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Donnerstag, 28. August 2014

Energiespeicherlösungen für jeden Bedarf! Energy storage solution for all requirements! Las soluciones de almacenamiento de energía para cada necesidad!

Die Zeit ist reif zum Umdenken!
Wir bieten Stromspeicherlösungen von 3kW bis 100MW zur Stromspeicherung und Netzstabilisierung!
Ideal für Haushalte, Klein- und Mittellständische Unternehmen sowie für Lösungen ohne Netzanbindung, Stromerzeuger wie Photovoltaikanlagen Windpark`s und Biogasanlagen.

The time is ripe to rethink!
We provide power storage solutions from 3kW to 100MW for power storage and grid stabilization!
Ideal for households, small and medium enterprises and for Mittellständische solutions without grid connection, power generators such as photovoltaic systems Windpark`s and biogas plants.

Ha llegado el momento de repensar!
Proporcionamos soluciones de almacenamiento de energía de 3 kW a 100 MW para el almacenamiento de energía y la estabilización de la red!
Ideal para hogares, pequeñas y medianas empresas y de soluciones Mittellständische sin conexión a la red, generadores de energía, tales como los sistemas fotovoltaicos Windpark`s y plantas de biogás.

Bei Fragen zu den Stromspeicherlösungen und näheren Informationen erreichen Sie uns unter.
For questions about the current storage solutions and detailed information please contact us at.
Para preguntas acerca de las soluciones de almacenamiento actuales y la información detallada, por favor contacte con nosotros en.
Tel.: +49 (0)8867-9196880
email: info@nels24.de
http://new-energy-light-solutions.com/index.php/emcs.html



Montag, 25. August 2014

Sichere Stromversorgung nur mit Erneuerbaren möglich

22. August 2014 | Forschung und Entwicklung, Topnews
Eine sichere Stromversorgung und ein stabiles Stromnetz sind auch dann möglich, wenn die Energie ausschließlich aus erneuerbaren Quellen stammt. Das zeigt der Abschlussberichts des Forschungsprojekts "Kombikraftwerk 2".

Langfristig wird kein Strom aus Kohle oder Kernkraft mehr benötigt. Das sagen die Wissenschaftler, die sich im Rahmen des Forschungsprojekts "Kombikraftwerk 2" drei Jahre lang mit Fragen der Netzstabilität und der Versorgungssicherheit beschäftigt haben: Auch wenn der Strom fast ausschließlich aus regenerativen Quellen stamme, könne das Energiesystem die heute gewohnte Versorgungssicherheit erbringen. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Forschungsbericht des Projekts hervor.
Dass erneuerbare Energien wie Photovoltaik, Wind und Wasser den deutschen Strombedarf komplett decken können, war bereits 2007 Thema des Vorgängerprojekts "Kombikraftwerk 1". „Nun wollten wir uns nun einer neuen Herausforderung stellen und detailliert die Versorgungssicherheit einer rein auf erneuerbaren Energiequellen basierenden Stromerzeugung untersuchen“, erläutert Kurt Rohrig, stellvertretender Leiter des Fraunhofer IWES, den Ansatz des Projekts. Denn zu einer sicheren Stromversorgung gehöre neben der ausreichenden Erzeugung auch die bedarfsgerechte Verteilung der Energie. Dabei müssten im Netz bestimmte Parameter hinsichtlich Spannung und Frequenz eingehalten werden, um Schäden an elektrischen Geräten oder sogar Stromausfälle zu vermeiden.
In einem räumlich hoch aufgelösten Zukunftsszenario haben die Forscher den notwendigen Bedarf an Systemdienstleistungen sowie deren Bereitstellung mit einem intelligenten System aus regenerativen Erzeugern, Energiespeichern und Backup-Kraftwerken untersucht. Sie haben dieses Szenario mit realen Wetterdaten gespeist und mit Verbrauchswerten gekoppelt, um ein detailliertes Bild von Stromerzeugung und -transport zu jeder Stunde des Jahres erzeugen zu können. Auf dieser Grundlage konnten die Forscher zu jedem Zeitpunkt Zustand und Optimierungsmöglichkeiten der Stromnetze untersuchen. Energieträger dieses Szenarios waren Wind und Sonne, die mit 53 und 20 Prozent gemeinsam knapp drei Viertel der gesamten Energieerzeugung beisteuerten. Weitere Erzeuger waren Bioenergie mit etwa zehn Prozent, Wasser- und Geothermiekraftwerke sowie Batterien als Speicher, außerdem Gaskraftwerke, die aus mittels überschüssigem Wind- oder Solarstrom hergestelltem Methan sowie Biomethan gespeist werden.
„Die Untersuchungen zeigen, dass die heutige Versorgungsqualität auch mit einer intelligenten Kombination aus erneuerbaren Energien, Speichern und Backup-Kraftwerken mit erneuerbarem Gas erreichbar ist und dass wir langfristig auf fossile und nukleare Energiequellen in der Stromerzeugung gut verzichten können“, bewertet Kaspar Knorr, Projektleiter beim IWES, die Ergebnisse. Dazu müsse das System aber technisch und regulatorisch weiterentwickelt und konsequent auf die erneuerbaren Energien ausgerichtet werden. Parallele Laborversuche und Feldtests mit realen Anlagen hätten gezeigt, dass Erneuerbare-Energien-Anlagen schon heute mit ihren technischen Fähigkeiten zur Gewährleistung der Systemstabilität beitragen, etwa durch Erbringung von Regelleistung. Allerdings seien die Rahmenbedingungen des Regelleistungsmarktes – beispielsweise was Größe und der Fristen der Ausschreibungen, erforderliche Kommunikationstechnik oder Zertifizierungsverfahren angehe – noch auf konventionelle Kraftwerke ausgerichtet und verhindere eine konstruktive Teilnahme regenerativer Energien. Knorr: „Eine sinnvolle Anpassung der Rahmenbedingungen zur Markt- und Systemintegration ist notwendig, damit die Erneuerbaren Verantwortung für die Stabilität der Versorgung übernehmen können – immerhin steuern sie inzwischen schon mehr als ein Viertel zur Erzeugung bei.“ (Petra Hannen)

Ausschreibungen: Mehr Chancen für kleine Betreiber

22. August 2014 | Politik und Gesellschaft, Topnews
Die deutschen Energiegenossenschaften fordern Nachbesserungen bei den geplanten Ausschreibungen für Photovoltaik-Freiflächenanlagen. Ein freies wettbewerbliches Verfahren gefährde eine breite Beteiligung von Bürgern und KMU.

Grundsätzlich begrüßen die deutschen Energiegenossenschaften das Ziel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, bei dem neu eingeführten Ausschreibungsdesign für Photovoltaik-Freiflächenanlagen und andere Erneuerbare-Energien-Projekte die Akteursvielfalt erhalten zu wollen. Im EEG ist diese Absicht verankert (§ 2 Abs. 5 Satz 3 EEG 2014). Aus Sicht der Energiegenossenschaften ist es jedoch fraglich, ob eine diskriminierungsfreie bzw. gleichberechtigte Teilnahme an Ausschreibungen ermöglicht wird, indem ein einfaches Ausschreibungsdesign sowie moderate materielle und finanzielle Präqualifikationsanforderungen eingeführt werden. „Wir sind der Auffassung, dass die hier vorgeschlagenen Ansätze nicht ausreichend genug sind, um eine breite Beteiligung von Energiegenossenschaften und anderen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) an den Ausschreibeverfahren zu gewährleisten“, heißt es in einem Positionspapier, das die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften jetzt erarbeitet hat.Die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften wird vom Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes (DGRV) getragen und hat etwa 800 Mitglieder.
„Wenn für alle Akteure die gleichen Bedingungen herrschen, dann haben kleine und mittlere Unternehmen aufgrund ihrer Größe und regionalen Verbundenheit klar das Nachsehen“, kritisiert DGRV-Vorstandsvorsitzender Eckhard Ott das geplante Ausschreibungsdesign. Das jetzt vorgelegte Positionspapier berücksichtige daher die Interessen von Energiegenossenschaften und KMU. Diese würden als lokale Unternehmen üblicherweise nur ein größeres Projekt in ihrer Region projektieren und könnten im Gegensatz zu größeren Marktakteuren die Projektierungsrisiken nicht auf mehrere Alternativen verteilen. Würden sie über eine Ausschreibung die Förderberechtigung nicht erhalten, könnte sich dies existenzgefährdend auswirken. Langfristig bestehe deshalb die Sorge, dass sich wenige große Anbieter den Markt für erneuerbare Energien aufteilen und die Preise nach oben treiben würden. Als möglichen Lösungsansatz schlägt das Positionspapier vor, dass kleinere Anbieter in eigenen Ausschreibungsrunden für eine festgelegte Ausbaumenge bieten können, zudem sollten bestimmte Risiken im Bieterverfahren begrenzt werden.
Das vollständige Positionspapier gibt es bei der Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften. (Petra Hannen)

Read more: http://www.pv-magazine.de/nachrichten/details/beitrag/ausschreibungen--mehr-chancen-fr-kleine-betreiber_100016347/#ixzz3BOHs73Su

Freitag, 22. August 2014

Bundesrechnungshof kritisiert deutsche Energiepolitik

21. August 2014 | Politik und Gesellschaft, Topnews
Der Bundesrechnungshof hält Medienberichten zufolge die deutsche Atom- und Energiepolitik für unkoordiniert, überstürzt und zu teuer. Das Bundeswirtschaftsministerium weist die Kritik zurück.

