein ursprünglicher Plan, wonach bei Neuanlagen 90 Prozent EEG-Umlage gezahlt werden müssten, bei Erneuerbaren-Energien- und KWK-Anlagen immerhin noch 70 Prozent EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch. Für Bestandsanlagen werde weiterhin die Differenz zwischen der vollen EEG-Umlage und der EEG-Umlage 2013 fällig.

Nach dem Treffen mit den SPD-Ländervertretern erklärte Gabriel, dass es weiterhin Anreize für die Eigenstromerzeugung in besonders effizienten KWK-Anlagen und in Erneuerbare-Energien-Anlagen im Gewerbe, Handel und Privathaushalten geben müsse. Er wolle dies bei der abschließenden Regelung im EEG berücksichtigen. Konkrete Nachbesserungen wurden aber nicht benannt. In rund zwei Wochen soll das Kabinett den EEG-Gesetzentwurf verabschieden. (Sandra Enkhardt)

Read more: http://www.pv-magazine.de/nachrichten/details/beitrag/gabriel-will-beim-eigenverbrauch-nachjustieren_100014647/#ixzz2x3gfTeqa
BSW-Solar kritisiert Industrieentlastung beim Eigenverbrauch
25. März 2014

Der Photovoltaik-Verband und Verbraucherschützer fordern, dass stromintensive Industrie, Gewerbe und Privatverbraucher bei der Belastung des Eigenverbrauchs gleichgestellt werden müssen. Sie kritisieren die Pläne Gabriels, nur die Industrie zu entlasten. Sie sollen maximal 1,25 Cent je Kilowattstunde für selbst verbrauchten Strom zahlen. Die Pläne des Ministeriums sehen nach BSW-Solar-Informationen weiter vor, dass die Direktbelieferung von Mietern mit Solarstrom künftig mit der vollen Höhe der EEG-Umlage belastet werden soll.

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) übt massive Kritik am Vorhaben von Bundesenergieminister Sigmar Gabriel (SPD), gewerbliche Betreiber von Photovoltaik-Anlagen künftig bei der Finanzierung der EEG-Umlage gegenüber der stromintensiven Industrie deutlich schlechter zu stellen. Der Eigenverbrauch von Solarstrom müsse für Privathaushalte und Unternehmen auch künftig vollständig von der EEG-Umlage befreit bleiben. Die müsse auch bei Modellen, wo der Solarstrom direkt an Mieter geliefert werde, der Fall sein. „Das schreit zum Himmel! Das Verursacher-Prinzip steht Kopf. Die größten Verursacher des Treibhauseffekts sollen weitgehend von den Kosten der Energiewende befreit bleiben, während die Mehrzahl künftiger Solarstromanlagen-Betreiber drei bis fünfmal so stark zur Kasse gebeten werden sollen“, erklärte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar, zu den jüngsten Plänen.

Der BSW-Solar berichtet, dass sich Gabriel mit den SPD-Vertretern aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg darauf geeinigt haben soll, dass energieintensive Unternehmen ab dem 1. August 2014 maximal 1,25 Cent je Kilowattstunde für den Eigenbedarf selbst erzeugten Stroms abführen müssen. Dies entspreche einem Rabatt in Höhe von 80 Prozent der EEG-Umlage. Künftige gewerbliche Selbstversorger – etwa aus Handel, Handwerk, Dienstleistung und Landwirtschaft – sollen hingegen mit Inkrafttreten der EEG-Novelle im August rund 4,4 Cent auf jede selbst verbrauchte Kilowattstunde bezahlen, selbst wenn diese umweltfreundlich aus einer eigenen, neu errichteten Photovoltaik-Anlage erzeugt wurde, wie es beim BSW-Solar weiter heißt. Dies entspricht einem Nachlass von 30 Prozent der EEG-Umlage. Bislang waren sie von der EEG-Umlage befreit. Die bisher zumindest anteilig befreite Wohnungswirtschaft solle künftig zudem mit der vollen EEG-Umlage von derzeit knapp 6,3 Cent je Kilowattsunde zahlen, wenn sie Mieter mit Solarstrom versorgen will.

„Es kann nicht sein, dass das Handwerk oder die Mieter bis zu 5 Cent mehr je Kilowattstunde für die Energiewende zahlen müssen, wenn sie ihren Strombedarf mittels einer Solaranlage selbst decken wollen als ein Stahlproduzent oder der Braunkohletagebau für fossil erzeugten Betriebsstrom“, sagte Körnig weiter. Die Kritik des BSW-Solar an den jüngsten Plänen von Gabriel werde auch vom Institut für Zukunftsenergiesysteme (IZES) in Saarbrücken und der Verbraucherzentrale Bundesverband geteilt. Nach der allgemeinen Einschätzung der Experten lassen sich mit der geplanten EEG-Umlage auf solaren Eigenverbrauch keine nennenswerten Einsparungen erzielen. „Verbraucher- und Klimaschutz werden mit Füßen getreten und klar den Interessen großer Konzerne untergeordnet. Mit dieser Ungerechtigkeit wird die Akzeptanz der Energiewende aufs Spiel gesetzt“, kritisiert Körnig. (Sandra Enkhardt)

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Kalifornien will Energiespeicher im großen Stil
25. März 2014

Die Konferenzmesse "Energy Storage" begann mit einem Blick nach Kalifornien. Die California Public Utility Commission hat den Versorgern die Vorgabe gemacht, bis 2020 insgesamt 1325 Megawatt Speicherkapazität zuzubauen.

1325 Megawatt Speicherkapazität fordert die California Public Utility Commission (CPUC) bis 2020 von den Versorgern. "Wir sind das erste Land, das Ziele für Speicher hat", sagt Carla Peterman, Komissarin für Energiespeicherfragen bei der CPUC. Sie ist Teil einer sechsköpfigen Delegation aus dem US-Bundesstaat Kalifornien, die sich in der Eröffnungssitzung zu Beginn der „Energy Storage“ den Fragen stellte. Der Veranstalter der Konferenzmesse, die Messe Düsseldorf, erwartet über 800 Teilnehmer aus 47 Ländern.

Ein Grund für das Speicherziel in Kalifornien ist laut Peterman, dass damit am Ende Kosten minimiert würden. Die Situation in Deutschland ist in manchelei Hinsicht mit der in Kalifornien vergleichbar. Als eigenständiger Staat wäre es die achtgrößte Volkswirtschaft, die Bevölkerung ist ungefähr halb so groß wie in Deutschland, erneuerbare Energien haben einen Anteil von rund 22 Prozent, dieser soll bis 2020 auf rund 40 Prozent steigen und der derzeitige Governeur hat als wichtiges Ziel, Klimagase zu reduzieren.

