Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Follower

Montag, 29. Februar 2016

Antidumping/Antisubvention - Fotovoltaikmodule aus kristallinem Silicium und Schlüsselkomponenten davon (Zellen und Wafer) mit Ursprung in der VR China

12.02.2016

Antidumping/Antisubvention - Fotovoltaikmodule aus kristallinem Silicium und Schlüsselkomponenten davon (Zellen und Wafer) mit Ursprung in der VR China

Ausweitung der Maßnahmen auf aus Malaysia und Taiwan versandte betroffene Waren

Durchführungsverordnung (EU) 2016/184 der Kommission vom 11. Februar 2016 zur Ausweitung des mit der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 1239/2013 des Rates eingeführten endgültigen Ausgleichszolls auf Einfuhren von Fotovoltaikmodulen aus kristallinem Silicium und Schlüsselkomponenten davon (Zellen) mit Ursprung in oder versandt aus der Volksrepublik China auf aus Malaysia und Taiwan versandte Einfuhren von Fotovoltaikmodulen aus kristallinem Silicium und Schlüsselkomponenten davon (Zellen), ob als Ursprungserzeugnisse Malaysias oder Taiwans angemeldet oder nicht; ABl. L 37 vom 12.2.2016, S. 56.

Anmerkung:
Mit Wirkung vom 13.2.2016 wird der für „alle übrigen Unternehmen“ geltende endgültige Ausgleichszoll, der mit Artikel 1 Absatz 2 der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 1239/2013 (ABl. L 325 vom 5.12.2013, S. 66) auf die Einfuhren von Fotovoltaikmodulen aus kristallinem Silicium und Schlüsselkomponenten davon (Zellen) mit Ursprung in oder versandt aus der Volksrepublik China eingeführt wurde, wobei Waren im Durchfuhrverkehr im Sinne des Artikels V GATT ausgenommen sind (11,5% auf den Nettopreis frei Grenze der Union, unverzollt), ausgeweitet auf aus Malaysia und Taiwan versandte Einfuhren von Fotovoltaikmodulen aus kristallinem Silicium und Schlüsselkomponenten davon (Zellen), ob als Ursprungserzeugnisse Malaysias oder Taiwans angemeldet oder nicht.
Die von dieser Maßnahme betroffenen Waren werden derzeit unter den KN- Codes ex 8501 31 00, ex 8501 32 00, ex 8501 33 00, ex 8501 34 00, ex 8501 61 20, ex 8501 61 80, ex 8501 62 00, ex 8501 63 00, ex 8501 64 00 und ex 8541 40 90 (TARIC-Codes 8501 31 00 82, 8501 31 00 83, 8501 32 00 42, 8501 32 00 43, 8501 33 00 62, 8501 33 00 63, 8501 34 00 42, 8501 34 00 43, 8501 61 20 42, 8501 61 20 43, 8501 61 80 42, 8501 61 80 43, 8501 62 00 62, 8501 62 00 63, 8501 63 00 42, 8501 63 00 43, 8501 64 00 42, 8501 64 00 43, 8541 40 90 22, 8541 40 90 23, 8541 40 90 32, 8541 40 90 33) eingereiht.
Von dieser Maßnahme ausgenommen sind die von den nachstehend aufgeführten Unternehmen hergestellten Waren:
LandUnternehmenTARIC-Zusatzcode
MalaysiaAUO — SunPower Sdn. Bhd.C073
Flextronics Shah Alam Sdn. BhdC074
Hanwha Q CELLS Malaysia Sdn. BhdC075
Panasonic Energy Malaysia Sdn. Bhd.C076
TS Solartech Sdn. Bhd.C077
TaiwanANJI Technology Co., Ltd.C058
AU Optronics CorporationC059
Big Sun Energy Technology IncC078
EEPV Corp.C079
E-TON Solar Tech. Co., Ltd.C080
Gintech Energy CorporationC081
Gintung Energy CorporationC082
Inventec Energy CorporationC083
Inventec Solar Energy CorporationC084
LOF Solar Corp.Cß85
Ming Hwei Energy Co., Ltd.C086
Motech Industries, Inc.C087
Neo Solar Power CorporationC088
Perfect Source Technology Corp.C089
Ritek CorporationC090
Sino-American Silicon Products Inc.C091
Solartech Energy Corp.C092
Sunengine Corporation Ltd.C093
Topcell Solar International Co., Ltd.C094
TSEC CorporationC095
Win Win Precision Technology Co., Ltd.C096
Die Anwendung von Befreiungen, die den vorstehend erwähnten Unternehmen gewährt oder von der Kommission zukünftig gewährt werden, setzt voraus, dass den Zollbehörden der Mitgliedstaaten eine vom Hersteller oder Versender ausgestellte gültige Handelsrechnung mit einer Erklärung vorgelegt wird, die von einer dafür zuständigen Person des Unternehmens, das diese Rechnung ausgestellt hat, unter Angabe des Namens und der Funktion dieser Person datiert und unterzeichnet wurde.
Bei Fotovoltaikzellen aus kristallinem Silicium ist diese Erklärung wie folgt abzufassen:
„Der/die Unterzeichnete versichert, dass die auf dieser Rechnung ausgewiesenen und zur Ausfuhr in die Europäische Union verkauften (Mengenangabe) Fotovoltaikzellen aus kristallinem Silicium von (Name und Anschrift des Unternehmens) (TARIC- Zusatzcode) in (betroffenes Land) hergestellt wurden und dass die Angaben auf dieser Rechnung vollständig und richtig sind.“
Bei Fotovoltaikmodulen aus kristallinem Silicium ist diese Erklärung wie folgt abzufassen:
„Der/die Unterzeichnete versichert, dass die auf dieser Rechnung ausgewiesenen und zur Ausfuhr in die Europäische Union verkauften (Mengenangabe) Fotovoltaikmodule aus kristallinem Silicium von (Name und Anschrift des Unternehmens) (TARIC- Zusatzcode) in (betroffenes Land)
i) von (Name und Anschrift des Unternehmens) (TARIC-Zusatzcode) in (betroffenes Land) ODER
ii) von einem unterbeauftragten Dritten für (Name und Anschrift des Unternehmens) (TARIC-Zusatzcode) in (betroffenes Land)
(nichtzutreffende Option streichen)
hergestellt wurden, wobei die Fotovoltaikzellen aus kristallinem Silicium von (Name und Anschrift des Unternehmens) (TARIC- Zusatzcode [anzugeben, wenn für das betroffene Land ursprüngliche oder Antiumgehungsmaßnahmen gelten] in (betroffenes Land) hergestellt wurden, und dass die Angaben auf dieser Rechnung vollständig und richtig sind.“
Wird keine solche Handelsrechnung vorgelegt und/oder wird einer oder werden beide TARIC-Zusatzcodes in der oben genannten Erklärung nicht angegeben, findet der für „alle übrigen Unternehmen“ geltende Zollsatz Anwendung und in der Zollerklärung ist der TARIC-Zusatzcode B999 anzugeben.
Der ausgeweitete Zoll wird auch auf aus Malaysia und Taiwan versandte Einfuhren erhoben, ob als Ursprungserzeugnisse Malaysias oder Taiwans angemeldet oder nicht, die zollamtlich nach Artikel 2 der Durchführungsverordnung (EU) 2015/832 der Kommission (ABl. L 132 vom 29.5.2015, S. 53) erfasst wurden. Hiervon ausgenommen sind die Waren, die von den in vorstehender Tabelle aufgeführten Unternehmen hergestellt wurden.
Die mit der Durchführungsverordnung (EU) 2015/832 angeordnete zollamtliche Erfassung der betroffenen Einfuhren wird eingestellt.



Durchführungsverordnung (EU) 2016/185 der Kommission vom 11. Februar 2016 zur Ausweitung des mit der Verordnung (EU) Nr. 1238/2013 des Rates eingeführten endgültigen Antidumpingzolls auf Einfuhren von Fotovoltaikmodulen aus kristallinem Silicium und Schlüsselkomponenten davon (Zellen) mit Ursprung in oder versandt aus der Volksrepublik China auf aus Malaysia und Taiwan versandte Einfuhren von Fotovoltaikmodulen aus kristallinem Silicium und Schlüsselkomponenten davon (Zellen), ob als Ursprungserzeugnisse Malaysias oder Taiwans angemeldet oder nicht; ABl. L 37 vom 12.2.2016, S. 76.