Der Bundesrechnungshof übt deutliche Kritik an der Atom- und Energiepolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel, vor allem an Maßnahmen der schwarz-gelben Koalition. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung (Dienstagausgabe) unter Berufung auf einen bislang unveröffentlichten Bericht, welcher der Redaktion vorliege. Demnach kritisiert die Behörde, dass die Bundesregierung „keinen hinreichenden Überblick über die finanziellen Auswirkungen der Energiewende“ habe. Zum einen lägen die Lasten für den Haushalt inklusive der diversen Förderprogramme etwa für die Gebäudesanierung oder die Forschung „jährlich im zweistelligen Milliardenbereich“, zudem würden Bundesministerien Maßnahmen „unkoordiniert, uneinheitlich und teilweise redundant“ umsetzen.
Der Süddeutschen Zeitung zufolge konzentriert sich die Kritik des Bundesrechnungshofs auf die Zeit der schwarz-gelben Koalition zwischen 2009 und 2013. In diesen Zeitraum fallen sowohl die Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke im Jahr 2010 als auch die Entscheidung für den Atomausstieg und die Energiewende nach dem Unglück in Fukushima ein Jahr später. Besonderer Knackpunkt aus Sicht der Rechnungsprüfer ist laut Bericht die unklare Kompetenzverteilung. Häufig sind demnach mehrere Ministerien mit energiepolitischen Fragen befasst, stimmen sich aber nicht untereinander ab. Fazit des Bundesrechnungshofs: Den Bundesministerien und damit auch der Bundesregierung fehle ein umfassender Überblick über die von ihnen selbst eingeleiteten Maßnahmen. Bei Bund und Ländern seien 24 Gremien mit der Energiewende befasst, was ebenfalls „ein inhaltlich abgestimmtes und zielführendes Handeln“ erschwere.
Das Bundeswirtschaftsministerium äußerte sich laut Süddeutscher Zeitung kritisch zur Kritik des Bundesrechnungshofs: Der Bericht überzeichne die Belastungen, verzichte aber auf eine ökonomische, soziale und ökologische Gesamtbewertung. (Petra Hannen)

Recom Solar will in Italien produzieren

21. August 2014 | Märkte und Trends, Topnews
Anfang September will Recom Solar mit der Herstellung von Photovoltaik-Modulen in Italien beginnen. Bislang lässt das griechische Unternehmen in Asien produzieren.

Am 1. September will Recom Solar die Produktion von Photovoltaik-Modulen in Italien aufnehmen und die Kapazität bis Dezember 2014 auf über 500 Megawatt ausbauen. Bislang lässt das Unternehmen in Asien produzieren. Wie Finlay Colville, Vizepräsident von NPD Solarbuzz, erläutert, wird Recoms Hybrid-OEM-Modul gerade angesichts schärfer werdender Handelsstreitigkeiten für den internationalen Markt interessant. „Die Flexibilität, sich aus unterschiedlichen Teilen der Welt zu versorgen, sollte man nicht unterschätzen“, so Colville, „insbesondere angesichts der Strafzölle der USA auf Solarzellen aus China und Taiwan.“
Colville zufolge nutzt Recom derzeit Modul-Fertigungskapazitäten in China, Taiwan, Korea und Malaysia, jetzt komme mit Italien ein europäischer Produktionsstandort hinzu. „Zusätzlich zu den Ankündigungen für Italien gibt es auch Pläne für Aktivitäten im Vereinigten Königreich“, so Colville. Für die Qualitätssicherung führe Recom Normen und Abläufe ein, die über die vor Ort üblichen Standards hinaus gingen. In Italien wolle Recom wahrscheinlich mit Zellen aus Korea Photovoltaik-Module für den US-Markt bauen. Außerdem stelle sich Recom gerade breiter auf und dehne dafür seinen Geschäftsbereich auf Wechselrichter aus. (Jonathan Gifford, übersetzt von Petra Hannen)

USA korrigieren Höhe von Anti-Dumpingzöllen

21. August 2014 | Politik und Gesellschaft, Topnews
Das US-Handelsministerium hat die vorläufigen Anti-Dumpingzölle auf Photovoltaik-Produkte einiger taiwanesischer Hersteller reduziert. Die Behörde hatte sich verrechnet.

Einige taiwanesische Produzenten von  Solarzellen und Photovoltaik-Modulen können sich bei Importen in die USA auf niedrigere Anti-Dumpingzölle einstellen als bislang angenommen. Dem US-Handelsministerium ist ein Rechenfehler unterlaufen. Das geht aus einem Dokument hervor, das pv magazine vorliegt. Am meisten profitiert demnach Photovoltaik-Produzent Motech, dessen vorläufiger Anti-Dumpingzoll von 44,18 auf 20,86 Prozent sinkt. Gintechs Zollsatz bleibt bei 27,59 Prozent, aber bei allen anderen Herstellern inklusive Marktführer Neo Solar reduziert sich der Aufschlag von 35,89 auf 24,23 Prozent.
Erst Ende Juli hatte das US-Handelsministerium mit sofortiger Wirkung vorläufige Anti-Dumpingzölle auf kristalline Photovoltaik-Produkte aus China und Taiwan eingeführt. Damit sei ein Schlupfloch geschlossen worden, das sich nach der Verhängung der Importzölle 2012 für die chinesischen Photovoltaik-Hersteller eröffnet habe; diese hätten Solarzellen aus Taiwan verwendet, um die Zölle zu umgehen, hieß es damals bei Solarworld, das die Beschwerde bei den US-Behörden eingereicht hatte. Im Juni hatte das US-Handelsministerium bereits vorläufige Anti-Subventionszölle für Photovoltaik-Hersteller aus China und Taiwan verhängt.
Die jetzige Überprüfung der Anti-Dumpingzölle erfolgte laut US-Handelsministerium auf Antrag von Motech, Solarworld und Tenksolar.
Bis zum 16. Dezember will das US-Handelsministerium seine Anti-Dumping-Untersuchungen abschließen und die endgültigen Zölle bekanntgeben. Diese müsse die Internationale Handelskommission der USA (USITC) dann noch bestätigen, damit sei bis Ende Januar 2015 zu rechnen. (Christian Roselund, Petra Hannen)

Swissgrid schüttet Einmalvergütungen aus

21. August 2014 | Märkte und Trends, Topnews
Bei Swissgrid ist die 50.000. Anmeldung für die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) eingegangen. Um die Warteliste zu verkürzen, schüttet der Schweizer Übertragungsnetzbetreiber für kleine Photovoltaik-Anlagen jetzt alternativ Einmalvergütungen aus.

50.000 Anmeldungen für die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) sind inzwischen bei Swissgrid eingegangen – obwohl die Förderbeiträge laufend sinken. Aus Sicht des Schweizer Übertragungsnetzbetreibers beweist das den ungebrochenen Willen einer breiten Bevölkerung, selbst in die Energiewende zu investieren. Wie Swissgrid weiter mitteilt, entscheiden sich seit Mai 2011 jeden Monat im Durchschnitt 1000 Privatpersonen oder Firmen, eine Erneuerbare-Energien-Anlage zu bauen. Die Zahl der monatlichen Anmeldungen schwanke zwischen 800 und 1200 und sei damit im Verlauf der vergangen Jahre erstaunlich konstant geblieben. Bis zum Stichtag 4. August 2014 hätten 9965 Projekte einen positiven Bescheid erhalten, 38.487 Projekte befänden sich auf der Warteliste.
Um diese Warteliste abzubauen, hat die Schweiz im Frühling 2014 die sogenannte Einmalvergütung (EIV) eingeführt. Damit können Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von bis zu 30 Kilowatt mit einer einmaligen Zahlung gefördert werden. Laut Swissgrid deckt diese rund ein Drittel der Baukosten ab; danach können die Anlagenbetreiber den produzierten Strom selbst verbrauchen oder zu Marktpreisen ins Stromnetz einspeisen. Eigentümer kleinerer Anlagen erhielten damit einen substanziellen finanziellen Beitrag für ihre Anlage. Swissgrid beginnt jetzt mit der Auszahlung dieser Einmalvergütung. Insgesamt veranschlagt das Bundesamt für Energie der Schweiz für die Einmalvergütung in den Jahren 2014 und 2015 rund 270 Millionen Franken (rund 223 Millionen Euro).
Die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) fördert die Stromproduktion mittels Photovoltaik, Kleinwasserkraftwerken, Windgeneratoren, Geothermie und Biomasse. Inzwischen erhalten 6887 Anlagen aus der KEV Geld; 2013 wurde eine Strommenge von 189 Gigawattstunden mit 209 Millionen Franken (172,6 Millionen Euro) aus dem KEV-Fonds gefördert. Die Einmalvergütung (EIV) fördert Photovoltaik-Anlagen bis zu einer Leistung von 30 Kilowatt. KEV-Anmeldungen, die vor dem 1. Januar 2013 eingereicht wurden, haben ein Wahlrecht. Später eingereichte Anlagen mit einer Leistung unter zehn Kilowatt erhalten nur noch die EIV. (Petra Hannen)

Fünf Solarparks mit 70 Megawatt neu am Netz

21. August 2014 | Märkte und Trends, Topnews
Der Photovoltaik-Zubau in Großbritannien geht weiter: Eco Energy World hat fünf Solarparks mit insgesamt fast 70 Megawatt Nennleistung ans Netz angeschlossen.