Derzeit spielt Erdgas in Kalifornien eine große Rolle. Zum einen wird es gebraucht, um Schwankungen in Erzeugung und Verbrauch auszugleichen. Zum anderen sind die Gaskosten in den letezten Jahren stark gesunken. "Wir nehmen die Ersparnisse und investieren in erneuerbare Energien und in die Infrastruktur", sagt Michael Picker, Komissar der CPUC. Ein anderer Grund, warum die Kosten nicht so die Diskussion bestimmen, sei, dass viele Hausbesitzer die Stromrechnung reduzieren konnten, weil sie Strom sparen konnten, zum Beispiel bei ineffizienten Kimanlagen. Die Klimaanlagen böten außerdem eine gute Möglichkeit zum Lastmanagement, teilweise mit Eisspeichern. Das zeigt jedoch auch, wo die Unterschiede zu Deutschland liegen. Hierzulande ist das Problem der Winter mit wenig Solarstromaufkommen und gleichzeitig hohem Verbrauch. "Was in Deutschland der Winterpeak ist, ist aber in Kalifornien der Sommerpeak", sagt Picker. Die Lösung muss aber unterschiedlich sein.

Einen großen Unterschied gibt es in Bezug auf die Anlagengrößen. In Kalifornien gibt es viel freie Fläche und dadurch zentrale große Photovoltaik- und Windkraftwerke. Allerdings gibt es auch schon 200.000 Anlagen auf Wohnhäusern.

Dass die Situation in Kalifornien derzeit so positiv gegenüber erneuerbaren Energien und Speichersystemen ist, liegt vor allem auch an Gouverneur Jerry Brown, der seit 2011 regiert und gute Chancen hat, wiedergewählt zu werden. Auch die Diskussion zum Klimawandel verläuft anders, als es sonst oft aus den USA zu hören ist. "Den Klimawandel spüren wir schon jetzt", sagt Robert Weisenmiller, Vorsitzender der zentralen Energiebehörde California Energy Comission CEC. Es werde trockener, die Temperaturen stiegen und die Zahl der Brände. (Michael Fuhs)

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Abgaben und Umlagen auf Speicher streichen
25. März 2014

Der BDEW fordert auf der "Energy Storage", dass die Abgaben und Umlagen auf Speicherstrom gestrichen werden müssten und erntet Beifall von etlichen Rednern. Ansonsten bekräftigten die BDEW-Hauptgeschäftsführerin Hildegard Müller und Vertreter des Wirtschaftsministeriums vor allem bekannte Positionen zur Energiewende und Speichereinsatz.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat von der Bundesregierung ziemlich viel von dem bekommen, was er sich wünscht. Hauptgeschäftsführerin Hildegard Müller lobt daher auch die Bundestregierung. Die verpflichtende Direktvermaktung zum „Marktlernen“, die Ausschreibungsabsichten für Solarkraftwerke, die „Kostendämpfung“. „Mit dem ungesteuerten Zubau an erneuerbaren Energien kann es so nicht weitergehen“, wiederholte sie auf der Konferenzmesse „Energy Storage“ bekannte Positionen des BDEW. Allerdings fordert sie auch mehr Vertrauensschutz, sprich spätere Stichtage zum Beispiel für Windkraftanlagen, da die Projektierungzeiten länger seien.
Auch Speicher sind für den BDEW wichtig. Das zeige sich etwa darin, dass der Vorstand die Arbeitsgruppe Speicher jetzt zu einem Fachausschuss erhoben habe. Müller forderte einen langfristigen rechtlichen Rahmen zum Betrieb von Speichern, um deren wirtschaftlichen Betrieb zu ermöglichen. Auch Pumpspeicherkraftwerke würden sich nämlich nicht mehr rentieren, seit Solarstrom mittags die Preise purzeln lasse.
Bis zu dem Punkt mit dem Pumpspeicherkraftwerken ist sie einer Meinung mit Uwe Beckmeyer, Parlamentarischer Staatssekretär des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Er und seine Kollegen im Ministerium betrachteten es mit Sorge, dass sich Pumpspeicherkraftwerke nicht mehr rentieren. Es müsse verhindert werden, dass sie stillgelegt werden. Später brauche man sie.
Unsinnige Autarkiebemühungen
Allerdings redet Beckmeyer auch von „unsinnigen Autarkiebemühungen“, die wir uns nicht leisten könnten. Er tritt für Kooperation mit den Nachbarländern und europäische Regelungen ein. Zum Beispiel lasse Deutschland mit der Schweiz und mit Österreich eine Studie zur Nutzung der Pumpspeicherkraftwerke erstellen. Eine Leitung nach Norwegen sei konkret in Planung.
Ansonsten sieht er Speicher derzeit nur dort, wo es eine hohe Einspeisung durch erneuerbare Energien gebe, um diese zu erleichtern. Langzeitspeicher seien erst später sinnvoll. Jetzt sei in diesem Segment die Zeit für Forschung und Entwicklung, die mit 200 Millionen Euro gefördert werde. Die Fördersumme sei allerdings schon ganz in Projekten gebunden.
Auch Boris Schucht, Vorstandschef des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz hält Langzeitspeicher erst nach 2030 nötig. Dann könne man die skandinavischen Speicher einbinden, die rund 250 Mal höhere Speicherkapazität haben als die Speicher in Deutschland. Sogar erst nach 2050 seien neue Technologien nötig. Allerdings will er sich dann doch nicht so genau auf die Jahreszahlen festnageln lassen. Es könne keiner auch nur 20 Jahre in die Zukunft schauen. Den Bedarf an Regelenergie zur Netzstabilisierung, der durch Kurzzeitspeicher gedeckt werden kann und der relativ linear mit der Durchdringung mit erneuerbaren Energien ansteige, sieht er allerdings schon jetzt.
Johannes Remmel, nordrhein-westfälischer Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz fordert daher, dass Speicherkraftwerke und Backup-Kraftwerke über Netznutzungsentgelte zu finanzieren sein sollten, wenn sie vorrangig für die Netzsteuerung eingesetzt werden.
Abgaben und Umlagen auf Speicher streichen
Eines der großen Ärgernisse für die Branche sind allerdings die Abgaben und Umlagen auf Strom, der gespeichert wird. In diesem Punkt fordert Hildegard Müller die Bundesregierung zum Handeln auf. Sie sagt, es sei nötig, die Stromspeicherung vom Letztverbrauch zu trennen, damit der einzuspeichernde Strom nicht mit den Umlagen und Abgaben belastet wird. Energiespeicher zielten nämlich auf Wiedereinspeisung. Die Koalition wolle das wohl prüfen, sie forderte aber dazu auf, dass das schnell geschehe.
Arne Hauner vom Eon Innovation Center Energy Storage sieht das ähnlich. Außerdem gibt er zu bedenken, dass vielleicht doch schon früher andere Speichertechnologien nötig sein könnten. Es gebe selbst für Power-to-Gas schon Geschäftsmodelle, die keine Science Fiction seien. Eon habe ein Leuchtturmprojekt im brandenburgischen Falkenhagen in Betrieb. Er zeigt Balkendiagramme, die darlegen sollen, wie hoch der Anteil der Abgaben und Umlagen auf den eingespeicherten Strom am Strom ist. Gebe es diese Abgaben nicht, die auch „keinen Sinn machten“, sei die Wirtschaftlichkeit nicht mehr so fern. Das Gute an der Technologie sei, dass die sie helfe, erneuerbare Energien in die Wärme- und Mobilitätsmärkte zu bringen. (Michael Fuhs)