Anmerkung:
Mit Wirkung vom 13.2.2016 wird der für „alle übrigen Unternehmen“ geltende endgültige Antidumpingzoll, der mit Artikel 1 Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 1238/2013 (ABl. L 325 vom 5.12.2013, S. 1) auf die Einfuhren von Fotovoltaikmodulen aus kristallinem Silicium und Schlüsselkomponenten davon (Zellen) mit Ursprung in oder versandt aus der Volksrepublik China eingeführt wurde, wobei Waren im Durchfuhrverkehr im Sinne des Artikels V GATT ausgenommen sind (53,4% auf den Nettopreis frei Grenze der Union, unverzollt), ausgeweitet auf aus Malaysia und Taiwan versandte Einfuhren von Fotovoltaikmodulen aus kristallinem Silicium und Schlüsselkomponenten davon (Zellen), ob als Ursprungserzeugnisse Malaysias oder Taiwans angemeldet oder nicht.
Die von dieser Maßnahme betroffenen Waren werden derzeit unter den KN- Codes ex 8501 31 00, ex 8501 32 00, ex 8501 33 00, ex 8501 34 00, ex 8501 61 20, ex 8501 61 80, ex 8501 62 00, ex 8501 63 00, ex 8501 64 00 und ex 8541 40 90 (TARIC-Codes 8501 31 00 82, 8501 31 00 83, 8501 32 00 42, 8501 32 00 43, 8501 33 00 62, 8501 33 00 63, 8501 34 00 42, 8501 34 00 43, 8501 61 20 42, 8501 61 20 43, 8501 61 80 42, 8501 61 80 43, 8501 62 00 62, 8501 62 00 63, 8501 63 00 42, 8501 63 00 43, 8501 64 00 42, 8501 64 00 43, 8541 40 90 22, 8541 40 90 23, 8541 40 90 32, 8541 40 90 33) eingereiht.
Von dieser Maßnahme ausgenommen sind die von den nachstehend aufgeführten Unternehmen hergestellten Waren:
LandUnternehmenTARIC-Zusatzcode
MalaysiaAUO — SunPower Sdn. Bhd.C073
Flextronics Shah Alam Sdn. BhdC074
Hanwha Q CELLS Malaysia Sdn. BhdC075
Panasonic Energy Malaysia Sdn. Bhd.C076
TS Solartech Sdn. Bhd.C077
TaiwanANJI Technology Co., Ltd.C058
AU Optronics CorporationC059
Big Sun Energy Technology IncC078
EEPV Corp.C079
E-TON Solar Tech. Co., Ltd.C080
Gintech Energy CorporationC081
Gintung Energy CorporationC082
Inventec Energy CorporationC083
Inventec Solar Energy CorporationC084
LOF Solar Corp.Cß85
Ming Hwei Energy Co., Ltd.C086
Motech Industries, Inc.C087
Neo Solar Power CorporationC088
Perfect Source Technology Corp.C089
Ritek CorporationC090
Sino-American Silicon Products Inc.C091
Solartech Energy Corp.C092
Sunengine Corporation Ltd.C093
Topcell Solar International Co., Ltd.C094
TSEC CorporationC095
Win Win Precision Technology Co., Ltd.C096
Die Anwendung von Befreiungen, die den vorstehend erwähnten Unternehmen gewährt oder von der Kommission zukünftig gewährt werden, setzt voraus, dass den Zollbehörden der Mitgliedstaaten eine vom Hersteller oder Versender ausgestellte gültige Handelsrechnung mit einer Erklärung vorgelegt wird, die von einer dafür zuständigen Person des Unternehmens, das diese Rechnung ausgestellt hat, unter Angabe des Namens und der Funktion dieser Person datiert und unterzeichnet wurde.
Bei Fotovoltaikzellen aus kristallinem Silicium ist diese Erklärung wie folgt abzufassen:
„Der/die Unterzeichnete versichert, dass die auf dieser Rechnung ausgewiesenen und zur Ausfuhr in die Europäische Union verkauften (Mengenangabe) Fotovoltaikzellen aus kristallinem Silicium von (Name und Anschrift des Unternehmens) (TARIC- Zusatzcode) in (betroffenes Land) hergestellt wurden und dass die Angaben auf dieser Rechnung vollständig und richtig sind.“
Bei Fotovoltaikmodulen aus kristallinem Silicium ist diese Erklärung wie folgt abzufassen:
„Der/die Unterzeichnete versichert, dass die auf dieser Rechnung ausgewiesenen und zur Ausfuhr in die Europäische Union verkauften (Mengenangabe) Fotovoltaikmodule aus kristallinem Silicium von (Name und Anschrift des Unternehmens) (TARIC- Zusatzcode) in (betroffenes Land)
i) von (Name und Anschrift des Unternehmens) (TARIC-Zusatzcode) in (betroffenes Land) ODER
ii) von einem unterbeauftragten Dritten für (Name und Anschrift des Unternehmens) (TARIC-Zusatzcode) in (betroffenes Land)
(nichtzutreffende Option streichen)
hergestellt wurden, wobei die Fotovoltaikzellen aus kristallinem Silicium von (Name und Anschrift des Unternehmens) (TARIC- Zusatzcode [anzugeben, wenn für das betroffene Land ursprüngliche oder Antiumgehungsmaßnahmen gelten] in (betroffenes Land) hergestellt wurden, und dass die Angaben auf dieser Rechnung vollständig und richtig sind.“
Wird keine solche Handelsrechnung vorgelegt und/oder wird einer oder werden beide TARIC-Zusatzcodes in der oben genannten Erklärung nicht angegeben, findet der für „alle übrigen Unternehmen“ geltende Zollsatz Anwendung und in der Zollerklärung ist der TARIC-Zusatzcode B999 anzugeben.
Der ausgeweitete Zoll wird auch auf aus Malaysia und Taiwan versandte Einfuhren erhoben, ob als Ursprungserzeugnisse Malaysias oder Taiwans angemeldet oder nicht, die zollamtlich nach Artikel 2 der Durchführungsverordnung (EU) 2015/833 der Kommission (ABl. L 132 vom 29.5.2015, S. 60) erfasst wurden. Hiervon ausgenommen sind die Waren, die von den in vorstehender Tabelle aufgeführten Unternehmen hergestellt wurden.
Die mit der Durchführungsverordnung (EU) 2015/833 angeordnete zollamtliche Erfassung der betroffenen Einfuhren wird eingestellt.

WINAICO wurde von der EU-Kommission als "echter" Hersteller von Solarmodulen bestätigt

WINAICO wurde von der EU-Kommission als "echter" Hersteller von Solarmodulen bestätigt

26. Februar 2016 | von: WINAICO
Die EU-Kommission bestätigt WINAICO als tatsächlichen taiwanesischen Hersteller von Solarmodulen. Das Unternehmen ist damit nicht von den Anti-Dumping-Zöllen betroffen, die die EU-Kommission auf importierte Solarprodukte aus China verhängt hat.
WINAICO, der größte PV-Modulhersteller in Taiwan, hat im Rahmen einer Anti-Dumping-Untersuchung in vollem Umfang mit der EU-Kommission kooperiert. Gegenstand der Untersuchung war die mögliche Umgehung von Anti-Dumping-Zöllen auf importierte Solarprodukte aus China. Infolgedessen wurde WINAICO von der EU-Kommission als „echter“ Hersteller von Solarmodulen eingestuft und ist von den Strafmaßnahmen in Form von Anti-Dumping-Zöllen in Höhe von 53,4 % sowie Ausgleichszöllen in Höhe von 11,5 % ausgenommen, die die EU-Kommission gegen betroffene Unternehmen verhängt hat.
Die EU-Kommission habe starke Indizien, dass Unternehmen mögliche Anti-Dumping-Zölle zu umgehen versuchen – mittels Solarmodulen aus China. Konkret handele es sich um erhebliche Veränderungen in den Handelsmustern in Zusammenhang mit Exporten aus China, Malaysia und Taiwan seit 2013. Eine eingehende Untersuchung habe ergeben, dass 7 % des europäischen Solarmodul-Volumens nicht den Vorgaben entsprechen. Bei diesen Modulen handele es sich um importierte Produkte von nicht kooperierenden und damit die Zölle umgehenden Unternehmen.
„WINAICO vertreibt seit 2008 qualitativ hochwertige Solarmodule in Europa. Eine hohe Integrität und ethisch einwandfreie Geschäftsstrategien haben bei uns dabei stets höchste Priorität.“, so Sascha Rossmann, Vice President of Global Sales bei WINAICO. „Wir haben im Rahmen der Anti-Dumping-Untersuchung in vollem Umfang mit der EU-Kommission kooperiert. So konnten wir beweisen, dass wir uns in der laufenden Diskussion über Solarmodulimporte auf den europäischen Märkten nichts haben zuschulden kommen lassen.“
WINAICO – Hersteller und SystemanbieterAls 100%ige Tochter des Halbleiterunternehmens Win Win Precision Technology Co., Ltd. mit Sitz in Taiwan fertigt und vertreibt WINAICO weltweit kristalline Hochleistungsmodule. Darüber hinaus liefert WINAICO als Systemhaus für Photovoltaik komplette PV-Systempakete.
Kunden des Unternehmens sind Solarspezialisten, Solarteure, Installateure und Projektierer. Dabei profitieren Installateure von der überdurchschnittlichen Produktqualität, der in Taiwan nach höchsten Qualitätsmaßstäben gefertigten Produkte sowie von den umfassenden Beratungs-, Planungs- und Serviceleistungen von WINAICO. Eine großzügige Lagerhaltung sichert die schnelle Verfügbarkeit der WINAICO Produkte.

Electricity prices to rise despite oil and gas plunge

Electricity prices to rise despite oil and gas plunge

26. February 2016 | By:  Edgar Meza
Despite falling oil and gas prices, the retail price of electricity is likely to continue an upward trend. A new Deutsche Bank Market Research study looks at the factors behind the trend.
Texas oil well
Oil and gas prices may be plunging, but electricity prices will likely continue to rise, due in part to higher T&D expenditures.
Despite plunging oil and gas prices, retail electricity prices in the U.S. are likely to continue to rise, according to a new report by Deutsche Bank Market Research.
The study found that retail electricity prices in the U.S. have increased at 2-3% nominal rate over the long term and the trend is likely to continue in the near term, providing support to residential solar PPA rates.
Natural gas prices have declined some 36% over the last two years and oil was down approximately 55% at the end of 2015, yet electricity pricing increased about 3% over the same period, according to the study.
Data from the U.S. Energy Information Administration (EIA), which suggests a moderate increase in retail electricity prices, provides support for solar PPA rates in a significantly lower commodity price environment, the report found. Researchers acknowledged that a potential lag effect from commodity declines could slow historical 3.3% price growth rates, but report “minimal evidence thus far.” Furthermore, while long-term low gas prices would inevitably slow electric price increases over time, fuel price declines cannot offset other capital investments, particularly in transmission and distribution (T&D), according to the study.
Indeed, fixed grid investment costs and retail price setting dynamics continue to drive prices higher across much of the U.S. According to the report, in 2013 and 2014, retail prices increased in 80% and 92% of states, respectively. Recent data suggests a slight slowdown in the rate of increase – only about 75% of states showed year-on-year increases in 2015. Yet researchers do not expect significant downward shifts in retail electricity pricing due to continued fixed grid investment, which is projected to increase substantially.

“Large regulated utilities like Duke Energy have recently talked about growth capex shifting from 20% T&D and grid modernization to 40%+ in the 2019-2020 timeframe,” the report said.
Over the past two years, electricity prices have gone up 3% nationwide while natural gas and oil fell 36% and 55%, respectively.