Fünf Photovoltaik-Kraftwerke mit insgesamt 70 Megawatt Nennleistung sind kurz nacheinander in Großbritannien ans Netz gegangen. Das meldet Projektierer Eco Energy World. Bei den neuen Anlagen handelt es sich um die Highfields Farm in Essex, die Castle Eaton Farm in Swindon und die Pitworthy Farm in Devon mit jeweils etwa 15 Megawatt Nennleistung, die Spriggs Farm in Essex mit 13 Megawatt und die High Penn Farm in Wiltshire mit 9,6 Megawatt.
Aus Sicht des Photovoltaik-Unternehmens mit Büros in London, Monaco und Moskau tragen die neuen Anlagen wesentlich dazu bei, dass das Vereinigte Königreich seine Ziele beim Ausbau erneuerbarer Energien erreiche. Eco Energy World bekräftigte seine Pläne, dort in diesem Jahr Anlagen mit insgesamt 200 Megawatt Nennleistung entwickeln zu wollen.
Nach Zahlen von NPD Solarbuzz wurden im Vereinigten Königreich 90 Prozent der inzwischen installierten fünf Gigawatt Kapazität in den vergangenen drei Jahren gebaut, 46 Prozent befinden sich in den südwestlichen und südöstlichen Regionen. Etwa ein Drittel steht auf auf Wohngebäuden. In den vergangenen 18 Monaten ist demnach jedoch das Engagement bei Freiflächenanlagen, die mindestens 50 Acres (rund 202000 Quadratmeter) Fläche belegen, gestiegen; auf sie entfallen etwa 20 Prozent der inzwischen installierten Kapazität. (Petra Hannen)

Donnerstag, 21. August 2014

100 Prozent Eigenverbrauch mit gepachteter Solaranlage

20. August 2014 | Märkte und Trends, Topnews
Der Systemanbieter Baywa r.e. hat eine Photovoltaik-Anlage mit 675 Kilowatt Nennleistung auf dem Dach eines Traktorenwerks in Bayern finanziert und errichtet. Der Hersteller von Traktoren hat die Anlage daraufhin gepachtet und verbraucht nun den gesamten erzeugten Solarstrom direkt vor Ort.

Rund 760.000 Kilowattstunden erzeugt die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach einer Werkshalle des AGCO/Fendt Traktorenwerks in Marktoberdorf pro Jahr. Den Strom verbraucht der Traktoren-Hersteller komplett in der Produktion vor Ort. Errichtet und finanziert wurde die Anlage vom Systemanbieter Baywa r.e. aus Tübingen. Anschließend hat Baywa r.e. die Anlage an das Traktorenwerk verpachtet. Eigentümer der Anlage ist nun BayWa r.e., Betreiber die AGCO GmbH.
Baywa r.e. startet mit dieser Anlage nach eigener Aussage ein für das Unternehmen neues Geschäftsmodell. Industrie- und Gewerbebetriebe können Solaranlagen auf den eigenen Dächern pachten und so selbsterzeugten Solarstrom nutzen, ohne selbst investieren zu müssen.
Die Anlage auf der Fendt Werkshalle wurde vom Vertragsschluss bis zum Netzanschluss innerhalb von 22 Tagen realisiert. Sie ist noch Ende Juli in Betrieb genommen worden, sodass keine EEG-Umlage für den Eigenverbrauch gezahlt werden muss.  Nach Einschätzung von Baywa r.e. sei das Geschäftsmodell aber grundsätzlich auch unter den geänderten Rahmenbedingungen des neuen EEG seit dem ersten August rentabel. (Mirco Sieg)

Management kauft Solarsparte der Schweizer Komax Gruppe

20. August 2014 | Märkte und Trends, Topnews
Im Rahmen eines Management Buy-outs wurde die Solarsparte des Schweizer Unternehmen Komax an das bisherige Führungsteam des Geschäftsbereichs Solar verkauft. In der Mitte des zweiten Halbjahres 2014 soll die neue Gesellschaft ihre Tätigkeit aufnehmen.

Die Schweizer Komax Gruppe hat den in den USA ansässigen Geschäftsbereich Solar im Rahmen eines Management Buy-outs an das bisherige Führungsteam von Komax Solar verkauft. Im vergangenen Jahr hatte der Verwaltungsrat Komax Gruppe beschlossen sich mehr auf das Kerngeschäft zu fokussieren und aus dem Solargeschäft auszusteigen.
Das Solar-Geschäft wird nun in eine neue Unternehmung überführt, an der die Komax Gruppe weiterhin eine Minderheitsbeteiligung hält. Die Abwicklung der noch offenen Aufträge sowie die künftige Serviceunterstützung werden laut Komax sichergestellt. Die neue Gesellschaft wird ihre operative Tätigkeit voraussichtlich in der Mitte des zweiten Halbjahres 2014 aufnehmen. (Mirco Sieg)

Zweitmarkt für Solaranlagen unbeeindruckt von rückwirkenden Kürzungen in Italien

20. August 2014 | Märkte und Trends, Topnews
Nach Einschätzung des Online-Marktplatzes für Solaranlagen Milk the Sun sind Bestandsanlagen in Italien trotz kürzlich beschlossener rückwirkender Förderkürzungen noch für Investoren interessant. Es sei sogar eine deutliche Belebung der Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen zu sehen.

Anfang August hatte das italienische Parlament und der Senat eine Gesetzesänderung beschlossen, die auch eine rückwirkende Kürzung der Einspeisevergütung für Solaranlagen umfasst und sich so auf die Rentabilität von Bestandsanlagen auswirkt. Auf den Handel mit Bestandsanlagen auf dem Zweitmarkt hat dies aber nach Einschätzung des Online-Marktplatzes für Solaranlagen Milk the Sun keine großen Auswirkungen. Im Gegenteil: Die Handelsplattform sieht nach der Gesetzesänderung ein gesteigertes Interesse an Solaranlagen.
Die Nachfrage nach laufenden Solaranlagen lasse erkennen, dass Anleger nach wie vor gute Investitionsmöglichkeiten in Italien sehen, so Milk the Sun. Auch ein lange geplantes Investment in Italien sei trotz der rückwirkenden Kürzungen der Einspeisevergütungen noch möglich gewesen. Der erfolgreiche Anlagenverkauf ist aus Sicht von Milk the Sun vor allem eine Frage des Vertriebs-Know-hows, passender Kontakte zu Investoren und der richtigen Präsentation. (Mirco Sieg)

50,2-Hertz-Nachrüstung: Rund die Hälfte ist geschafft

20. August 2014 | Fachwissen und Technik, Topnews
Die Agentur für Erneuerbare Energien meldet, dass mittlerweile rund die Hälfte aller Photovoltaik-Anlagen entsprechend der 50,2-Hertz-Regelung umgerüstet worden sind. Insgesamt sind ungefähr 400.000 Solarstromanlagen in Deutschland betroffen.

Mit leichtem Verzug ist nun rund die Hälfte aller von der 50,2-Hertz-Nachrüstung betroffenen Solaranlagen in Deutschland umgerüstet. Das meldet die Agentur für Erneuerbare Energien. Eigentlich war geplant, bis Ende Mai 90.000 mittelgroßen Anlagen mit Leistungen zwischen 30 und 100 Kilowattpeak umzurüsten. Dies sei aber noch nicht vollständig erreicht.
Laut Agentur für Erneuerbare Energien sei es zu leichten Verzögerungen gekommen, weil viele Akteure an der Nachrüstung beteiligt sind, darunter Netzbetreiber, Anlagenbesitzer, Installateure und Wechselrichterhersteller. Betroffene Anlagenbetreiber seien weiterhin dazu aufgerufen, zu einem reibungslosen Umrüstprozess beizutragen. Um die Anlagenbetreiber beim Ausfüllen der Fragebögen zu unterstützen, gebe es bereits eine Vielzahl von verschiedenen Hilfestellungen im Netz.
Ziel der Nachrüstung ist es zu verhindern, dass bei einem Fehler im Stromnetz zu viele Solaranlagen gleichzeitig abschalten, sodass plötzlich zu wenig Strom im Netz ist, was ebenfalls zu Problemen führt. Durch die Nachrüstung werden sich die Solarstromanlagen schrittweise nacheinander abschalten und damit zur Netzstabilität beitragen. „Die Nachrüstung der größeren Solarstromanlagen sorgt dafür, dass die Stabilität der Netze und die hohe Versorgungsqualität in Deutschland heute und in Zukunft gewahrt bleiben“, sagt Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. Kleinere Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung unter zehn Kilowattpeak und seit 2012 in Betrieb genommene Anlagen sind von der Umrüstpflicht ausgenommen. (Mirco Sieg)

Dienstag, 19. August 2014

Shunfeng sichert sich neuen Kreditrahmen

18. August 2014 | Märkte und Trends, Topnews
Der chinesische Photovoltaik-Konzern Shunfeng hat mit der China Minsheng Banking Corporation eine strategische Zusammenarbeit vereinbart. Teil des mindestens zwei Jahre geltenden Vertrags ist ein Kreditrahmen über 2,4 Milliarden Euro.

Shunfeng hat sich Spielraum für weitere Investitionen gesichert: Der chinesische Photovoltaik-Konzern ist eigenen Angaben zufolge eine strategische Kooperation mit der China Minsheng Banking Corporation (CMBC) eingegangen. Unter anderem sichert CMBC demnach Shunfeng einen Kreditrahmen von bis zu 20 Milliarden Renminbi (rund 2,4 Milliarden Euro) zu. Die Zusammenarbeit habe eine Laufzeit von zwei Jahren und verlängere sich automatisch um ein weiteres Jahr, sofern keiner der Partner vorher den Vertrag kündige. Wie Shunfeng mitteilt, will der Photovoltaik-Riese eng mit der überwiegend in Privatbesitz befindlichen CMBC zusammenarbeiten, um den für die weitere Expansion notwendigen Finanzierungsbedarf besser planen zu können.
Shunfeng hat sich für Investitions- und Expansionsvorhaben bereits bei der China Merchants Bank für die kommenden drei Jahre einen Kontokorrentkredit von zwei Milliarden Renminbi (239 Millionen Euro) gesichert, der allen Unternehmensteilen zur Verfügung stehen soll. Pläne gibt es genug: Eigenen Mitteilungen zufolge soll sich Shunfeng zu einem voll integrierten Anbieter für saubere Energie entwickeln. Dafür übernahm der chinesische Photovoltaik-Hersteller unter anderem den insolventen Konkurrenten Wuxi Suntech und das Wechselrichter-Geschäft von Sunways. Mittlerweile ist der Photovoltaik-Bereich nicht mehr groß genug; weitere Geschäftsbereiche für erneuerbare Energien sollen folgen. (Petra Hannen)

AS Solar stellt Geschäftsbetrieb ein

18. August 2014 | Märkte und Trends, Topnews
Nach dem vorläufigen Insolvenzverfahren hat für die AS Solar GmbH nun das geregelte Insolvenzverfahren begonnen. Der Geschäftsbetrieb wurde eingestellt und ein Großteil der Mitarbeiter freigestellt. Eine Sanierung ist mangels Investor nicht mehr möglich gewesen.

