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Freitag, 28. August 2015

Eon Solar baut weiteren 20-Megawatt-Solarpark in Kalifornien

27. August 2015 | Märkte und Trends, Topnews
Die US-amerikanische Tochter von Eon hat mit dem Bau eines zweiten Megawatt-Projekts in den USA begonnen. Auch darüber hinaus will das Unternehmen seine Aktivitäten in den USA weiter ausbauen.

Eon Solar, eine Tochtergesellschaft von Eon SE, gab am Mittwoch bekannt, mit dem Bau eines weiteren Solarkraftwerks mit einer Nennleistung von 20 Megawatt begonnen zu haben. Der Park mit dem Namen Maricopa West wird im südkalifornischen Kern County errichtet. Im Solarpark werden rund 89.000 Solarmodule einachsig der Sonne nachgeführt. Das Baugrundstück hatte Eon zuvor von der Firma Maricopa Orchards erworben. Noch in diesem Jahr soll der Park fertiggestellt werden.
"Der Baubeginn des Projekts Maricopa West ist das Ergebnis einer gemeinsamen Vision und harter Arbeit des Teams von Eon Solar", sagt Steve Trenholm, CEO von Eon Solar. Das Projekt werde während der Bauzeit rund 160 Arbeitsplätze schaffen und die lokale Wirtschaft stärken. Insgesamt hätten die bisher gebauten Solarparks von Eon in Kalifornien und Arizona mehr als 400 Arbeiter beschäftigt.
Erst Ende Juli meldete Eon Solar Fertigstellung und Verkauf eines 20-Megawatt-Parks in Kalifornien. Für den dort erzeugten Solarstrom wurde eine Stromabnahmevertrag (PPA) unterzeichnet. „Eon Solar ist dabei, seine Entwicklungspipeline im ganzen Land mit flexiblen Geschäftsmodellen schnell auszubauen und arbeitet dabei mit Energieversorgern und anderen Projektauftraggebern zusammen oder errichtet Turnkey-Anlagen“, erklärte Trenholm im vergangen Monat. (Mirco Sieg)

Tirol will 20 Prozent Photovoltaik im Netz und fördert Batteriespeicher

27. August 2015 | Märkte und Trends, Topnews
Bis zum Jahr 2050 will Tirol den eigenen Strombedarf weitgehend mit selbst erzeugter erneuerbarer Energie decken. Der Anteil der Solarenergie soll daher von bisher ein Prozent auf künftig 20 Prozent steigen. Der solare Eigenverbrauch soll dabei durch die Förderung von Batteriespeichern angekurbelt werden.

Bisher wird nur rund ein Prozent des Tiroler Stroms durch Photovoltaik erzeugt, bis zum Jahr 2050 sollen es rund 20 Prozent werden. Das entspricht einer Steigerung der solaren Stromerzeugung von derzeit 80 Gigawattstunden auf zwei Terrawattstunden pro Jahr. Um den Solarstromanteil zu steigern, setzt die Regierung vor allem auf die Belegung geeigneter Dachflächen. 60 Prozent der Gebäudeflächen sind für die Energiegewinnung aus der Sonne geeignet. Zu diesem Schluss kommt das Projekt „Solar Tirol“. Bis 2050 soll rund ein Viertel dieser Fläche genutzt werden, was rund 12,5 Quadratkilometern entspricht.
Speicherförderung für mehr Eigenverbrauch
Beim Zubau der Photovoltaik in Tirol steht vor allem der Eigenverbrauch von Haushalten im Fokus. „Dort wo Strom aus der Sonnenenergie produziert wird, soll er auch verbraucht werden“, so die Regierung in einer Mitteilung. Durch Photovoltaikanlagen selbst produzierter Strom sei längerfristig billiger als Strom aus der Steckdose. In den Regionen Tirols mit hohem Solarpotential sollen daher Investitionen in Photovoltaik-Speicher mit bis zu 70 Prozent gefördert werden. Zu den förderfähigen Gebieten zählen bisher die Region Oberes und Oberstes Gericht im Bezirk Landeck und die Naturparkregion Lechtal. Ob die Speicherung von Solarstrom auch in anderen Regionen gefördert werden kann, wird derzeit geprüft. (Mirco Sieg)

VDMA übernimmt Koordination von Photovoltaik-Roadmap

27. August 2015 | Forschung und Entwicklung, Topnews
Die International Technology Roadmap for Photovoltaic (ITRPV) beschäftigt sich mit Kostensenkungspotentialen entlang der Wertschöpfungskette für kristalline Solarmodule. Der VDMA übernimmt nun die Koordination vom Verband der Halbleiterindustrie SEMI.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) übernimmt die Koordination der International Technology Roadmap for Photovoltaic (ITRPV) vom Verband der Halbleiterindustrie SEMI. Die ITRPV sei eine äußerst erfolgreiche Industrieplattform der Solarindustrie zu der internationale Zell- und Modulproduzenten, führende Forschungseinrichtungen, sowie Maschinenbauer und Materialhersteller beitragen, so der VDMA. Die Roadmap habe sich als technologischer Leitfaden für die Produktion kristalliner Photovoltaik etabliert. Sie definiert kurz- und mittelfristige technologische Herausforderungen in der Produktion und entwickelt passende Lösungsansätze.
"Wir haben bereits in den vergangen Jahren die Roadmapping-Aktivitäten von SEMI unterstützt und können auf eine hervorragende Grundlage aufbauen", sagt Florian Wessendorf, Geschäftsführer VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel. Die ITRPV identifiziert Kostensenkungspotentiale entlang der kristallinen Wertschöpfungskette. Billigere Materialien, innovative Produktionsprozesse und neue Hochleistungszellkonzepte seien wesentliche Schritte zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Photovoltaik-Industrie, meint der VDMA. (Mirco Sieg)

Q-Cells-Gläubiger erhalten weitere Abschlagszahlung

27. August 2015 | Märkte und Trends, Topnews
Die endgültige Insolvenzquote für die Gläubiger des Photovoltaik-Unternehmens könnte nach derzeitigen Erwartungen über 25 Prozent liegen. Auf einer Gläubigerversammlung präsentierte der Insolvenzverwalter Henning Schorisch nun seine Schlussrechnung bis Ende 2014.

Im Insolvenzverfahren der Global PVQ SE – ehemals Q-Cells SE – fand am Donnerstag der Schlusstermin statt. Der Insolvenzverwalter Henning Schorisch erläuterte dabei die Schlussrechnung bis zum 31.12.2014, wie es hieß. Auf dieser Basis werde in den kommenden Monaten die Schlussverteilung erfolgen. Nach einer ersten Abschlagszahlung von 56,7 Millionen Euro im November 2013 können die Insolvenzgläubiger nun mit einer weiteren Ausschüttung in Höhe von rund 160 Millionen Euro rechnen. „Insolvenzgläubiger, die bisher keine Abschlagszahlung erhalten haben, erhalten im Rahmen der Schlussverteilung vorab einen entsprechenden Betrag, der sie mit den übrigen Insolvenzgläubigern gleichstellt“, teilte der Insolvenzverwalter nun mit. Er wolle auch noch ausstehende Vermögensgegenstände verwerten, deren Erlös dann an die Gläubiger verteilt werde. Nach den gegenwärtigen Erkenntnissen könnten die Gläubiger mit einer Insolvenzquote von mindestens 25 Prozent rechnen.

