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Mittwoch, 30. April 2014

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Sunways schlingert durch die Insolvenz

29. April 2014 
Das Amtsgericht Konstanz hat nun das Insolvenzverfahren des Photovoltaik-Herstellers eröffnet. Ursprünglich strebte Sunways eine übertragene Sanierung an. Zuletzt gab es Berichte, dass Kaufangebote speziell für die Wechselrichtersparte vorliegen sollen.

Das Amtsgericht Konstanz hat am Montag das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Sunways AG eröffnet. Es lägen Insolvenzgründe vor, stellten die Richter fest. Zum Insolvenzverwalter habe das Gericht Thorsten Schleich bestellt, der bereits das vorläufige Verfahren betreut hat, teilte das Photovoltaik-Unternehmen weiter mit. Die Gläubiger seien nun aufgefordert, bis zum 10. Juni ihre Forderungen anzumelden. Eine erste Gläubigerversammlung sei für den 9. Juli geplant. Das Amtsgericht habe für die Zeit bis dahin einen vorläufigen Gläubigerausschuss eingesetzt.

Bei dem Photovoltaik-Hersteller wird es voraussichtlich nicht zu einem Planinsolvenzverfahren kommen, hieß es noch Anfang April. Es werde stattdessen eine übertragene Sanierung angestrebt. Vor knapp einer Woche verkündete der damals noch vorläufige Insolvenzverwalter Schleich, dass es abschließende Angebote für den Erwerbs eines Teilbereichs von Sunways gebe. Die Kaufangebote beträfen vor allem die Wechselrichtersparte inklusive Marke, Patente, Ausrüstung, Vorräte und den zugehörigen Mitarbeitern sowie Vertriebs- und Verwaltungsbereiche. Gemeinsam mit dem vorläufigen Gläubigerausschuss sei beschlossen worden, eine Exklusivitätsvereinbarung mit einem der potenziellen Investoren abzuschließen. Der Verkaufsvertrag solle dann direkt nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens folgen, hieß es vor rund einer Woche. Davon ist nun in der aktuellen Mitteilung des Photovoltaik-Unternehmens keine Rede.

Für Sunways ist es das zweite Insolvenzverfahren binnen Jahresfrist. Erst Mitte August 2013 hatte das Amtsgericht Konstanz die vorläufigen Insolvenzverfahren gegen die Sunways AG und die Sunways Production GmbH aufgehoben. Die Insolvenz war auf Antrag von Banken im April 2013 angeordnet worden, nachdem die Banken dem Photovoltaik-Unternehmen vorzeitig die Kreditlinien gekündigt hatten. Sunways konnte sich während des ersten Insolvenzverfahren einen Vergleich mit den Banken erzielen. (Sandra Enkhardt)

AEG Power Solutions verkauft Wechselrichter-Fertigung an TMEIC

29. April 2014 
Die Toshiba Mitsubishi-Electric Industrial Systems Corporation baut derzeit ihre Aktivitäten in Indien aus. Nun übernahm der Konzern die indische Tochtergesellschaft der AEG Power Solutions, die hauptsächlich auf die Herstellung von Photovoltaik-Wechselrichtern fokussiert ist.

Die AEG Power Solutions India PVT Ltd. ist an Toshiba Mitsubishi-Electric Industrial Systems Corporation (TMEIC) verkauft worden. Die Tochtergesellschaft in Indien sei vor allem auf Photovoltaik-Wechselrichter fokussiert, teilte die AEG Power Solutions mit. Sie betreibe eine Fertigung in Bangalore, die eine Kapazität von 400 Megawatt zur Herstellung von Photovoltaik-Wechselrichtern habe. Der Verkauf beinhalte neben der Fertigung auch den Vertrieb sowie 85 Mitarbeiter, hieß es weiter. TMEIC baut derzeit seine Aktivitäten in Indien aus. Der japanische Konzern, der 2003 aus einem Zusammenschluss der Segemente für Industriesysteme von Toshiba und Mitsubishi Electric entstand, habe 100 Prozent des Grundkapitals der AEG Power Solutions India PVT Ltd. erworben. Nähere Angaben zu den Vertragsdetails machte das Unternehmen aber nicht.