European data from the past several years has largely reinforced Deutsche Bank Market Research’s findings that electricity prices are more likely to increase than decrease while gas has generally showed the same trend.



As illustrated below, long-term electricity prices in the U.S. have increased at a 3%+ CAGR.

JA Solar übertrifft eigene Erwartungen für 2015

Produktion bei JA Solar
Fast alle produzierten Produke hat JA Solar im vierten Quartal an externe Kunden ausgeliefert.
Foto: JA Solar

JA Solar übertrifft eigene Erwartungen für 2015

26. Februar 2016 | Märkte und Trends, Topnews
Der chinesische Hersteller hat nun vorläufige Geschäftszahlen veröffentlicht. Im vergangenen Jahr hat JA Solar nach diesen Berechnungen knapp vier Gigawatt an Photovoltaik-Produkten absetzen können - und damit mehr als zunächst angenommen.

Die JA Solar Holdings Co., Ltd. hat am Freitag vorläufige Zahlen für das vierte Quartal veröffentlicht. Demnach lag der Absatz bei 1,32 bis 1,35 Gigawatt zwischen Oktober und Dezember 2015. Dies sei höher als die Erwartungen, die JA Solar zuvor mit 1,1 bis 1,2 Gigawatt bezifferte. Fast alle Photovoltaik-Produkte seien dabei an externe Kunden ausgeliefert. Die angepasste Erwartung des Absatzes für das Gesamtjahr 2015 belaufe sich nun auf 3,92 bis 3,95 Gigawatt, teilte der chinesische Photovoltaik-Hersteller weiter mit. Beim Umsatz gehe JA Solar für das vierte Quartal nun von einem Bereich zwischen 4,4 und 4,6 Milliarden Yuan – umgerechnet 611 bis 639 Millionen Euro - aus. Die Bruttomarge für diesen Zeitraum werde bei 16,4 bis 17,4 Prozent erwartet.

Seine geprüften Zahlen für das vierte Quartal sowie das abgelaufene Geschäftsjahr will JA Solar am 15. März vorlegen. (Sandra Enkhardt)

Solarcity legt Fonds mit 249 Millionen US-Dollar für Photovoltaik-Projekte auf

Solarcity Gigawatt-Fabrik in Buffalo Rising
Solarcity hat einen weiteren Fonds zur Finanzierung von Photovoltaik-Dachanlagen aufgelegt.
Foto: Buffalo Rising

Solarcity legt Fonds mit 249 Millionen US-Dollar für Photovoltaik-Projekte auf

26. Februar 2016 | Märkte und Trends, Topnews
Es ist bereits der vierte Fonds des US-Photovoltaik-Unternehmen, die die Partner zusammen auflegen. Den Namen will Solarcity aber nicht nennen.

Solarcity hat einen neuen Fonds zur Finanzierung von Photovoltaik-Anlagen in Höhe von 249 Millionen US-Dollar aufgelegt. Der Finanzierungspartner sei ein Unternehmen der Fortune 100-Liste, teilte das Photovoltaik-Unternehmen aus den USA mit. Den Namen wollte Solarcity nicht nennen. Es sei allerdings bereits der vierte Fonds für Photovoltaik-Projekte, den die Unternehmen zusammen auflegten. Mit dem Geld sollen die Kapitalkosten und die Installation von privaten Photovoltaik-Dachanlagen in den USA finanziert werden, wie es weiter hieß. Auch eine Verdoppelung des Fonds auf 498 Millionen US-Dollar sei geplant, wenn das Geld verteilt sei.

Das US-Unternehmen hat nach eigenen Angaben bislang 50 Projektfonds mit 22 verschiedenen Finanzierungspartnern aufgelegt. Der neue Fonds kann auch als Reaktion auf die im Dezember 2015 erfolgte Verlängerung der Steuervergünstigungen für Photovoltaik-Anlagen in den gesehen werden.

Ende Oktober 2015 hatte Solarcity zuletzt Zahlen vorgelegt und dabei ein weiteres starkes Wachstum aufgezeigt. So habe das Unternehmen im dritten Quartal 2015 insgesamt 256 Megawatt Photovoltaik-Leistung installiert und Aufträge für weitere 345 Megawatt erhalten; eine Steigerung um 86 und 50 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau. Allerdings machte Solarcity dabei Verluste, was der Vorstand vor allem mit hohen Investitionen begründet. Im dritten Quartal konnte Solarcity einen Umsatz von 114 Millionen US-Dollar bei einem Betriebsverlust von 191 Millionen US-Dollar erzielen. (Sandra Enkhardt)

ZSW: Weltweit sind 1,3 Millionen Elektroautos unterwegs

ZSW-Grafik zu Elektrofahrzeugen im Bestand der einzelnen Länder
Deutschland hinkt bei Elektromobilität auch 2015 hinterher.
Grafik: ZSW

ZSW: Weltweit sind 1,3 Millionen Elektroautos unterwegs

26. Februar 2016 | Märkte und Trends, Topnews
Die Analyse der Stuttgarter Wissenschaftler offenbart allerdings, wie weit Deutschland von seinem Ziel für 2020 entfernt ist. Insgesamt fuhren etwas mehr als 55.000 Elektroautos hierzulande 2015 über die Straßen. Die stärkste Nachfrage verzeichnete China.

Die Zahl der Elektroautos weltweit hat sich im vergangenen Jahr nahezu verdoppelt. Sie sei um mehr rund 550.000 auf 1,3 Millionen gestiegen, so die Analyse des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) in Stuttgart. Bei den Neuzulassungen habe es damit einen Zuwachs von 68 Prozent gegenüber 2014 gegeben. Der größte Schub mit mehr als 200.000 Neufahrzeugen sei dabei in China zu verzeichnen gewesen. In den USA seien mit 410.000 allerdings noch die meisten Elektrofahrzeuge weltweit unterwegs. In China gebe es nun etwa 307.000 Elektroautos.

Zahl der Neuzulassungen bei Elektrofahrzeugen in verschiedenen Ländern. Quelle: ZSW
Die Analyse der Stuttgarter Wissenschaftler zeigt deutlich, wie weit die Bundesregierung von ihrem Ziel, bis 2020 eine Millionen Elektrofahrzeuge auf deutsche Straßen zu bringen, noch entfernt ist. Mit insgesamt 55.250 angemeldeten Elektroautos liege Deutschland abgeschlagen noch hinter Ländern wie Japan, den Niederlanden, Norwegen und Frankreich.

Norwegen ist mit etwa drei Prozent dem ZSW zufolge weiterhin Spitzenreiter, wenn man den Anteil der Elektroautos auf den gesamten Fahrzeugbestand des Landes bezieht. In Deutschland liege dieser Anteil bei nur 0,12 Prozent. Dabei wäre es gerade in Deutschland wichtig, die Energiewende im Verkehrssektor weiter voranzutreiben. „Unsere Berechnungen ergeben, dass lediglich 1,7 Prozent des 2015 in Deutschland erzeugten Ökostroms ausreichen würden, um eine Million Elektrofahrzeuge zu betreiben“, erklärt ZSW-Wissenschaftler Andreas Püttner. „Und jeder kann bereits heute in Deutschland Ökostrom beziehen, auch für sein Elektroauto, und damit eine Energiewende im Verkehrssektor herbeiführen“, sagt Werner Tillmetz, ZSW-Vorstandsmitglied und Leiter des Geschäftsbereichs Elektrochemische Energietechnologien.

Erfreulich sei, dass mittlerweile auch in Deutschland zunehmend Modelle heimischer Autobauer nachgefragt würden. Von den 2015 in Deutschland verkauften 23.460 Elektrofahrzeugen stammt mehr als die Hälfte von deutschen Herstellern. Mit dem BMW i3 habe erstmals auch ein deutsches Fabrikat zu den weltweit meistverkauften Elektroautos gehört. Der Nissan Leaf sei in dieser Kategorie seit 2010 führend. Bei den Neuzulassungen 2015 habe das Model S von Tesla mit 42.730 verkauften Fahrzeugen die Spitzenposition übernommen, so das ZSW weiter. Knapp dahinter – mit jeweils auch mehr als 40.000 verkauften Exemplaren – folgten der Mitsubishi Outlander und der Nissan Leaf. Mit 31.900 verkauften BYD Qin zähle nun erstmals auch ein chinesischer Hersteller zu den Marktführern.

Nach Ansicht von ZSW-Vorstand Tillmetz gewinnt die Wertschöpfung rund um die Elektromobilität immer mehr an Bedeutung. „Als Wirtschaftsstandort, der sehr stark von der Automobil- und deren Zulieferindustrie geprägt ist, dürfen wir in Deutschland den Anschluss nicht verpassen. Schlüsseltechnologien der Elektromobilität wie die Lithium-Ionen-Batterie müssen ihren Platz im deutschen Produktionsportfolio finden“, so Tillmetz weiter. (Sandra Enkhardt)

Jinneng Group und Sunedison bauen neue Zell- und Modulproduktion in China auf

Bild der Jinneng Group
Die Jinneng Group gehört zu den größten Staatsfirmen in China und wird von der Provinzregierung Shanxi kontrolliert.
Foto: www.jinnengjt.com

Jinneng Group und Sunedison bauen neue Zell- und Modulproduktion in China auf

26. Februar 2016 | Märkte und Trends, Topnews
Das staatliche chinesische Unternehmen will zusammen mit dem US-Photovoltaik-Hersteller gemeinsam in ein Werk für n-type Heterojunction-Zellen und Module investieren. Nach zwei Ausbaustufen soll die Fabrik über zwei Gigawatt Kapazität verfügen.