Anfang Juli hatte das Amtsgericht Hannover ein vorläufiges Insolvenzverfahren für den Photovoltaik-Großhändler AS Solar eröffnet. Seit dem 1. August 2014 hat das geregelte Insolvenzverfahren über das Vermögen der AS Solar GmbH begonnen. Der Berliner Rechtsanwalt Rolf Rattunde bleibt auch in diesem Verfahren der zuständige Insolvenzverwalter. Die Gläubiger sind nun aufgefordert ihre Insolvenzanforderungen bis zum 10. Oktober 2014 beim Insolvenzverwalter anzumelden. Am 12. November 2014 wird eine Gläubigerversammlung zur Berichterstattung durch den Insolvenzverwalter und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen abgehalten.
Das operative Geschäft von der AS Solar GmbH wird nun abgewickelt. „Eine Sanierung des Geschäftsbetriebes der AS Solar GmbH im Wege eines Insolvenzplanverfahrens oder im Rahmen einer übertragenen Sanierung konnte mangels Investor leider nicht erreicht werden. Der Geschäftsbetrieb musste deswegen nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens eingestellt werden“, heißt es von Seiten des Insolvenzverwalters. Derzeit erfolge ein Abverkauf des Anlage- und Vorratsvermögens. Hierfür würden einige der bis zur Eröffnung des geregelten Verfahrens noch verbliebenen 45 Mitarbeiter weiterbeschäftigt, der Rest freigestellt. Inwieweit einzelne Teilbereiche des Geschäftsbetriebes im eröffneten Insolvenzverfahren durch die Insolvenzschuldnerin oder Dritte fortgeführt werden können, bleibe abzuwarten, so der Insolvenzverwalter.
Laut dem Geschäftsführer von AS Solar Gerd Pommerien werden Kunden, die das Energiemanagement- und Monitoringsystem AS Energy Master betreiben, auch weiterhin betreut, von der Enerserv GmbH, die das Gerät entwickelt hat und nicht vom Insolvenzverfahren betroffen ist. Nach Einschätzung von Pommerien, haben auch die „desaströse Politik der Bundesregierung und die Diskussionen um das Erneuerbare-Energien-Gesetz“ zur schlechten Lage von AS Solar beigetragen. „Das Photovoltaik-Geschäft geht zurück und auch die Banken werden dadurch massiv verunsichert. AS Solar wird daher wahrscheinlich nicht das letzte Unternehmen aus diesem Bereich sein, das diesen Weg gehen musste.“ (Mirco Sieg)

Hanergy übernimmt Dünnschicht-Spezialisten Alta Devices

18. August 2014 | Märkte und Trends, Topnews
Hanergy hat die Übernahme des US-amerikanischen Dünnschicht-Produzenten Alta Devices abgeschlossen. Das teilte das chinesische Photovoltaik-Unternehmen mit.

Hanergy setzt weiter auf Dünnschicht: Wie das chinesische Photovoltaik-Unternehmen mitteilt, hat es die Akquisition von Alta Devices abgeschlossen. Laut Pressemeldung erreicht der US-amerikanische Dünnschicht-Spezialist bei seinen Produkten eine Umwandlungseffizienz von 30,8 Prozent; das sei der höchste Wert, der derzeit weltweit verfügbar sei. Hanergy-Chef Li Hejun zufolge unterstützt die Akquisition Hanergys Ziel, im Bereich Dünnschicht weltweit führend zu werden. Wegen der hohen Effizienzgrade der Dünnschicht-Solarzellen von Alta Devices könne künftig eine große Bandbreite an Geräten und an Ausrüstung von Mobiltelefonen bis hin zu Fahrzeugen mit Strom versorgt werden.
Li Hejun ist ebenso wie Chris Norris, Präsident und CEO von Alta Devices, der Überzeugung, dass die flexible Dünnschicht-Solartechnologie die Zukunft der Solarbranche darstellt. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen beider Unternehmen sollen sich demnach zusammenschließen, um die Technologie von Alta Devices weiter zu entwickeln. Unter anderem sollen die Produktionskapazität von Alta Devices erhöht und die Anwendungsmöglichkeiten der Module erweitert werden. Alta Devices soll künftig als hundertprozentige Tochtergesellschaft von Hanergy auf dem Markt agieren. (Petra Hannen)

Großbritannien knackt Fünf-Gigawatt-Marke

18. August 2014 | Märkte und Trends, Topnews
Im Vereinigten Königreich sind inzwischen mehr als fünf Gigawatt Photovoltaik-Kapazität installiert. Das meldet NPD Solarbuzz.

Mehr als fünf Gigawatt Photovoltaik-Kapazität erzeugen inzwischen im Vereinigten Königreich Strom. Das meldet NPD Solarbuzz. Demnach ist Großbritannien erst das sechste Land der Welt, das diesen Meilenstein erreicht hat – die übrigen fünf sind Deutschland, China, Japan, Italien und die USA. Mit mehr als 37 Gigawatt installierter Kapazität führe Deutschland die Liste unangefochten an, in den China, Japan, Italien und den USA seien es jeweils mehr als zehn Gigawatt.
Wie NPD Solarbuzz weiter mitteilt, wurden im Vereinigten Königreich 90 Prozent der inzwischen installierten fünf Gigawatt Kapazität in den vergangenen drei Jahren gebaut, 46 Prozent befinden sich in den südwestlichen und südöstlichen Regionen. Etwa ein Drittel steht auf auf Wohngebäuden. In den vergangenen 18 Monaten ist jedoch das Engagement bei Freiflächenanlagen, die mindestens 50 Acres (rund 202000 Quadratmeter) Fläche belegen, gestiegen; auf sie entfallen etwa 20 Prozent der installierten Kapazität.
Nach Zahlen von NPD Solarbuzz können mit den fünf Gigawatt Photovoltaik knapp sechs Prozent aller britischen Haushalte mit Strom versorgt werden. Die Analysten erwarten ein Anhalten des starken Zubaus speziell bei Freiflächenanlagen bis zum 31. März 2015. Da die britische Regierung vor allem den Zubau von Dachanlagen forcieren wolle, würden Investitionen in Freiflächenanlagen danach wahrscheinlich an Attraktivität einbüßen. Für den Bau großer Dachanlagen mit mehr als 250 Kilowatt Leistung fehle jedoch noch ein geeignetes Anreizsystem. (Petra Hannen)

Discounter baut Österreichs größtes Photovoltaik-Projekt

18. August 2014 | Märkte und Trends, Topnews
Auf dem Dach der Hofer-Zweigniederlassung in Kärnten hat die Installation einer Photovoltaik-Anlage mit 3,4 Megawatt Leistung begonnen. Die Anlage gilt als das bislang größte österreichische Photovoltaik-Projekt.

42000 Quadratmeter Dachfläche, 3,4 Megawatt installierte Leistung, 3740 Megawattstunden erwartete jährliche Stromproduktion – das sind die Eckdaten der Photovoltaik-Anlage, die der österreichische Discounter Hofer gerade auf dem Dach seiner Zweigniederlassung in Kärnten baut. Wie das Unternehmen mitteilt, handelt es sich bei dieser Anlage um das bislang größte Photovoltaik-Projekt in Österreich. Hofer will damit einen Meilenstein im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsinitiative „Projekt 2020“ setzen. „Im Vorjahr haben wir unsere gesamte Stromversorgung auf Grünstrom umgestellt und unseren Kunden grünen Strom zum günstigen Preis angeboten. Der nächste Schritt ist jetzt, saubere Energieproduktion auf unserer Dachfläche zu ermöglichen“, so die Hofer-Generaldirektoren Günther Helm und Friedhelm Dold. Die Zweigniederlassung in Weißenbach, welche neben dem Bürogebäude auch das Logistikcenter für die Belieferung von 57 Hofer-Filialen in Kärnten, Osttirol sowie Teilen von Salzburg und der Steiermark umfasst, befinde sich in einem sonnenreichen Gebiet und liege somit für die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage geografisch günstig. Die Installation der Anlage soll im Oktober abgeschlossen sein. (Petra Hannen)

Montag, 18. August 2014

Gutes erstes Halbjahr für Solarworld

14. August 2014 | Märkte und Trends, Topnews
Der Bonner Photovoltaik-Konzern konnte den Absatz im ersten Halbjahr 2014 um 53 Prozent steigern. Der Umsatz stieg um 13 Prozent, davon wurden 81 Prozent im Ausland erzielt. Trotzdem bleibt der Umsatz aufgrund einer veränderten Nachfrage und sinkenden Preisen hinter den Erwartungen zurück.