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Dienstag, 25. März 2014

Leitfaden Photovoltaik nach Vds 3145

1. Typische Mängel, besondere Risikomerkmale PV Anlage
2. Qualitätsanforderungen an PV-Anlagen aus Sicht der Versicherer
3. VdS Richtlinie 3145

Prüfung für den Feuerversicherer des Gebäudes Stellt die PV-Anlage eine Brandgefahr für das Gebäude dar?
Statische Nachweise des Gebäudes und des Traggestells vorhanden?
Werden brandschutztechnische Einrichtungen beeinträchtigt? Beispiel: Überbauung von Brandwänden (Kabel, Module). Funktion RWA eingeschränkt?
eingeschränkt?
Bei brennbarem Dachaufbau: Fachgerechte Kabelverlegung und Befestigung.
Bei vorhandener Blitzschutzanlage: Beeinträchtigungen der Funktion.
Montage der Wechselrichter gem. den Herstellervorgaben.
Beispiele: Umgebungstemperatur, Montage auf Holz.
Ausreichende Trennung der Wechselrichter von brennbaren Materialien oder Stäuben.
Stäuben.
Installation innerhalb „feuergefährdeter Betriebsstätten“?
RCD vorhanden (falls durch VDE gefordert)?

Installationsfehler:
In ca. 60% DC- Leitungsverlegungen mangelhaft.
Installation der AC Seite mangelhaft z.B. Anschluss von Al- Kabeln.

Planungsfehler:
Installation in feuergefährdeter Betriebsstätte.
Kein Einsatz von Fehlerstromschutzschaltern obwohl vorgeschrieben.

Blitz- Überspannungsschutz unzureichend (Wechselrichter: Dateneingänge beachten!).

Absicherung gegen Diebstahl ungenügend.
Spezialdeckung Erneuerbare Energien – nachhaltiger Schutz für Ihre Anlagen

Sichern Sie Ihre innovativen Anlagen. Egal, ob mit Biogas, Sonnen-, Wasser- oder Windkraft betrieben Weitreichend abgesichert, zum Beispiel gegen Diebstahl, Feuer, Schneedruck, Konstruktions- und Materialfehler. Ersetzt werden auch entgangene Stromeinspeise-erlöse Optional können Sie für Photovoltaikanlagen eine Minder-ertragsversicherung abschließen. Schnelle und kompetente Schadenregulierung.
Für die Errichtungsphase empfehlen wir den Abschluss einer Montageversicherung.
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LDK Solar konnte Insolvenz von Sunways nicht verhindern
24. März 2014

Das Konstanzer Photovoltaik-Unternehmen befindet sich zum zweiten Mal binnen Jahresfrist in einem Insolvenzverfahren wieder. Der vorläufige Insolvenzverwalter kennt Sunways bereits. Die chinesische Muttergesellschaft konnte die Zahlungsunfähigkeit nicht abwenden.

Das Amtsgericht Konstanz hat am Freitag nach einem entsprechenden Antrag des Vorstands die vorläufigen Insolvenzverfahren gegen die Sunways AG und die Tochter Sunways Production GmbH wegen Zahlungsunfähigkeit eröffnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter beriefen die Richter wie schon im Vorjahr den Rechtsanwalt Thorsten Schleich. Auch wenn ich schon einmal bei Sunways als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt war, das Unternehmen also kenne, muss ich mir zunächst ein aktuelles Bild der Lage verschaffen“, erklärte er. Die Gehälter der Mitarbeiter seien über das Insolvenzgeld für die Monate Februar, März und April gesichert. Aktuell beschäftige die Sunways Gruppe noch 110 Mitarbeiter, teilte das Photovoltaik-Unternehmen weiter mit.
Ziel von Schleich sei es, dass vorläufige Insolvenzverfahren bis Ende April abzuschließen. Der Sunways-Vorstand will das Photovoltaik-Unternehmen als börsennotierte Gesellschaft erhalten. Voraussetzung dafür sei ein Vergleich mit den Gläubigern und ein tragfähiges Sanierungskonzept, das eine finanzielle Restrukturierung vorsehe. „Wir haben vor diesem Hintergrund bereits Gespräche mit potenziellen Investoren begonnen und werden diese fortsetzen“, sagte Sunways-Vorstandschef Hoong Khoeng Cheong. In Kürze werde zudem ein vorläufiger Gläubigerausschuss gebildet.

Sunways gehört mehrheitlich zur chinesischen LDK Solar Gruppe, die 2012 bei dem deutschen Photovoltaik-Hersteller eingestiegen war. Die börsennotierte Holdinggesellschaft der LDK Solar Gruppe hatte vor rund einem Monat auf den Caymans – wo sie ins das Handelsregister eingetragen ist - ein vorläufiges Insolvenzverfahren beantragt.Dabei geht es um eine Lösung der noch nicht zurückgezahlten Schuldverschreibungen, die LDK Solar in den USA ausgegeben hatte. Bereits mehrfach hatte LDK Solar zuvor einen Aufschub seiner Gläubiger erhalten. Nach Angaben von LDK Solar soll das vorläufie Verfahren aber keine Auswirkungen auf die Aktivitäten der Tochtergesellschaften in China haben. Die chinesischen Banken unterstützten zudem die Einsungsbemühungen mit den Gläubigern zur Ablösung der Schuldverschreibungen im Ausland, hieß es es dazu. „Die Sunways AG ist selbst keine direkte Tochtergesellschaft der Holding auf den Cayman Islands, sondern hat chinesische Muttergesellschaften. Wir sind daher davon ausgegangen, dass das von LDK Solar beantragte Verfahren nur geringe Auswirkungen für das Unternehmen, seine Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten haben wird. In der Zwischenzeit konnte jedoch die Zahlungsunfähigkeit auch nicht mit Hilfe der LDK Solar verhindert werden“, sagte eine Sunways-Sprecherin auf Anfrage von pv magazine. (Sandra Enkhardt)

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Das Konstanzer Photovoltaik-Unternehmen befindet sich zum zweiten Mal binnen
Frühjahrscheck bei Photovoltaik-Anlagen sinnvoll
24. März 2014

Der TÜV Rheinland empfiehlt, seine Photovoltaik-Anlagen regelmäßig inspizieren zu lassen. Das Frühjahr ist dabei eine sinnvolle Zeit für die Überprüfung.