Die Jinneng Group und Sunedison wollen gemeinsam ein Werk für die Herstellung von n-type mono Heterojunction-Solarzellen und Solarmodule investieren. Die Gründungszeremonie fand bereits im Mittwoch in der chinesischen Stadt Jinzhong in der Provinz Shanxi statt, wie der chinesische Photovoltaik-Hersteller mitteilte. In einer ersten Stufe solle ein Werk mit einer Jahreskapazität für 500 Megawatt Solarzellen und Solarmodule entstehen. In der zweiten Phase ist dann ein Ausbau der Kapazitäten um weitere 1,5 Gigawatt geplant. Zur Investitionssumme für das Projekt wollten sich die Unternehmen auf Nachfrage von pv magazine nicht äußern. Die Investitionskosten dürften sich aber auf etwa zwei Milliarden Yuan belaufen.

Die beiden Unternehmen hätten die Solarzellen gemeinsam entwickelt, teilte der chinesische Photovoltaik-Hersteller mit. Sie verfügten über einen stabilen Wirkungsgrad von etwa 22 Prozent in der Massenfertigung. Ziel sei es die Effizienz schrittweise auf 25 Prozent zu erhöhen. Neben der Leistungssteigerung der Photovoltaik-Produkte sei die Senkung der Herstellungskosten ein weiteres Ziel. Hier würde eine Reduktion um 20 Prozent angestrebt. Sunedison werde von der Kooperation ebenfalls profitieren, gerade bezüglich des Marketings und Verkaufs seiner Photovoltaik-Produkte in China, besonders für Regierungsprojekte in der Provinz Shanxi.

Der staatliche chinesische Hersteller verfügt bereits über eine Fertigung von einem Gigawatt Solarzellen und 1,2 Gigawatt Solarmodule in der Provinz. Insgesamt liege die Kapazität der Jinneng Group bei etwa 3,2 Gigawatt jährlich. Das Unternehmen ist eine der größten staatlichen Firmen und wird von der Provinzregierung Shanxi kontrolliert. Die Geschäftsfelder der Jinneng Group liegen auf dem Kohletransport und der Stromerzeugung. Die stärkere Ausrichtung auf erneuerbare Energien stehe dabei im Einklang mit den Vorgaben der Regierung. (Vincent Shaw, übersetzt Sandra Enkhardt)

Space Sailing: Reise zum Mars in 30 Minuten


Home » Technik » Space Sailing: Reise zum Mars in 30 Minuten

Space Sailing: Reise zum Mars in 30 Minuten

Weltraumsegel ermoeglicht Hochgeschwindigkeit
Weltraumsegel als Hochgeschwindigkeits-Antrieb.
Die Kolonialisierung anderer Planeten durch uns Menschen oder kognitive Roboter ist nur eine Frage der Zeit, denn die Technologien sind heute schon alle verfügbar. Eine Barriere gibt es aber noch, nämlich die Geschwindigkeit in der wir andere Planeten besiedeln. Eine Reise zum Mars zum Beispiel dauert heute mehrere Wochen, abgesehen von neuesten Hightech-Antrieben wie den Vasimr -Ionen-Antrieb, der die Reise auf Tage beschränken soll. Doch noch immer ist diese Geschwindigkeit zu langsam. Aus genau diesem Grund schlägt nun Philip Lubin von der University of California die Idee zum Space Sailing vor. Eine Methode, die uns mittels Weltraumsegel eines Tages binnen 30 Minuten zum Mars katapultieren könnte. Mehr zur Antriebs-Revolution für den Weltraum, seht und erfahrt ihr in diesem Beitrag bei uns auf Trends der Zukunft. 
Space Sailing: Reise zum Mars in 30 Minuten
Die Idee von der University of California ist relativ einfach erklärt: Die Forscher planen ein Weltraumsegel an einen zunächst kleinen Raumgleiter anzubringen und dieses von der Erdumlaufbahn aus mit einem Hochleistungs-Laser, dem Directed Energy System for Targeting of Asteroids and ExplorRation, mit Energie zu beschiessen. Dadurch soll ein Raumschiff auf eine Geschwindigkeit von 269813212.2 km/h (1/4 der Lichtgeschwindigkeit) gezogen und somit den Mars binnen 30 Minuten erreichen können. Es gibt allerdings eine Einschränkungen bei den Berechnungen. Das Raumschiff muss extrem dünn und klein sein, damit das ca. ein Meter große Segel, den kleinen Raumgleiter überhaupt in kurzer Zeit auf diese Geschwindigkeit ziehen kann. Die Idee einen Hochleistungslaser zu nehmen und damit ein Segel anzutreiben ist jedenfalls genial. Binnen 15 Jahren könnte ein kleines Raumschiff mit Kamera in dieser Geschwindigkeit unserem nächstgelegenen Nachbar-Sternensystem Alpha Centauri reisen. Eine faszinierende Vorstellung. Anbei seht ihr ein passendes Video zum Thema.

Video passend zum Thema SpaceSailing

Quelle: IflScience

Inverse Verbrennung könnte zu neutralen Kraftstoff-Zyklen führen


Home » Umwelt » Inverse Verbrennung könnte zu neutralen Kraftstoff-Zyklen führen

Inverse Verbrennung könnte zu neutralen Kraftstoff-Zyklen führen

Verbrennungsmotoren erzeugen Kohlenstoffdioxid, das als Treibhausgas in die Atmosphäre eingeleitet wird. Das ist simple, physikalische Realität. Forscher arbeiten jedoch an umgekehrten Verbrennungsprozessen, mit denen das Kohlenstoffdioxid wieder in Kraftstoff gewandelt werden kann.
Bild:  Fueling, faungg, Flickr, CC BY-SA 2.0
Bild: Fueling, faungg, Flickr, CC BY-SA 2.0

Umkehrung des Verbrennungsprozesses

Wissenschaftler der University of Texas at Arlington behaupten in der Publikation PNAS, dass sie gezeigt hätten, wie sich Kohlenstoffdioxid mit konzentriertem Licht, Hitze, hohem Druck und Wasser in einen nutzbaren Kraftstoff wandeln lässt. Natürlich würde bei der Verbrennung der Kraftstoffe wieder Kohlenstoffdioxid erzeugt werden, das in die Atmosphäre gelangt, aber die Forscher sagen, mit ihrer Methode ließe sich ein neutraler Kraftstoffkreislauf erzeigen, bei dem kein zusätzliches Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre eingeleitet wird.
We are the first to use both light and heat to synthesize liquid hydrocarbons in a single stage reactor from carbon dioxide and water”, so Brian Dennis, der an dem Projekt teilnahm, in einem Statement.
Um zu zeigen, dass ihre Methode funktioniert, haben die Forscher einen Reaktor mit einer Arbeitstemperatur von 180 bis 200 Grad Celsius verwendet, um bei einem Druck von 1 bis 6 Atmosphären mit einem Katalysator aus Kobalt und Titandioxid Wasser und Kohlenstoffdioxid in Kohlenwasserstoff und Sauerstoff umzuwandeln. Wirklich effizient ist die Methode noch nicht, die Ausbeute lag in den Versuchen bei knapp 13 Prozent, aber die Forscher arbeiten daran, die Effizienz zu erhöhen.

Sonnenlicht als Energiequelle

Die Idee hinter dem Prozess ist es, eines Tages Sonnenlicht zu nutzen, um die Hitze und Energie für den Prozess bereitzustellen und so eine mit Sonnenenergie betriebene inverse Verbrennung zu erreichen. Ein Vorschlag, um dies umzusetzen, ist die Verwendung von Parabolspiegeln.
Bis dies umgesetzt werden kann haben die Wissenschaftler noch Einiges zu tun, aber aus Sicht des Teams hat die Technologie viel Potential. “[This] would revolutionize how solar fuel replacements for gasoline, jet, and diesel solar fuels could be produced and could lead to a carbon-neutral fuel cycle”, so heißt es in dem Paper.
Momentan suchen die Forscher nach einem besseren Katalysator für die Reaktion. Der momentan verwendete Katalysator, der auf Titandioxid basiert, kann nicht das volle Spektrum an sichtbaren Licht absorbieren und ist daher nicht unbedingt für die Verwendung mit Sonnenlicht geeignet.
Die Technologie hat definitiv noch ihre Schwachstellen. Beispielsweise die Tatsache, dass es schwierig werden dürfte, die Welt zu überzeugen, dass die Produktion weiterer fossiler Brennstoffe wirklich die Lösung ist. Hinzu kommt, dass die Technik weltweit verwendet werden müsste, um eine echte Auswirkung auf den Kohlenstoffdioxid-Kreislauf zu haben.

54 neue Wasserstoff-Tankstellen im Jahr 2015

54 neue Wasserstoff-Tankstellen im Jahr 2015

Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland / Pressebild: TÜV SÜD
Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland / Pressebild: TÜV SÜD

Jahresauswertung von LBST und TÜV SÜD

(WK-intern) – 54 neue Wasserstoff-Tankstellen wurden weltweit im Jahr 2015 eröffnet. Aktuell sind insgesamt 214 Tankstellen in Betrieb.

Das ist das Ergebnis der achten Jahresauswertung von H2stations.org, einer Website von Ludwig-Bölkow-Systemtechnik (LBST) und TÜV SÜD.