Die Veräußerung der indischen Tochtergesellschaft stehe im Zusammenhang mit der fortlaufenden Restrukturierung der AEG Power Solutions. Das Unternehmen wolle sich künftig wieder stärker auf seine Kerngeschäftsfelder und einzelne Märkte fokussieren. (Sandra Enkhardt)

Nordafrika investiert in Photovoltaik-Ausbau

29. April 2014 
Die Entwicklung der Photovoltaik steckt in der Region noch in den Kinderschuhen. Ägypten will nun aber stärker auf Solarenergie setzen und Algerien kündigte einen Einspeisetarif für Solarstrom an.

Der ägyptische Entwicklungsminister Adel Labib hat angekündigt, dass die Regierung in große Photovoltaik-Projekte investieren zu wollen. Während der Laufzeit solle Solarstrom im Gesamtwert von einer Milliarde US-Dollar produziert werden, sagte der Minister auf einer Konferenz der Handelskammer von Alexandria. Mit der Realisierung der Solarprojekte könnten zugleich Arbeitsplätze für junge Menschen geschaffen werden. Bereits Mitte April hatte Ministerpräsident Ibrahim Mahlab erklärt, dass die Solarenergie die Zukunft Ägyptens darstelle, um der Energiekrise zu begegnen. Es müssten mehr Photovoltaik-Anlagen im Land gebaut werden, forderte Mahlab nach Angaben einer Regierungswebsite. Gerade im Sommer könnten sie Bedarfspitzen abdecken und Stromausfälle verhindern. Die staatlichen Behörden wollen dabei mit gutem Beispiel vorabgehen. Es gebe bereits erste Vereinbarungen, Photovoltaik-Anlagen auf einigen staatlichen Einrichtungen zu installieren. Offizielles Ziel der Regierung in Kairo ist es, bis 2020 insgesamt 20 Prozent des Energiebedarfs aus Erneuerbaren zu decken.

In der vergangenen Woche führte zudem Algerien Einspeisetarife für Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung ab einem Megawatt ein. Für Solarparks zwischen einem und fünf Megawatt sollen nach offziellen Angaben in den ersten fünf Jahren eine Einspeisevergütung von 15,94 Algerische Dinar, umgerechnet 14,6 Cent je Kilowattstunde gezahlt werden. Danach sinke oder steige die Solarförderung je nach erzeugter Leistung des Photovoltaik-Anlage auf 11,80 bis 20,08 Algerische Dinar je Kilowattstunde. Diese Vergutung werde dann für weitere 15 Jahre gewährt. Bei Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung zwischen einem und fünf Megawatt ist für die Anfangszeit ein Einspeisetarif von 12,75 Algerischen Dinar – etwa 11,7 Cent - je Kilowattstunde vorgesehen. Für die weiteren 15 Jahre soll auch in dieser Kategorie der Einspeisetarif dann angepasst werden. Je nach erzeugter Leistung steigt oder sinkt er für die restliche Laufzeit ebenfalls um 15 Prozent. (Sandra Enkhardt)

LDK Solar schließt neue Lieferverträge ab

29. April 2014 
Der Photovoltaik-Hersteller, der jüngst die Liquidation in den Caymans für die Holding eingereicht hat, wartet nun mit neuen Verträgen auf. Mit Gintech ist die Lieferung von 850 Megawatt Wafern in den kommenden vier Jahren vereinbart worden. Zuvor schloß LDK Solar eine Vereinbarung in ähnlicher Größenordnung mit Solartech ab.