Mittlerweile gibt es etwa 1,4 Millionen Photovoltaik-Anlagen in Deutschland. Damit sie verlässlich Solarstrom erzeugen, empfiehlt der TÜV Rheinland eine regelmäßige Inspektion der Anlagen. "Solaranlagen sind kleine Kraftwerke und keineswegs wartungsfrei. Regelmäßig sollte ein Fachmann kontrollieren, ob die Anlage korrekt und sicher arbeitet, ganz so wie bei der Heizung oder der Gastherme", sagt Willi Vaaßen vom TÜV Rheinland. Für kleine Photovoltaik-Dachanlagen sei dabei eine jährliche Kontrolle ratsam. "Dabei kann der Umfang der Kontrollen sehr unterschiedlich sein. Nicht immer ist eine große Inspektion notwendig", so Vaaßen weiter. Anlagenbetreiber sollten dies mit einem Wartungsfachbetrieb abstimmen. Größere gewerbliche Dachanlagen und Solarparks sollten mindestens einmal jährlich kontrolliert werden. Zumeist würden sie aber ohnehin permanent technisch überwacht, sagt Vaaßen. Ein sinnvoller Zeitpunkt für einen Check sei das Frühjahr.

Es gebe verschiedene Fehlerquellen, die für Minderleistungen oder Ausfälle von Photovoltaik-Anlagen sorgen könnten. Nach den Erfahrungen der Sachverständigen von TÜV Rheinland zählen dazu die ständige Belastung durch Wind und Wetter mit großen Temperaturschwankungen und Schneelasten, aber auch Fehler an minderwertigen Modulen, Kabeln, Anschlussdosen oder Steckverbindungen. Manchmal seien es aber auch falsch verlegte Kabel, die auf Dauer durch Witterung oder scharfe Kanten beschädigt werden, minderwertige Befestigungen und Isolationen sowie Korrosion. "Es kann zu Anlagenausfällen kommen mit Einnahmeverlusten oder sogar zu technischen Risiken. Das wäre oftmals vermeidbar, wenn Schäden frühzeitig genug erkannt werden", erläutert Vaaßen die Folgen solcher Mängel.

Die Kontrollen der Photovoltaik-Anlagen sollten nach Ansicht des TÜV Rheinlands durch den Installationsbetrieb erfolgen, der sie erreichtet hat. Sollte es mit dieser Firma keinen Wartungsvertrag geben, könnte auch eine externe Wartungsfirma beauftragt werden. "Ob und wann sich technische Überwachungssysteme lohnen, muss jeder Betreiber selbst durchrechnen. Sinnvoll für den verlässlichen Betrieb sind die automatischen Aufpasser in den meisten Fällen", sagt Vaaßen. Aus seiner Sicht ist bei Photovoltaik-Anlagen auf Hausdächern der sprichwörtliche Frühjahrsputz nicht erforderlich. Bei Schrägdächern würden die Solarmodule durch das Regenwasser gut gereinigt. Anders sei dies allerdings bei Photovoltaik-Anlagen, die auf Stallungen oder Freiflächen installiert seien. Dort könne eine gründliche Reinigung im Frühjahr sinnvoll sein, da der Schmutz die Leistung der Photovoltaik-Anlagen mindere. (Sandra Enkhardt)

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Der TÜV Rheinland empfiehlt, seine Photovoltaik-Anlagen regelmäßig inspizieren zu lassen. Das Frühjahr ist dabei eine sinnvolle Zeit für die Überprüfung.
BDEW fordert bessere Investitionsbedingungen bei Verteilnetzen
24. März 2014

Der Verband hat eine Branchenlösung für verbesserte Investitionensbedingungen im Verteilnetzbereich erarbeitet. Der BDEW fordert unter anderem, unnötige Verzögerungen beim Ausbau auszuräumen.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) will auf dem „Treffpunkt Netze 2014“ am Dienstag und Mittwoch in Berlin seine Branchenlösung zur Verbesserung der Investitionsbedingungen im Verteilnetzbereich vorstellen. „Der BDEW hat bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass die Investitionsbedingungen insbesondere für die Verteilnetzbetreiber schwierig sind. Dies führt zu unnötigen Verzögerungen beim dringend notwendigen Netzausbau. Wir haben eine Branchenlösung erarbeitet, die dafür sorgt, den Investitionsstau im Bereich der Verteilnetze aufzulösen", erklärt Roger Kohlmann, Mitglied der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Die Energiewende und der weitere Ausbau der erneuerbaren Energie werde aber nur gelingen, wenn die notwendigen Verteilnetze gebaut würden.

Bis zum Jahresende soll die Bundesnetzagentur einen Evaluierungsbericht zur Anreizregulierung vorlegen, der die Weichen für die dritte Regulierungsperiode stelle. "Unser Ziel war es, rechtzeitig einen praktikablen Vorschlag für die Weiterentwicklung des Regulierungsrahmens im Verteilnetzbereich zu unterbreiten", sagt Kohlmann. Der BDEW habe ein Antragsverfahren für Unternehmen entwickelt, das das Problem des zeitverzugs für alle Verteilnetzbetreiber lösen solle. Im Kern solle die durch die Investitionen steigenden Kapitalkosten ohne Zeitverzug in die Erlösobergrenzen der Netzbetreiber einfließen, heißt es beim BDEW. Die Netzbetreiber könne individuell auf Basis ihres Investitionsbedarfs und der bestehenden Netzregulierung entscheiden, ob ein Antrag gestellt werde. Die Nachteile eines „Gießkannenprinzips“ würden dadurch vermieden, so Kohlmann weiter.

Der BDEW sieht durch den weiteren Zubau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen in den kommenden zehn Jahren einen Investitionsbedarf von rund 25 Milliarden Euro allein bei den Verteilnetzen. „Jede Milliarde Euro, die hier nicht investiert wird, sorgt entweder für eine unnötige Verzögerung beim Ausbau der erneuerbaren Energien oder gefährdet absehbar die Systemsicherheit. Daher ist eine Verbesserung der Investitionsbedingungen nicht nur aus Sicht der Netzbetreiber sinnvoll, sondern auch zur Realisierung der Energiewende absolut notwendig ", sagt Kohlmann. (Sandra Enkhardt)

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Der Verband hat eine Branchenlösung für verbesserte Investitionensbedingungen im Verteilnetzbereich erarbeitet. Der BDEW fordert unter anderem, unnötige...
Vattenfall stellt sich gegen Eon und RWE
24. März 2014

Der schwedische Energiekonzern hält die Einführung von Kapazitätsmärkten in Deutschland derzeit für überflüssig. Bis mindestens 2020 gibt es nach Ansicht von Vattenfall genug Großkraftwerke und das Vorhalten von Kapazitäten muss daher nicht extra entlohnt werden.

In der Diskussion über die Energiewende wird immer wieder auch die Einführung von sogenannten Kapazitätsmärkten gefordert. In der Regel machen sich Energiekonzerne wie RWE und Eon und deren Interessenverbände dafür stark, dass künftig auch das Vorhalten von Kapazitäten entlohnt werden soll – selbst wenn die konservierten Gas-, Kohle- oder Atomkraftwerke momentan gar keinen Strom liefern. Diese Notwendigkeit sieht man beim schwedischen Energiekonzern Vattenfall nicht. Deutschland habe "bis mindestens 2020" große Überkapazitäten bei den fossilen Kraftwerken, berichtet „Spiegel Online“ unter Bezug auf eine interne Analyse von Vattenfall. Es seien höchstens „regionale Kapazitätsprobleme“ zu erwarten, die sich aber mit einem „zügigen Ausbau der Übertragungsnetze“ beheben ließen, heißt es weiter.