Mehrere Länder planen einen gezielten Ausbau ihrer Tankstelleninfrastruktur für Wasserstoff. Im Jahr 2015 wurden viele dieser Planungen umgesetzt.
Von den 54 neu eröffneten Tankstellen sind 48 öffentlich zugänglich, die übrigen sind Flotten- oder Bustankstellen. In Nordamerika sind alle 7 neuen Wasserstoff-Tankstellen öffentlich und befinden sich bis auf eine in Kalifornien. Spitzenreiter ist Japan mit 28 neuen Tankstellen. In Europa wurden 19 Tankstellen eröffnet, 4 davon in Deutschland. Damit sind Ende Januar 2016 in Deutschland insgesamt 34 Tankstellen in Betrieb, davon 21 öffentlich. Nach Kenntnis der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik sind derzeit insgesamt 95 Tankstellen in Europa, 50 in Nordamerika, eine in Südamerika, eine in Australien sowie 67 in Asien in Betrieb. 121 Tankstellen weltweit sind öffentlich nutzbar.
Für geplante Tankstellen existieren bereits 104 konkret fest­gelegte Standorte (35 in USA, 5 in Japan und 64 in Europa, davon 34 in Deutschland). Weitere Standorte werden noch bekannt gegeben. In Europa verfügt Deutschland über die meisten Tankstellen, gefolgt von Großbritannien mit 14, Däne­mark und Frankreich jeweils mit 9 und Norwegen mit 6. Während die Nutzung der französischen Tankstellen nur speziellen Nutzergruppen vorbehalten ist, sind in den anderen Ländern fast alle Tankstellen öffentlich zugänglich.
Interaktive Karten und individuelle Auswertungen
Auf der Internetseite H2stations.org (www.H2stations.org) können Interessierte auf interaktiven Karten alle weltweit in Betrieb befindlichen, geplanten und stillgelegten Wasserstoff-Tankstellen lokalisieren. Mit einem Überblick zu aktuellen Änderungen und Informationen zu bereits abgeschlossenen Projekten bietet die Seite auch einen Überblick über die Entwicklung der Wasserstoff-Infrastruktur.
Die zugrunde liegende Datenbank wird fortlaufend aktualisiert und enthält detaillierte Informationen zu derzeit 644 Tankstellen weltweit. „Trotz der sehr aufwändigen Datenerhebung stellen wir die Basisdaten auf der Internetseite für die private Nutzung kostenfrei zur Verfügung“, sagt LBST-Geschäftsführer Dr. Uwe Albrecht. „Für die professionelle Nutzung lizensieren wir die Daten inklusive weiterer Detailinformationen und erstellen für unsere Kunden regelmäßige Berichte zu neuen Entwicklungen sowie individuelle Auswertungen.“ Aktualisierte Zahlen zu Wasserstoff-Tankstellen in den wichtigsten Ländern gemeinsam mit den wichtigsten Neuigkeiten zu Märkten und Technologien der Wasserstoffnutzung stellt LBST den Abonnenten aus der Industrie quartalsweise im Rahmen des „Marktcockpit Wasserstoff“ in aufbereiteter Form zur Verfügung.
Informationen und Services zu Wasserstoff und Brennstoffzellen
In ihrem gemeinsamen Wasserstoff- und Brennstoffzellenportal www.netinform.de/H2 haben LBST und TÜV SÜD umfangreiche Informationen und Services für professionelle Nutzer und interessierte Laien zusammengefasst. Neben www.H2stations.org umfasst das Portal auch die Website www.H2mobility.org mit einer Übersicht aller Wasserstofffahrzeuge seit 1807 sowie ausführliche Fachinformationen und einen Regelwerksservice.
Die Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH ist ein Beratungsunternehmen für nachhaltige Energie­versorgung und Mobilität. Sie unterstützt ihre internationalen Kunden aus Industrie, Finanzsektor, Politik und Verbänden bei Fragen zu Technologie, Strategie und Nachhaltigkeit. Acht DAX-Unternehmen vertrauen den zuverlässigen Einschätzungen der LBST zu neuen Entwicklungen und Innovationen in den Bereichen Energiewirtschaft und Mobilität. Drei Jahrzehnte kontinuierlicher Erfahrung des inter­disziplinären Teams renommierter Experten bilden die Basis der umfassenden Kompetenz der LBST.
Alle statischen Landkarten der Wasserstoff-Tankstellen (Welt, Europa, Deutschland, Nordamerika, Asien) können in hoher Auflösung unter www.tuev-sued.de/pressefotos in der Rubrik „Aktuelles & Veranstaltungen“ heruntergeladen werden. Weitere Informationen zu Ludwig-Bölkow-Systemtechnik und TÜV SÜD stehen im Internet unter www.lbst.de beziehungsweise www.tuev-sued.de/wasserstoff.
PM: TÜV SÜD AG

Solar-Glasdächer: Strom erzeugen mit Durchblick

Solar-Glasdächer: Strom erzeugen mit Durchblick

Si Module zeigt auf der Getec 2016 Doppelglasmodule für Terrassendächer und Wintergärten / pressebild
Si Module zeigt auf der Getec 2016 Doppelglasmodule für Terrassendächer und Wintergärten / Pressebild

Si Module zeigt auf der Getec 2016 Doppelglasmodule für Terrassendächer und Wintergärten

(WK-intern) – Wer eine Überdachung für seine Terrasse oder einen Wintergarten plant, ist mit einem Solar-Glasdach gut beraten:

Die Solarmanufaktur SI Module GmbH zeigt vom 26. bis 28. Februar auf der Messe Gebäude.Energie.Technik (Getec) in Freiburg das rahmenlose Doppelglasmodul SI-Saphir als sinnvolle und elegante Alternative zum herkömmlichen Glasdach.

„Unsere lichtdurchlässigen Doppelglas-Module bieten den gleichen Schutz wie Verbundsicherheitsglas, produzieren aber zusätzlich klimafreundlichen Solarstrom“, erklärt Gregor Reddemann, Geschäftsführer der SI Module.
Günstiger Solarstrom für den Eigenverbrauch
Die Investition in ein Solar-Glasdach ist nur geringfügig höher als in ein gewöhnliches Dach aus Glas. Nachdem selbst erzeugter Solarstrom nur noch halb so viel kostet wie der Strom vom Energieversorger, haben sich die Mehrkosten des Solar-Glasdaches schnell amortisiert: So sorgt ein Terrassendach mit einer Größe von 20 m² für einen jährlichen Ertrag von ca. 500 Euro* (Beispielrechnung, die tatsächlichen Erträge können je nach Anlage abweichen). „Bereits nach etwa vier Jahren sind die Mehrkosten in der Regel wieder ausgeglichen“, bestätigt Andreas Kotterer, Vertriebsleiter der SI Module. Zudem erspart man sich die teure Beschattungstechnik, da die Doppelglasmodule mit einer Lichtdurchlässigkeit von 40 % für ideale Lichtverhältnisse sorgen.
Photovoltaik-Module als Glas-Ersatz
Doppelglasmodule sind leicht und transparent, müssen aber auch stabil und belastbar sein. Zudem muss die Leistung stimmen, um einen möglichst hohen Solarstromertrag zu erzielen. Die SI Module als Spezialist für gebäudeintegrierte Photovoltaik präsentiert am Messestand zwei verschiedene Modultypen: Das leistungsstarke und robuste Modul SI-Enduro und das besonders lichtdurchlässige, rahmenlose Modul SI-Saphir mit einer Leistung von bis zu 210 Wattpeak. „Beide Modulvarianten sind nach öffentlichem Baurecht für den Einsatz im Überkopfbereich geeignet – ein entscheidender Vorteil bei der Baugenehmigung“, betont Kotterer.
Beratung aus einer Hand
Geplant und montiert wird das gewünschte Solardach von den zuverlässigen Partnerbetrieben der SI Module. Diese sind auch am Stand der SI Module vor Ort, um Bauherren bei Fragen zur Installation zu beraten. Weitere Informatio-nen zur SI Module GmbH am Messestand 3.5.14 auf der Getec und unter www.si-module.com.

Über die SI Module GmbH

Die Solarmanufaktur SI Module GmbH mit Sitz in Freiburg im Breisgau produziert und vertreibt mono- und polykristalline Hochleistungsmodule sowie Doppelglasmodule für die Gebäudeintegration. Alle Produkte der Unternehmensgruppe stammen aus deutscher Fertigung. Die SI Module ist Teil des M10 Solar Campus (www.m10-solar-campus.com).
PM: Solarmanufaktur SI Module GmbH

Positive Entwicklung bei der Windstromproduktion und neuer Einspeiserekord in Deutschland

Positive Entwicklung bei der Windstromproduktion und neuer Einspeiserekord in Deutschland

33,3 GW ein neuer Einspeiserekord beim Windstrom in Deutschland / Foto: HB
33,3 GW ein neuer Einspeiserekord beim Windstrom in Deutschland / Foto: HB

Winterrückblick 2015/16 für die Energiewirtschaft

(WK-intern) – „Der Winter 2015/16 ist einer der bisher wärmsten in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor über 100 Jahren.

Das stürmische Wetter wirkte sich sehr positiv auf die Windstromproduktion aus.

Am 8. Februar 2016 wurde erneut ein Rekord bei der Windstromeinspeisung registriert.