Im ersten Halbjahr 2014 konnte der Solarworld-Konzern den Absatz  von Solarwafern und -zellen, -modulen und Bausätzen deutlich steigern. Im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres stieg er um 53 Prozent auf 357 Megawatt. Betrachtet man nur Module und Bausätze steigert sich der Absatz um rund 43 Prozent auf 333 Megawatt. Der Umsatz des Konzerns stieg im 1. Halbjahr 2014 um 13 Prozent auf 228 Millionen Euro. Damit liegt er niedriger als Solarworld erwartet hatte.
Das Unternehmen begründet dies unter anderem damit, dass Kunden vorrangig Hochleistungsmodule nachgefragt hätten, die Nachfrage nach Komplettsystemen aber unerwartet stark zurückging. Durch den starken Rückgang des deutschen Marktes, wo bisher die meisten Bausätze nachgefragt wurden, konnte der Konzern seine Absatzziele hier nach eigenen Angaben hier nicht erreichen. Die veränderte Nachfrage und Preisrückgänge auf den Solarmärkten hätten sich deutlich auf den Konzernumsatz ausgewirkt.
Erfolg im Ausland
Besonders das Auslandsgeschäft beschert Solarworld die positiven Zahlen im ersten Halbjahr. 81 Prozent des Umsatzes wurden im Ausland erzielt. Nach eigenen Angaben konnte das Unternehmen vor allem den USA, Großbritannien, Frankreich und Japan stark wachsen. Produkte der Marke Solarworld seien weltweit stark gefragt, erklärt Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender von Solarworld. „Allein im Juli haben wir mehr als 90 Megawatt verkauft und damit einen neuen Monatsrekord für unser Unternehmen aufgestellt.“ Daher wolle das Unternehmen kurzfristig an allen Produktionsstandorten in Deutschland und den USA bisher zum Teil ungenutzte Kapazitäten aktivieren und weiter investieren, um „im Einklang mit der Nachfrage konzernweit organisch zu wachsen“.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg sich im ersten Halbjahr 2014 auf 101 Millionen Euro. Darin seien allerdings einige Sondereffekte enthalten. Um diese Sondereffekte bereinigt stieg das EBITDA von minus 37 Millionen (H1 2013) auf plus 1 Million Euro (H1 2014). Das konzernweite Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg in der ersten Jahreshälfte auf 81 Millionen Euro. Um die Sondereffekte bereinigt betrug es minus 19 Millionen Euro.
Im Gesamtjahr 2014 geht Solarworld davon aus, dass das Absatzziel übertroffen wird. Das Umsatzziel werde aufgrund der geänderten Nachfrage und sinkenden Preisen wahrscheinlich nicht erreicht. Inklusive aller Sondereffekte erwartet das Unternehmen ein positives Jahresergebnis in dreistelliger Millionenhöhe. Im Jahr 2015 soll erneut ein positives operatives Ergebnis erzielt werden. (Mirco Sieg)

Umsatz von Phoenix Solar sinkt um 82,4 Prozent

14. August 2014 | Märkte und Trends, Topnews
Das Photovoltaik-Systemhaus Phoenix Solar verzeichnet im ersten Halbjahr 2014 einen Umsatzrückgang von 82,4 Prozent auf 12,1 Millionen Euro. Vor allem Verzögerungen bei Auftragseingängen in den USA sind laut Unternehmen dafür verantwortlich. Das Konzernergebnis (EBIT) hat sich leicht verbessert, auf minus 3,3 Millionen Euro.

Der Umsatz der Phonix Solar AG aus Sulzemoos sank im ersten Halbjahr 2014 auf 12,1 Millionen Euro. Dies ist ein Rückgang um 82,4 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug im ersten Halbjahr minus 3,3 Millionen Euro, eine Verbesserung um rund 15 Prozent.
86 Prozent des Umsatzes machte Phoenix Solar im ersten Halbjahr im Ausland, nur 14 Prozent in Deutschland. Den insgesamt starken Umsatzrückgang erklärt das Unternehmen vor allem mit „erheblichen Verzögerungen bei geplanten  Auftragseingängen in den USA“. Der Auftragsbestand besteht bei Phoenix Solar derzeit ausschließlich auf Auslandsaufträgen. Insgesamt sank der Bestand im Vergleich zum 30. Juni 2013 um 86,4 Prozent auf 17,1 Millionen Euro.
Für das Gesamtjahr 2014 geht das Unternehmen nicht mehr davon aus, die geplanten Ziele noch erreichen zu können. Die Basisprognose für 2014 wurde daher auf Umsatzerlöse zwischen 70 Millionen und 100 Millionen Euro gesenkt. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2013 rechnet Phoenix mit einem Umsatzrückgang von 35 bis 50 Prozent.
„Wir mussten im zweiten Quartal leider feststellen, dass wir einer ganzen Reihe von insbesondere externen Faktoren ausgesetzt waren, die wir kaum beeinflussen konnten und können. In Summe führten sie dazu, dass die erwarteten Aufträge ausblieben“, erklärt Bernd Köhler, Vorstandsvorsitzender der Phoenix Solar AG. „Auch wenn wir selbst mit diesen zeitlichen Verzögerungen sehr unzufrieden sind: Wir arbeiten intensiv daran, aus den unverändert vorhandenen, umfangreichen Pipelines mit mehreren 100 Megawatt an konkreten Projekten im restlichen Jahresverlauf die revidierte Prognose sicher zu erreichen.“
Vor einer Woche hatte Phoenix Solar bereits bekannt gegeben, den Geschäftsbereich Betriebsführung und -wartung (O&M-Geschäft) an die SMA Solar Technology AG zu verkaufen. Der Verkaufserlös sollte in die Schuldentilgung und Stärkung des operativen Kerngeschäfts von Phoenix Solar fließen. Die Transaktion solle aber erst vollzogen werden, sobald eine gewisse Mindestanzahl der Vertragskunden von Phoenix Solar der Übertragung der bestehenden O&M-Verträge auf SMA zugestimmt habe, hieß es dazu bei SMA. (Mirco Sieg)

Centrotherm steigert Umsatz, erwartet aber schwierigeres zweites Halbjahr

14. August 2014 | Märkte und Trends, Topnews
Die Centrotherm photovoltaics AG hat das eigene Umsatzziel im ersten Halbjahr 2014 mit 78,1 Millionen Euro erreicht. Der Konzernverlust wurde reduziert und die Liquidität verbessert. Trotzdem rechnet der Vorstand mit einem schwierigen zweiten Halbjahr.

Der Anbieter von Produktionsmitteln für die Photovoltaik-Industrie Centrotherm konnte den Umsatz im ersten Halbjahr 2014 im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2013 um rund 56,5 Prozent auf 78,1 Millionen Euro steigern. Laut Unternehmen resultiert knapp die Hälfte der Erlöse aus der Errichtung einer Polysiliziumfabrik in Katar. Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) betrug  im ersten Halbjahr 2014 minus 0,2 Millionen Euro, im Vorjahreszeitraum waren es noch minus 13,1 Millionen Euro.
Das Unternehmen hat nach eigener Einschätzung von einer Marktbelebung im Investitionsgüterbereich Ende des Jahres 2013 profitiert Der Auftragseingang hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Juni bis November 2013) mehr als verdreifacht und beläuft sich im ersten Halbjahr 2014 auf insgesamt 61,5 Millionen Euro. Über 90 Prozent der Aufträge entfielen auf das Segment Photovoltaik und Halbleiter.
Aufgrund der aktuellen Verschärfung der US-Anti-Dumpingzölle auf chinesische und taiwanesische Solarprodukte erwartet der Vorstand ein schwierigeres Marktumfeld für das zweite Halbjahr 2014. Es sei aber trotzdem noch ein Umsatz zwischen 150 Millionen und 200 Millionen Euro möglich. Dies sei davon abhängig, ob das Projekt in Katar weiterhin erfolgreich verläuft und sich die Auftragslage nicht weiter verschlechtert. Ein ausgeglichenes Konzernergebnis sei im Jahr 2014 noch zu erreichen. (Mirco Sieg)

Solarpark mit 4,2 Megawatt geht in der Nähe von Potsdam ans Netz

13. August 2014 | Märkte und Trends, Topnews
Der Solarpark entstand innerhalb von 2,5 Monaten auf dem Gelände einer ehemaligen Ziegelei. Der Ökostromanbieter Naturstrom soll den Park nun übernehmen.

Vergangene Woche hat das EPC-Unternehmen Bejulo aus Mainz einen Solarpark mit 4,2 Megawatt Leistung in Brück bei Potsdam in Betrieb genommen. Die Anlage auf dem Gelände einer ehemaligen Ziegelei wurde innerhalb von 2,5 Monaten errichtet. Dafür kamen rund 16.000 kristalline Solarmodule der Firma ZN Shine, Montagegestelle der Firma Schletter und vier Zentralwechselrichter der Firma SMA zum Einsatz.
Der Solarpark soll nun von einer Projektgesellschaft der Naturstrom AG übernommen und betrieben werden. Geplant ist auch, produzierende Unternehmen in direkter Nachbarschaft des Parks direkt mit dezentral erzeugtem Solarstrom zu versorgen. Bejulo betont, dass eine solche dezentrale Direktversorgung mit Solarstrom vor Ort noch relativ selten sei. Sie sei aber energiewirtschaftlich sinnvoll, weil so der Bedarf an zusätzlichen Übertragungsnetzen reduziert werde. (Mirco Sieg)

Jinko Solar baut 500-Megawatt-Park in China

13. August 2014 | Märkte und Trends, Topnews
Der chinesische Photovoltaik-Hersteller Jinko Solar hat eine Vereinbarung zur Entwicklung eines Solarparks mit 500 Megawatt Leistung mit der Stadt Lishui getroffen. Die Investitionssumme beträgt rund 608 Millionen Euro (5 Milliarden RMB).