Nach Ansicht von Vattenfall ist es vorerst ausreichend, dass die Regierung einige Kraftwerke festlege, die als strategische Reserve bereitstünden, sollte es zu einem besonders hohen Stromverbrauch kommen. Diese Kraftwerke zu benennen, fällt momentan der Bundesnetzagentur zu. Es sei nicht zu erwarten, dass in Deutschland mehr Kraftwerke vom Netz gingen, als die Stromversorgung verkraften könne. „"Wenn die unwirtschaftlichsten Kraftwerke ausscheiden, erholt sich das Strompreisniveau wieder, und die verbleibenden vorher unwirtschaftlichen Kraftwerke erlösen wieder ihre fixen Kosten", zitiert „Spiegel Online“ aus dem Papier weiter.

Der Vattenfall-Konkurrent RWE kündigte zuletzt an, das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Lingen vom 1. Mai bis zum 31. August zu konservieren. „Für diesen Zeitraum ist eine hohe Einspeisung von Strom aus Photovoltaik-Anlagen zu erwarten. Da die ohnehin geringe Auslastung des Kraftwerks dadurch weiter sinken wird und die Großhandelspreise sich auf einem sehr niedrigen Niveau befinden, reagiert RWE Generation mit der temporären Konservierung“, hieß es zur Begründung. Schon zuvor legte RWE Gaskraftwerke vorübergehend still. (Sandra Enkhardt)

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Der schwedische Energiekonzern hält die Einführung von Kapazitätsmärkten in Deutschland derzeit für überflüssig. Bis mindestens 2020 gibt es nach Ansicht von...
30.000 Menschen demonstrieren für Energiewende
24. März 2014

In sieben Landeshauptstädten gingen am Samstag mehrere tausend Menschen auf die Straße. Sie verlangen von der Bundesregierung, den Ausbau von Photovoltaik, Windkraft und Biomasse nicht abzuwürgen sowie einen raschen Ausstieg aus der Atom- und K

Unter dem Motto „Energiewende retten – Wind und Sonne statt Kohle, Fracking und Atom“ demonstrierten am Samstag insgesamt 30.000 Menschen gegen ein Ausbremsen der Energiewende. Bei den Kundgebungen in den sieben Landeshauptstädten Düsseldorf, Hannover, Kiel, Potsdam, München, Mainz und Wiesbaden forderten Redner einen beschleunigten Photovoltaik- und Windkraftausbau. Sie kritisierten dabei die Pläne der Bundesregierung, die im Zuge einer EEG-Reform die Förderung von Photovoltaik und Windkraft kürzen und deren Ausbau deckeln will. Die Organisatoren der Demonstrationen hatten sich bewusst, Landeshauptstädte ausgesucht, da die Länder noch erheblichen Einfluss auf den Gesetzesprozess nehmen könnten.

„Wir fordern die Ministerpräsidenten der Länder auf, jeden Versuch der Bundesregierung, den Ausbau erneuerbarer Energien einzuschränken, klar und deutlich zurückzuweisen“, sagte Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), in Wiesbaden. In Hannover, wo rund 8000 Menschen demonstrierten, rief Jochen Stay von der Anti-Atom-Organisation „ausgestrahlt“ zu einem sofortigen Atomausstieg auf. "Wir wollen nicht erst 2022 raus aus der Atomkraft sondern jetzt. Wir wollen keine neuen Braunkohletagebaue, sondern ein Kohleausstiegsgesetz. Wir wollen kein Fracking, sondern den zügigen weiteren Ausbau von Wind- und Solarenergie. Und wer behauptet, die Energiewende sei zu teuer, der will doch nur weiter seinen Reibach mit schmutzigen Kraftwerken machen und verschweigt gleichzeitig die Kosten von Klimakatastrophe und Atommüll-Desaster", sagte Stay. In Düsseldorf und Potsdam forderten Redner die Bundesregierung auf, aus der Kohleförderung auszusteigen. (Sandra Enkhardt)

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In sieben Landeshauptstädten gingen am Samstag mehrere tausend Menschen auf die Straße. Sie verlangen von der Bundesregierung, den Ausbau von Photovoltaik,...

Montag, 24. März 2014

EEG-Reformpläne sind Gift für Bürgerenergie
21. März 2014 |

Interview: Die aktuellen Pläne der Bundesregierung für eine EEG-Reform gefährden die Energiewende in Bürgerhand. Dieses Argument ist immer wieder zu hören. Anatol Itten von der 100 Prozent erneuerbar Stiftung erklärt warum. Zudem zeigt er auf, warum eine dezentrale Energiewende und Bürgerbeteiligung gut zusammenpassen.

Der Bundesenergieminister Sigmar Gabriel (SPD) arbeitet derzeit mit Hochdruck an der Vollendung seines Gesetzentwurfs für eine EEG-Reform. Verbände und Vereinigungen aus dem Bereich der Erneuerbaren sind mit seinen Plänen wenig glücklich. Sie sehen die Gefahr, dass nach der Gesetzesänderung, der weitere Ausbau von Photovoltaik, Windkraft und Biomasse abgewürgt wird. Gerade für private Investoren könnte das neue Gesetz das Aus bedeuten. Die 100 Prozent erneuerbar Stiftung hat mit zehn anderen Organisationen Anfang des Jahres das Bündnis Bürgerenergie (BBEn) gegründet. Es hat unter anderem das Praxistraining Bürgerbeteiligung und Energiewende entwickelt, das lokalen Akteuren konkrete Handlungsempfehlungen gibt, wie Menschen vor Ort in die Planung von Erneuerbaren-Energien-Anlagen sinnvoll eingebunden werden können. Anatol Itten betreut bei der 100 Prozent erneuerbar Stiftung den Themenkomplex „Akzeptanz und Beteiligung“ und erklärt im pv magazine-Interview die Vorzüge einer Energiewende in Bürgerhand.
pv magazine: Die Energiewende lebt von Bürgerbeteiligung. Was sind gängige Formen, die den Menschen die Partizipation erlauben?
Itten: Generell gibt es zwei Unterscheidungen von Beteiligung an der Energiewende: finanzielle und politische Beteiligung. Finanziell können sich Menschen an Erneuerbare-Energien-Anlagen, auch an Nahwärme- und Stromnetze, perspektivisch sogar bei Energieeffizienzmaßnahmen beteiligen. Bürgerbeteiligung heißt aber auch immer die Mitwirkung und die Mitgestaltung an politischen Entscheidungen, zum Beispiel bei der Frage, wo, wann welche Erneuerbare-Energie-Anlage gebaut wird und wie generell die Energiewende umgesetzt werden soll. Übrigens ist meist die letztgenannte Form die Voraussetzung dafür, dass die finanzielle Beteiligung auch in Anspruch genommen wird. Wenn die Bürger nicht von vorneherein an der grundsätzlichen Entscheidung über ein Projekt eingebunden waren, stehen die Chancen schlecht, dass sie später dort Geld investieren.

