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Freitag, 30. September 2016

HY4: Erstes Passagierflugzeug mit Brennstoffzelle absolviert erfolgreichen Jungfernflug

HY4: Erstes Passagierflugzeug mit Brennstoffzelle absolviert erfolgreichen Jungfernflug

In Stuttgart hob heute das erste Passagierflugzeug mit Brennstoffzellen-Antrieb zu seinem Jungfernflug ab. Die HY4 wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik (DLR9 entwickelt (wir berichteten) und könnte künftig Fluggäste über kurze Entfernungen transportieren.
hy4
Foto: DLR – CC-BY 3.0

Jungfernflug in Stuttgart

Gegen 11:10 Uhr hieß es „Wheels up“ für das innovative DLR-Projekt. Beim ersten Flug wollte man es nicht übertreiben: Nach einer kurzen Platzrunde setzte das Flugzeug wieder zur Landung an, die es ebenso sicher und souverän wie den Start absolvierte. An Bord befanden sich zwei Piloten sowie zwei Dummys, die Passagiere simulierten.
Das Design der HY4 besteht praktisch aus zwei Segelflugzeugrümpfen mit jeweils einer Tragfläche, die durch eine Mitteltragfläche miteinander verbunden sind, die auch den Antrieb enthält. Angetrieben wird die HY4 von einem Elektromotor, der von einer Niedertemperatur-Wasserstoffbrennstoffzelle mit Strom versorgt wird. Die beiden Rumpfelemente bieten dabei je einem Piloten und einem Passagier Platz.

1500 km mit der Brennstoffzelle

Die HY4 hat eine Spannweite von mehr als 21 Metern und kommt auf ein Leergewicht (ohne Brennstoffzelle und Batterie) von 630 Kilogramm. Das maximale Startgewicht liegt bei 1500 kg.
Für den Vortrieb sorgt ein Motor mit einer Leistung von 80 kW, der seine volle Kraft aber nur für den Start entfalten muss. In der Reiseflugkonfiguration zieht der Motor eine Leistung von 26 kW und beschleunigt die HY4 dabei auf 165 km/h. Das besondere an der HY4 ist natürlich die Brennstoffzelle. Diese liefert eine Leistung von 45 kW und wird mit Wasserstoff sowie Sauerstoff aus der Umgebungsluft betrieben. Bei Start und Landung wird die Brennstoffzelle von einem Lithium-Ionen-Akku unterstützt, der von der Brennstoffzelle geladen wird. Der Tank fasst 1,2 kg Wasserstoff und sorgt je nach Fluggeschwindigkeit und Höhe für eine Flughöhe von 750 und 1500 km.

Einsatz im Regionalverkehr

Entwickelt wurde die HY4 vom Institut für Technische Thermodynamik des DLR in Stuttgart in Kooperation mit dem slowenischen Flugzeughersteller Pipistrel, der DLR-Ausgründung H2Fly, der Universität Ulm, dem Flughafen Stuttgart und dem kanadischen Brennstoffzellenhersteller Hydrogenics.
Das etwas außergewöhnliche Design ist dem großen, schweren Antriebsstrang geschuldet. Dieser erfordert eine größere Spannweite. Die Segelflugzeugrümpfe weisen ausgezeichnete aerodynamische Eigenschaften auf, es lag also nahe, auf das Doppelrumpfdesign zurückzugreifen.
Mit der HY4 hat das DLR einen Grundstein für die Weiterentwicklung von Brennstoffzellen-Antrieben in der Luftfahrt gelegt. Bei der Entwicklung standen jedoch durchaus auch kommerzielle Anwendungsgebiete im Fokus: Flugzeuge wie die HY4 könnten in Zukunft im Regionalverkehr als Air Taxis eingesetzt werden.
via DLR

Neue Elektroautos: Deutsche Autohersteller mischen den Pariser Autosalon auf

Neue Elektroautos: Deutsche Autohersteller mischen den Pariser Autosalon auf

Der diesjährige Pariser Autosalon stand ganz im Zeichen der Elektroautos. Denn immer günstigere und leistungsfähigere Lithium-Ionen-Batterien sowie Fortschritte in der Zellchemie sorgen inzwischen dafür, dass die Fahrzeuge imposante Reichweiten erreichen. Viele Experten sprechen daher schon von der nächsten Generation an Elektroautos, die endlich auch den Massenmarkt erreichen könnte. Kein Wunder, dass kaum ein Hersteller diesen Trend verpassen möchte. Diese Modelle und Konzepte wurden daher auf dem Pariser Autosalon der Öffentlichkeit präsentiert:

Opel Ampera-e

Foto: Opel
Foto: Opel
Der deutsche Hersteller Opel zeigte in Paris den neuen Opel Ampera-e. Dieser weiß vor allem mit seiner Reichweite zu überzeugen. Denn ein Opel-Manager fuhr den Wagen persönlich die 420 Kilometer lange Strecke von London nach Paris – und zwar ohne unterwegs die Batterie aufzuladen. Die Spitzengeschwindigkeit des Ampera-e liegt bei 150 Stundenkilometern. Verkaufsstart ist im Frühjahr nächsten Jahres. Kostenpunkt: Zwischen 30.000 und 35.000 Euro.

Mercedes EQ

Foto: Mercedes
Foto: Mercedes
Der Stuttgarter Autobauer Mercedes präsentierte hingegen lediglich eine Studie. Diese ist aber mit ambitionierten Zielen verbunden. Denn der Autokonzern will unter dem Label EQ eine eigene Modellfamilie an Elektroautos aufbauen. EQ steht dabei für „Electric Intelligence“ und soll langfristig mit einem Qualitätsbegriff verbunden werden. Interessanter Ansatz von Mercedes: Die in der Studie präsentierten Elektroautos verfügten über gleich zwei Elektromotoren, deren Leistung sich teilweise skalieren lässt.

Smart electric drive

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Ebenfalls zum Mercedes-Konzern gehört die Marke Smart. Die kleinen Stadtflitzer gibt es nun auch als Elektroversion. Dabei wird eine Reichweite von 180 Kilometern erreicht. Insgesamt gibt es drei Versionen im Angebot: Den Zweisitzer, den Viersitzer und das Cabrio. Diese sollen jeweils für rund 22.000 Euro erhältlich sein.
Volkswagen I.D.
Foto: Volkswagen
Foto: Volkswagen
Volkswagen hat bereits einige seiner klassischen Modelle – etwa den Golf und den Up – mit einem Elektroantrieb ausgestattet. Nun will der Wolfsburger Autobauer mit dem I.D. auch ein reines Elektroautos auf den Markt bringen. Das Versprechen dabei: Dieser soll über 170 PS verfügen und eine Reichweite von 600 Kilometern besitzen. Bisher existiert allerdings nur eine Studie. Die Markteinführung ist erst für das Jahr 2020 geplant.