LDK Solar hat in den vergangenen Monaten weniger mit seinen Photovoltaik-Produkten, sondern mehr mit der wiederholten Aufschubsfrist seiner Gläubiger für Aufmerksamkeit gesorgt. Inzwischen hat die LDK Solar Co. Ltd. auf den Caymans ein vorläufiges Insolvenzverfahren beantragt und eine Einigung mit der Mehrheit seiner Gläubiger erzielt. Nun kann es wieder mehr um das Photovoltaik-Geschäft gehen. So sei mit Zustimmung der vorläufigen Insolvenzverwalter des chinesischen Photovoltaik-Hersteller nun ein neues Lieferabkommen mit der Gintech Energy Corporation geschlossen worden. Zwischen April 2014 und März 2018 werde die Jiangxi LDK Solar Wafer mit einem Gesamtvolumen von 850 Megawatt an das taiwanesische Unternehmen liefern, teilte LDK Solar mit. Erst Ende vergangener Woche hieß es, dass ein Liefervertrag für Wafer mit der Solartech Energy Corporation abgeschlossen worden sei. In dieser Vereinbarung sei vorgesehen, dass Jiangxi LDK Solar Wafer mit 765 Megawatt zwischen Mai 2014 und April 2017 an das taiwanesische Photovoltaik-Unternehmen liefere.

Die Ende März erzielte Einigung mit den Gläubigern über die Rückzahlung einer noch ausstehenden Wandelschuldverschreibung sieht vor, dass diese zwischen zwei Optionen Wählen können. Die Gläubiger könnten entwender auf eine Barauszahlung bestehen, wobei dies auf ein Fünftel der offenen Forderungen gedeckt sei, oder ihre Ansprüche in Aktien von LDK Solar tauschen. In einer zweiten Vereinbarung ging es um eine Zwischenfinanzierung. Der Aktionär Heng Rui Xin Energy will demnach einen Betrag von 13 Millionen US-Dollar bereitstellen. Bei dem beantragten Liquidationsverfahren auf den Caymans geht es LDK Solar darum, seine „Offshore“-Verbindlichkeiten zu reduzieren. Bloomberg hatte die Schulden des chinesischen Photovoltaik-Herstellers mit 2,78 Milliarden US-Dollar zum Ende des dritten Quartals beziffert.

Über seine deutsche Tochtergesellschaft ist LDK Solar auch an der Sunways AG beteiligt. Diese hat nun mitgeteilt, dass das Insolvenzverfahren eröffnet ist. Es sollen Kaufangebote speziell für die Wechselrichter-Sparte von Sunways vorliegen. (Sandra Enkhardt)

Apr. 29 2014
Die Regierung droht, die Energiewende kentern zu lassen. Kurz bevor entschieden wird, demonstrieren wir am Samstag in zwei Wochen, den 10. Mai in Berlin – zu Lande und zu Wasser. Jetzt kommt es auf unseren Protest an – und auf Sie. Sind Sie mit dabei?

Demo 10.5.: Energiewende nicht kentern lassen!

Die Regierung will die Energiewende ausbremsen. Kurz bevor entschieden wird, demonstrieren wir mit vielen Tausenden Menschen am Samstag, den 10. Mai in Berlin – zu Lande und zu Wasser. Jetzt kommt es auf unseren Protest an. Protestieren Sie mit!
Apr. 16 2014
Picknickkorb mit Sonne, Wind und Anti-Atomkraft-Fahne

Fahren Sie ins Grüne – für Sonne und Wind!

Stellen Sie sich vor: Vom 1. bis 4. Mai 2014 radeln und wandern viele Menschen gemeinsam in die Natur zu einer Sonnen- oder Windkraftanlage. Sie setzen damit ein Zeichen – gegen eine Regierung, die die Energiewende ausbremsen will. Wir wollen weg von Kohle und Atom. Wir wollen die Energiewende.
Apr. 11 2014

Energiewende verteidigen - per Stadt, Land, Fluss

STADT: Berlin. Dort wollen wir am Samstag, 10. Mai, im Regierungsviertel mit zehntausenden Menschen demonstrieren. FLUSS: Wir organisieren eine Wasserdemo auf der Spree. LAND: Machen Sie mit bei einer Fahrt ins Grüne zu Sonnen- und Windkraftanlagen bei Ihnen in der Nähe. Was wir genau vorhaben, sehen Sie in unserem Kurzfilm!