Gegenwärtig liefen noch Gerichtsverfahren zu Organhaftungs- und Anfechtungsansprüchen sowie wegen der Berücksichtigung von Insolvenzforderungen bei der Verteilung. Diese können bei entsprechendem Ausgang zu einer Erhöhung der Aktiva um bis zu 150 Millionen Euro und zu einer Minderung der Passivseite um bis zu 175 Millionen Euro führen. In der Folge würde sich die Insolvenzquote weiter erhöhen. In der Schlussrechnung zu Ende 2014 des Insolvenzverwalters belaufen sich die Gesamtaktiva auf rund 320 Millionen Euro, wie es weiter hieß. Auf der Passivseite stünden Insolvenzforderungen von 1764 Millionen Euro, wobei wegen Doppelanmeldungen von einer Reduktion um mindestens 433 Millionen Euro auszugehen sei. Die Masseverbindlichkeiten hätten sich zum Stichtag auf 54 Millionen Euro belaufen. Diese Zahlen seien vorläufig und bildeten lediglich einen Zwischenstand ab, so der Insolvenzverwalter. Die Höhe der endgültigen Insolvenzquote sei von verschiedenen Faktoren abhängig, die erst nach dem Bilanzstichtag feststünden. (Sandra Enkhardt)

Solland Solar meldet Insolvenz an

27. August 2015 | Märkte und Trends, Topnews
Der holländische Photovoltaik-Hersteller ist nach verschiedenen Medienberichten zahlungsunfähig. Dabei hatte Solland Solar erst im Juli einen Liefervertrag mit Trina Solar geschlossen.

Bereits seit ein paar Wochen gibt es in niederländischen Medien Berichte über eine bevorstehende Insolvenz von Solland Solar. Der Photovoltaik-Hersteller ist eine Tochter der Pufin Power Group mit Sitz in Maastricht. Vergangenene Woche nun hat das Gericht in Limburg Dominique Roomberg als Verwalter bestellt, der bei der Restrukturierung der Schuldverschreibungen unterstützend tätig sein soll. Das Gericht reagierte damit auf einen Antrag der Gewerkschaft, die diesen stellvertretend für die 80 Beschäftigten von Solland Solar stellte. Der Ausfall von Zahlungen zu vereinbarten Zeitpunkten würde demnach in einem Insolvenzantrag münden. Dies scheint nun genau passiert zu sein.

Im Juli 2015 hatte das niederländische „Solar-Magazin“ berichtet, dass es unter den Mitarbeitern von Solland Solar, die seit mehreren Wochen keinen Lohn erhalten hätten, die Angst vor einer Insolvenz umgehe. Solland Solar war 2011 und 2013 von verschiedenen Investoren gekauft worden. Die Zell- und Modulfertigung in Heerlen übernahm die Pufin Power Group. Im Juni 2013 schlossen Pufin und Eurener schließlich eine Partnerschaft für eine 100-prozentige europäische Modulproduktion.

Mit dem Ausbau der eigenen Kapazitäten wollte Solland Solar eigentlich von der derzeit geltenden Anti-Dumpingpolitik in der EU und den USA gegenüber der chinesischen Konkurrenz profitieren. Erst im Juli kündigte die Pufin Power Group an, an Trina Solar polykristalline Solarzellen mit mehr als 200 Megawatt aus der niederländischen Fertigung liefern zu wollen. Der Liefervertrag hatte zunächst eine Laufzeit bis Juli 2016 mit der Option für eine Verlängerung. Zudem wollte die Pufin Group unter der Marke Solland Solar im September die Zellfertigung im italienischen Meran im September starten. Diese Fabrik war zuvor von MEMC/Sunedison übernommen worden, die in dem Werk Polysilizium produzierten.
Nachfragen von pv magazine bei Solland Solar und Trina Solar blieben zunächst unbeantwortet. (Shamsiah Ali-Oettinger, übersetzt von Sandra Enkhardt)

Großbritannien plant drastische Einschnitte bei der Solarförderung ab 2016

27. August 2015 | Politik und Gesellschaft, Topnews
Das Ministerium für Energie und Klimawandel will künftig Photovoltaik-Einspeisetarife vierteljährlich kürzen. Der britische Solarverband STA nennt den nun veröffentlichten Bericht "alarmierend".

Das britische Ministerium für Energie und Klimawandel (DECC) hat am Donnerstag die Ergebnisse seiner Überprüfung der Photovoltaik-Einspeisetarife veröffentlicht. In einem Vorschlag empfiehlt es nun die Kürzung der Solarförderung um bis zu 90 Prozent. Die Senkung soll nach den Plänen zum 1. Januar 2016 erfolgen und alle Photovoltaik-Einspeisetarife betreffen. Außerdem solle es ab dann auch jedes Quartal eine weitere Degression der Solarförderung geben. Bei diesem beschleunigten Tempo der Absenkung könnten einige der Einspeisetarife bereits Anfang 2019 komplett enden.

Das DECC hat folgende neue Einspeisetarife vorgeschlagen:
  • 0 -10 Kilowatt: 1.63 Pence pro Kilowattstunde (kWh) ( derzeit 12.47p/kWh für Anlagen bis 4 Kilowatt)
  • 10-50 Kilowatt: 3.69p/kWh (derzeit 11.30p/kWh für 4-50 Kilowatt)
  • 50-250 Kilowatt: 2.64p/kWh (derzeit 9.63p/kWh (50-150 Kilowatt) und 9.21p/kWh (150-250k Kilowatt)
  • 250-1,000 Kilowatt: 2.28p/kWh (derzeit 5.94p/kWh 250 Kilowatt -5 Megawatt)
  • mehr als 1,000 Kilowatt: 1.03p/kWh (derzeit 5.94p/kWh)
(Aktueller Wechselkurs 1 Pfund = 1,37 Euro)

Mit diesen neuen Tarifen will das Ministerium nach ihrem Bericht „ausreichend Anreize für die Entwicklung von gut gelegenen Projekten anbieten, die eine angemessene Rendite in den aktuellen Marktkonditionen bietet“. In der Bewertung schlägt das DECC auch vor, den Degressionsmechanismus zu ändern. Unabhängig davon, ob die Installationszahlen erreicht würden, solle es jedes Quartal eine Absenkung der Solarförderung geben. Allerdings werde auch eine zubauabhängige Degression in Betracht gezogen, die zu einer zusätzlichen Absenkung um zehn Prozent führen könnte.

In seiner Folgenabschätzung fasst das Ministerium seine Gründe für die Eingriffe bei der Solarförderung zusammen und beruft sich dabei vor allem auf „finanziellen Druck“ durch den großen Erfolg beim Photovoltaik-Ausbau. Nach Aussage des DECC gibt es aber nicht die Optionen, nichts zu tun oder die Einspeisetarife vollständig abzuschaffen. Die Vorschläge sollten dazu diesen, rund sechs Gigawatt von der zusätzlichen Photovoltaik-Kapazität die bis 2020/21 in Großbritannien erwartet werde abzuschneiden.

Die britische Solar Trade Association (STA) nannte die Vorschläge „alarmiernd“. Es sei die dritte schädliche Ankündigung in diesem Sommer, mit der versucht werde, die britische Solarindustrie zu unterminieren. „Die Vorschläge, die die Regierung heute vorgelegt hat und die nun in die Phase der Konsultationen gehen, wäre enorm schädlich für die britische Solarindustrie. Wir werden nun in Rücksprache mit unseren Mitgliedsunternehmen schnell reagieren“, sagte Mike Landy, Leiter Politik bei STA. „Wir werden eine ausführliche Antwort in Kürze zur Verfügung stellen, sobald wir die Vorschläge genauer betrachtet haben. Jedoch bedauern wird, dass die Vorschläge mit den plötzlichen Tarifeinschnitten kombiniert mit der Gefahr, das Programm im nächsten Januar zu beenden, einen massiven Marktrausch auslösen wird. Dies ist das Gegenteil einer sinnvollen Politik, um ein besseres Preis-Leistungsverhältnis unter Wahrung der britischen Solarindustrie zu erreichen.“

Erst vor wenigen Tagen hatte sich eine Allianz aus führenden Unternehmen und Organisation in einem Brief an den britischen Premierminister David Cameron gefordert hatten, keine drastischen Kürzungen der Photovoltaik-Einspeisetarife vorzunehmen. Vor einigen Wochen kündigte das DECC bereits an, die für Großanlagen bis fünf Megawatt geltende ROC-Regelung vorzeitig zum 1. April zu beenden. Die Konsultationen der derzeitigen Vorschläge sollen bis zum 23. Oktober laufen. (Ian Clover, übersetzt und bearbeitet von Sandra Enkhardt)

Donnerstag, 27. August 2015

Solarstromspeicher: Für Privathaushalte hat die (sparsame) Zukunft bereits begonnen

26. August 2015 | von: Conergy Deutschland GmbH Die Marktreife moderner Energiespeicher in Verbindung mit Photovoltaik hat in der jüngsten Vergangenheit rasant an Fahrt aufgenommen. Gewinner dieser Entwicklung sind die Endverbraucher: sie können aus einer Fülle leistungsfähiger Angebote auswählen, attraktive Förderprogramme nutzen und so bares Geld sparen.