Die Grundzüge der dezentralen Energiewende und Bürgerbeteiligung scheinen gut zueinander zu passen. Was ist das Besondere an dieser Beziehung?
Erneuerbare Energien haben den Vorteil, dass die entsprechenden Projekte meist dezentral realisiert werden, das heißt es wird vor Ort diskutiert, geplant und entschieden. Diesen Vorteil beschreiben die Psychologen Hildebrand, Rau und Schweizer-Ries unter dem Begriff „Kongruenzprinzip“. Gemeint ist damit eine möglichst große Überschneidung zwischen Investoren, Entscheidern und Betroffenen von Maßnahmen. Dazu kommt ein Umdenken in der Bevölkerung. Über 60 Prozent der Bevölkerung können sich vorstellen, ihren Strom selbst zu produzieren, viele tun dies bereits. Nur noch 28 Prozent sind der Überzeugung, die Stromerzeugung sei Aufgabe der Konzerne. Dies sind jüngst veröffentlichte Zahlen des Bundesverbands der Verbraucherzentralen. Die wachsende Anzahl von Energiedörfer in Deutschland sind ein gutes Beispiel dafür. Die lokale Bevölkerung erfährt dort eine verstärkte Identifikation mit ihrem Wohnort.

Gibt es einen Pionierbonus für erneuerbare Energien?
Nicht mehr. Hersteller und Betreiber von erneuerbaren Energien-Anlagen genossen lange Zeit einen Pionierbonus. Dieser ist heute verfolgen. Die Bürger in Kommunen sind gegenüber geplanten Erneuerbare-Energien-Anlagen auch kritischer geworden. Dies muss aber kein schlechtes Zeichen sein, sondern ist vor allem Ausdruck des gestiegenen Auskunfts- und Mitbestimmungsbedürfnis. Damit muss die Branche umgehen lernen.

Im Zuge der EEG-Reform wird immer wieder von einem Ende der Energiewende in Bürgerhand geredet. Welche Probleme sehen Sie in dem aktuellen Gesetzenwurf für Bürgerenergieanlagen?
Etliche. Zunächst einmal profitieren von einer Direktvermarktung an der Börse, wie sie die Bundesregierung als Standard für die Nutzung erneuerbaren Stroms vorsieht, große Marktakteure. Bürgerenergie droht, vom Markt gefegt zu werden. Zweitens droht die Einführungen von Ausschreibungen. Auch dies wäre Gift für Bürgerenergie. Kurzfristig am bedrohlichsten ist aber, dass der Eigen- und Direktverbrauch massiv behindert oder sogar unmöglich gemacht wird. Bisher war es so: Stromverbraucher, die erneuerbaren Strom, der direkt in ihrer Umgebung - etwa auf dem eigenen Dach oder auf dem Dach ihres Mietshauses - erzeugt wird, nutzen, mussten keine oder eine reduzierte EEG-Umlage zahlen. Dies soll nun geändert werden. Damit sind diese Modelle aber tot, und die Energiewende in Bürgerhand ist massiv gefährdet.

Wird es keine neuen Bürgerenergieanlagen mehr geben, wenn diese Punkte nicht im Zuge der Novellierung noch geändert werden?
Zumindest wird die bisherige Dynamik nicht erhalten bleiben. Und das könnte fatal für die Energiewende sein. Denn bis dato haben die Bürger für die Hälfte aller Investitionen in erneuerbare Energien gesorgt. Damit haben sie viermal so viel investiert wie die 20 großen Energieversorger. Ob diese, wenn sie erfolgreich die Bürger aus dem Markt gekickt haben, die Energiewende genauso engagiert wie die Bürger vorantreiben, ist zumindest fraglich.

Was hat die Politik davon, mehr Bürgerbeteiligung zu fördern?
Vorteile gibt es eine ganze Reihe, wenn ausreichend geprüft wird, wo, wann und wie eine Bürgerbeteiligung sinnvoll ist und wenn der anschließende Prozess richtig gestaltet wird. Ist das gegeben, kann die Politik besser erfahren, was den Bürger umtreibt und Maßnahmen können besser auf ihre Bedürfnisse abgestimmt werden. Damit wird dem Bürger auch mehr Verantwortung für die Gestaltung seines Lebensraumes übertragen, sowie eine gewisse Verbindlichkeit zu erarbeiteten Ergebnissen. Mittelfristig schafft die Politik dadurch kreativere Lösungen, bessere Planungssicherheit für Unternehmen und zufriedenere Bürger. Intern fördert Partizipation den kommunikativen Umgang und die Fähigkeit, Kompromisse zu finden. Gelingt es der Politik, mehr Beteiligung in ihr politisches Handeln einzubetten, kann sie viel verlorengegangenes Vertrauen zurückgewinnen. Das hört sich jetzt an wie eine eierlegende Wollmilchsau, ist aber eine richtige Zielvorgabe. Dies kann aber nur gelingen, wenn in Politik und Behörden mehr Kompetenzen und mehr Kapazitäten für Beteiligungsprozesse geschaffen werden. Denn diese sind gewissermaßen inexistent.

Die Fragen stellte Sandra Enkhardt.


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Sunways erneut in der Insolvenz
21. März 2014 |

Knapp ein Jahr nachdem das Amtsgericht für den Photovoltaik-Hersteller ein Insolvenzverfahren anordnete, musste der Vorstand nun einen eigenen Antrag stellen. Erst im August 2013 war das erste Insolvenzverfahren eingestellt worden, nachdem sich Sunways mit seinen Gläubigern geeinigt hatte. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist der Rechtsanwalt Thorsten Schleich benannt worden.
Die Sunways AG hat wegen der Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Konstanz gestellt. Der Vorstand habe diesen Entschluss am Donnerstag gefasst, am Freitag sollte der Antrag auf Eröffnung eines Planinsolvenzverfahrens gestellt werden, teilte der Photovoltaik-Hersteller mit. Neben der Konzerngesellschaft in Konstanz betreffe die Insolvenz auch die hunderprozentigen Tochtergesellschaft, der Sunways Production GmbH in Arnstadt. Das Amtsgericht Konstanz eröffnete am Freitag das Verfahren und setzte den Rechtsanwalt Thorsten Schleich aus Singen als vorläufigen Insolvenzverwalter ein. In Kürze soll zudem ein vorläufiger Gläubigerausschuss gebildet werden, wie es weiter hieß.
Ziel des Insolvenzverfahrens sei der Erhalt der Sunways AG. Dazu solle ein tragfähiges Sanierungskonzept in der Planinsolvenz erarbeitet und ein Vergleich mit den Gläubigern erreicht werden. Der Vorstand befinde sich bereits in Gesprächen mit potenziellen Investoren, die auch nach der Verfahrenseröffnung vorgesetzt werden sollen, hieß es weiter. Inwiefern die Zahlungsschwierigkeiten des Mehrheitsaktionärs LDK Solar mit der Insolvenz zusammenhängen, war zunächst nicht zu erfahren. Der chinesische Konzern war 2012 bei Sunwas über eine deutsche Tochtergesellschaft eingestiegen und hält 70 Prozent der Anteile. Die chinesische Muttergesellschaft LDK Solar hat zum Monatsanfang ein Liquidationsverfahren auf den Caymans beantragt.