Dienstag, 29. April 2014

Wichtige  Informationen  zur  Neuregelung der  EEG-Umlage ab  August  2014.
Jetzt handeln und größere Eigenstromverbrauchsanlagen noch vor August 2014  fertigstellen,  somit  ist  langfristig
keine EEG-Umlage zu zahlen.

Für alle vor dem 1. August 2014 in Betrieb genommenen und zum Eigenverbrauch genutzten PV-Anlagen gilt Bestandsschutz,  Betreiber müssen keine Umlage bezahlen. Gleiches gilt für Anlagen, die bereits vor dem 23. Januar 2014 genehmigt wurden   und bis zum 1. Januar 2015 in Betrieb gehen. Für nach dem 1. August errichtete PV -Anlagen gilt eine Umlagebefreiung von
50 Prozent, d.h. es werden dann 3,12 Cent (50 Prozent der für 2014 geltenden Umlage von 6,24 Cent) je Kilowattstunde fällig. 

Für Neuanlagen unter 10 kWp wird es auch zukünftig keine Belastung durch eine EEG-Umlage geben, weshalb für  Eigenheimbesitzer der Eigenverbrauch auch in Zukunft hoch attraktiv bleibt.

Bei 100% Eigenstromverbrauch ohne Verbindung mit dem öffentlichen Betreibernetz, ist diese Regelung hinfällig.

REC Solar bestätigt Kapazitätsausbau

28. April 2014
Der Photovoltaik-Hersteller konnte auch im ersten Quartal 2014 seine Umsatz- und Gewinnzahlen stabilisieren. Die Modulproduktion in Singapur soll bis Ende kommenden Jahres auf 1,3 Gigawatt ausgebaut werden. Wichtigste Absatzmärkte für REC Solar sind weiterhin Deutschland, Großbritannien und Japan. Die Senkung des Mindestimportpreises für chinesische Solarmodule in Europa auf 0,53 Euro pro Watt beruht nach Ansicht offenbar von REC Solar auf einem Konsens der Industrie. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es aber nicht. (korrigierter Artikel)

REC Solar hat die Zahlen für das erste Quartal 2014 vorgelegt. Der Umsatz habe bei 175,4 Millionen US-Dollar gelegen. Dies sei ein leichter Rückgang gegenüber dem 4. Quartal von vier Prozent, aber ein deutlicher Anstieg gegenüber dem ersten Quartal 2013, als der Umsatz noch bei 127 Millionen US-Dollar gelegen habe. Gegenüber dem Vorjahr sei auch das EBITDA-Ergebnis deutlich verbessert worden – es stieg von – 9 Millionen US-Dollar auf 16 Millionen US-Dollar. Damit konnte der Photovoltaik-Hersteller das vierte Quartal in Folge ein Gewinn verzeichnet werden.

Im ersten Quartal seien die Kosten für die Module um 3 US-Dollarcent pro Watt auf 0,67 US-Dollar pro Watt gestiegen, teilte das Unternehmen weiter mit. Der Anstieg habe verschiedene Ursachen. So sei neues Equipment in der Produktion eingesetzt worden und es habe im März einen Brand in der Zellfabrik gegeben. Dabei mussten für sechs Wochen zwei der acht Produktionslinien für Solarzellen stillgelegt werden. Dadurch habe im ersten Quartal das Produktionsvolumen insgesamt niedriger gelegen und zudem hätten sich die Preise für Siliziumzukäufe erhöht. Dennoch halte REC Solar an seinen Zielen zur Kostenreduktion bis zum Jahresende fest. Es werde eine Reduzierung um acht bis zwölf Prozent angestrebt. Ebenso sollen die Kapazitätsausbaupläne realisiert werden. Bis Ende 2015 soll die Fertigungskapazität für Module auf 1,3 Gigawatt steigen, wobei bereits in diesem Jahr eine Erhöhung auf knapp ein Gigawatt angestrebt werde. Für die Erweiterung würden zwei neue Produktionslinien mit einer Kapazität von 300 Megawatt für Module im Werk in Singapur implementiert. Außerdem solle bis zum ersten Halbjahr 2015 auch ein Ausbau der Waferkapazitäten auf 840 Megawatt erfolgen.