Die Energiewende ist in vollem Gange. Die Zahl der installierten Photovoltaikanlagen steigt immer weiter und mit ihr auch die Anzahl der Solarstromspeicher. Für diese prognostizieren Forscher einen Preisverfall von bis zu 20 Prozent pro Jahr1. Einen äußerst positiven Einfluss auf den  steigenden Erfolg im privaten Segment hat das Förderprogramm „Erneuerbare Energien – Speicher“. Mit diesem unterstützen die KfW und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Neuinstallation von stationären Batteriespeichersystemen in Kombination mit Photovoltaik-Anlagen, deren installierte Leistung 30 kWp jedoch nicht überschreiten darf. Das Angebot richtet sich somit an die Betreiber privater oder kleinerer betrieblicher Anlagen2.

Hoher Profit für Privathaushalte

Seit Bestehen des Programms im Mai 2013 gewährte die KfW in den ersten zwei Jahren mehr als 10.000 Kreditanträge mit einem Gesamtvolumen von rund 163 Millionen Euro3, und auch in diesem Jahr wurden bereits 2.400 Kreditzusagen in Höhe von über 36 Millionen Euro getätigt4. Insgesamt wurden allein im Zeitraum Mai 2013 bis März 2015 über 17.000 dezentrale Solarstrom-Speicher in Deutschland angeschlossen1.

Für Familien, die im Besitz eines eigenen Daches sind, bieten Solaranlagen mit Speichern ein enormes Einsparpotenzial. So rechnet eine 4-köpfige Familie durchschnittlich mit einem Stromverbrauch von 5.000 kWh/Jahr, die Stromkosten betragen zirka 28 Cent/kWh. Nutzt diese Familie nun eine Solaranlage (mit 7,02 kWp Leistung) in Kombination mit einem Solarstromspeicher (mit einer nutzbaren Speicherkapazität von 5 kWh), kann sie sich bis zu 64 Prozent unabhängig von ihrem konventionellen Energieversorger machen, da sie weniger Strom aus dem Netz beziehen muss. Über einen Zeitraum von 20 Jahren ergibt sich eine Ersparnis von gut 12.500 Euro. Die Branche erwartet in den kommenden Jahren zudem einen hohen Kostendruck bei Lithium-Ionen Batterien und damit weitere Preissenkungen bei den kleinen Hausspeichern. Die Geräte kosten heute bereits 26 Prozent weniger als noch vor einem Jahr5.

Der mobile Speicher in der Garage

Nicht nur KfW-Programme und das Einsparpotenzial für Privathaushalte fördern das allgemeine Interesse an Speichersystemen. Hilfreich für die gesamte Branche ist beispielsweise auch die Aufmerksamkeit, die der amerikanische Anbieter Tesla jüngst mit seiner Ankündigung eines Solarspeichers auf sich zog. Aufgrund objektiver Faktoren ist dies kaum zu begründen. Denn weder existiert der Tesla Speicher bisher physisch, noch ist er der erste oder beste seiner Art. So erklärte das Unternehmen kurzerhand, alle bisher verfügbaren Speicher würden „nichts taugen“ und ihr eigener sei „das letzte fehlende Teil, um den Übergang in eine Welt der erneuerbaren Energien zu schaffen“. Zitate wie diese und die durch sie ausgelösten kontroversen Diskussionen verschaffen dem Speichermarkt einen Popularitäts- und Absatzschub.

Die Initiative von Tesla, nach dem Automobil- nun auch den Speichermarkt revolutionieren zu wollen, liegt nahe. Der Speicher eines Elektrofahrzeugs kann durchaus einen Beitrag zu dem Energiekonzept eines Einfamilienhauses mit Solaranlage leisten. So können Elektrofahrzeuge Energie aufnehmen und wieder abgeben, wenn sie an ein intelligentes Heim-Stromnetz angeschlossen sind, und so die Funktion eines mobilen und stationären Heimspeichers übernehmen. In Häusern mit Photovoltaik-Anlagen könnte so der im Fahrzeug gespeicherte Solarstrom wieder ins Haus-Stromnetz zurückgeführt werden. So bleibt denn Tesla auch nicht die einzige Automarke, die ihre Fahrzeug-Speicher nun im Heimumfeld nutzbar machen will. Auch die Deutsche ACCUmotive, eine Daimler-Tochter, und SOLARWATT, ein Unternehmen von BMW Eigner Stefan Quandt, kündigten ihren Eintritt in den PV-Speichermarkt an.

Während die Automobil-Branche öffentlichkeitswirksam ihre Pläne propagiert, vertreiben Solarbetriebe schon seit einiger Zeit, mit weniger Tamtam, PV-Anlagen mit Speichersystemen. Für die steigende Nachfrage im Endkundenmarkt bietet Conergy seinen Partnerunternehmen und Installateuren vorkonfektionierte „ready to use“-Lösungen an. Die aus hochwertigen Komponenten bestehenden PV-Pakete mit Speicher sind von 5,5 kWp bis 9,4 kWp erhältlich und sind für positive Überraschungen gut – auf dem Strombeleg und dem Bankkonto ihrer Besitzer.

Die gewerbliche Nutzung steckt noch in den Kinderschuhen

Im Vergleich zur privaten Nutzung hinkt die gewerbliche noch  ein wenig hinterher. Noch. Denn besonders energieintensive Produktionsbetriebe prüfen heute mehr denn je, wie sie sich energieeffizienter aufstellen und ihre Stromkosten senken können. Der Einsatz einer Solaranlage zur Eigenversorgung mit selbst produziertem Solarstrom liegt auf der Hand. Mittelständische Unternehmen zahlen heute durchschnittlich 15 bis 19 Cent pro Kilowattstunde, die Gestehungskosten von Strom aus einer Solaranlage liegen dagegen nur bei zirka 13 Cent. Der selbst produzierte Solarstrom nutzt den Unternehmen jedoch nur, wenn sie ihn sofort selbst verbrauchen können. Photovoltaikanlagen im Gewerbebereich werden daher so dimensioniert, dass die Solarstromerzeugung möglichst optimal zum Tagesverbrauch des Betriebes passt. Gewerbliche Speicherlösungen  wären zwar verfügbar und könnten den Eigenverbrauch zusätzlich erhöhen, sind aber aufgrund ihres hohen Preises noch nicht wirtschaftlich einsetzbar. Unternehmen behelfen sich indes mit alternativen Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz, etwa durch Lastverschiebung.

Brasil: 341 proyectos concurren en licitación solar

26/08/15 | Noticias principales, Brasil, Desarrollo de mercado
En la imagen, la central solar Taua en Brasil
Foto: MPX, Grupo EBX
Los proyectos autorizados para participar en el certamen que se celebra el viernes 28 de agosto suman cerca de 11,3 GW de potencia.

El organismo Empresa de Pesquisa Energética (EPE) ha autorizado 341 proyectos para su participación en una licitación de reserva exclusiva para la fuente fotovoltaica que se celebra el próximo viernes 28 de agosto en Brasil, según informó en un comunicado. Los proyectos tienen en conjunto una potencia cercana a los 11,3 gigavatios. Ello supone que aproximadamente el 90 por ciento de los 382 proyectos inscritos inicialmente para el certamen han sido autorizados.

Bahia es el estado brasileño en el que están localizados más proyectos autorizados, con 125 proyectos que suman 3.998 megavatios. En Piauí están ubicados 61 proyectos autorizados cuya potencia en conjunto se sitúa en 2.077 megavatios. En Pernambuco, Rio Grande do Norte y Sao Paulo están localizados proyectos autorizados que suman más de un gigavatio en cada uno de los estados.

"El gran número de proyectos habilitados permite prever una fuerte competición en la licitación, lo que va a beneficiar al consumidor", afirmó el presidente de EPE Mauricio Tolmasquim.