Erst Mitte August 2013 hatte das Amtsgericht Konstanz die vorläufigen Insolvenzverfahren gegen die Sunways AG und die Sunways Production GmbH aufgehoben. Die am 7. Mai angeordneten Sicherungsmaßnahmen würden aufgehoben, hieß es in dem veröffentlichten Beschluss. Die Insolvenz war auf Antrag von Banken im April 2013 angeordnet worden, nachdem die Banken dem Photovoltaik-Unternehmen vorzeitig die Kreditlinien gekündigt hatten. Sunways konnte sich während des ersten Insolvenzverfahren einen Vergleich mit den Banken erzielen. Dieser sah vor, dass das Photovoltaik-Unternehmen bis Ende November 2013 zunächst 5,6 der 7,6 Millionen Euro zurückzahlen muss. Eine weitere Million Euro sollte dann im August 2015 fällig werden.

Vor den Insolvenzverfahren beschloss Sunways bereits eine umfassende Restrukturierung und Neuausrichtung. Die Produktionskapazitäten für Standard-Solarzellen sollten demnach reduziert werden bei gleichzeitiger Fokussierung auf Spezialzellen für Anwendungen in den Bereichen Automotive und gebäudeintegrierte Photovoltaik. Im Zuge der Neuausrichtung strich Sunways bereits rund die Hälfte der Arbeitsplätze in Arnstadt. (Sandra Enkhardt)

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Übernahme von Wuxi Suntech kurz vor Abschluss
21. März 2014 |

Für den 7. April hat Shunfeng Photovoltaics eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, auf der die Übernahme von Wuxi Suntech endgültig bestätigt werden soll. Der chinesische Photovoltaik-Hersteller hat ein umfassendes Dokument dazu veröffentlicht. Es zeigt, dass bei Wuxi Suntech die Produktion von Solarzellen im vergangenen Jahr stillgelegt war und auch die Modulkapazitäten nur wenig genutzt worden sind.

Die Aktionäre von Shunfeng Photovoltaics sollen auf einer Hauptversammlung nun final der Übernahme von Wuxi Suntech zustimmen. Der chinesische Hersteller veröffentlichte am Freitag eine entsprechende Einladung für den 7. April und zugleich noch die Details der Übernahme. Auf mehr als 200 Seite stehen die Bedingungen für die Übernahme des wesentlich größeren Konkurrenten. Shunfeng hatte den Abschluss der Transaktion zuletzt zweimal verschoben. Nun könnte sie Anfang April wirklich vollzogen werden.

Interessant an dem Vertragswerk ist auch, dass dort die vorhandenen und genutzten Kapazitäten von Wuxi Suntech genau aufgeführt sind. Die Zahlen zeigen deutlich den Niedergang des früheren Photovoltaik-Konzerns. Demnach hat Suntech die Solarzellenproduktion in Wuxi bereits im August 2012 eingestellt. Die Produktion mit einer Jahreskapazität von 1,6 Gigawatt produzierte 2011 noch Solarzellen mit einer Gesamtleistung von knapp 1,4 Gigawatt. 2012 waren es dann nur noch gut 600 Megawatt. Anfang Dezember 2013 sei die Produktion nun wieder aufgenommen worden. Für dieses Jahr werde voraussichtlich eine Produktionskapazität von 900 Megawatt erreicht. Im Januar und Dezember lag die hergestellte Solarzellen-Leistung bei 31 Megawatt. Die Produktion der Solarmodule von Suntech in Wuxi ist ebenfalls deutlich durch die Insolvenz des Photovoltaik-Herstellers zurückgegangen. Während die Auslastung der Produktionslinien mit mehr als 2,4 Gigawatt im Jahr 2011 noch bei gut zwei Gigawatt lag, waren es 2012 noch etwas mehr als 1,2 Gigawatt und im vergangenen Jahr vor der Insolvenz im März 175 Megawatt und danach 588 Megawatt. In den ersten zwei Monaten dieses Jahres seien bei Wuxi Suntech Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 151 Megawatt gefertigt worden. In dem Bericht heißt es, dass einige Produktionslinien im November 2012 vorübergehend stillgelegt worden, die nun zu Jahresanfang wieder in Betrieb genommen worden seien. Bereits in diesem Jahr werde erwartet, dass eine Produktionskapazität von 2,1 Gigawatt erreicht wird.

Die Übernahme der insolventen Wuxi Suntech durch Shunfeng Photovoltaics, ein wesentlich kleinerer und bis dahin weitgehend unbekannter Hersteller aus China, war eine Überraschung. Shunfeng will durch die Transaktion sein Geschäft weiter ausbauen. Für die Übernahme muss Shunfeng rund 360 Millionen Euro zahlen, die das Unternehmen größtenteils durch die Ausgabe einer Wandelschuldanleihe erlösen will. Dem hatten die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung bereits zugestimmt. Am 25. März will das Photovoltaik-Unternehmen zudem noch seine Geschäftszahlen vorlegen, wobei im vergangenen Jahr ein erheblicher Verlust angefallen sein soll, wie Shunfeng bereits mitteilte, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Ursprünglich sollte die Übernahme bereits Ende Februar vollzogen werden, doch Shunfeng musste sie zweimal aufschieben. (Sandra Enkhardt)

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Vattenfall stellt sich gegen Eon und RWE
24. März 2014 |

Der schwedische Energiekonzern hält die Einführung von Kapazitätsmärkten in Deutschland derzeit für überflüssig. Bis mindestens 2020 gibt es nach Ansicht von Vattenfall genug Großkraftwerke und das Vorhalten von Kapazitäten muss daher nicht extra entlohnt werden.

In der Diskussion über die Energiewende wird immer wieder auch die Einführung von sogenannten Kapazitätsmärkten gefordert. In der Regel machen sich Energiekonzerne wie RWE und Eon und deren Interessenverbände dafür stark, dass künftig auch das Vorhalten von Kapazitäten entlohnt werden soll – selbst wenn die konservierten Gas-, Kohle- oder Atomkraftwerke momentan gar keinen Strom liefern. Diese Notwendigkeit sieht man beim schwedischen Energiekonzern Vattenfall nicht. Deutschland habe "bis mindestens 2020" große Überkapazitäten bei den fossilen Kraftwerken, berichtet „Spiegel Online“ unter Bezug auf eine interne Analyse von Vattenfall. Es seien höchstens „regionale Kapazitätsprobleme“ zu erwarten, die sich aber mit einem „zügigen Ausbau der Übertragungsnetze“ beheben ließen, heißt es weiter.