Jinko Solar hat mit der chinesischen Stadt Lishui den Bau eines 500-Megawatt-Solarparks vereinbart. Die Bauzeit für den Solarpark, der im Industriegebiet der Stadt Lishui entstehen soll, wird sich laut Vereinbarung über fünf Jahre erstrecken. Mit dem Bau soll in der zweiten Jahreshälfte 2014 begonnen werden. Bis zum Ende des Jahres sollen dann bereits 50 Megawatt fertiggestellt sein. Nach Fertigstellung wird das Kraftwerk Jinko Solar zufolge 56 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren und jährlich 200.000 Tonnen Kohle, 7.200 Tonnen Stickoxide und 500.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid einsparen.
Mit der Unterzeichnung dieser Vereinbarung baue Jinko Solar seine Projektpipeline weiter aus, verbessere die Umwelt und trage zur Entwicklung der lokalen Wirtschaft bei, sagt Xiande Li, Vorsitzender von Jinko Solar. Chinas nationale Energiebehörde ermutige die lokalen Regierungen, Projekte dieser Art proaktiv zu initiieren und mit führenden Erneuerbare-Energien-Unternehmen umzusetzen. „Wir möchten durch die Zusammenarbeit bei diesem wichtigen Projekt mit gutem Beispiel vorangehen." (Mirco Sieg)

Wirsol Solar UK wird zu Conergy West Sussex und entwickelt Großprojekte

13. August 2014 | Märkte und Trends, Topnews
Conergy hat sich dazu entschlossen, das im Januar übernommene Unternehmen Wirsol Solar UK in Conergy West Sussex umzubenennen. Auch die unterschiedlichen Verantwortungsbereiche wurden nun festgelegt.

Ende Januar 2014 hatte der Photovoltaik-Entwickler Conergy das Unternehmen Wirsol Solar UK, eine britische Tochtergesellschaft der insolventen Wirsol Gruppe, übernommen. Nun wird Wirsol Solar UK umbenannt in Conergy West Sussex Ltd., um das Unternehmen weiter in die Struktur von Conergy zu integrieren. Der Managing Director von Conergy UK & Ireland Robert Goss übernimmt  auch die Führung von Conergy West Sussex.
Nach Angaben von Conergy wird sich Conergy West Sussex nun auf die Entwicklung von großen Freiflächen-Projekten, die Sicherung von Grundstücken und Baugenehmigung sowie Bau und Verkauf von Photovoltaikprojekten konzentrieren. Conergy UK & Ireland werde sich überwiegend um Finanzierung, EPC-Dienstleistungen sowie Betrieb und Wartung im Bereich Großanlagen kümmern. Beide Unternehmen würden unter anderem durch eine Bürgschaft über 60 Millionen US-Dollar der Deutschen Bank unterstützt. Tennenbaum Capital Partners finanziere zudem die Ausweitung des internationalen Projektgeschäfts um 400 Megawatt Photovoltaik-Leistung.
Beim Kauf von Wirsol sei es nicht nur um die Erweiterung der eigenen Projektpipeline gegangen, erklärt Robert Goss. Conergy habe auch Erfahrungen, Netzwerke und Reichweite erweitern wollen, um sich auf die Entwicklung des britischen Solarmarktes vorzubereiten. „Wirsol hat Stärken in der Projektentwicklung und bei großen Dachanlagen, die wir wollten, und es erweist sich schon jetzt als passend."
Conergy wird weiterhin beide Büros in Großbritannien halten, eines in Milton Keynes und eines in Pulborough, West Sussex, im Süden des Landes, wo die meisten Photovoltaik-Großprojekte entwickelt werden. (Mirco Sieg)

Renesola zurück in den schwarzen Zahlen

13. August 2014 | Märkte und Trends, Topnews
Der chinesische Modulhersteller Renesola hat vorläufige Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2014 veröffentlicht. Demnach betrug der Gewinn in diesem Quartal rund 800.000 US-Dollar. Der Modulabsatz konnte im Vergleich zum gleichen Quartal des Vorjahres um 15 Prozent gesteigert werden.

Im zweiten Quartal 2013 machte Renesola noch einen Verlust von rund 21 Millionen US-Dollar, auch im ersten Quartal 2014 sah es mit einem Verlust von 14,6 Millionen US-Dollar nicht gut aus. Im zweiten Quartal dieses Jahres erreichte das Unternehmen nun einen Gewinn von etwa 800.000 US-Dollar und ist damit knapp in den schwarzen Zahlen. Der Netto-Umsatz betrug im zweiten Quartal 2014 rund 377 Millionen US-Dollar, die Bruttomarge konnte auf 14,7 Prozent gesteigert werden.
„Wir sind stolz, im zweiten Quartal wieder schwarze Zahlen zu schreiben“, sagt Xianshou Li, Geschäftsführer von Renesola. Die Bruttomarge sei sogar besser als geplant. Die positive Entwicklung beruhe unter anderem auf einer erfolgreichen Senkung der Produktionskosten in China und im Ausland. So habe man im zweiten Quartal wettbewerbsfähige Bruttomargen erzielen können. Auch die eigene Polysilizium-Produktion und eine effizientere Prozessüberwachung hätten zu dem Erfolg beigetragen. (Mirco Sieg)

Donnerstag, 7. August 2014

EEG-Konto weiterhin mit Milliarden-Überschuss

06. August 2014 | Politik und Gesellschaft, Topnews
Das Plus ist im Juli etwas abgeschmolzen. Dennoch liegt der Überschuss des EEG-Kontos weiterhin bei mehr als einer Milliarde Euro. Die Grünen haben eine Anfrage an die Bundesregierung gestellt, was mit den zusätzlichen Einnahmen passieren soll.

Die Übertragungsnetzbetreiber haben den neuesten Stand des EEG-Kontos veröffentlicht. Demnach schmolz der Überschuss im Juli um 515 Millionen Euro. Der aktuelle Stand beträgt damit ein Plus von 1.063.327.552,78 Euro. Traditionell müssen die Übertragungsnetzbetreiber im Sommer durch die hohe Einspeisung aus den Photovoltaik-Anlagen mit etwas größeren Kosten rechnen. Im Gegensatz zum Vorjahr, als das EEG-Konto ganzjährig im Minus verharrte, können die Übertragungsnetzbetreiber in diesem Jahr seit Januar einen Überschuss verbuchen. Die Bundestagsfraktion der Grünen hat mittlerweile eine Anfrage an die Bundesregierung gestellt, was mit diesem Überschuss geschehen soll. Analog zum Vorjahr ist davon auszugehen, dass das Plus auf dem EEG-Konto im August und September noch etwas abschmelzen wird. Dies hängt aber auch von der Witterung ab. Insgesamt scheint es wahrscheinlich, dass auch am Jahresende noch ein satter Überschuss auf dem EEG-Konto zu verzeichnen sein wird.

Die EEG-Vermarktungsmengen gingen im Juli leicht zurück. Dabei wurde vor allem weniger Solarstrom vermarktet, wie aus einer weiteren Veröffentlichung der Übertragungsnetzbetreiber hervorgeht. Der durchschnittliche Vermarktungspreis stieg gegenüber dem Vormonat leicht an und lag bei 34,47 Euro pro Megawattstunde. (Sandra Enkhardt)

Platinum zieht sich komplett aus Wechselrichter-Geschäft zurück

06. August 2014 | Märkte und Trends, Topnews
Der insolvente Photovoltaik-Hersteller aus dem Allgäu will sich völlig neu positionieren. Aus dem Wechselrichter-Hersteller soll nun ein Dienstleister für Forschung und Entwicklung werden. Die Gewährleistungs- und Garantieansprüche für bereits verkaufte Photovoltaik-Wechselrichter übernimmt Diehl Controls.

Die insolvente Platinum GmbH wird sich vollständig neu aufstellen. Das Unternehmen habe das Insolvenzverfahren für eine Neuorientierung genutzt. Aus dem Wechselrichter-Hersteller werde nun ein Dienstleister für Forschung und Entwicklung, erklärte der Insolvenzverwalter Holger Leichtle von der Kanzlei Schultze & Braun. Die Neuausrichtung sei durch einen „Großauftrag eines namhaften Herstellers von Antriebstechnik“ ermöglicht worden. Dadurc sei Platinum für die kommenden zwei Jahr vollständig ausgelastet. Die 39 Arbeitsplätze im Bereich Forschung und Entwicklung blieben damit erhalten. Der Insolvenzverwalter schloss auch Neueinstellungen nicht aus. „Ein Großteil der Mitarbeiter hatte sich bei Platinum ohnehin schon immer auf Forschung und Entwicklung konzentriert. Daher ist es folgerichtig, daraus einen Ansatz zu entwickeln, mit dem Platinum gesichert wird“, erklärte Leichtle weiter.

Aus dem Markt für Photovoltaik-Wechselrichter werde sich das Unternehmen aus Wangen hingegen vollständig zurückziehen. Vertrieb, Service und Marketing würden eingestellt. 20 der 71 Mitarbeiter müssten daher auch das Unternehmen verlassen, teilte der Insolvenzverwalter mit. „Es freut mich, dass wir zahlreiche der von der Neuorientierung betroffenen Mitarbeiter bereits in andere Unternehmen weitervermitteln und so die Folgen der Insolvenz auch für diese Mitarbeiter möglichst gering halten konnten“, sagte er weiter. Die Abwicklung der Gewährleistungs- und Garantieansprüche für die bereits verkauften Photovoltaik-Wechselrichter übernehme der bisherige Hauptlieferant Diehl Controls. (Sandra Enkhardt)

SAG Solarstrom: Investorsuche soll in absehbarer Zeit beendet sein

06. August 2014 | Märkte und Trends, Topnews
Immerhin hat das insolvente Freiburger Unternehmen nun Käufer für seine letzten drei Photovoltaik-Projekte in Deutschland gefunden. Beim Investorenprozess sieht sich SAG Solarstrom auf einem sehr guten Weg. Die Interessenten sollen aus dem asiatischen, nordamerikanischen und europäischen Raum stammen.