Esta licitación de reserva es el primer certamen en el que participa la fuente fotovoltaica este año en Brasil. El precio máximo marcado para esta licitación se sitúa en 349 reales brasileños (96,3 dólares estadounidenses) el megavatio hora. Los proyectos que resulten adjudicados deberán entrar en servicio en 2017.

El año pasado, se adjudicaron en Brasil cerca de un gigavatio en proyectos fotovoltaicos en la primera licitación nacional con una categoría para la fuente fotovoltaica. Este año, además, se celebra en noviembre otra licitación de reserva en la que pueden participar proyectos fotovoltaicos. (Redacción)

Speicherförderung: Bereits mehr als 12.000 Photovoltaik-Batteriespeicher installiert

26. August 2015 | Speicher und Netze, Topnews
Im Gegensatz zum Vorjahr sind nochmal 35 Prozent mehr Speichersysteme im Zusammenhang mit kleinen Photovoltaik-Anlagen über die KfW gefördert worden. Die meisten davon sind in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg installiert.

In diesen Tagen wird sich entscheiden, wie es mit der Speicherförderung nach dem Jahresende weitergeht. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) hat nun aktuelle Zahlen vorgelegt. Demnach ist die Nachfrage von der Photovoltaik-Speicherförderung in den ersten sieben Monaten des Jahres nochmals um mehr als 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr angewachsen. Seit Einführung der KfW-Förderung im Mai 2013 seien bereits weit mehr als 12.000 Speichersysteme in diesem Rahmen installiert worden. Insgesamt sind nach Angaben des BSW-Solar in Deutschland nahezu 25.000 Solarstromspeicher in Betrieb. Fast zwei Drittel der Speicher seien dabei in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg errichtet worden. Hauptgründe für die Investitionen in Photovoltaik-Speichersysteme seien die stark gesunkenen Preise, die attraktive Förderung und der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit von den Energieversorgern, heißt es weiter.

Zahlreiche Studien belegten auch den positiven Beitrag dezentraler Batteriespeicher für die Energiewende. So werde mit dem Zubau von Speichern bei gleichbleibendem Netzausbau zum Beispiel ein signifikanter Anstieg der insgesamt integrierbaren Photovoltaik-Leistung ermöglicht. „Alles spricht dafür, dass sich die Nachfrage nach Solarstromspeichern in den nächsten Jahren vervielfachen wird“, erklärte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. Derzeit fördert die KfW die Speichersysteme im Zusammenhang mit kleinen Photovoltaik-Anlagen mit einem zinsgünstigen Darlehen. Zudem würden bis zu 30 Prozent der Anschaffungskosten als Tilgungszuschuss übernommen. Die Förderung gilt auch die Nachrüstung von Speichern bei bestehenden Photovoltaik-Anlagen.

Das Bundeswirtschaftsministerium wertet derzeit einen Evaluierungsbericht der RWTH Aachen aus. Diese will auch noch Empfehlungen vorlegen. Auf dieser Grundlage wird das Ministerium dann entscheiden, ob und in welcher Form die Speicherförderung auch im kommenden Jahr fortgesetzt wird. (Sandra Enkhardt)

Bundesregierung verschanzt sich im Photovoltaik-Handelsstreit hinter EU-Kommission

26. August 2015 | Hintergrund, Politik und Gesellschaft, Topnews
Auf Anfrage der Grünen zum aktuellen Stand im Photovoltaik-Handelsstreit zwischen der EU und China sind wenig klare Positionen zu erkennen. Allerdings hält es die Bundesregierung für legitim, eine Auslaufprüfung zu beantragen und auch die Verlängerung der Maßnahmen für nicht ausgeschlossen, sofern eine weitere Schädigung der europäischen Solarindustrie droht.

Die Bundesregierung hat sich auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zum aktuellen Stand im Photovoltaik-Handelsstreit zwischen der EU und China geäußert. Sie betont dabei, dass das derzeit geltende Undertaking, dass Mindestimportpreise und Einfuhrvolumen für chinesische Photovoltaik-Hersteller festschreibt, die angestrebte, einvernehmliche Lösung der Bundesregierung im Anti-Dumping- und Anti-Subventionsverfahren im Jahr 2013 darstellt. Die zuletzt erfolgte Erhöhung des Mindestimportpreises sei vor allem auf die Wechselkursschwäche des Euros zurückzuführen. Zuvor habe es auch mehrere Absenkungen des festgelegten Preises gegeben.

Der Mindestimportpreis, der derzeit wieder bei 0,56 Euro pro Watt und damit auf dem Ursprungsniveau aus dem Jahr 2013 liegt, sorgt für reichlich Diskussionen. Mittlerweile läuft bei der EU-Kommission auch ein Verfahren zur Prüfung der Anpassungsmechanismen. „Aus der Diskussion über geeignete Benchmarks für den Anpassungsmechanismus der Mindestimportpreise durch die Europäische Kommission wird deutlich, dass die Preise chinesischer Unternehmen in der Vergangenheit tendenziell niedriger als die Preise anderer Unternehmen waren: Die chinesischen Unternehmen können mit immer größerem Gewicht den Absenkungstrend des Bloomberg-Indexes, der die Entwicklung der weltweiten Preise abbilden soll, selbst beeinflussen, wobei es durchaus möglich ist, dass es sich dabei auch um gedumpte und subventionierte Preise handelt, die den internationalen Handel verzerren“, schreibt Matthias Machnig, Staatssekretär des Bundeswirtschaftsministeriums, in seiner Antwort.

Mittlerweile ist auch eine Diskussion darüber ausgebrochen, ob der Mindestimportpreis über den Dezember 2013 weiterlaufen soll. Die von Solarworld maßgeblich initiierte Vereinigung EU Prosun hatte bereits das Anti-Dumping- und Anti-Subventionsverfahren gegen die chinesischen Hersteller 2013 ins Rollen gebracht und nun eine Auslaufprüfung angekündigt. Dieser Antrag wird voraussichtlich im September bei der EU-Kommission eingereicht werden. Wenn das Prüfverfahren eröffnet wird, könnte sich für diese Zeit die bestehende Mindestpreisregelung verlängern. Auf der anderen Seite haben sich verschiedene Verbände, darunter Solarpower Europe, der VDMA und SAFE, dafür ausgesprochen, die Regelung zum 6. Dezember auslaufen zu lassen. In dieser Frage verschanzt sich die Bundesregierung hinter der EU-Kommission. „

„Es ist Aufgabe der federführenden Europäischen Kommission, im Rahmen der Erarbeitung ihrer Maßnahmenvorschläge auch das antidumpingrechtliche Kriterium des ‚Unionsinteresses‘ der EU zu prüfen. Bei dieser Prüfung wird der Notwendigkeit, die handelsverzerrenden Auswirkungen des die Schädigung verursachenden Dumpings (bzw. der Subventionierung) zu beseitigen und einen fairen Wettbewerb wieder herzustellen, besonders Rechnung getragen. Maßnahmen könnten nur dann unterbleiben, wenn die Europäische Kommission auf der Grundlage aller vorgelegten Informationen eindeutig zu dem Ergebnis kommt, dass die Anwendung dieser Maßnahmen ausnahmsweise nicht im Interesse der EU liegt“, schreibt Machnig in seiner Antwort an die Grünen. Die Bundesregierung selbst führe Gespräche mit beiden Seiten und ziehe die unterschiedlichen Interessen in ihre Überlegungen ein.