Porsche Mission E

Foto: Volkswagen
Foto: Volkswagen
Auch Porsche ist Teil des riesigen VW-Konzerns und setzt ebenfalls auf Elektroantriebe. Der Sportwagenbauer entwickelt dabei aktuell einen eigenen Elektromotor. Dieser soll es ermöglichen, mehrmals hintereinander in sekundenschnelle von 0 auf 100 zu beschleunigen. Neben dem Sportwagen Mission E ist zukünftig zudem auch ein SUV mit Elektroantrieb geplant.

BMW i3

BMW i3
Der BMW i3 ist natürlich längst auf dem Markt etabliert. Der Münchener Autobauer hat nun allerdings eine neue Batterie im Angebot, die die Reichweite theoretisch auf mehr als 300 Kilometer erhöht. Realistisch dürften allerdings eher rund 200 Kilometer sein. Dafür verspricht der Konzern aber auch eine neue Schnellaufladetechnik.

Renault Zoe

Foto: Renault
Foto: Renault
Einen ähnlichen Ansatz wählte auch das französische Unternehmen Renault – in Europa so etwas wie der Elektroauto-Pionier. Der Zoe bekommt einen neuen Akku. Dieser soll die Reichweite auf faktisch rund 300 Kilometer erhöhen und sich in weniger als zwei Stunden zu immerhin achtzig Prozent aufladen. Wer sein altes Modell mit der neuen Batterie ausstatten möchte, zahlt dafür 2.500 Euro. Der Preis für einen Neuwagen liegt bei 24.000 Euro plus Batteriemiete.

Total Continues to Diversify, Takes Strategic Stake in AutoGrid

Total Continues to Diversify, Takes Strategic Stake in AutoGrid

renewable energy
French multinational oil major Total continues to diversify and adapt to changing market, industry and political conditions by making strategic investments across the renewable energy value chain. Total Energy Ventures (TEV), the corporation's venture capital (VC) arm, joined AutoGrid's Series C-2 funding round as a strategic investor, the Redwood City, Calif.-based developer of distributed energy resource management systems, announced Sept. 16.
TEV was one of a group of VC and private equity firms that invested $20 million in AutoGrid in May. Others included Energy Impact Partners, a private equity firm created by U.S. and U.K. utilities, and Envision Ventures, a Silicon Valley-based private equity firm focused on big data and industrial internet software.
Total has been assembling the pieces of what is shaping up to be a horizontally and vertically integrated distributed renewable energy group. Total has established a market leading presence in solar energy manufacturing and project development by taking a majority equity stake in SunPower. In May, Total acquired Saft, a leading player in the battery-based energy storage market, in a deal valued at around $1 billion.
Strategic Investments
Becoming a strategic investor in AutoGrid isn't TEV's first foray into distributed energy resource management systems. In February, TEV participated in Sunverge Energy's $36.5 Series C funding round.
Akin to Sunverge, AutoGrid is the developer of IP-based information and communications technology platforms that aggregate and manage electricity generation, storage and distribution across fleets of grid assets distributed both behind and in front of utility meters.
"TEV's investment in AutoGrid extends our firm's involvement in digital energy solutions that enable increased use of solar, wind, battery storage and other clean energy technologies," Christophe Tonion, CFO and senior investment manager, said in a Sept. 16 statement. "AutoGrid's flexibility management applications empower the energy industry to use the Energy Internet to transform the traditional centralized one-way electric grid into a modern distributed bi-directional grid that is more efficient and extends the benefits of affordable, reliable energy to millions of more people around the world."
A “Killer App” for Distributed Energy Resources
AutoGrid has raised $41.75 million in capital to date, AutoGrid CEO Amit Narayan told Renewable Energy World. TEV's latest investment in the company highlights that flexibility management is the DER market's “killer app,” he said.
“The additional funding from [TEV] will support further development of our AutoGrid Flex suite of flexibility management applications for predicting, controlling and optimizing distributed energy resources via the Energy Internet,” Narayan said.
Geographically, AutoGrid is focusing its attention and resources in Europe and North America, where it's working with a large number of utilities and energy service providers. Management also views Asia as an important growth region and expects to expand its presence in the region rapidly leading into 2017.
“In North America, we are working with major utilities, such as [Bonneville Power Administration; energy service providers, such as NextEra Energy Services; and small electric co-ops, such as [New Hampshire Electric Cooperative],” Narayan said. “In Europe, we are seeing huge growth and demand for our technology, and we are working with some of the largest and most innovative energy service providers, such as Eneco and E.ON.”
AutoGrid is seeing growing customer interest across three main types of technology: demand response management systems and distributed energy resource management systems, primarily in North America, and virtual power plants, primarily in Europe, Narayan said.
Within the distributed energy resource market, demand for battery storage system deployment is growing rapidly. A growing number of distributed energy resource project developers, utilities and energy service providers have expressed interest in working with the company to monetize the various services and flexible capacity of their battery storage systems in order to maximize returns on their projects, Narayan said.

How Can Morocco Achieve 52 Percent of its Electricity from Renewable Energy in 2030?

How Can Morocco Achieve 52 Percent of its Electricity from Renewable Energy in 2030?