Bei REC Solar erwartet man für dieses Jahr einen Anstieg der weltweiten Photovoltaik-Nachfrage auf 46 bis 49 Gigawatt. Zur Entwicklung des Modulpreises heißt es, dass sie im ersten Quartal um 4,9 Prozent gefallen seien. REC Solar sieht in seiner Präsentation auch Anzeichen dafür, dass die EU die Mindestimportpreise für kristalline Solarmodule aus China von 0,56 auf 0,53 Euro pro Watt gesenkt habe. Damit lägen die Preise in einem Bereich, die auch große Photovoltaik-Projekte in Europa wieder attraktiv machten. Die Senkung der Mindestimportpreise beruhe offenbar auf einem Konsens innergalb der Industrie.
REC Solar – ursprünglich ein norwegisches Photovoltaik-Unternehmen – ist in Europa stark vertreten und setzt auch künftig auf einen guten Absatz in der Region. In Deutschland und Großbritannien habe REC Solar 67 Prozent seines Absatzes getätigt. Im ersten Quartal seien es in Europa insgesamt sogar 89 Prozent der 216 produzierten Megawatt gewesen. Neben Europa sei vor allem auch der japanische Photovoltaik-Markt für den Hersteller wichtig. (Sandra Enkhardt)
Anmerkung der Redaktion: REC Solar hat darauf hingewiesen, dass dem Unternehmen keine offizielle Bestätigung zur Senkung der EU-Mindestpreise für chinesische Solarmodule auf 0,53 Euro pro Watt vorliegt. Dies war in der ursprünglichen Version des Artikels enthalten. Der dritte Absatz ist nachträglich entsprechend geändert worden.

EEG-Umlage für Eigenverbrauch bei Kohle- und Atomkraftwerken gefordert

28. April 2014
BUND und Greenpeace haben ein Gutachten vorgelegt, wonach die EEG-Umlage um etwa zwölf Prozent sinken könnte, wenn die Bevorzugung von Kohle- und Atomkraftwerken sowie von Braunkohle-Tagebauen abgeschafft wird. Die Bundesregierung sollte die konventionelle Stromerzeugung im Zuge der EEG-Reform stärker an den Kosten der Energiewende beteiligen.

Die EEG-Umlage könnte sofort von derzeit 6,24 auf 5,55 Cent je Kilowattstunde für den nicht-privilegierten Letztverbrauch sinken, wenn die Bevorzugung konventioneller Kraftwerke beim Eigenstromverbrauch abgeschafft würde. Diese koste die Stromkunden rund 2,6 Milliarden Euro im Jahr, so das Ergebnis einer Studie von Energy Brainpool im Auftrag von Greenpeace und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Die Umweltverbände fordern daher auch, dass im Zuge der EEG-Reform die Bevorzugung von Kohle- und Atomkraftwerken sowie von Braunkohle-Tagebauen beendet werden sollte. Deren Eigenstromverbrauch müssten künftig zur Finanzierung der Energiewende herangezogen werden. Allerdings plant Bundesenergieminister Sigmar Gabriel (SPD) vor allem den Eigenverbrauch bei Erneuerbaren-Energien- und KWK-Anlagen stärker zu belasten. Sie sollen nach derzeitigen Plänen bei Neuanlagen 50 Prozent EEG-Umlage auf den Selbstverbrauch des Stroms zahlen.