Ob sich die Bundesregierung nun für oder gegen ein Weiterlaufen des Undertakings in Brüssel einsetzen wird, ist nur schwer herauszulesen. Allerdings heißt es in dem Schreiben: „Die Antidumping- und Antisubventionsmaßnahmen der EU zu chinesischen Solarmodulen und —zellen hat die Europäische Kommission begründet erlassen, nachdem sie unfaire Handelspraktiken chinesischer Unternehmen zum wirtschaftlichen Nachteil der EU-Solarindustrie festgestellt hat. Dabei war die Schädigung der EU-Solarindustrie durch die gedumpten und subventionierten Importe aus China wesentlich, es zeigte sich eine klare Verdrängung durch chinesische Unternehmen auf dem europäischen Markt.“ Über die mögliche Fortsetzung der Mindestimportpreise werde es noch Beratungen in Brüssel geben. Dazu müssten allerdings erst die Untersuchungsergebnisse einer Überprüfung durch die EU-Kommission vorliegen. „Dabei wäre der Grundsatz zu beachten, dass Maßnahmen so lange in Kraft bleiben sollten, wie dies notwendig ist, um eine Schädigung der EU-Industriezu verhindern. Für eine etwaige Verlängerung der EU-Solarmaßnahmen gibt es somit ein rechtlich zwingendes Verfahren, das von allen Beteiligten zu beachten und einzuhalten ist“, schreibt Machnig zur Haltung der Bundesregierung im Photovoltaik-Handelsstreit.

Inwiefern sich der Mindestimportpreis negativ auf die Systemkosten auswirkt und damit einen größeren Zubau an Photovoltaik-Anlagen in Deutschland verhindert, kann die Bundesregierung nicht wirklich beantworten. Auch nicht, in welchem Maße die Photovoltaik-Systempreise mit einem Auslaufen der Mindestimportpreise fallen würden. Dazu habe sie „keine belastbaren Informationen“. Zudem wolle sich die Bundesregierung „nicht an Spekulationen“, beteiligen, schreibt Machnig. Allerdings seien die Mindestimportpreise auch nur „einer von zahlreichen preisbestimmenden Faktoren für die Systemkosten einer beim Endkunden installierten Photovoltaik—Anlage“. Dies werde indirekt auch durch die Entwicklungen in den USA bestätigt, wo trotz geltender Anti-Dumping- und Anti-Subventionszölle für chinesische Hersteller ein deutlicher Zubau von Photovoltaik-Anlagen zu verzeichnen sei.

Die Grünen hatten auch nach Wacker Chemie gefragt. Der Siliziumhersteller muss bei seinen Einfuhren nach China ebenfalls einen Mindestpreis zahlen. Die Grünen sehen die als chinesische Reaktion auf die Einführung des Undertakings für chinesische Solarmodule und Solarzellen 2013. Die Bundesregierung betont, dass sie sich damals ebenfalls für diese einvernehmliche Lösung eingesetzt habe. Andere ausländische Siliziumhersteller müssen in China Importzölle zahlen. Betroffenen EU-Unternehmen könnten aber in jedem Fall prüfen, inwieweit die Maßnahmen Chinas rechtlich angreifbar seien, schreibt Machnig. „Wenn begründete Bedenken bestehen, könnte die Europäische Kommission in Abstimmung mit den jeweiligen Unternehmen erwägen, ein WTO-Streitbeilegungsverfahren zu initiieren.“ Wenn die chinesische Reaktion eine Vergeltungsmaßnahme wäre, dann wäre sie WTO-rechtswidrig, schreibt Machnig dazu.

Erst am Dienstag hatte Solarworld-Vorstandschef Frank Asbeck in einem Zeitungsinterview sein Vorgehen gegen das Dumping der chinesischen Konkurrenz verteidigt. „Chinesische Hersteller haben mit Hilfe von Staatskrediten ihre Module weit unter Herstellungskosten nach Europa gebracht. In der Folge ist eine gigantische Blase entstanden, und die Politik sah sich gezwungen, die Förderungen abrupt zu kappen. Dann kam der Absturz. Ich bin gewiss nicht der Totengräber der Solarindustrie, sondern, wenn überhaupt, der Totengräber von unfairen Handelspraktiken“, sagt Asbeck dem „Handelsblatt“ mit Blick auf den Photovoltaik-Markteinbruch in Deutschland. (Sandra Enkhardt)

IBC Solar will 80 Megawatt in Deutschland realisieren

26. August 2015 | Ausschreibungen, Politik und Gesellschaft, Topnews
Das bayerische Photovoltaik-Systemhaus ist mit dem ersten Halbjahr zufrieden. IBC Solar hat Photovoltaik-Großprojekte mit rund 50 Gigawatt realisieren können. Das Unternehmen fordert aber auch eine deutliche Ausweitung des Ausschreibungsvolumens für Photovoltaik-Freiflächenanlagen.

Die IBC Solar AG hat im ersten Halbjahr Photovoltaik-Großprojekte mit einer Gesamtleistung von rund 50 Megawatt in Deutschland realisiert. Insgesamt wolle das Unternehmen in diesem Jahr rund 80 Megawatt realisieren, teilweise bei eigenen Projekten oder auch als Generalunternehmer für Investoren. Etwas mehr als die Hälfte der geplanten 30 Megawatt entfalle dabei auf Projekte, die noch bis Ende August auf Gewerbe- und Industrieflächen unter EEG-Bedingungen angeschlossen werden sollen, teilte IBC Solar weiter mit. Die restlichen Projekte seien solche, für die IBC Solar im Zuge der Pilotausschreibungen für Photovoltaik-Freiflächenanlagen Zuschläge erhalten habe.

Mit Blick auf die Ausschreibungen, die ab September die einzige Möglichkeit sein werden, eine Vergütung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen zu erhalten, fordert IBC Solar eine deutliche Ausweitung der Volumen. Für die kommenden drei Jahre plant die Bundesregierung in jährlich drei Ausschreibungsrunden rund 1200 Megawatt an Freiflächenanlagen zu bezuschlagen. Bei IBC Solar heißt es weiter, dass auch 300 Megawatt auf Deponien geplant seien. Diese sollen allerdings nicht ausgeschrieben werden, aber die Bundesnetzagentur sehe sie zur Bebauung vor, erklärte eine Sprecherin von IBC Solar auf Nachfrage von pv magazine. Bonner Behörde wollte das zunächst so nicht bestätigen und verwies auf das Eckpunktepapier des Bundeswirtschaftsministeriums für die EEG-Reform 2016, in dem eine Ausweitung der Flächen enthalten ist. Demnach könnten dann auch wieder Deponien und bauliche Anlagen bei den Ausschreibungsverfahren für Photovoltaik-Freiflächenanlagen zugelassen werden. Momentan sind sie dies nicht.

Das Ausschreibungsverfahren allein ist IBC Solar zufolge keinesfalls ausreichend, um den politisch gewollten Zubaukorridor von jährlich 2,4 bis 2,6 Gigawatt zu erreichen. „Der Markt hat definitiv mehr Potenzial“, so Oliver Partheymüller, Gebietsleiter Projekte Deutschland bei IBC Solar. Dies zeige sich auch daran, dass die ersten beiden Runden der Pilotausschreibungen, die es bisher gab, mehrfach überzeichnet gewesen seien. In der zweiten Runde habe IBC Solar einen Zuschlag verbuchen können. „Damit haben wir aber nur unser Minimalziel erreicht“, so Partheymüller. Insgesamt habe sich das Systemhaus Zuschläge für Photovoltaik-Projekte mit elf Megawatt in den ersten beiden Runden gesichert.

Im ersten Halbjahr sind nach den bisher registrierten Anlagen bei der Bundesnetzagentur insgesamt 525 Megawatt Photovoltaik-Leistung zugebaut worden. Damit käme IBC Solar auf einen Marktanteil von rund zehn Prozent in Deutschland. (Sandra Enkhardt)

Größter Solarpark Österreichs am Netz

26. August 2015 | Märkte und Trends, Topnews
Das Photovoltaik-Kraftwerk mit gut zwei Megawatt Gesamtleistung ist nun in Betrieb. Acht Monate Bauzeit benötigte Sonnquest für den Bau im Auftrag des Energieversorgers Wien Energie.

Auf einer Ackerfläche in Guntramsdorf ist wohl eine der ersten, wenn nicht die erste Megawatt-Photovoltaik-Anlage Österreichs ans Netz gegangen. Insgesamt seien in den acht Monaten Bauzeit 8136 Solarmodule auf einer Fläche von sechs Fußballfeldern installiert worden, teilte nun der Betreiber Wien Energie mit. Der Solarpark verfüge über eine Gesamtleistung von 2,034 Megawatt und sei seit Mittwoch offiziell in Betrieb. Die Installation der Anlage, die aus sechs Teilanlagen besteht und in drei Stufen umgesetzt wurde, übernahm die Firma Sonnquest, wie Wien Energie weiter mitteilte. Der Solarstrom werde komplett ins Netz eingespeist und reiche um rund 800 Haushalte zu versorgen.