renewable energy
According to the latest conclusions of the 46th World Economic Forum (2016), climate changes and reducing its effects, for the first time, are top-ranked in terms of the major risks facing the worldwide economy. Morocco is not spared. Today, about 80 percent of water resources in Morocco are used to irrigate agriculture, which is a key link in the country's food security. The actions to limit global warming concern also the energy sector, which contributes in Morocco to two-thirds of greenhouse gas emissions. It has available an important solar and wind potential, which will allow Morocco to achieve 52 percent of its electrical power from renewable energy in 2030.
Hydraulic, Solar and Wind Potentials
The exploitable hydropower potential is estimated at 5,000 GW, but only a quarter is currently exploited with 20 dams equipped with hydroelectric plants. The most important operational dam has a capacity of 240 MW. Approximately 200 sites have been identified to accommodate micro hydraulic electrical plant with power capacity between 15 kW and 100 kW. This type of energy meets perfectly the criteria for decentralized electrification especially in mountainous zones with waterfalls.
The national annual averages of daily global irradiation vary from 2.38 to 6.89kWh/m2/day, which represents a range of 2,154 hours of sunshine per year for the less-favored regions and more than 3,504 hours per year for the best exposed ones.
For the annual average of direct irradiation on normal surface, for example in Rabat (coastal city), they range from 3.2 to 5.5kWh/m2/day. But, in contrast with Ouarzazate (semi-arid), they vary between 5.56 and 8.47kWh/m2/day, which correspond to a range of 2,847 hours of sunshine per year (December) and 3,942 hours per year (May).
With over 3,500 km of coastline (Atlantic Ocean and Mediterranean Sea) and mountains (Atlas and Rif), Morocco has available an important wind potential. It has several windy areas. The following are examples:
  • Tangier and Tetouan, with an annual average speeds of 8.11 meters per second (m/s) at 10 meters
  • Dakhla, Laayoune, Tarfaya , Taza and Essaouira, with annual average speeds between 7 and 8.5 m/s at 10 meters
These regions are favorable for the installation of wind farms, also for wind pumping systems, hybrid solar/wind plans, etc. In addition, several mountain regions in Atlas and Rif were not evaluated, the offshore areas have not been explored yet.
Exploitation of Renewable Energies and Climate change
Morocco is strongly dependent on imports of fossil fuels to meet its energy needs — more than 96 percent. The important renewable energy will allow Morocco to achieve 52 percent of its electrical power from renewable energies by 2030. In 2014, the contribution of wind electricity in its net energy consumption reached 5.1 percent in contrast with hydropower, which can reach 11.2 percent, but remains dependent on rainfall.
The Ouarzazate solar complex will be one of the largest multi-technology plants in the world (580 MW). Therefore, what happens in Ouarzazate is equivalent of a scientific research laboratory for solar power generation at African level.
Morocco's exemplary policy concerning the integration of solar energy in its energy transition has been put in concrete with the inauguration of the first tranche (160 MW), which is a good concrete sign in prospect of COP 22 in Marrakech in 2016. It will contribute to the Moroccan energy independence and honoring its agreements announced by King Mohammed VI at the Climate Summit (COP 21) held in Paris in 2015 for its contribution to the reduction of global warming, keeping the temperature below 2 degrees Celsius.
Furthermore, the use of renewable energy will contribute, also, to reduce the depletion of forest resources. Morocco consumes about 6 million tones of firewood — a scary number, when compared with the growth rate of the forest, which does not exceed 3 million tones. We are facing a deficit that seriously threatens the forest resources in the country.
Some Constraints
Solar electricity is still considered expensive despite the efforts of technological advances made in recent years. Nuclear energy is competitive with other energy resources, but its disadvantage is the control and storage of its waste. Moreover, the weaknesses of Morocco in terms of attractiveness for renewable energy focuses on natural gas subsidies, which limit the penetration of solar PV residential systems or solar thermal. Furthermore, the county’s infrastructure can also limit the development of renewable energy in some areas. Finally, the scientific research, the technology development and the qualification of the local workforce can also restrict the opportunities to appeal to local subcontractors.
Lead image credit: Martin Abegglen | Flickr

AfDB selected as lead financial adviser for US$4 billion Batoka Gorge hydropower project in Africa

AfDB selected as lead financial adviser for US$4 billion Batoka Gorge hydropower project in Africa

Batoka Gorge
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Zambia and Zimbabwe have appointed the African Development Bank (AfDB) as lead financial adviser for the construction of the 2,400-MW Batoka Gorge hydropower project, according to Zambezi River Authority (ZRA) Chief Executive Officer, Munyaradzi Munodawafa.
The project is estimated to cost US$4 billion and once construction begins it is expected to take 10 to 13 years to complete.
“Only yesterday [Sept. 26], we were talking to the AfDB after Zambian and Zimbabwean governments appointed them as the lead financial arranger on this project,” said Munodawafa, on Sept. 27 in Victoria Falls, after touring Batoka Gorge.
Batoka Gorge project
According to the ZRA, if approved, the Batoka Gorge project will be located about 34 mi downstream from Victoria Falls on the Zambezi River near the boarder of Zambia and Zimbabwe.
The scheme will consist of a 181-m high roller-compacted-concrete gravity arch dam that will impound the Zambezi River creating a reservoir containing about 1,680 million cubic meters of water covering an area of about 26 square km.
The site will also feature two underground powerhouses, each 800 MW, with one located on the north bank of the river and the other on the river’s south bank.
The governments of Zambia and Zimbabwe also jointly approached AfDB to receive training on seeking financial and technical assistance to support the development of the project.
According to AfDB, the request also focused on “the need for capacity development which should lead to appreciating the concepts, financial/technical issues and other relevant information on financing of hydropower schemes.”
Munodawafa said financial mobilization for the Batoka Gorge project is scheduled to begin in 2018, but could start earlier.

What Will a Clinton or Trump Presidency Mean for Renewable Energy? Part 1 – The History

What Will a Clinton or Trump Presidency Mean for Renewable Energy? Part 1 – The History