Nach Ansicht von Vattenfall ist es vorerst ausreichend, dass die Regierung einige Kraftwerke festlege, die als strategische Reserve bereitstünden, sollte es zu einem besonders hohen Stromverbrauch kommen. Diese Kraftwerke zu benennen, fällt momentan der Bundesnetzagentur zu. Es sei nicht zu erwarten, dass in Deutschland mehr Kraftwerke vom Netz gingen, als die Stromversorgung verkraften könne. „"Wenn die unwirtschaftlichsten Kraftwerke ausscheiden, erholt sich das Strompreisniveau wieder, und die verbleibenden vorher unwirtschaftlichen Kraftwerke erlösen wieder ihre fixen Kosten", zitiert „Spiegel Online“ aus dem Papier weiter.

Der Vattenfall-Konkurrent RWE kündigte zuletzt an, das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Lingen vom 1. Mai bis zum 31. August zu konservieren. „Für diesen Zeitraum ist eine hohe Einspeisung von Strom aus Photovoltaik-Anlagen zu erwarten. Da die ohnehin geringe Auslastung des Kraftwerks dadurch weiter sinken wird und die Großhandelspreise sich auf einem sehr niedrigen Niveau befinden, reagiert RWE Generation mit der temporären Konservierung“, hieß es zur Begründung. Schon zuvor legte RWE Gaskraftwerke vorübergehend still. (Sandra Enkhardt)

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Deutlicher Verlust bei SMA Solar erwartet
21. März 2014 |

Am Donnerstag wird der Wechselrichter-Hersteller aus Deutschland seine Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr vorlegen. Anlaysten gehen von einem EBIT-Verlust von 59 Millionen Euro aus. Im laufenden Jahr soll das Ergebnis wieder leicht positiv sein und sich im kommenden Jahr dank der Kooperation wieder deutlich anziehen.

Die SMA Solar Technology AG konnte sich lange gegen die Krise in der Solarindustrie stemmen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr machte sich aber auch bei dem Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern die Konsolidierung voll bemerkbar. Am kommenden Donnerstag wird SMA Solar seine Zahlen für 2013 vorlegen. Es werde erwartet, dass der Umsatz im vergangenen Jahr um rund ein Drittel auf 969 Millionen Euro gesunken sei, meldet die Nachrichtenagentur dpa-AFX. Das EBIT-Ergebnis werde voraussichtlich bei -59 Millionen Euro liegen. Nach den von Bloomberg befragten Experten sei zudem ein Verlust unter dem Strich von 42 Millionen Euro zu erwarten. Der Vorstand von SMA Solar hatte wiederholt geäußert, dass ein Verlust für 2013 nicht auszuschließen sei und umfassende Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet. Diese waren auch mit einem massiven Stellenabbau bei SMA Solar in Deutschland verbunden. Die Einmalbelastungen, etwa durch Rückstellungen für den Stellenabbau, Wertberichtigungen und Anlaufverluste bei der chinesischen Tochter Zeversolar belasteten das Ergebnis insgesamt mit etwa 79 Millionen Euro, heißt es in der Meldung weiter.

Für Aufsehen sorgte die jüngste Ankündigung von SMA Solar, wonach der deutsche Hersteller die Produktion des dänischen Konkurrenten Danfoss übernehmen wolle. Im Gegenzug steige Danfoss mit 20 Prozent bei SMA ein. Aus dieser neuen Kooperation seien für dieses Jahr noch keine positiven finanziellen Effekte zu erwarten. Ab dem kommenden Jahr rechneten beide Hersteller aber mit Einsparungen im zweistelligen Millionenbereich, heißt es weiter. Für dieses Jahr peile der SMA-Solar-Vorstand eine Steigerung des Umsatzes auf 1,0 bis 1,3 Milliarden Euro an. Das operative Ergebnis werde zwischen 0 und 20 Millionen Euro erwartet. Die befragten Analysten gingen für das kommende Jahr auch dank der Danfoss-Kooperation dann von deutlich steigenden Umsatz- und Ergebniszahlen bei SMA Solar aus. Gewinnmargen wie in der Vergangenheit werde es wohl aber nicht mehr geben. (Sandra Enkhardt)

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Freitag, 21. März 2014

Photovoltaik: Zur Absetzbarkeit privater Gebäudekosten

(ac) Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) lassen sich die Kosten eines privaten, nicht zur Einkünfteerzielung genutzten Gebäudes auch dann nicht anteilig steuerlich abziehen, wenn auf dem Dach eine Solaranlage betrieben wird.
Der Kläger hatte auf dem Dach zweier Hallen jeweils eine Photovoltaikanlage installiert und den erzeugten Strom in das öffentliche Netz eingespeist. Die Einspeisevergütungen hatte er als gewerbliche Einkünfte erfasst. Die Hallen als solche hatte er zu einem geringen Mietzins an seine Ehefrau überlassen, die darin unter anderem eine Pferdepension betrieb. Das Finanzamt erkannte die Vermietung der beiden Hallen mangels Überschusserzielungsabsicht nicht an und berücksichtigte die Hallenkosten weder als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung noch (anteilig) als Betriebsausgaben bei der Ermittlung der gewerblichen Einkünfte aus dem Betrieb der Photovoltaikanlage.

Eigenständige Wirtschaftsgüter


Der BFH bestätigt, wie zuvor schon das Finanzgericht, diese rechtliche Behandlung. Er geht davon aus, dass die Photovoltaikanlagen und die Hallen jeweils eigenständige Wirtschaftsgüter sind und nicht (auch nicht teilweise) zum Betriebsvermögen des Betriebs „Stromerzeugung“ gehören. Die Benutzung der Hallen als „Fundament“ für die Solaranlagen kann nach Auffassung des BFH auch nicht dazu führen, dass ein Teil der Hallenkosten bei der Ermittlung der gewerblichen Einkünfte als sogenannte Aufwandseinlage berücksichtigt wird. Denn die Aufwendungen lassen sich nicht nachvollziehbar zwischen der privaten Hallennutzung und der gewerblichen Hallen(dach)nutzung aufteilen.

Privates Gebäude wird nicht zum Betriebsvermögen gezählt


Die Konsequenzen dieser Entscheidung sind für Steuerzahler, die auf ihrem privaten Wohnhaus eine Solaranlage betreiben, nur auf den ersten Blick ungünstig. Zwar können die Hauskosten nicht anteilig über die Solaranlage steuerlich abgesetzt werden. Allerdings wird das Haus auch nicht (teilweise) zum Betriebsvermögen. Bei einer Veräußerung des Gebäudes außerhalb der Spekulationsfrist fällt daher zukünftig auch keine Einkommensteuer an.
BFH, Urteil vom 17.10.2013, Az.: III R 27/12