Wien Energie verfügt nach eigenen Angaben über rund 50 Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund zwölf Megawatt. 19 Anlagen mit rund 5,8 Megawatt Gesamtleistung seien dabei als Bürgersolarparks konzipiert. Wien Energie habe das Ziel, bis 2030 rund 50 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien zu erzeugen. Dazu wolle der Energieversorger in weitere Photovoltaik- und Windkraft-Großprojekte investieren. (Sandra Enkhardt)

BYD und Fenecon errichten Solarpark in Deutschland

26. August 2015 | Märkte und Trends, Topnews
Der chinesische Photovoltaik-Hersteller hat gemeinsam mit seinem deutschen Partner in Altenau ein Photovoltaik-Kraftwerk mit seinen Doppelglas-Solarmodulen installiert. Sein neuestes Modell hatte BYD auf der Intersolar Europe in München offiziell vorgestellt und es soll nun im ersten Quartal 2016 auf den Markt kommen.

BYD und Fenecon haben in Deutschland die erste kommerzielle Photovoltaik-Anlage mit einem Megawatt Leistung mit den rahmenlosen Doppelglasmodulen 430 realisiert. Der Solarpark ist für das Unternehmen Berger Construction errichtet worden, das 60 Prozent des Solarstroms selbst verbrauchen wolle, teilte BYD nun mit. Es gebe bereits Planungen, die Photovoltaik-Anlage in naher Zukunft noch zu erweitern. Die neuen Doppelglasmodule, die eine Haltbarkeit von 40 Jahren haben sollen, seien gerade für Regionen mit hoher Verschmutzung durch Sand und Staub geeignet. Bei diesen Modulen setzt BYD Silikon statt EVA ein.

Der chinesische Modul- und Speicherhersteller hatte auf der Intersolar Europe im Juni auch sein ganz neues Modul vorgestellt. Das „Modul 2.0“ ist ein Doppelglasmodul mit dünnen Scheiben. Das Besondere ist, dass die Zellen nicht in einer EVA-Folie eingebettet sind, sondern in Silikon, das flüssig verarbeitet wird. Durch die neue Technologie wird nach Aussage von BYD die Haltbarkeit auf 50 Jahre erhöht. Es ist für Spannungen bis 1500 Volt geeignet und nach Einschätzung des Unternehmens PID frei. Auch die Busbars will BYD noch durch 24 Drähte ersetzen. Das reduziert den Silberverbrauch nach eigener Aussage auf 25 Prozent und erhöht den Wirkungsgrad. Ein 60-Zellen-Modul hat jetzt bis zu 280 Watt. Diese neuen „Module 2.0“ sind dann ab dem ersten Quartal 2016 auf dem Markt verfügbar, wie Fenecon nun bestätigte.

Mit dem neuen Modul will BYD auch seine Präsenz auf dem europäischen Photovoltaik-Markt weiter ausbauen. Die Hauptziele seien dabei die Niederlande, Großbritannien, Deutschland und Polen, so der chinesische Hersteller. (Sandra Enkhardt)

Mittwoch, 26. August 2015

Neue Speichergeneration mit Smart-Grid-Funktion

25. August 2015 | von: neovoltaic Graz, 25. August 2015 – Der österreichische Hersteller neovoltaic bringt eine neue Generation seiner neoStore-Speicher auf den Markt, die sich durch eine hohe Flexibilität und Zukunftsfähigkeit auszeichnet. Stromnetzbetreiber können die Speicher mittels der integrierten Smart-Grid-Schnittstelle direkt ansteuern und so zur Entlastung und Stabilisierung von Netzen beitragen. Zusätzlich kann die Speichersoftware per Fernzugriff zeit- und kostensparend aktualisiert und an aktuelle Richtlinien angepasst werden. Damit sind neoStore-Speicher „Smart-Grid-Ready“ und für Förderprogramme geeignet, die Energiemanagementsysteme und Smart-Grid-Funktionalität voraussetzen. Dazu gehört zum Beispiel das bayerische „EnergieSystemHaus“-Programm im Rahmen des „EnergieBonusBayern“.
neovoltaic-Gründer und Geschäftsführer Werner Posch: „neovoltaic hat es sich auf die Fahnen geschrieben, besonders durchdachte Energielösungen anzubieten. Deswegen können unsere Energiespeicher netzdienlich arbeiten und sind serienmäßig für innovative Stromkonzepte ausgelegt. Unser ‚Smart Grid Performance Package‘ wird bereits in regionalen Strommärkten eingesetzt, in denen Speicher passend zum Bedarf zentral gesteuert werden.“
Neben der Smart-Grid-Funktionalität sind neoStore-Speicher auch für den Smart-Home-Einsatz ausgelegt. Bis zu acht Verbraucher im Eigenheim können an das integrierte Lastmanagement angeschlossen und überwacht sowie energiesparend gesteuert werden. Dabei sorgen die Smart-Home-Funktionen dafür, dass Überschüsse aus der PV-Anlage intelligent genutzt werden – zum Beispiel durch Zuschaltung der Klimaanlage oder des Warmwasserboilers. Das persönliche Energieportal neocontrol zeigt auf dem PC oder einem Tablet, wann und wie Energie im Haus produziert, gespeichert und verbraucht wird. Bei einem Stromausfall kann zudem eine Notstromfunktion aktiviert werden, mit der bei ausreichender Speichergröße alle Geräte im Haus weiterhin mit Strom versorgt werden.
Die dreiphasigen neoStore-Speicher werden in zwei Varianten angeboten und sind für 6.000 bis 8.000 Ladezyklen ausgelegt. Die AC/DC-Hybridspeicher-Modelle haben Kapazitäten von bis zu 50 kWh und sind sowohl für neue Solaranlagen als auch für bestehende Anlagen geeignet, da sie flexibel wechselstrom- oder gleichstromseitig angeschlossen werden können.
Als Batterietechnologie werden Lithium-Eisenphosphat-Zellen der neuesten Generation verwendet, die als besonders sicher gelten und im Zusammenspiel mit der integrierten Zellüberwachung eine Entladetiefe von bis zu 90 Prozent ermöglichen. neovoltaic garantiert diese Leistung für einen Zeitraum von 10 Jahren. Die Lebenserwartung der Speicher liegt bei über 25 Jahren.

Das Weißbuch des Bundeswirtschaftsministeriums muss grüner werden!

25. August 2015 | von: energie neu denken gUG Das Bundesministerium und damit der Energieminister Gabriel regt mit dem Grünbuch – und Weißbuch-Prozess laut eigener Aussage eine „offene und transparente Debatte um einen Strommarkt der Zukunft“ an und legt die Einwendungsfrist mitten in die Sommerpause. Die schrumpfende Einwendungszahl gehört wohl zum Programm, denn eigentlich bleiben viele wichtige Änderungsansätze aus. Soll die Energiewende voranschreiten, muss hier noch deutlich nachgearbeitet werden.

Grundsätzlich fehlen nachhaltige Lösungsansätze für die erneuerbaren Energien

Derzeit ist Deutschland noch Vorreiter bei der Energiewende. Aus globalen Gründen ist es wichtig, dass wir das Tempo beibehalten und gleichzeitig ökonomisch ein positives Vorbild bleiben. Nur so wird die Energiewende weiterhin viele Nachahmer finden.

Deshalb müsste die Bundesregierung die Bürger mit im Boot halten und die Kosten nachvollziehbar, gerecht und bezahlbar gestalten, damit die breite Akzeptanz in Deutschland bestehen bleibt. Für mehr Akzeptanz ist die Beteiligung der Menschen vor Ort (emotional und finanziell) notwendig. Bezüglich der Kosten wird ein passendes Marktdesign, Abbau von Überkapazitäten und eine gerechtere Verteilung benötigt.