renewable energy
Here we are again. Election 2016. Deemed “the most important election of our lifetimes” — the same claim made about the 2000, 2004, 2008, and 2012 Presidential elections. As usual, each side is predicting that if their candidate’s opponent wins, we will witness the end of American democracy as we know it.
I have to declare myself a partisan. I support renewable energy. I believe that is good for our country and benefits our economy. However, that’s not a very controversial opinion to have. It is shared by Democrats, Republicans, and Independents alike; and that support is growing.
But what does it mean for a President to take office in 2017 who doesn’t have that belief? We know that Hillary Clinton shares similar policy positions to President Barack Obama supporting renewable energy. However, Donald Trump supports a revival of the coal industry, and has stated his concern that renewable energy is too expensive.
But the next President of the United States will not be the Emperor of America. In fact, the members elected to Congress are often as (if not more) important than the President when it comes to shaping energy policy; and governors and state legislators, down to mayors and local officials, can make a huge impact as well.
The first serious presidential efforts to support renewable energy development came during the Nixon Administration. Following the OPEC Oil Crisis in 1973, President Nixon created “Project Independence” focused on energy security and innovation. While not directly focused on renewable energy, he did tout the future potential of geothermal energy and noted “solar electric power” … among the … “ultimate keys to our energy future.”
Gerald Ford created the Energy Research and Development Administration (ERDA) in 1974, shortly into his Presidency. He provided government support for research and development into geothermal, solar, wind, and energy conservation.
Jimmy Carter took this a step further by creating the U.S. Department of Energy in 1977 followed by signing the National Energy Act of 1978, which included tax credits for renewable energy, energy conservation goals and mandates, and the Public Utility Regulatory Policies Act (PURPA), which created a market for smaller non-utility energy producers to sell power from co-generation, biomass, wind, solar, geothermal, and small hydro plants to electric utilities.
When Jimmy Carter lost his 1980 bid for re-election, it was feared that Ronald Reagan would undue all the momentum he created. There was a myth that upon taking office Ronald Reagan ordered the immediate removal of solar panels Jimmy Carter had installed on the White House. Yet that didn’t actually occur until 1986.
Granted, government funding for renewable energy was cut under the Reagan Administration and by the mid-1980s a decline in energy prices further reduced interest by policy makers for government investments in renewable energy. But it didn’t matter — PURPA was already creating a new market for renewable energy. The first major solar facility was built in the California desert in 1984 and new units were added through the rest of the decade. Geothermal plants were built in California, Nevada, and Utah during his first term, and installations continued to grow through the second half of the decade. The first utility-scale wind turbines were installed in California in 1981, and the industry grew in California thereafter.
When George H.W. Bush took office in 1989, he remained supportive of clean energy and pollution reduction. He signed into law the Clean Air Act Amendments of 1990, building on the Nixon Administration’s Clean Air Act of 1970. An oil price spike following the Iraqi invasion of Kuwait and subsequent Gulf War in 1991 revived interest in renewable energy. President Bush subsequently signed into law the Energy Policy Act of 1992, which included tax credits for wind energy and increased investment in federal programs for renewable energy and energy conservation.
Bill Clinton took office in January of 1993 and proposed energy taxes on fossil fuels and a Climate Change Action Plan. But with energy prices on the decline, these policies had little support in Congress. States weren’t pushing for it. Neither was industry. Renewable energy still had limited growth globally and wind and solar energy were still in their early stages of technological development. Wind and solar grew slowly during the 1990s, while the geothermal industry completely evaporated during the latter half of the decade. Renewable energy was not part of Bill Clinton’s Presidential legacy.
But by the end of the 1990s, states were starting to reconsider the value of renewable energy. In 1999, then Texas Governor George W. Bush established one of the first state goals for renewable energy, which kick started the state’s wind industry. Granted, once George W. Bush became President, his Administration wasn’t a major advocate for renewable energy. But increased concern over climate change coupled with the rising global market for renewable energy increased demands for government investment.
More states started passing renewable energy goals. Pressure mounted on Congress to reinstate and increase tax credits. The geothermal industry made a comeback after the passage of the Energy Policy Act of 2005, which increased and extended its access to production tax credits. The legislation also extended tax credits for wind energy and created the 30 percent investment tax credit (ITC) for solar energy. After the economic collapse in the fall of 2008, the Emergency Economic Stabilization Act extended solar tax credits through the end of 2016, as well as extending tax credits for wind and geothermal projects.
Once President Obama took office, he rapidly accelerated government investment in renewable energy. His opponents criticized that support as choosing renewable and alternative energy sources over fossil fuels. Yet, despite these concerns, the U.S. increased oil production by over 88 percent and natural gas production by over 28 percent between 2008 and 2015. For the record, oil production declined 14 percent and natural gas production increased by only 6 percent between 2000 and 2008.  Clearly, growth in fossil fuel production was not dependent on the policies of the Bush Administration nor hindered by the Obama Administration.
But with Donald Trump and Hillary Clinton holding such disparate views on energy policy, could this election have serious policy implications for renewable energy moving forward? More to come in Part 2.

Part IV: Justice Delayed — Will Politics Trump Justice in the Case of the Clean Power Plan?

Part IV: Justice Delayed — Will Politics Trump Justice in the Case of the Clean Power Plan?

clean power
The Current Status of West Virginia v EPA
By the time this column is published, oral arguments in the legal challenge to the Clean Power Plan (CPP/Plan) will have already been made. The en banc panel of 10 appeals court judges is not likely to render its decision before the New Year.  No matter the opinion, it will be appealed to the U.S. Supreme Court (SCOTUS).
In the latest development, the case was heard by all but one of the Appeals Court jurists. It was initially announced that both Judges Pillard and Garland would be sitting this one out.  Garland because of his nomination to fill the slot left vacant by Justice Scalia’s passing.
Five days ago, however, notice was sent to the parties that Judge Pillard would be joining the panel hearing oral arguments.  She had not participated in the May decision bypassing the usual three-judge panel, instead going to an en banc review.  It was assumed, therefore, that she would be keeping Garland company off the bench.
No reason was given either for why Pillard had not participated in the May decision or why she would now be joining the parliament of judges.  The absence of an explanation as to Judge Pillard’s presence on the panel is a matter of speculation.
The more conspiratorial amongst us believe her late entry into the game is a matter of politics.  The ten judges who heard the case on Tuesday are now evenly split—five Republican appointees and five Democratic.
Does it matter whether a judge’s appointment was made by a Democrat or Republican?  I’ll leave that to another time.  It should be noted, however, that   accusations of political bias are now certain to swirl around both the Appeals Court decision and the eventual SCOTUS opinion.
The high court, like the appeals court, is currently facing a 4 to 4 split as regards the party of appointment and judicial outlook—Democrat/Republican and liberal/conservative.  Either Clinton or Trump break the tie with Scalia’s successor.
A President Trump will undoubtedly rescind the executive directive that is the basis of EPA’s action.   What is more, it is one of those things that he could actually accomplish in his first 100 daze.  Should the Donald win the White House, justice will not just be delayed; it will be destroyed!
In the meantime, let’s consider what the states are doing in light of stayed enforcement of the CPP—pending a final decision.
With or Without the CPP
A total of 21 states are currently on pace to meet the 2030 CPP targets established by EPA.  In fact, at least four states have already met their goals, including: Arkansas; North Carolina; Oklahoma; and South Dakota.  (See Figure 1)
Another 17 will likely meet their goals between 2024 and 2030—including plaintiff states like: Alabama; Georgia; Kansas; Nebraska; and Mississippi.  Perhaps the biggest irony of all is Texas.  The Lone Star State is not only one of the most outspoken critics of the CPP but is one of the most prolific plaintiffs challenging the authorities of EPA.
Gina McCarthy recently confirmed in a Reuters interview that:
We are seeing reductions earlier than we ever expected…It’s a great sign that the market has already shifted and people are invested in the newer technologies, even while we are in litigation.
Figure 1: Status of States Meeting CPP Emission Targets