Der Winter 2015/16 zeichnete sich zudem durch Schwankungen bei der Solarstromproduktion und den Pegelständen aus“, so lautet die zusammenfassende Einschätzung des MeteoGroup-Energiemeteorologen Friedrich Föst.
Einer der wärmsten Winter seit über 100 Jahren
Der Winter 2015/2016 (Dezember-Februar) geht als einer der wärmsten seit dem Beginn systematischer Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 in Deutschland ein. Mit einer positiven Abweichung von bisher 3,5 K gegenüber dem Deutschland-Mittel (Referenzperiode 1961-90) belegt er aktuell den Platz 5 der wärmsten Winter seit 1881/1882 (Stand 25.02., 9 Uhr MEZ). Alle drei Wintermonate zeichnen sich mit teils hohen positiven Temperaturanomalien aus. Allen voran der Dezember, der als der wärmste seit Aufzeichnungsbeginn mit einer Abweichung von +5,6 K in die Statistik eingeht. Nur vorübergehend gab es auch kurze Kaltlufteinbrüche. Lediglich im Nordosten Deutschlands hielt sich die Kaltluft über einen längeren Zeitraum und hier wurde sogar ein insgesamt leicht zu kalter Januar aufgezeichnet.
Positive Entwicklung bei der Windstromproduktion und neuer Einspeiserekord in Deutschland
Die Windstromproduktion war in diesem Winter laut der Auswertung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE deutlich höher als in den vorangegangenen Jahren. Bereits der Dezember brachte viel mehr Windstrom als die letzten vier Jahre mit stärkeren Ereignissen am 4. bis 6. sowie vom 21. bis 27. Dezember. Mit 12,75 TWh liegt die Windstromproduktion deutlich über den Vorjahren. Der Januar liegt mit 10,02 TWh nur knapp hinter dem Vorjahr (10,39 TWh), aber immer noch sehr deutlich vor den Jahren davor. Höhere Einspeisungen verhinderte vor allem die windschwache Wetterphase ab Mitte der zweiten Januardekade. Mit aktuell 9,81 TWh (Stand 25.02., 9 Uhr MEZ) liegt der Februar weit vor seinen Vorgängern. Vor allem die erste Februardekade verlief sehr windig und auch in der letzten Dekade sind einige markantere Windereignisse aufgetreten bzw. sind noch in Aussicht. Zudem wurde am Abend des 8. Februar mit 33,3 GW ein neuer Einspeiserekord beim Windstrom in Deutschland gemessen. Dieser Rekord wird einer weiter gestiegenen Kapazitätsinstallation als dem Windereignis an sich zugeschrieben.
Schwankungen bei der Solarstromproduktion und Pegelständen
Sonnenscheindauer und Niederschlagsmenge erreichten in etwa das Soll, doch gab es innerhalb der Monate große Unterschiede: So fiel der Dezember viel zu trocken aus, im Mittel wurde nur die Hälfte des sonst üblichen Niederschlags registriert. Stattdessen fiel die Sonnenscheindauer mit 156 % sehr üppig aus. Laut der Auswertung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE gab es eine vergleichsweise hohe Solarstromproduktion von 0,9 TWh, was deutlich über der Dezemberproduktion der Vorjahre liegt, die zwischen nur 0,38 TWh (2011) und 0,8 TWh (2013) lag. Der Januar erzielte 0,69 TWh und liegt damit im gesicherten Mittelfeld der vergangenen Jahre. Gleichzeitig wurde mit 126% ein etwas zu nasser Januar registriert. Der Februar steht aktuell bei 0,94 TWh (Stand: 25.02., 9 Uhr MEZ) und liegt deutlich hinter den beiden Vorjahren: 1,8 TWh (2014) bzw. 1,46 TWh (2015). Auch der Februar fällt insgesamt zu nass aus, was aber in Summe lediglich dazu beiträgt, das Dezemberdefizit auszugleichen. Bis weit in den Dezember hinein gab es aufgrund des Niedrigwassers in den Flüssen zeitweise eingeschränkten Schiffsverkehr, der unter anderem den Transport von Kohle und Öl beeinträchtigt hat. Erst stärkere Niederschlagsereignisse im Januar und Februar haben die Flusspegel deutlich ansteigen lassen. Somit gingen die Probleme mit dem Niedrigwasser zu Ende, auch die Laufkraftwerke konnten wieder mehr Strom liefern.
Hintergrundinformationen zu MeteoGroup und MeteoGroup Deutschland
MeteoGroup ist einer der führenden Wetterdienste weltweit. Wetterabhängigen Unternehmen, Medien und Privatkunden bietet MeteoGroup innovative Wetterlösungen, die sie dabei unterstützen, bessere Entscheidungen zu treffen. Mit über 400 Mitarbeitern an 17 Standorten weltweit vereint MeteoGroup globale Reichweite mit lokaler Kompetenz und individueller Beratung. Erfahrene Meteorologen liefern präzise und zuverlässige Wetterinformationen 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr.
MeteoGroup betreibt international eigene Unwetterzentralen sowie ein eigenes Wetterstationsnetz. Zusätzlich zu den ca. 17.000 Wetterstationen der nationalen Wetterdienste bietet es exklusiven Zugriff auf die Daten der hauseigenen Wetterstationen, darunter 900 allein in Mitteleuropa. In Kombination dieser beiden Datenquellen ist das Messnetz eines der dichtesten seiner Art und bietet damit eine der größten Wetterdatenbanken weltweit.
MeteoGroup Deutschland wurde 1998 gegründet und beschäftigt heute an zwei Standorten in Berlin und Bochum ca. 120 Mitarbeiter. Am Berliner Standort ist die Entwicklung von Wetter-Apps und Broadcast-Lösungen gebündelt. Mit www.Wetter24.de, www.Unwetterzentrale.de und den erfolgreichen mobilen Wetter-Apps WeatherPro, MeteoEarth und AlertsPro liefert MeteoGroup Dienste für Privatkunden.
MeteoGroup gehört zu General Atlantic, einem der größten privaten Investment-Unternehmen der Welt.
PM: MeteoGroup

Freitag, 26. Februar 2016

In Norwegen entsteht der größte Onshore-Windpark der Welt


In Norwegen entsteht der größte Onshore-Windpark der Welt

Norwegen ist eigentlich in erster Linie für seine reichen Öleinnahmen bekannt. Gleich zweimal lehnte das Land daher den Beitritt zur Europäischen Union ab und blieb lieber vollkommen eigenständig. Seit einiger Zeit aber scheint auch Norwegen nicht mehr von der Zukunft des Öls überzeugt zu sein und setzt stattdessen auf Erneuerbare Energien. So wurde der norwegische Staatsfonds, der aus den Einnahmen der Ölverkäufe gespeist wird, angewiesen, keine klimaschädlichen Investments mehr zu tätigen. Gleichzeitig ist bereits jetzt jeder fünfte neu zugelassene Wagen in Norwegen ein Elektroauto. Da passt es gut, dass nun in der Mitte Norwegens, mit einer Kapazität von 1 GW, der größte Onshore-Windpark der Welt entstehen wird.
Foto: National Renewable Energy Laboratory (Public Domain)

Foto: National Renewable Energy Laboratory (Public Domain)

Die Kapazität der Windkraft verdoppelt sich auf einen Schlag

Norwegen ist dabei grundsätzlich für die Nutzung Erneuerbarer Energien sehr gut geeignet. Denn das Land verfügt über zahlreiche auf Wasserkraft basierende Pumpspeicherkraftwerke. Weht der Wind also übermäßig stark, wird das Wasser einfach kostengünstig hinaufgepumpt und kann dann während einer Flaute wieder herabgelassen werden. Auf diese Weise lassen sich die Schwankungen in der Stromversorgung relativ einfach ausgleichen. Der neue Windpark soll dabei aus insgesamt sechs einzelnen Farmen bestehen, die allerdings miteinander verbunden sind. Wie ambitioniert der Plan dabei tatsächlich ist, verdeutlicht ein simpler Fakt: Geht die Anlage wie geplant in Betrieb, verdoppelt sich der Anteil der Windkraft an der Energieversorgung des Landes sofort.

Die Windkraft verbessert die Umweltbilanz der Elektroautos

Gebaut werden sollen die Windräder dabei von einem Konsortium unter der Führung des staatlichen norwegischen Energiekonzerns Statkraft. Geplant wird dabei mit Baukosten von 1,1 Milliarden Euro. Ein durchaus ambitioniertes Investment, das sich allerdings lohnen könnte. Denn der Standort in der Mitte Norwegens wurde schon vor längerer Zeit als einer der windstärksten in ganz Europa ausgemacht. Mehr oder weniger nebenbei verbessert die steigende Bedeutung der Windenergie dabei auch die Umweltbilanz der vielen Elektroautos im Land. Denn solange diese mit Strom aus Ölkraftwerken betrieben werden, ist umwelttechnisch nicht viel gewonnen. Stammt die Energie aber aus Wind- und Wasserkraft hilft dies Umwelt und Klima ungemein.
Via: Treehugger

Compromiso de grupos parlamentarios para modificar la regulación de autoconsumo en España


Compromiso de grupos parlamentarios para modificar la regulación de autoconsumo en España

25/02/16 | Noticias principales, Desarrollo de mercado, Política
Todos los grupos parlamentarios con excepción del PP y UPN han suscrito un acuerdo para la modificación de la regulación de autoconsumo. Entre las organizaciones que apoyan esta modificación está la patronal fotovoltaica UNEF.
La mayoría del Parlamento español ha suscrito un acuerdo de compromiso para modificar la regulación de autoconsumo, para el desarrollo de este tipo de instalaciones. Todos los grupos parlamentarios con excepción del Partido Popular (PP) y Unión del Pueblo Navarro (UPN) se han comprometido a modificar la regulación actual de autoconsumo en los primeros 100 días de gobierno.  
El acuerdo además es apoyado por numerosas organizaciones del sector de las energías renovables, como la Unión Española Fotovoltaica (UNEF), y organizaciones de consumidores, sindicales y sociales.
En la actualidad, la mayor parte de las instalaciones fotovoltaicas que se llevan a cabo en España son sistemas de autoconsumo. En octubre pasado, el gobierno español introdujo una normativa, el Real Decreto 900/2015, que contiene elevados cargos para este tipo de instalaciones.
El acuerdo contempla cuatro modificaciones principales en la regulación actual, la no aplicación de cargos para la electricidad producida y autoconsumida,  la posibilidad de que una instalación sea compartida por varios consumidores, la simplificación de los trámites administrativos y modificaciones en relación a las sanciones por incuplimiento de la normativa de autoconsumo.
Los grupos parlamentarios que han suscrito el acuerdo se comprometen a que se apruebe como Real Decreto-Ley una modificación de la regulación de autoconsumo. En diciembre pasado, se celebraron elecciones generales en España, sin embargo hasta la fecha no hay un acuerdo claro para la formación de gobierno. (Redacción)

Photovoltaik-Anlagen etablieren sich immer weiter als liquide Assetklasse

Photovoltaik-Anlagen etablieren sich immer weiter als liquide Assetklasse

24. Februar 2016 | Dirk Petschick, Geschäftsführer und Mitgründer von Milk the Sun
Dirk Petschick, Geschäftsführer und Mitgründer von Milk the Sun

Der Photovoltaik-Markt in Deutschland befindet sich in einem Paradigmenwechsel. Während der ehemals stürmische Photovoltaik-Zubau zum Erliegen kommt, blüht der Photovoltaik-Zweitmarkt großflächig auf. Der Markt mit dem Handel laufender Solaranlagen wird immer liquider, da das Marktverständnis von Anlagenbetreibern und Investoren stetig wächst. Dieser Trend wird sich auch 2016 fortsetzen.