Das Weißbuch bietet dazu keine Lösungsansätze. Das Marktkonzept passt nicht zu den erneuerbaren Energien. Es gibt keine Lösung für die steigende Umlage. Die Entsolidarisierung sowohl bei den Kosten, als auch beim Anlagenbau wird fortgeschrieben.

Der Think Tank energie neu denken schlägt konkrete Änderungen und Handlungsansätze vor, die in einer Stellungnahme genauer beschrieben sind. Hier das wichtigste in Kürze:

Überkapazitäten abbauen

Es fehlt ein Konzept zum Abbau der bestehenden Überkapazitäten. Ein mögliches Instrument wäre eine nationale Klimaabgabe beginnend bei mindestens 20 Euro pro Tonne CO2 als Ergänzung zum bestehenden europäischen Emissionshandel. Diese würde zusätzlich die EEG-Umlage und die Systemkosten mindern, sowie notwendige flexible Gaskraftwerke im Markt halten.

Strompreissignale einführen und regionalisieren

„Wenn wir die erneuerbaren Energien zur richtigen Zeit nutzen, brauchen wir weniger Speicher und Ausgleichskraftwerke. Wenn wir sie am richtigen Ort nutzen, benötigen wir weniger Netzausbau.“ beschreibt Trudel Meier-Staude von energie neu denken die Herausforderung.

Es ist wichtig, dass Strompreise gezielt zur richtigen Zeit den Stromverbrauch anregen. Sie sollten dies allerdings auch am richtigen Ort tun, sonst entstehen Fehlanreize, wenn zum Beispiel wetterbedingt insgesamt Knappheit herrscht, in manchen Regionen allerdings Überschüsse bestehen. Dann steigt der Strompreis und Verbraucher gehen vom Netz. Für die Regionen mit viel Strom vergrößert sich der Ausgleichsbedarf. Solche Fehlanreize würden zu einem unnötigen, rohstoff- und kostenintensiven Ausbaubedarf in vielen Verteilnetzen führen.

Privilegien sukzessive abbauen

Damit Strompreissignale bei wichtigen großen Verbrauchern auch ankommen, müssen unbedingt wenigstens bis zu einem gewissen Grad Privilegien abgebaut werden. Dieses Vorgehen würde zusätzlich zu einer gerechteren Verteilung der Kosten führen. Leider spricht sich das Weißbuch immer noch dagegen aus.

Der liberale Markt und die bestehende Merit Order sind keine Grundlage für einen Systemumstieg

Der freie Markt mit der bestehenden Merit Order hat bisher nur – und dies auch nur bedingt – in einem bestehenden Kraftwerkspark mit Überkapazitäten funktioniert. Der Think Tank energie neu denken bezweifelt genauso wie Forschungsinstitute und große Marktteilnehmer, dass der freie Markt innovative und effiziente Kraftwerke aus dem Bereich der erneuerbaren Energien fördert.

Diese These, dass das bestehende Strommarktdesign Basis für einen Systemumstieg sein kann, ist allerdings grundlegend für jegliche Handlungsansätze aus dem Grün- und Weißbuch. Die Funktionsweise dieser These ist jedoch weder im Weißbuch, noch in den vorangehenden und begleitenden Gutachten belegt. Sie sollte deshalb nochmal dringend und wertfrei hinterfragt werden.

Die erneuerbaren Energien müssen von der derzeitigen Strombörse entkoppelt werden

Nur, wenn die erneuerbaren Energien von der Strombörse entkoppelt werden, wird der Anstieg der EEG-Umlage wirklich gestoppt, denn die größte Steigerung der EEG-Umlage ist darauf zurück zu führen, dass die erneuerbaren Energien an der derzeitigen Strombörse schlichtweg zu wenige Einnahmen generieren können. Das wird sich erst mit einem wirklich innovativen Marktdesign ändern. Dieses fehlt allerdings!

Wie könnte ein solches Marktdesign aussehen? Der EEG-Strom muss zeitgleich als erneuerbarer Strom zu erwerben sein. Es fehlt dafür ein eigener Marktplatz, auf dem Versorger wirklich grünen Strom erwerben können. Dieser Marktplatz darf nach Ansicht von energie neu denken derzeit durchaus noch zu einem definierten möglichst geringen Anteil von flexiblen, effizienten fossilen Kraftwerken gestützt werden.

Ein solcher Marktplatz könnte ein Testgebiet gleichermaßen sein, wie eine Chance für flexible Kraftwerke. Erneuerbare Energien würden hier mit Sicherheit mehr Geld einspielen, um die solidarischen Kosten zu decken. Es gibt mittlerweile genügend Kunden, die bereit sind, einen Aufpreis für sinnvollen Strom zu zahlen. So könnte die Umlage unseres Erachtens deutlich sinken.

Mehr Informationen zu unseren Vorschlägen finden Sie in unserer Einwendung (anbei). Mehr zu energie neu denken finden Sie hier. 

energie neu denken gUG
energie neu denken setzt sich für den bürgernahen Ausbau der Erneuerbaren Energien ein. Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft kämpft für eine volkswirtschaftlich sinnvolle, gerechte und sozial verträgliche Transformation des deutschen Strommarktes.
Dazu organisiert energie neu denken Informationsveranstaltungen, berät Umweltorganisationen und setzt Kampagnen für Erneuerbare Energien und gegen atomare und fossile Techniken um.
Für Fragen steht Ihnen Frau Trudel Meier-Staude (Tel. 089-35 65 33 44) von energie neu denken gUG  gerne zur Verfügung.

Ein Hauch von Tesla bei Sonnenbatterie

25. August 2015 | Märkte und Trends, Topnews
Der Deutschland-Chef des US-Elektroautoherstellers wechselt in die Geschäftsführung des Allgäuer Speicherherstellers. Er wird Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei Sonnenbatterie.

Was fehlt den deutschen Speicherherstellern? Die Medienkampagnen des US-Konkurrenten Tesla, der mit seiner Ankündigung in den Homespeichermarkt einzusteigen, der gesamten Branche einen enormen Schub verliehen hat. Sonnenbatterie – einer der größten Photovoltaik-Speicherhersteller in Deutschland – kann nun künftig auf ein bisschen mehr Marketing wie Tesla hoffen. Der Deutschland-Chef von Tesla, Philipp Schröder, wird ab dem 1. Oktober die Geschäftsführung Vertrieb und Marketing bei der Sonnenbatterie übernehmen. Er werde den weltweiten Vertrieb sowie alle Marketing-Aktivitäten des Unternehmens leiten, teilte das Allgäuer Speicherunternehmen am Dienstag mit.

Schröder ist bislang Country Director Germany & Austria bei Tesla und baute in dieser Funktion das Deutschland-Geschäft des US-Elektroauto-Herstellers auf. Im März habe er es mit seinem Team geschafft, dass die Neuzulassungen des Tesla Model S erstmals die Zulassungen von BMW 7er und Porsche Panamera übertrafen. Vor seiner Zeit bei Tesla war Schröder aber auch bereits zwischen 2012 und 2014 für Sonnenbatterie tätig und für den Aufbau der Sonnenbatterie-Center mitverantwortlich.

Sonnenbatterie ist dabei, sein Geschäft in Europa und den USA massiv auszubauen. „Wir haben große Pläne und brauchen Durchstarter, wie Philipp Schröder, um unsere Ziele noch schneller zu erreichen“, sagte Geschäftsführer Christoph Ostermann. (Sandra Enkhardt)

Capital Stage mit zweistelligen Zuwächsen

25. August 2015 | Märkte und Trends, Topnews
Der Betreiber von Photovoltaik- und Windkraftanlagen baut sein Geschäft weiter aus. Im ersten Halbjahr setzte Capital Stage dabei seinen profitablen Wachstumskurs fort.