Source: Reuters/Christian Science Monitor
McCarthy is not alone in her judging market forces to be on the side of emission cuts.  During a Sept. 14 press event, Jim Matheson, CEO of the National Rural Electric Cooperative Association (NRECA), told reporters:
There's a lot of market forces that have changed the dynamic…low natural gas prices and cheap renewable power as factors driving GHG cuts even before the 2022 start of the ESPS compliance period. (As reported by InsideEPA)
Market pricing of natural gas, plummeting prices for wind and solar, state policies like Renewable Portfolio Standards, federal tax incentives and greater awareness and demand by constituents and consumers for clean energy alternatives are all driving the market towards lower emissions.
Trump is wrong about what is killing the coal industry.  The reason king coal is no longer a jolly old soul is the operation of the market.  Granted environmental regulation and tax credits create a friendlier market for clean alternatives; these measures, however, aren’t propping up the clean energy industry as much as they are providing parity with crappy coal.
Politics at Play
With all the Sturm und Drang surrounding the CPP, you would be forgiven for thinking the Plan marked an historic departure from what is already happening.  Most of the complaining really stems from political and corporate sources opposed in principle to regulation, unwillingness to be held accountable for their carbon footprints or pure political gain.
Rather than taking my word for it, let the plaintiffs speak for themselves:
Cynthia Coffman, Colorado Attorney General:  We don’t have anything against clean air.  That really doesn’t factor into [my] decision to say the federal government has gone beyond its authority.
Chris Nelson, Chair of the South Dakota PUC:  The CPP is very dramatic in the speed at which it would require things to happen….If you let the market play out, those things take care of themselves.
Patrick Morissey, West Virginia Attorney General:  When I ran for office, I promised I would do everything in my power to protect coal miners’ jobs….I have followed through on that promise.
The attorneys general and public service chairs of the various plaintiff states are far from alone in their effort to forestall federal environmental action.
Political opposition to the CPP has not been quieted pending the final decision in the West Virginia case nor will it evaporate after. 
Efforts by conservative organizations like the American Legislative Exchange Council (ALEC), the American Energy Alliance (AEA), and the State Policy Network (SPN) are increasingly being reported.  With the support of the Koch Brothers and conservative financiers, 50 or more pieces of legislation to forestall or prevent drafting state plan—in anticipation of the CPP—have been introduced.
Should Clinton win, opposition to the CPP will continue on two fronts: judicial and political.  Conservative activists like the Koch brothers and corporate interest will continue to finance state legislation limiting—or curtailing completely—a deliberate move to a clean energy future.
A Final Thought
The judicial seeds for the next round of judicial review have already been sown.  The same basic cast of characters has already filed claims challenging the EPA’s 111(b) authorities.  Hiding in the bushes is the Clean Air Act’s requirement that new source pollution standards (NSPS) must be in place before the 111(d) existing source standards (ESPS) can take effect.  Also lurking about is a clerical error that never resolved a conflict between sections 112 and 111(b) of the Act.
Will these procedural errors be the next shoes to drop—delaying even further an enforceable federal framework in support of a sustainable future?
Stay tuned for the next in the Justice Delayed series when I will be discussing the relationship between environmental and legal justice.
This article was originally published on CivilNotion.com and was republished with permission.

Bangalore’s Airport to Become a Leader in Solar Energy Production

Bangalore’s Airport to Become a Leader in Solar Energy Production

solar
Bangalore’s Kempegowda International Airport plans to become the largest solar-producing airport in India, aiming to generate 14.6 MW of solar power. The airport announced in December that it will source 40 percent of its electricity from solar energy, offsetting approximately 17,000 tons of carbon dioxide, or the equivalent of more than 3,200 passenger vehicles each year. The airport is now deciding upon a developer to execute the project.
The commitment is the next step in India’s push to transform its airports and achieve national and state-wide renewable energy commitments to diversify the electricity supply and mitigate emissions. Just last year, the city of Kochi’s Cochin International Airport became the first airport in the world to run completely on solar power. More cities will need to take note of the potential of airport solar if the country is to achieve its ambitious commitment to 100 GW of solar capacity by 2022.
Why Solar Energy for Airports?
Air transport is often associated with high energy consumption and greenhouse gas emissions from aircraft, but airports themselves also create a significant impact. Heating, ventilating, air-conditioning (HVAC) systems, chillers and lighting systems all contribute to an airport’s electricity consumption, which can amount to 100-300 GWh per year, the same as 30,000 to 100,000 households, or a small city.
Solar can be a good renewable energy solution for airports, as airports typically have a lot of buildings and open land available for solar PV panels. As the case of Bangalore’s airport shows, in addition to the on-site options, off-site generation of solar energy with the electricity being wheeled across a transmission and distribution network is also possible. This makes solar technology an effective tool for cutting airport operating costs, supporting small business development, reducing greenhouse gases and achieving renewable energy goals. Furthermore, airports are well-defined communities that can be easily studied and benchmarked.
Creating Policies to Better Incentivize Solar
To encourage growth in the solar sector, it is important for governments to create policies that support solar suppliers, consumers, improvements to utility infrastructure and innovations in procurement financing. Bangalore’s airport is an excellent example of how this can work.
In July-August 2014, the Green Power Market Development Group, a WRI-led initiative, participated in the state of Karnataka’s regulatory hearings, advocating for off-site solar procurement. At the end of the process, the Karnataka Electricity Regulatory Commission (KERC) passed an order creating new financial incentives: all solar power generators in the state that are operating by March 31, 2018 and are contracted to sell power to consumers will be exempt from certain grid usage charges for 10 years. Because the typical payback period for a utility-scale solar project is about seven years, these policy changes have provided long-term clarity for solar developers and consumers. The new policy has been critical in enabling the Bangalore airport to proceed with its solar project plans. WRI supported the leadership and technical teams for the Airport to implement their clean energy vision.
Scaling Success Worldwide
Solar power is taking off in airports both in India and around the world. For example, Kochi’s Cochin International Airport hit a major milestone this year when it stopped paying for its electricity altogether and started contributing energy back to the grid. Furthermore, India’s Ministry of Civil Aviation and the Airports Authority of India (AAI) have agreed to install an additional 116 MW of solar PV capacity across 16 airports, with 24.1 MW operational by the end of the this year. That’s in addition to Indian airports’ existing capacity of 5.4 MW.
Beyond India, the Indianapolis International Airport hosts the largest airport-based solar farm, generating 20 MW of solar energy through panels attached to tracking systems that maximize output by moving with the direction of the sun. And Malaysia's first airport solar power system at Kuala Lumpur International Airport combines ground-mounts, parking canopies and rooftops to achieve huge electricity savings with little space. These technologies are expected save the airport approximately 2.1 million RM (US $627,000) annually based on 2014 energy costs.
The decision to invest in energy-saving, cost-saving solutions has ranked the Bangalore Airport amongst its peers pioneering solar PV in a growing industry. Airports are politically and socially visible, hosting millions of passengers each year. If they embrace renewable energy, it has the power to create ripple effects throughout the world.
The World Resources Institute (WRI) Ross Center for Sustainable Cities’ Sustainable and Livable Cities Initiative supports key leaders in China, India and Brazil in improving urban quality of life and environmental sustainability. WRI’s blog series on the Initiative highlights some of the projects that are working to create better cities.
The Sustainable and Livable Cities Initiative was made possible through the generous support of the Caterpillar Foundation.
This article was originally published by the World Resources Institute under a Creative Commons license.
Lead image: Bangalore's Kempegowda International Airport will soon join airports like Japan's Narita Airport, shown here, in embracing solar power. Photo by Takashi M/Flickr