Dass sich der deutsche Photovoltaik-Markt im Wandel befindet, ist seit 2013 genau so deutlich zu beobachten wie das vorhergegangene dynamische Wachstum. Vom Privat- bis zum Großinvestor verlieren zunehmend alle Marktakteure die Motivation am Neubau von PV-Anlagen und Solarparks. Sie investieren stattdessen in bereits bestehende Solaranlagen. Ein Trend, der seit 2013 enorm an Fahrt gewinnt. Doch wieso gibt es diesen Paradigmenwechsel?

Eine Frage der Rendite und Verfügbarkeit

Die Frage ist leicht zu beantworten. Wir müssen uns lediglich vor Augen führen, wieso es von 2009 bis 2012 einen so starken Ausbau von Photovoltaik-Kapazitäten gab – und wieso dieser seither so rapide abfällt. Die Stichworte sind Rendite und Verfügbarkeit. Allen Vorreitern, grünen Denkern und Solarstromerzeugern aus Überzeugung in Ehren, ohne die der Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland nie vorangekommen wäre – aber wir müssen ehrlich zu uns sein. Die mit dem EEG eingeführte Einspeisevergütung war eine hervorragende Basis für Investoren, attraktive und planbare Renditen durch den Bau von Solaranlagen zu erwirtschaften und damit dieser neuen Technologie zum Durchbruch zu verhelfen. Diese Basis schwindet langsam, aber sicher. Durch die Reduzierung der Einspeisevergütung sinken die Renditen, mit den rückläufigen Renditen sinkt die Bereitschaft, neue Photovoltaik-Anlagen zu bauen. Mit der Begrenzung des Photovoltaik-Zubaus seitens der Bundesregierung durch festgelegte Zielkorridore und die Einführung des Ausschreibungssystems nimmt die Möglichkeit des Neubaus von PV-Anlagen für Investoren zudem immer weiter ab. Es fehlt schlicht an geeigneten Investitionsmöglichkeiten.

Anlagenbetreiber und Investoren entdecken daher vermehrt den Photovoltaik-Zweitmarkt für sich. Ihr Verständnis für diesen Markt wird durch kontinuierliche Aufklärungsarbeit und zunehmend standardisierte Prozesse immer stärker: Durch den Handel mit laufenden Solaranlagen sind – anders als durch den Neubau von PV-Anlagen - noch immer attraktive Renditen zu erzielen.

Investitionsbereitschaft privater Investoren steigt immer weiter an


Dass sich der Trend mit dem Handel laufender Solaranlagen in einem starken Wachstum befindet und nicht nur vorübergehend besteht, können wir sehr gut anhand der Bewegungen und Transaktionen auf unserem Online-Marktplatz www.milkthesun.com erkennen. Nach dem dynamischen Anstieg des Handels mit Photovoltaik-Bestandsanlagen über unseren Marktplatz im Jahr 2014 hat sich die Anzahl der Transaktionen in 2015 nochmals verdoppelt. Im Geschäftsjahr 2015 wurden PV-Projekte mit einem Handelsvolumen von knapp unter 100 Millionen Euro über Milk the Sun gehandelt.

In den bisherigen Kernmärkten Deutschland und Italien, aber auch in Frankreich, Spanien und Tschechien standen dabei Anlagen im Größensegment von sieben Kilowatt bis zehn Megawatt im Fokus. Gleichzeitig hat sich jedoch der Handel mit Projektrechten im Vergleich zum Vorjahr nochmals um sieben Prozent verringert. Beide Trends belegen: Die Investitionsbereitschaft privater Investoren auf dem Photovoltaik-Zweitmarkt nimmt stetig zu, während der Neubau von Solaranlagen immer unattraktiver scheint.

Das immer größer werdende Verständnis der Mechanismen des liquiden PV-Zweitmarktes birgt sogar noch weitere Vorteile. Die Umschlagsgeschwindigkeit der über unseren Marktplatz angebotenen Projekte – das heißt von der Veröffentlichung bis zum Verkauf - hat sich von durchschnittlich fünf Monaten in 2014 auf unter drei Monate in 2015 deutlich verbessert. Bereits 14 Prozent aller Anlagen wurden 2015 innerhalb eines Monats verkauft.

Schnellere und vermehrte Transaktionen dank steigender Professionalisierung

Diese Entwicklung spiegelt vor allem die andauernde Professionalisierung des Photovoltaik-Zweitmarktes und dessen Akteuren wieder. Anlagenbetreiber und Investoren haben verstanden, dass das Investment in laufende Solaranlagen eine neue Art der Geldanlage ist und ein schneller und weitestgehend standardisierter Transaktionsprozess nicht mur möglich, sondern je nach individueller Situation auch nötig ist. Für diesen Zweck haben wir mit unserer Plattform einen neuen Qualitätsstandard in Sachen Dokumentation und Datenaufbereitung geschaffen. Durch die Bereitstellung aller nötigen Informationen direkt von Beginn an, ermöglichen wir Käufern und Verkäufern einen hoch effizienten An- und Verkauf der Projekte.

Eine große Rolle bei der Professionalisierung des Photovoltaik-Marktes spielen aber auch Dienstleister, die es verstanden haben, Ihre Angebote zu digitalisieren und mit dem Zweitmarkt zu verknüpfen. Anlagenbetreiber und Investoren buchen immer öfter transaktionsbegleitende Dienstleistungen, die den Kaufprozess beschleunigen, und Services rund um den Betrieb von Solaranlagen, insbesondere von neuen innovativen Dienstleistungsangeboten unseres Partnernetzwerkes, die helfen, die Erträge der Anlagen zu optimieren.

Unsichere Energiepolitik + steigendes Interesse an laufenden PV-Anlagen = Weiteres Wachstum des Zweitmarktes

Bedingt durch die unsichere Gestaltung der zukünftigen Photovoltaik-Förderung in Deutschland und die immer weiter sinkenden Einspeisevergütungen sowie die Limitierung des Zubaus durch das Ausschreibungssystem in Deutschland sehen wir für das laufende Jahr einen weiteren Anstieg des Handels von laufenden Solaranlagen.

Bereits im vergangenen Jahr haben wir einen überproportionalen Anstieg der Käufe und Verkäufe laufender PV-Anlagen im Größensegment 31 bis 500 Kilowatt registriert. Diese Projekte haben im vergangenen Jahr 78 Prozent der Verkäufe ausgemacht und wurden zum Großteil von Privatinvestoren erworben. Auch im laufenden Jahr rechnen wir daher mit der Bestimmung des Marktes durch dieses Größensegment. Allerdings nicht nur wie bisher in Deutschland und Italien, die einen Marktanteil von 90 Prozent erreichten, sondern auch immer stärker in Spanien und Frankreich, dessen Photovoltaik-Märkte in 2015 belebt wurden und in 2016 voraussichtlich deutlich wachsen werden.

Der Handel mit Großprojekten ab 500 Kilowatt entwickelte sich mit einem konstanten Anteil von 22 Prozent am Handelsvolumen unserer Online-Plattform zu einer festen Größe. Durch die Verdopplung der Transaktionen im Vergleich zum vergangenen Jahr - trotz schwieriger Angebotssituationen - sehen wir auch in dieser Größenklasse einen Anstieg der Handelsbereitschaft für das Jahr 2016.

Es kommen viele Faktoren zusammen, die uns glauben lassen, dass der Photovoltaik-Zweitmarkt in diesem Jahr weiter deutlich wachsen wird. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich der riesige vorhandene Gesamtbestand an Photovoltaik-Anlagen in Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien und nun auch in Großbritannien immer schneller „dreht“ und die rechtlichen Rahmenbedingungen in diesen Ländern weitestgehend stabil scheinen.

--- Der Autor Dirk Petschick ist Geschäftsführer und Mitgründer von Milk the Sun, einem offenen Online-Marktplatz für Photovoltaik-Anlagen. Über das Portal können Projektentwickler und Betreiber Solaranlagen zum Verkauf anbieten und Investoren interessante Projekte als grüne Kapitalanlage finden. Milk the Sun vermittelt in Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern zudem Dienstleistungen für den gesamten Lebenszyklus einer Photovoltaik-Anlage. Über den geschlossenen Marktplatzbereich Utility Scale Network bietet das Unternehmen auch Solargroßinvestments. www.milkthesun.com ---

Die Blogbeiträge und Kommentare auf www.pv-magazine.de geben nicht die Meinung und Haltung der Redaktion und der pv magazine group wieder. Unsere Webseite ist eine offene Plattform für den Austausch der Industrie und Politik. Wenn Sie auch in eigenen Beiträgen Kommentare einreichen wollen, schreiben Sie bitte an redaktion(at)pv-magazine.com.

Foxconn soll Sharp übernehmen und zögert nun

Sharp-Stand auf der PV Expo Tokio 2015
Sharp sucht dringend einen Investor.
Foto: Solarpraxis AG/Jonathan Gifford

Foxconn soll Sharp übernehmen und zögert nun

25. Februar 2016 | Märkte und Trends, Topnews
Der japanische Elektronikriese hat nun die Ausgabe neuer Aktien angekündigt, die von dem neuen Mehrheitsaktionär Foxconn gekauft werden sollen. Der taiwanesische Apple-Zulieferer soll nun aber doch zögern. Was aus Sharps Photovoltaik-Geschäft wird, ist noch unklar.

Der Vorstand von Sharp hat am Donnerstag auf einer außerordentlichen Sitzung einstimmig einer Übernahme durch Hon Hai Precision Industry – besser bekannt unter dem Namen Foxconn – zugestimmt. Der japanische Elektronikkonzern veröffentlichte dazu die geplanten Maßnahmen. Demnach wird Foxconn Aktien kaufen, die neu ausgegeben werden, und dann künftig 69,5 Prozent an Sharp halten. Die neuen Aktien soll Foxconn zum Preis von 118 Yen erwerben können, was deutlich unter dem aktuellen Börsenkurs liegt.