Die Capital Stage AG hat im ersten Halbjahr 2015 zweistellige Umsatz- und Ergebnissteigerungen erreichen können. Auch im zweiten Halbjahr solle das dynamische Wachstum fortgesetzt werden. „Bereits im Juli 2015 hatte Capital Stage die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2015 auf Basis des zu diesem Zeitpunkt gesicherten Bestandsportfolios an Solar- und Windparks angehoben“, teilte Capital Stage am Dienstag mit. Zudem verfüge das Hamburger Unternehmen noch über Investitionsmittel in Höhe von rund 70 Millionen Euro aus einer strategischen Partnerschaft mit den Gothaer Versicherungen. Kürzlich kündigte Capital Stage an, dieses Geld noch bis zum Jahresende in den Kauf von Photovoltaik- und Windkraftanlagen investieren zu wollen. Zusätzlich verfüge das Unternehmen noch über eigene finanzielle Mittel von rund 35 Millionen Euro für weitere Investitionen. Aktuell werde der Kauf von weiteren Projekten in den Kernregionen Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien geprüft.

In den ersten sechs Monaten hat Capital Stage sein Bestandsportfolio bereits weiter ausgebaut. Die Umsätze seien in der Folge um mehr als 40 Prozent auf 56,4 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe sich von 29,2 auf 41,8 Millionen Euro erhöht. Das operative Betriebsergebnis (EBIT) belief sich auf 27,6 Millionen Euro und lag damit auch über Vorjahresniveau, wie es weiter hieß. Die Prognose für das Gesamtjahr hat Capital Stage bereits vor rund einem Monat um zehn Prozent angehoben. Der Hamburger Betreiber geht nun von einem Umsatz von mehr als 115 Millionen Euro und einem EBIT-Ergebnis von mehr als 48 Millionen Euro für 2015 aus. Der Halbjahresbericht wird offiziell am 31. August vorgelegt. (Sandra Enkhardt)

LG Electronics baut Modulfertigung weiter aus

25. August 2015 | Märkte und Trends, Topnews
Der Photovoltaik-Hersteller rüstet seine Kapazitäten am südkoreanischen Standort Gumi auf seine neue Technologie um. Grund ist die weltweit starke Nachfrage nach den Solarmodulen von LG Electronics mit der Cello-Technologie.

Aufgrund der weltweit starken Nachfrage hat sich LG Electronics zum Ausbau seiner Fertigungskapazitäten in Südkorea entschlossen. Am Produktionsstandort Gumi seien bereits zwei neue, mit der Cello-Technologie ausgestattete Zell- und Modullinien in Betrieb genommen worden, teilte der Photovoltaik-Hersteller nun mit. Seit Juli vertreibe LG Electronics die Solarmodule mit der neuen Technologie, die über eine Spitzenleistung bis zu 315 Watt verfügen, auch in Europa. Nun sollen im südkoreanischen Gumi alle existierenden LG MonoX Neon-Produktionslinien auf CELLO-Technologie umgerüstet werden. Auch die Einstiegsserie MonoX von LG Electronics wird bald von der neuen Cello-Technologie profitieren, wie es weiter hieß. Im Laufe des vierten Quartals sollen die Umrüstungen voraussichtlich abgeschlossen sein.

„Mit unseren neuen Modulen auf Basis der Cello-Technologie gehen wir mit Rückenwind ins zweite Halbjahr 2015. Die weltweite Nachfrage nach LG Neon 2-Produkten ist immens, sodass wir voraussichtlich erst im Laufe des vierten Quartals 2015 alle Anfragen vollends befriedigen können“, sagt Michael Harre, Vice President der EU Solar Business Group bei LG Electronics Deutschland. Bei der Cello-Technologie werden unter anderem Zellverbinder mit zwölf Runddrähten statt mit drei flachen Bändern eingesetzt. Zudem hat LG Electronics nach eigenen Angaben die mechanische Belastbarkeit der Vorder- und Rückseite der Solarmodule weiter erhöhen können. Im Zuge seiner Umstellung auf die neue Technologie werde zudem die Produktegarantie auf zwölf Jahre erhöht. (Sandra Enkhardt)

Die fossile Stromerzeugung ist auch mit Kosten verbunden

25. August 2015 | Politik und Gesellschaft, Topnews
Ein Vertreter des Bundeswirtschaftsministeriums wies auf der Jahrestagung "Erneuerbare Energien 2015" darauf hin, dass ein Energiewende zum Nulltarif nicht möglich ist. Zugleich betonte er aber auch die Kosten im Zusammenhang mit der fossilen Stromerzeugung, die gern vergessen werden.

Auf der 6. Handelsblatt Jahrestagung „Erneuerbare Energien 2015“ in Berlin hat der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer, eine positive Halbzeitbilanz der Energiewende gezogen. Die EEG-Umlage sei im vergangenen Jahr erstmals leicht gesunken. Der Erneuerbaren-Ausbau gehe planmäßig voran, so Beckmeyer, ohne aber auf den derzeit schwächelnden Photovoltaik- und Biomasse-Ausbau in Deutschland einzugehen.

"Der Kostenanstieg der vergangenen Jahre konnte mit der EEG-Reform gebremst werden. Klar ist, dass die Energiewende Investitionen erfordert und nicht zum Nulltarif zu bekommen ist", sagte Beckmeyer weiter. Es dürfe aber nicht übersehen werden, dass auch die fossile Stromerzeugung mit Kosten verbunden sei. Dies seien etwa Gesundheitskosten, Kosten für Umweltschäden durch Klimagase und Feinstaub oder die Kosten für die Endlagerung von Atommüll. "Diese Rechnung zahlt die Gesellschaft, also wir alle, und es sollte daher auch unser gemeinsames Ziel sein, diese Kosten deutlich zu senken", so Staatssekretär Beckmeyer.

Erst zu Beginn der Woche hatte das Handelsblatt wieder eine Kostendebatte über die Energiewende losgetreten. Das Blatt hatte des Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) mit einer Rechnung zur Energiewende beauftragt. Die Kölner Wissenschaftler kamen auf Kosten von 28,2 Milliarden Euro für dieses Jahr, stellten aber auch klar, „dass es sich nicht um einen systemischen Vergleich konventioneller und erneuerbarer Stromerzeugung handelt“. Dies unterschlug das Handelsblatt bei seinem Bericht aber, sondern verwies lieber auf die weiter gestiegenen Kosten für den Ausbau der Erneuerbaren und die Gefährdung des Industriestandorts Deutschlands.
Schade ist nun nur, dass Beckmeyer auf der Handelsblatt-Jahrestagung kein konkretes Preisschild an die Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern gehangen hat. (Sandra Enkhardt)

TSMC beendet Photovoltaik-Geschäft

25. August 2015 | Märkte und Trends, Topnews
Der taiwanesische Dünnschicht-Hersteller schließt seine Fabrik und beendet damit sein Photovoltaik-Geschäft. Begründung ist die fehlende Wirtschaftlichkeit seiner CIGS-Dünnschichtmodule.

Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) Ltd. hat am Dienstag ihren Ausstieg aus dem Photovoltaik-Geschäft erklärt. Ende August werde TSMC Solar seine Produktion von Dünnschichtmodulen einstellen, teilte das Unternehmen mit. Das Solargeschäft sei nicht mehr wirtschaftlich nachhaltig, hieß es zur Begründung. Die Kostennachteile lägen zum einen am späten Markteintritt des taiwanesischen Herstellers, zum anderen an der fehlenden Größe der Produktion. Daher sei die Herstellung der CIGS-Solarmodule selbst mit einem aggressiven Kostenreduktionsplan nicht wirtschaftlich machbar.

TSMC werde allen Produktgarantien für die bestehenden Kunden nachkommen. Zudem würden den Mitarbeiter der Fabrik in Taichung neue Arbeitsangebote unterbreitet. Die noch vorhandenen Solarmodule aus der Fertigung sollten an anderen TSMC Gebäuden und Fabriken installiert werden. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Schließung der Fabrik eine negative Auswirkung auf die Geschäftszahlen des dritten Quartals 2015 haben wird.

Erst im Mai hatte der taiwanesische Hersteller einen Rekordwirkungsgrad von 16,5 Prozent für seine CIGS-Dünnschichtmodule vermeldet. Damals erklärte ein Vorstand von TSMC Solar noch, dass die Produktionskapazitäten von 100 Megawatt im kommenden Jahr ausgeweitet werden sollten. (Sandra Enkhardt)