Tennessee Mayors Preview Waste-to-energy Plant

Tennessee Mayors Preview Waste-to-energy Plant

Source: PHG Energy
waste-to-energy
The world's largest waste-to-energy downdraft gasification plant is being constructed in Tennessee — area mayors were invited to take a look at the facility in preparation for full startup early next month. PHG Energy of Nashville is providing design, installation and construction services to the city, deploying the company's patented technology as the core of the system.
Mayor Philip Craighead hosted his legislative counterparts from nearby municipal and county governments recently for a preview tour of the site.
"This facility is going to be a model for public/private partnerships to cleanly dispose of waste and produce green energy," Craighead told the group. "The next stage will be utilizing this technology to solve our ongoing municipal garbage situation, and give us all a much more sustainable and cleaner option than dumping waste into landfills."
Touring the construction and getting a detailed briefing about the clean tech process were: Gallatin Mayor Paige Brown; Wilson County Mayor Ron Hutto; and Sumner County Executive Andy Holt. The City of Lebanon is hosting an official open house and site visits on Oct. 13 to mark the completion of the plant.
Mayor Craighead highlighted benefits of the new system as:              
  • Combines scrap tires, commercial wood waste and biosolids from the wastewater treatment plant as feedstock with a 64 tons/day throughput capacity.
  • Produces sufficient electricity to power about 350 homes annually. Power will be used at the treatment plant to offset costs.
  • Keeps 2,500 tons of carbon emissions out of the air each year.
  • Fuel gas for power production and a high carbon biochar are the only outputs of the system. The biochar will be sold for agricultural purposes.
  • Awarded a direct $250,000 grant from the Tennessee Department of Environment and Conservation, and benefited from $3.5 million in financing assistance through a Federal energy program.
Lead image: Area municipal and county executives get a preview of the Lebanon, TN, clean-energy plant. (L-R) Mayor Ron Hutto of Wilson County; Mayor Philip Craighead of the City of Lebanon; Mayor Paige Brown of the City of Gallatin; and Sumner County Executive Andy Holt.
This article was originally published by PennEnergy and was republished with permission.

Meyer Burger plant Abbau von 250 Stellen

Meyer Burger plant Abbau von 250 Stellen

29. September 2016 | Märkte und Trends, Topnews
Der Schweizer Technologiekonzern will mit einem neuen Restrukturierungsprogramm schlanker werden, seine Flexibilität erhöhen und das Nettoergebnis wieder positiv gestalten. Die operativen Gesamtkosten sollen nochmals um rund 50 Millionen Schweizer Franken gesenkt werden.

Die Meyer Burger Technology AG hat ein breites Restrukturierungsprogramm eingeleitet. Ziel sei es, die operativen Gesamtkosten nochmals um rund 50 Millionen Schweizer Franken – knapp 46 Millionen Euro – zu senken, teilte das Schweizer Unternehmen am Donnerstag mit. Dafür würden bis zum Jahresende rund 250 Stellen gestrichen. Die Kürzung der Belegschaft um 16 Prozent betreffe insbesondere Jobs am Schweizer Standort Thun. Dazu würden ab sofort Konsultationen mit den Arbeitsnehmervertretern über einen sozialverträglichen Stellenabbau aufgenommen, hieß es weiter. Er solle möglichst über „natürliche Fluktuation oder auch vorzeitige Pensionierungsregelungen“ erreicht werden. Allerdings sind Meyer Burger zufolge auch Kündigungen unvermeidlich.

Im ersten Halbjahr 2016 konnte Meyer Burger erstmals seit 2012 beim EBITDA wieder einen Gewinn verzeichnen. Es habe bei 6,2 Millionen Schweizer Franken gelegen. „Damit das Unternehmen langfristig und nachhaltig auch auf Stufe Nettoergebnis die Gewinnschwelle erreichen kann, sind jedoch weitere umfassende Strukturanpassungen notwendig“, wie es weiter hieß. Die neuerlichen Maßnahmen zur Optimierung der Organisationsstrukturen und Produktionseinheiten sollen bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Diese beinhalteten Kapazitätsanpassungen in Asien sowie die weitere Straffung von Forschung und Entwicklung, den weltweiten Verkaufs- und Serviceorganisationen und auch Teilen des Produktportfolios. Am Ende solle eine „sehr schlanke Unternehmensstruktur“ stehen. Die außerordentlichen Aufwendungen für die Restrukturierungen schätzt der Schweizer Konzern auf drei bis vier Millionen Schweizer Franken in diesem Jahr.

Bereits in den vergangenen fünf Jahren hat Meyer Burger wegen der „herausfordernden Situation in der Solarindustrie“ zahlreiche Maßnahmen zur Senkung der Kosten, Strukturbereinigungen und Kapazitätsanpassungen vorgenommen. So sei der Personal- und Betriebsaufwand von 330 Millionen Schweizer Franken im Jahr 2011 auf 210 Millionen Schweizer Franken im vergangenen Jahr um mehr als ein Drittel reduziert worden. Das mittel- und langfristige Ziel des neuen Strukturprogramms sei es, das gesamte Unternehmen in den strategischen Technologiebereichen mit Fokus auf die Highend-Anwendungsmärkte in der Photovoltaik zu stärken. Auch solle die Flexibilität hinsichtlich kurzfristiger Marktveränderungen durch industrieführende und produktionsgeprüfte Technologien und Produkte sowie einem verstärkten lokalen Service-Geschäft erhöht werden. (Sandra Enkhardt)

EU-Kommissar Oettinger liest allen die Leviten

EU-Kommissar Oettinger liest allen die Leviten

29. September 2016 | Politik und Gesellschaft, Topnews
Auf einer Tagung des Weltenergierates in Berlin schlägt Günther Oettinger auf saloppe Art um sich. Er lässt dabei weder Photovoltaik-Anlagenbesitzer im Emsland noch die Energiewirtschaft und die Berliner Energiepolitik aus.

Der EU-Digitalkommissar Günther Oettinger will auf einer Tagung des Weltenergierates in Berlin sichtlich aufrütteln und alle Beteiligten bekommen ihr Fett weg. Die deutschen Stadtwerke leben noch in ihren Silos, stellt Oettinger fest, wenn man sie beispielsweise mit den deutschen Sparkassen vergleicht. Diese haben ein gemeinsames Rechenzentrum auf die Beine gestellt, während die Stadtwerke keine gemeinsamen Lösungen haben. Er stellt die rhetorische Frage, wo der Beitrag der Energiewirtschaft zur Industrie 4.0 ist, und er weist darauf hin, dass Banken und Versicherungen nicht im Energiebereich investieren, wenn die deutsche Politik die Rahmenbedingungen jährlich ändert. „Das fängt beim EEG an und hört bei der Planungssicherheit für Leitungen nicht auf“, sagt Oettinger. Dabei seien in der EU 1,6 Billionen Euro für den Umbau nötig.