Die SAG Solarstrom AG hat die letzten drei Photovoltaik-Projekte in Deutschland nun verkauft. Die Projekte mit einer Gesamtleistung von fünf Megawatt seien an private Investoren veräußert worden, teilte das insolvente Photovoltaik-Unternehmen aus Freiburg mit. Es handele sich um Anlagen in Daßlitz und Sondershausen. Damit fließe ein mittlerer einstelliger Millionenbetrag an das Unternehmen zurück. Bereits Ende Februar hatte SAG Solarstrom seinen größten Solarpark mit 10,1 Megawatt in Jüterbog aus seinem deutschen Portfolio verkaufen können. Nun seien auch die letzten Photovoltaik-Anlagen hierzulande an private Investoren gegangen, hieß es weiter.

„Ursprünglich waren wir davon ausgegangen, den Verkauf bis Ende Juni 2014 abschließen zu können“, sagte Vorstandschef Karl Kuhlmann. „Da wir jedoch wie bei vorangegangenen Projekten einen angemessenen Marktpreis erzielen wollten, hat der Prozess etwas länger gedauert. Nun ist es uns gelungen, den Verkauf aller deutschen Projekte erfolgreich abzuschließen und damit den erwarteten Mittelzufluss zu sichern“, so Kuhlmann weiter. In den kommenden Wochen würden weitere Mittelzuflüsse erwartet. So sucht SAG Solarstrom auch nach Käufern für seine Photovoltaik-Projekte in Italien und erwartet Rückflüsse aus einem Darlehen, wie es weiter hieß.

2013 kam es zur Insolvenz eines Komponentenlieferanten und einiger Subdienstleister, so dass sich die Abschlussarbeiten bei den Photovoltaik-Projekten verzögerten. In der Folge musste SAG Solarstrom zum Jahresende 2013 Insolvenz anmelden. Die verspäteten Zahlungszuflüsse beziffert das Photovoltaik-Unternehmen auf insgesamt rund 20 Millionen Euro.
Im Zuge des Insolvenzverfahrens sucht SAG Solarstrom nach einem strategischen Investor, der das Unternehmen im Kern erhält und mit allen Geschäftsbereichen weiterführt. Es gebe dafür bereits mehrere Interessenten. Es handele sich bei den strategischen Investoren um international tätige Unternehmen aus dem asiatischen, nordamerikanischen und europäischen Raum, teilte der Insolvenzverwalter Jörg Nerlich mit. „Deshalb hat auch die Due Diligence seitens der Investoren bislang mehr Zeit in Anspruch genommen als ursprünglich gedacht, da es hier für multinational tätige Unternehmen komplexe rechtliche und steuerliche Fragestellungen zu klären gilt“, sagte er. Nerlich rechnet aber in absehbarer Zeit mit einem Abschluss des Investorenprozesses. Den Gläubigern verspricht er eine „respektable Quote“ im Vergleich zu anderen Insolvenzverfahren. „Es ist allerdings weiterhin offen, wie die gesellschaftsrechtliche Abwicklung der Transaktion gestaltet werden wird und das wird beeinflussen, ob Aktionäre einen Mittelrückfluss auf ihr eingesetztes Kapital erhalten werden“, sagte Nerlich weiter. (Sandra Enkhardt)

Phoenix Solar verkauft O&M-Geschäft an SMA

06. August 2014 | Märkte und Trends, Topnews
Die beiden deutschen Photovoltaik-Unternehmen haben einen Asset Deal vereinbart, wonach SMA künftig die Betriebsführung und Wartung in Europa übernimmt. Zudem musste Phoenix Solar seine Prognose für das Gesamtjahr nach unten anpassen und geht nun von einem erheblichen Umsatzrückgang aus.

Die Phoenix Solar AG hat ihre Aktivitäten im Bereich Betriebsführung und -wartung (O&M-Geschäft) in Europa an die SMA Solar Technology AG verkauft. Beide Unternehmen hätten am Mittwoch einen entsprechenden Asset Deal abgeschlossen, teilte das Photovoltaik-Unternehmen aus Sulzemoos mit. Über die Vertragsdetail sei Vertraulichkeit vereinbart worden. Der Verkaufserlös solle in die Schuldentilgung und Stärkung des operativen Kerngeschäfts von Phoenix Solar fließen, hieß es weiter. Die O&M-Aktivitäten der Tochtergesellschaften in den USA und Asien seien von der Vereinbarung nicht betroffen. Sie sollen künftig ihre O&M-Geschäfte noch ausweiten, wie Phoenix Solar weiter mitteilte. Der Verkauf stehe noch unter einigen Vorbehalten, die aber voraussichtlich innerhalb der nächsten Wochen ausgeräumt würden. „Die Transaktion wird vollzogen, sobald eine gewisse Mindestanzahl der Vertragskunden von Phoenix Solar der Übertragung der bestehenden O&M-Verträge auf SMA zugestimmt haben“, hieß es dazu bei SMA. Der Verkauf sei bereits seit Ende 2013 geplant und vorbereitet worden.

Die Trennung vom in Ulm angesiedelten O&M-Geschäft begründete Phoenix Solar damit, dass das bayerische Photovoltaik-Unternehmen bereits zum Jahresanfang 2013 aus dem Projektgeschäft in Deutschland ausgestiegen sei. Dadurch sei es zu einem fehlenden Zuwachs beim O&M-Neugeschäft gekommen. Zudem habe es insgesamt eine rückläufige Entwicklung beim Bau größerer Photovoltaik-Kraftwerke bei den europäischen Tochtergesellschaften gegeben. Zudem seien keine Synergien mit den Geschäften in Asien oder den USA erreicht worden. "Wir haben uns die Entscheidung für die Trennung von dem am Standort Ulm angesiedelten O&M-Geschäft nicht leicht gemacht. Aber mit unserer strategischen Ausrichtung auf Asien und die USA war die Betreuung großer Solarparks in Europa nicht mehr gut zu vereinbaren“, erklärte Bernd Köhler, Vorstandschef von Phoenix Solar.

Bei SMA freut man sich hingegen über den Zuwachs. Der auf Photovoltaik-Wechselrichter spezialisierte Hersteller aus dem hessischen Niestetal kündigte an, dass er die Kundenverträge von Phoenix Solar in Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien sowie die Infrastruktur am Standort Ulm mitsamt der 18 Mitarbeiter übernehmen werde. „Die Übernahme von Betriebsführungs- und Wartungsdienstleistungen für Photovoltaikkraftwerke ist ein wichtiger Treiber unserer Wachstumsstrategie im Service. Nachdem wir dieses Geschäftsfeld bereits im vergangenen Jahr mit 200 MW erfolgreich in Nordamerika aufgebaut haben, erschließen wir durch den Erwerb des O&M-Geschäfts von Phoenix Solar den volumenstarken europäischen Markt für SMA“, erklärte SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon.

Phoenix Solar muss Prognose anpassen

Das bayerische Photovoltaik-Unternehmen musste in Anbetracht des Geschäftsverlaufs in den ersten sechs Monaten auch seine Prognose für 2014 nach unten korrigieren. In den USA sei es zu erheblichen Verzögerungen bei Auftragseingängen gekommen. Daher gehe Phoenix Solar davon aus, dass die geplanten Ziele nicht mehr erreicht würden. Für das Gesamtjahr senkte der Vorstand die Umsatzerwartung auf 70 bis 100 Millionen Euro. Dies wäre ein Rückgang um bis zu 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das EBIT-Ergebnis werde voraussichtlich bei 0 bis 3 Millionen Euro liegen, wobei darin die Erlöse aus dem Verkauf des O&M-Geschäfts enthalten seien. Zuvor hatte Phoenix Solar noch mit einer Umsatzsteigerung gegenüber 2013 gerechnet, bei einem leicht höheren EBIT-Ergebnis. (Sandra Enkhardt)

Wircon und SPI Solar gründen Joint Venture

06. August 2014 | Märkte und Trends, Topnews
Die beiden Unternehmen wollten gemeinsam große Photovoltaik-Projekte in Großbritannien umsetzen. Zunächst sollen Solarparks mit einer Gesamtleistung von 55 Megawatt realisiert werden.

Die Wircon GmbH und die SPI Solar aus Kalifornien haben ein Joint Venture gegründet, um in Großbritannien Photovoltaik-Projekte zu entwickeln. Es sei das Ziel etwa 55 Megawatt Photovoltaik-Leistung gemeinsam zu realisieren. Das Gemeinschaftsunternehmen solle die Solarparks dann auch besitzen und betreiben sowie an Investoren verkaufen, teilte der kalifornische Projektierer mit, der eine Tochterfirma von LDK Solar ist. Für SPI Solar sei das Joint Venture ein wichtiger Schritt beim Ausbau der globalen Präsenz durch strategische Partnerschaften mit starken Unternehmen vor Ort.

Wircon ist aus der insolventen Wirsol-Gruppe hervorgegangen und gehört weiter zu großen Teilen dem SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp. Wirsol war bereits vor der Insolvenz im Photovoltaik-Projektgeschäft in Großbritannien aktiv; verkaufte seine britische Tochter aber schließlich an Conergy. Großbritannien ist derzeit der Photovoltaik-Markt mit der größten Nachfrage in Europa. Im ersten Halbjahr sind Photovoltaik-Anlagen mit mehr als 1,1 Gigawatt zugebaut worden und damit sogar mehr als in Deutschland. Allerdings hat die britische Regierung angekündigt, die derzeitige Förderung für große Photovoltaik-Freiflächenanlagen ab fünf Megawatt zum 1. April 2015 auslaufen zu lassen. Wircon plant dennoch auch über dieses Datum hinaus in Großbritannien aktiv zu bleiben, wie es weiter hieß.
Genauere Details zum Joint Venture gaben die Unternehmen zunächst aber nicht bekannt. (Sandra Enkhardt)

Mittwoch, 6. August 2014

Solar-Fabrik produziert weiter Centrosolar-Modultypen in Wismar

05. August 2014 | Märkte und Trends, Topnews
Zum Monatsanfang hat der Freiburger Photovoltaik-Herstellung offiziell die Fertigung des insolventen Konkurrenten in Wismar übernommen. Die bekanntesten Solarmodule von Centrosolar der Baureihen "Professional" und "Vision" will Solar-Fabrik weiterhin produzieren.