„Gabriel führt die Energiewende ad absurdum: Kohle- und Atomkraftwerksbetreiber sollen weiter jährlich 2,6 Milliarden Euro für den Stromeigenverbrauch geschenkt kriegen, während für den selbst verbrauchten und sauberen Strom aus Anlagen für erneuerbare Energien in Zukunft EEG-Umlage gezahlt werden soll“, sagt die BUND-Energieexpertin Daniela Setton. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) wolle aus Klimaschutzgründen aber den Kohlestrom zurückdrängen. „Dafür muss sie sich mit Gabriel anlegen, sonst verkommt das Erneuerbare-Energien-Gesetz zum Subventionstopf für Umweltverschmutzer“, so Setton weiter. Der Greenpeace-Energieexperte Tobias Austrup ergänzte, dass von der geplanten Regelung vor allem die ineffizientesten und ältesten Kohlekraftwerke profitieren, deren Eigenverbrauch am höchsten sei.

BUND und Greenpeace erwarten, dass die Einbeziehung des Kraftwerk-Eigenverbrauchs positive Impulse im Strommarkt setzen könnte. Er beträgt der Studie zufolge derzeit etwa sechs Prozent der gesamten Bruttostromerzeugung in Deutschland. Durch die parallel leicht steigenden Börsenstrompreise könnten sich auch die Verkaufserlöse für erneuerbaren Strom erhöhen. Zudem würde die Stromproduktion deutscher Steinkohlekraftwerke um etwa ein Zehntel und damit die Kohlestromexporte sinken, so die Erwartung der Umweltverbände. Zugleich ließen sich in der Folge CO2-Emissionen einsparen. (Sandra Enkhardt)

ABB verkauft Teilgeschäft von Power-One an Bel Fuse

28. April 2014 
Nach der Übernahme des US-Wechselrichter-Herstellers durch den Schweizer Konzern macht sich dieser nun an die Optimierung. Für etwa 117 Millionen US-Dollar verkauft ABB den Geschäftsbereich "Power Solutions" an Bel Fuse aus den USA.

Der Geschäftsbereich „Power Solutions“ von Power-One geht für rund 117 Millionen US-Dollar an den US-Konkurrenten Bel Fuse. Dies gab der Schweizer Konzern ABB bekannt, der vor rund einem Jahr Power-One übernommen hat. Der Verkauf werde voraussichtlich im zweiten Quartal abgeschlossen. ABB trenne sich von diesem Geschäftsbereich, da er nur wenig Synergien mit den eigenen Aktivitäten biete, hieß es weiter. Er sei aber Teil des Übernahmevertrags des Photovoltaik-Wechselrichterherstellers gewesen. „Die Veräußerung steht mit unserer Strategie im Einklang, kontinuierlich unser Portfolio zu optimieren und unsere Anstrengungen auf ein profitables Wachstum in unseren Kernbereichen Automatisierungs- und Energiegeschäft zu erreichen“, sagte der ABB-Vorstandschef Ulrich Spiesshofer. Die Integration von Power-One sei insgesamt auf einem guten Weg.

Nach dem Verkauf des „Power Solutions“-Geschäfts will sich ABB ganz auf die Photovoltaik-Wechselrichter von Power-One fokussieren. Sie passten in das Konzept, dass den Schweizer Konzern zu einem führenden Anbieter für die Herstellung, den Vertrieb und Verkauf von Stromversorgungsprodukten machen soll“ sagte Pekka Tiitinen, Leiter der ABB-Geschäftsbereichs Industrieautomation und Motion.

Fast genau vor einem Jahr veröffentlichte ABB das Übernahmeangebot für Power-One. Für rund eine Milliarde US-Dollar übernahm der Schweizer Konzern schließlich das Photovoltaik-Unternehmen aus den USA. Ende Juli 2013 schloss ABB die Übernahme ab. Power-One sei eine „ideale Ergänzung vom Leistungseletronikgeschäft von ABB“, hieß es damals. Insgesamt beschäftigte Power-One zu diesem Zeitpunkt fast 3500 Mitarbeiter, vor allem in China, Italien, den USA und der Slowakei. (Sandra Enkhardt)