Die Fronten sind klar. Salopp fragt der ehemalige CDU-Ministerpräsident von Baden-Württemberg, in dessen Regierungszeit die Entscheidung für das Milliardengrab Stuttgart 21 fällt, mit Bezug auf die Stromleitungen: „Kann man populistisch in die Erde gezwungen werden?“ Und er sagt, es habe nichts mit High-Tech-Standort zu tun, wenn die Leitungen erst 2025 fertig werden. Oettinger ruft dazu auf, die Romantikecke der Energiewende zu verlassen. Es gehe nicht um Solarplatten im Emsland, „wo den ganzen Tag die Sonne nicht scheint“. Die Entscheidungen im derzeitigen demokratischen Prozess verlaufen ihm zu langsam, wenn es für ein Gesetz zwei Jahre braucht, „Bundestag, Bundesrat, Grünbuch, Weißbuch“, so Oettinger. „Wir müssen schneller werden“.

Wenn man der Rede zuhört, hat man den Eindruck, der demokratische Prozess sei eine Spielerei, die nicht mehr geht, und die romantischen Wünsche der Menschen nicht mehr zu erfüllen. Europa sei unter Druck. „Die anderen haben die digitale Überlegenheit und das Silicon Valley ist überlegen“, sagt er. Auch China baue das Silicon Valley „planwirtschaftlich“ nach.

Für ihn geht es darum, dass europäische Energieunternehmen die Datensouveränität nicht verlieren. „Wenn sie sich von Dienstleistern abhängig machen, geht der Kundenkontakt weg und sie bleiben auf alten Kohleblöcken sitzen.“ Denn Google und andere Online-Plattformen kommen nach Europa, so Oettinger. „Nicht um Kraftwerke zu bauen, sondern um umfassende Gebäudedienstleistungen für die Menschen anzubieten, die darin aktiv sind. Dazu gehören Strom- und Wärmeversorgung und vieles mehr. Das gehe nur mit Datennutzung und dabei entstehen Daten.

Für Europa sei es wichtig, die Datennutzung zu standardisieren und Wege zu finden, wie deren Nutzung trotz der größeren Sensibilität beim Datenschutz möglich werde. „In den USA und Asien ist es klar, da gibt es diese Sensibilität nicht“. Das Unbundling, also, dass sich größere Energieunternehmen in unabhängige Einheiten für Produktion, Netze und Vertrieb aufteilen müssen, sieht er inzwischen skeptisch. „Das gehört alles zusammen“, sagt der EU-Digitalkommissar, der zuvor in Brüssel für den Energiebereich zuständig war.

Oettinger ruft dazu auf, ein digitales BGB zu schaffen, und zwar auf europäischer Ebene, nicht in den einzelnen Staaten. Überall müssten die gleichen Regeln gelten, wem Daten gehören und wie sie erhoben werden. Beispiel Auto: Es erhebt unter anderem Daten zu Abstand, Helligkeit, Temperatur, Verkehrsdichte. Die Komponenten kommen von Firmen wie Siemens, Bosch oder Schneider Electric. „Wem gehören die Daten? Mercedes, Siemens, dem Fahrzeughalter oder dem Fahrer“, fragt Oettinger. Wenn man mit dem Auto von Paris nach Warschau fährt, könne sich das nicht zweimal ändern. Er kündigt noch für dieses Jahr Vorschläge aus Europa dazu an.

Den negativen Blick auf den Zustand in Europa teilt Michael Weinhold, CTO Division Energy Management von Siemens und Redner nach Oettinger, so nicht. Er sieht jetzt die Zeit für Gelegenheiten. Es gebe natürlich einen globalen Wettbewerb und Siemens sei auch mit Mitarbeitern im Silicon Valley aktiv. Aber in Bezug auf den Standort Deutschland stellt er fest: „Wir sind stark im Energiesektor.“ Die Art der Zusammenarbeit von Industrie, Universitäten und Instituten und der Politik auf vielen etablierten Plattformen sei in Deutschland einzigartig. (Michael Fuhs)

Deutsches Konsortium übergibt Photovoltaik + Speicher-Anlage in Usbekistan

Deutsches Konsortium übergibt Photovoltaik + Speicher-Anlage in Usbekistan

29. September 2016 | Märkte und Trends, Topnews
Mit deutschem Know-how ist das Projekt an der Universität Taschkent umgesetzt worden. Es besteht aus einer 20-Kilowatt-Photovoltaik-Anlage und einem Speichersystem von BAE Batterien.

Ein deutsches Konsortium hat in weniger als zwei Monaten ein Photovoltaik + Speicherprojekt in Usbekistan erfolgreich realisiert. In der vergangenen Woche sei die Photovoltaik-Anlage mit 20 Kilowatt Leistung, die mit einem Batteriespeicher gekoppelt ist, feierlich übergeben worden, teilte das Konsortium aus Pretherm Solutions und BAE Batterien am Donnerstag mit. An der Umsetzung des Projekts an der Staatlichen Technischen Universität Taschkent seien zudem Meyer Burger (Germany), SMA Solar Technology und Märkisches Institut für Technologie- und Innovationsförderung beteiligt gewesen.

Mit dem Projekt sei ein konkretes Zeichen im Rahmen der deutsch-usbekischen Wirtschaftsbeziehungen zur Umsetzung der weitreichenden Beschlüsse der Regierung Usbekistans zur Nutzung der Solarenergie mit Hilfe deutscher Technologie gesetzt worden, hieß es weiter. So plane das Land in den kommenden Jahren den Zubau von bis zu zwei Gigawatt Photovoltaik-Leistung. Auch die Errichtung lokaler Produktionsstätten für Solarmodule und Wechselrichter sowie Prüflabore seien im Gespräch. Ziel sei es, bis 2030 einen Anteil von 21 Prozent Erneuerbaren am Energieverbrauch zu erreichen. (Sandra Enkhardt)

EU-Gericht weist Klage von Energieversorgern gegen Subventionen für AKW Hinkley Point ab

EU-Gericht weist Klage von Energieversorgern gegen Subventionen für AKW Hinkley Point ab

29. September 2016 | Politik und Gesellschaft, Topnews
Gemeinsam mit weiteren Energieversorgern ging Greenpeace Energy gegen die geplante Förderung der Atomkraft vor. Nun prüft sie, ob sie Rechtsmittel gegen die Entscheidung beim Europäischen Gerichtshofs einlegen.