Die Solar-Fabrik AG hat zum 1. August offiziell das ehemalige Werk 2 der insolventen Centrosolar AG in Wismar übernommen. Die neu gegründete 100-prozentige Tochtergesellschaft Solar-Fabrik Wismar GmbH werde am Standort die bereits zuvor produzierten Produkte weiter fertigen, kündigte der Photovoltaik-Hersteller mit Hauptsitz in Freiburg an. Auch künftig würden in Wismar die Module der Baureihen „Professional“ (Glas-Folien-Module) und „Vision“ (Glas-Glas-Module) von Centrosolar gefertigt. Sie ergänzten somit das bisherige Modulangebot der Solar-Fabrik. Beide Serien würden nun unter der Marke Solar-Fabrik vertrieben und seien ab sofort lieferbar, hieß es weiter.

Das Modulwerk in Wismar hat eine Produktionskapazität von jährlich 300 Megawatt. Die Entscheidung für die Übernahme gehe auch die anhaltend hohe Nachfrage nach Solarmodulen „made in Germany“ zurück, begründete der Freiburger Photovoltaik-Hersteller nochmals den Kauf. Die spezifische Situation in Wismar habe es zudem ermöglicht, einen laufenden Fertigungsbetrieb zu wettbewerbsfähigen Kosten zu übernehmen. Die Solar-Fabrik konzentriert sich mit ihren Solarmodulen vorwiegend auf die europäischen Photovoltaik-Märkte. (Sandra Enkhardt)

Neue Gebührenordnung für Industrieprivilegien bei EEG-Umlage in Kraft

05. August 2014 | Politik und Gesellschaft, Topnews, Hintergrund
Im Zuge der Änderungen bei den Industrieprivilegien ist auch die Anpassung der Gebührenordnung nun vollzogen worden. Der Verwaltungsaufwand steigt um knapp sechs Millionen Euro auf 12,75 Millionen Euro.

Die Erste Verordnung zur Änderung der Besondere-Ausgleichsregelung-Gebührenordnung (BAGebV) ist am Dienstag in Kraft getreten. Dies teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Im Zuge der EEG-Novelle war mit der EU-Kommission eine Neuordnung der Industrieprivilegien bei der EEG-Umlage ausgehandelt worden. Dies machten anschließend auch die Anpassung der Gebührenordnung notwendig, da es einen erhöhten administrativen Auswand bei der Genehmigungsbehörde gebe. Die Anträge für den privilegierten Letztverbrauch werden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bearbeitet. Die neuen Kriterien erforderten eine „detailliertere Prüfung insbesondere der Zuordnung der Unternehmen zu bestimmten strom- und handelsintensiven Branchen sowie deren Bruttowertschöpfung“, heißt es beim Ministerium. Der Verwaltungsaufwand werde daher von bislang rund sieben auf 12,75 Millionen Euro steigen.

2013 war die Finanzierung so umgestellt worden, dass die Bearbeitung der Anträge vollständig über die Gebühren für die Antragsteller finanziert wird. Die Kosten sollen auch weiterhin von den begünstigten Industrieunternehmen und den Schienenbahnen getragen. „ Dabei gilt weiterhin der Grundsatz, dass die Antragsteller den größten Beitrag zur Deckung der Kosten zu leisten haben, die am stärksten von der Begrenzung der EEG-Umlage profitieren. Im Vergleich zur geltenden Gebührenverordnung werden die Sätze jedoch differenzierter ausgestaltet und so dem Umstand Rechnung getragen, dass der Verwaltungsaufwand für die Begünstigung der stromintensiven Industrie stärker angestiegen ist als im Bereich der Schienenbahnen“, teilte das Wirtschaftsministerium zu der Änderung mit.

Angesichts des laufenden Beihilfeverfahrens gegen die Industrieprivilegien bei der EEG-Umlage durch die EU-Kommission hatte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) eine einvernehmliche Lösung mit Brüssel gesucht. Die Neuregelungen im EEG sind an die Umwelt- und Energiebeihilferichtlinien der EU-Kommission angepasst. Experten gehen aber davon aus, dass sich das Entlastungsvolumen für die Industrie auch im kommenden Jahr wieder bei etwa fünf Milliarden Euro bewegen wird. (Sandra Enkhardt)

Milchindustrie will gegen EU-Beihilfeleitlinien klagen

05. August 2014 | Politik und Gesellschaft, Topnews
Molkereien stehen zunehmend im internationalen Wettbewerb. Nach den neuen Beihilferechtlinien der EU-Kommission kann die Milchindustrie aber nicht auf Entlastungen bei den EEG-Umlagezahlungen hoffen. Daher bereiten nun der MIV und der DRV eine Nichtigkeitsklage gegen die Leitlinien der EU-Kommission vor.

Der Milchindustrie-Verband (MIV) und der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) wollen eine Klage gegen die von der EU-Kommission beschlossenen Leitlinien für Energie- und Umweltbeihilfen eingereichen. Die Verbände befürchten nach eigenen Angaben, dass die EEG-Novelle die seit August in Kraft ist, bei unveränderten EU-Leitlinien unverhältnismäßige Zusatzkosten für energie- und handelsintensive Molkereien verursacht. In den Beihilfeleitlinien sind die Möglichkeiten für Kostenentlastungen von Branchen und Unternehmen bei der Förderung erneuerbarer Energien vorgsehen. Die Eingruppierung erfolge dabei in Abhängigkeit von der Handels- und Stromkostenintensität.

Die Milchindustrie ist nach Auffassung von MIV und DRV ungünstiger eingestuft, als es der Realität entspricht. Mit der nun geltenden EEG-Novelle, die sich an die Vorgaben der EU-Kommission bei den Industrieprivilegien für die EEG-Umlage hält, kämen erhebliche Zusatzbelastungen auf die Milchindustrie zu. Die angemahnte Korrektur der Leitlinien durch die EU-Kommission sei bislang ausgeblieben, begründen MIV und DRV nun ihre Nichtigkeitsklage gegen die Leitlinien vor dem Europäischen Gericht erster Instanz (EuG).
Im Interesse der Mitgliedsunternehmen solle mit der Klage erreicht werden, die Rechtmäßigkeit der Zuordnung zu überprüfen und deren Rechte bestmöglich zu gewahren. Die Verbände verweisen auf den wachsenden internationalen Wettbewerb innerhalb der Branche. "Nach unserer festen Überzeugung müssen deshalb insbesondere die energie- und handelsintensiven Unternehmen der Molkereiwirtschaft in den Katalog der entlastungsberechtigten Branchen aufgenommen werden", so DRV-Generalsekretär Henning Ehlers und MIV-Hauptgeschäftsführer Eckhard Heuser. (Sandra Enkhardt)


Deutsches Stromnetz reicht weiter als bis zum Mond

05. August 2014 | Speicher und Netze, Topnews
Es wird viel über den Netzausbau im Zuge der Energiewende diskutiert. Gern vergessen wird dabei, dass Deutschland bereits über ein gut ausgebautes System von Stromleitungen verfügt und die Gefahr von Stromausfällen im internationalen Vergleich doch sehr gering ist.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat interessante Fakten zum deutschen Stromnetz veröffentlicht. Es verfüge derzeit über eine Länge von 1,8 Millionen Kilometern, so die Berechnungen des Verbands. Dies entspreche der 4,5-fachen Entfernung von der Erde zum Mond oder es ließe sich 45-mal um die Erde spannen. Der längste Teil der Stromnetze entfällt mit 1,17 Millionen Kilometern auf die Niederspannungsebene, wie der BDEW ermittelt hat. In den regionalen Verteilnetzen komme die Mittelspannungsebene auf eine Länge von 514.000 Kilometer und die Hochspannungsebene auf 79.700 Kilometer. Die überregionalen Höchstspannungsnetze seien in Deutschland etwa 35.200 Kilometer lang. In seiner aktuellen Statistik hat der BDEW auch ermittelt, dass der größte Teil der Stromleitungen - konkret 1,45 Millionen Kilometer - unter der Erde liegen. Dies sei ein Anteil von 81 Prozent am Gesamtnetz.

Im Zuge des Ausbaus der erneuerbaren Energien wird auch gern über den notwendigen weiteren Netzausbau gestritten. Der BDEW und die Deutsche Energie-Agentur (dena) weisen gern auf das Fehlen von Leitungen hin und fordern mehr Anreize zum weiteren Netzausbau. So auch diesmal. "Neben den bekannten Herausforderungen bei den Übertragungsnetzen haben wir seit Jahren einen Investitionsstau auf der Verteilnetzebene", erklärt BDEW-Hauptgeschäftsführerin Hildegard Müller. Die Verteilnetze hätten angesichts der vermehrten Einspeisung aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen eine besondere Bedeutung. „Die Investitionssituation für die Verteilnetze ist sehr schwierig. Die jetzigen Bedingungen führen zu unnötigen Verzögerungen beim dringend notwendigen Netzausbau. Daher muss zum Beispiel die Anreizregulierung weiterentwickelt werden“, so Müller weiter. (Sandra Enkhardt)