Nur kurz danach gab es allerdings Meldungen, wonach Foxconn nun doch bei der Übernahme zögert. So wolle der taiwanesische Apple-Zulieferer mit der Unterzeichnung des Vertrags warten, „bis ein Konsens erzielt ist“, zitiert die Nachrichtenagentur dpa-AFX eine Aussage von Foxconn vom Donnerstag. Zunächst müssten die von Sharp erhaltenen Dokumente geprüft werden. Weitere Details nannte Foxconn aber nicht. Das Angebot des taiwanesischen Konzerns für die Übernahme von Sharp beläuft sich auf umgerechnet etwa 5,4 Milliarden Euro. Er hatte sich damit auch gegen ein Angebot eines japanischen Fonds Innovation Network Corporation of Japan (INCJ) durchgesetzt.

Nach der Ankündigung von Foxconn scheint der Bieterstreit wieder offen. Zudem blieb zunächst unklar, was aus Sharps Photovoltaik-Geschäft werden soll. Sicher ist allerdings, dass Sharp angesichts seiner hohen Verluste – allein 108,3 Milliarden Yen (rund 9 Milliarden Euro) in den vergangenen drei Quartalen – dringend einen Investor und frisches Kapital braucht. (Sandra Enkhardt)

BEE fordert politisches Bekenntnis zu Erneuerbaren

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks auf dem BEE-Neujahrsempfang in Berlin
Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hob auf dem BEE-Neujahrsempfang in Berlin vor allem auf den Klimaschutz ab.
Foto: BEE

BEE fordert politisches Bekenntnis zu Erneuerbaren

25. Februar 2016 | Politik und Gesellschaft, Topnews
Auf dem Neujahrsempfang des Bundesverbands betonte Präsident Fritz Brickwedde, dass Deutschland weg vom Öl und Gas muss und forderte ein klares politisches Bekenntnis für die Erneuerbaren bei der anstehenden EEG-Novelle. Die Bundesumweltministerin ging in ihrer Rede hauptsächlich auf den Klimaschutz ein.

Mit Sorge blickt man beim Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) die in diesem Jahr anstehende EEG-Novelle. In seiner Rede auf dem Neujahrsempfang am Mittwoch in Berlin nutzte BEE-Präsident Fritz Brickwedde dann auch, um von der Politik ein stärkeres Bekenntnis für die erneuerbaren Energien einzufordern. Die Branche leide immer noch unter den Folgen der letzten EEG-Novellen. Mittlerweile seien der Zubau von Photovoltaik und Bioenergie massiv eingebrochen. Mit der in diesem Jahr geplanten Reform und der damit verbundenen Umstellung auf Ausschreibungen könnte es nun die Windkraft treffen. Zudem werde damit die Akteursvielfalt und damit das gesellschaftliche Fundament der Energiewende gefährdet. „Es muss wieder mehr Photovoltaik zugebaut werden, um die Energiewende zu schaffen“, sagte Brickwedde vor den rund 1100 Gästen. Auch müsse in der EEG-Reform 2016 ein klares Bekenntnis zur Bioenergie enthalten sein. „Wir dürfen die Bioenergie nicht vor die Hunde gehen lassen“, so der BEE-Präsident weiter.

Zugleich forderte Brickwedde, dass Deutschland weg vom Öl müsse und sich auch unabhängiger von russischem Gas machen sollte. Zudem stellte er an die politischen Vertreter die Fragen, wer nun für den AKW-Rückbau zahlen muss. Die seien nicht die Konzerne, sondern primär die Steuerzahler. Brickwedde betonte bei seiner Rede auch, dass sich die Erneuerbaren nicht gegeneinander ausspielen lassen. Zudem werde der Verbändeintegrationsprozess derzeit weiter vorangetrieben, der den Erneuerbaren eine starke Stimme verleihen soll.

Als prominente Gastrednerin des Abends war Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) geladen. Sie erklärte in ihrer Rede, dass die Energiewende in erster Linie ein Klimaschutzprojekt sei. Zudem erklärte Hendricks, dass „nach dem Atomausstieg vor dem Kohleausstieg“ sei. Sie kündigte an, in den kommenden Monaten ihren „Klimaschutzplan 2050“ vorzulegen, den Emissionshandel stärken zu wollen und das Ziel, Deutschland bis 2050 weitgehend emissionsfrei zu machen, fest im Visier habe. Mit Blick auf die Ausschreibungen erklärte sie, dass eine Ausweitung der Flächenkulisse für Photovoltaik-Freiflächenanlagen politisch nicht gewollt sei. Die Fortsetzung der Photovoltaik-Speicherförderung sei gut, aber die Unternehmen der Branche müsste selbst auch mehr tun, so Hendricks weiter. Als Bundesumweltministerin ist sie allerdings nicht für die EEG-Reform zuständig, sondern das Bundeswirtschaftsministerium, das diesen Bereich nach der letzten Wahl zugeschlagen bekam. (Sandra Enkhardt)

Bundestag debattiert über Digitalisierungsgesetz

Bundestagsdebatte
Am Freitag wird in erster Lesung das Digitalisierungsgesetz beraten.
Foto: Dt. Bundestag/T. Trutschel/phototheknet

Bundestag debattiert über Digitalisierungsgesetz

25. Februar 2016 | Politik und Gesellschaft, Topnews
Am Freitag werden die Abgeordneten eine Dreiviertelstunde in erster Lesung über den Gesetzentwurf „Digitalisierung der Energiewende“ diskutieren. Im Vorfeld gibt es von allen Seiten Forderungen für Nachbesserungen an dem geplanten Gesetz, mit dem eine Einbaupflicht für Smart Meter verbunden ist.

In erster Lesung wird sich der Bundestag am Freitag mit dem Gesetzentwurf „Digitalisierung der Energiewende“ befassen. 14:25 Uhr soll der letzte Tagesordnungspunkt der Woche für die Abgeordneten aufgerufen werden. Eine Dreiviertelstunde soll dann beraten werden. Bei der Opposition, in der Energiebranche und bei Verbraucherschützern sorgt das Digitalisierungsgesetz für einiges Kopfweh und es gibt zahlreiche Forderungen für Nachbesserungen.

Ein wesentlicher Kritikpunkt ist der geplante Einbauzwang von Smart Metern. Gerade mit Blick auf die Privathaushalte lehnen dies die Grünen und Verbraucherschützer ab. „Für uns Grüne ist aber auch klar, dass es keine Zwangsbeglückung mit Smart Metern für private Haushalte geben darf. Für Haushalte muss es eine einfache und praktikable Ausstiegs-Regelung geben. Das können z.B. Messsysteme sein, bei denen die Abnehmer einfach selbst die Datenübermittlung an die Netzbetreiber unterbrechen können“, erklärte die energiepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Julia Verlinden. Auch der Verbraucherzentrale Bundesverband betont, dass die Smart Meter für Privathaushalte „keine Vorteile, aber Kosten“ mit sich bringen. Zudem gebe es noch keine kostengünstigen Smart Meter. „Und selbst wenn, ließen sich die Smart Meter-Kosten von bis zu 100 Euro pro Jahr im Normalfall nicht wieder einspielen. Deshalb muss sich der Bundestag für das Prinzip der Freiwilligkeit stark machen“, so die Forderung der Verbraucherschützer.

Bei den Grünen sieht man für die Industrie durchaus einen Nutzen durch die Einführung von Smart Metern. „Intelligente Messsysteme, Zähler und Netze sind wichtige Bausteine für die Energiewende. Sie machen Verbrauchswerte transparent und können Stromversorgern helfen, durch intelligente Steuerung Verbrauchsspitzen zu senken und so für mehr Systemstabilität zu sorgen. Besonders in der Industrie, wo viel Strom verbraucht wird und dadurch auch viel Nachfrage in lastärmere Zeiten verschoben werden kann, brauchen wir zügig und flächendeckend Smart Meter“, so Verlinden weiter.

Direktvermarkter und Anbieter von Regelenergie stehen dem Gesetzentwurf ebenfalls skeptisch gegenüber. Sie fürchten, dass die neuen Smart-Meter-Systeme steuerungstechnisch wahrscheinlich weniger leisten können, als die bereits bei den Unternehmen existierenden Geräte. „Bei der Installation von intelligenten Messsystemen ist der Grundansatz, dass Daten zum Verbrauch und zur Erzeugung von Anlagen besser erfasst werden können. Parallel will man über diese Messsysteme einheitliche Schnittstellen zur Anlagensteuerung einführen. Dies ist zu begrüßen. Jedoch sollte es so erfolgen, dass die neuen Standards der Qualität der bisherigen Steuerungen mindestens entsprechen und kein Rückschritt bedeuten“, sagte kürzlich Alexander Krautz, Teamleiter Produktentwicklung von Next Kraftwerke, im pv magazine-Interview.

Ein großer Kritikpunkt ist auch noch der Datenschutz. „Ein Missbrauch der erfassten Daten muss jederzeit sicher ausgeschlossen werden – Datenschutzprobleme würden dem Erfolg der Technologie nachhaltig schaden“, sagte Grünen-Politikerin Julia Verlinden. „Wir fordern deshalb die Einführung eines Energiedatengeheimnisses für die anfallenden Daten. Für die Verarbeitung durch die zahlreichen beteiligten Stellen muss zudem ein striktes Zweckbindungsgebot gelten.“

Zuvor hatte auch schon der Bundesrat Nachbesserungen beim Digitalisierungsgesetz gefordert. So sollten Endverbraucher mit einem Jahresstromverbraucher bis zu 6000 Kilowattstunden die Einbindung ihres Messsystems in ein Kommunikationsnetz ablehnen können. Zudem müsste die Speicherfrist für Energieverbrauchswerte von 24 auf 12 Monate im Sinne des Datenschutzes verkürzt werden, so die Forderungen der Länderkammer, die sie Mitte Dezember verabschiedete. (Sandra Enkhardt)