Das Gericht der Europäischen Union (EuG) hat am Donnerstag eine Klage von zehn Energieanbietern aus Deutschland und Österreich gegen die geplante Förderung für das noch zu bauende britische AKW Hinkley Point C als nicht zulässig abgewiesen. Greenpeace Energy prüft nun, Rechtsmittel gegen die Entscheidung beim Europäischen Gerichtshof einzulegen. Der Rechtsstreit habe grundsätzliche Bedeutung, weil Hinkley Point C als Blaupause für ein Dutzend weiterer AKW-Projekte in europäischen Ländern dienen kann. „In unserer Klage geht es nicht nur um die wirtschaftliche Betroffenheit einiger Unternehmen und nicht allein um Fragen der britischen Nuklearförderung, sondern gerade im Hinblick auf die Gründe der Kommission, die Beihilfe zu genehmigen, auch um eine entscheidende Weichenstellung für die europäische Energiepolitik“, sagt Sönke Tangermann, Vorstand von Greenpeace Energy. Das Gericht habe die Tragweite der Entscheidung nicht erkannt.

Die zehn klagenden Energie-Unternehmen befürchten Einbußen und Wettbewerbsnachteile, da Hinkley Point C aufgrund der hohen staatlichen Subventionen unabhängig vom Marktpreis Strom erzeugen und verkaufen könne. Eine Studie aus dem vergangenen Jahr belege, dass das AKW die Börsenstrompreise auch in Deutschland messbar beeinflusse, andere Energieanbieter sowie Betreiber von Ökostrom-Anlagen dadurch wirtschaftlich benachteilige und sogar Verbraucher in Deutschland stärker belaste. Nach der Analyse von Energie Brainpool dürften sich die Sunventionen für das AKW in Großbritannien auf 108 Milliarden Euro summieren. Dazu komme für den französischen Betreiberkonzern EDF noch ein umfangreiches Garantiepaket in zweistelliger Milliardenhöhe vom britischen Staat. 2014 hatte die EU-Kommission bereits die Beihilfen genehmigt.

Gegen diese Genehmigung reichten Greenpeace Energy, die Oekostrom AG aus Österreich sowie die deutschen Stadtwerke Aalen, Bietigheim-Bissingen, Bochum, Mainz, Mühlacker, Schwäbisch-Hall, Tübingen und Energieversorgung Filstal vor dem EuG die Klage ein. Das Subventionspaket sei mittlerweile von der britischen Regierung überarbeitet worden. EDF habe am Mittwoch den neuen Beihilfebedingungen zugestimmt. „Durch unsere Klage – und die damit verbundene Aufmerksamkeit – haben wir erreicht, dass die juristischen und wirtschaftlichen Probleme im Energiebinnenmarkt offenkundig wurden, die dieses riskante AKW-Projekt schon jetzt deutlich verzögern“, sagt Sönke Tangermann weiter. „Dies ist ein Teilerfolg.“

Greenpeace Energy wolle sich ungeachtet des heutigen Urteils weiter mit aller Kraft gegen den Neubau in Großbritanien engagieren, zumal weitere EU-Staaten wie Polen, die Slowakei, Tschechien und Ungarn ebenfalls den Bau von Atomreaktoren planten. Diese vier Staaten hatten Anträge beim EuG gestellt, als Streithelfer in das Verfahren zu Hinkley Point C auf Seiten der beklagten EU-Kommission einzusteigen, um deren Argumentationsweise zur Genehmigung der Atombeihilfen zu verteidigen, hieß es bei Greenpeace Energy weiter. (Sandra Enkhardt)

Quaschning watscht Baake ab

Quaschning watscht Baake ab

29. September 2016 | Politik und Gesellschaft, Topnews
International verkauft sich die Bundesregierung gern als Vorreiter im Klimaschutz. Mit Blick auf die derzeitige Energiepolitik weist der HTW-Professor den Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium daraufhin, dass die Energiewende in Deutschland erst 2150 vollenden wäre und das 1,5 Grad Klimaziel meilenweit verfehlt würde.

Volker Quaschning ist als einer der größten Verfechter der Energiewende in Deutschland bekannt. Auf dem 3. Bürgerenergiekonvent nutzte der HTW-Professor die Gelegenheit, um dem anwesenden Staatssekretär Rainer Baake die aktuellen Fehlentwicklungen der deutschen Energiepolitik direkt unter die Nase zu reiben. Während sich die Bundesregierung international gern als Vorreiter bei Energiewende und Klimaschutz gibt, reicht die derzeitige Politik nicht aus, die Versprechen einzuhalten. Bis 2040 sei eine CO2-freie Energieversorgung notwendig, wenn man die Ziele bei der Erderwärmung erreichen wolle. „Davon ich in der deutschen Politik noch nichts gehört“, sagte Quaschning. Während es im Stromsektor in den vergangenen Jahren einige Erfolge gegeben habe, liege der Anteil der Erneuerbaren über alle Sektoren gerechnet erst bei zwölf Prozent. Wenn diese Politik fortgesetzt werde, werde Deutschland erst im Jahr 2150 die Energiewende abschließen können.


Vortrag von Volker Quaschning auf Youtube
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„Wir liegen so dermaßen daneben, wenn wir das Klimaziel von 1,5 Grad erreichen wollen“, sagte Quaschning weiter. Es gehe nicht um kleine Korrekturen, sondern erhebliche Änderung, wie einen raschen Kohleausstieg und einen deutlich stärkeren Ausbau der erneuerbaren Energien in allen Sektoren – Strom, Wärme und Verkehr. Dazu hatte Quaschning bereits im Juni eine Studie der HTW Berlin vorgestellt. Für eine konsequente Energiewende seien so 400 Gigawatt Photovoltaik in Deutschland bis 2040 notwendig. Derzeit liegt die installierte Photovoltaik-Leistung in Deutschland bei 40 Gigawatt. Die Ergebnisse dieser Studie schlug er nun auch Staatssekretär Baake um die Ohren.

Er forderte von der Bundesregierung eine „Energierevolution“, bei der die Menschen mitgenommen würden und nicht gegen sie gestaltet werde. „Gegeneinander werden wir die Welt nicht retten können, deswegen sollten wir es gemeinsam versuchen“, sagte Quaschning in Richtung Baake. Die Energiekonzerne hätten nicht das Geld, um die Energiewende in Deutschland zu stemmen. Die Bürger, die aus Sicht der Regierung wahrscheinlich wie Zwerge wirkten, doch „wir sind ganz, ganz viele Zwerge“. Die mehr als 81 Millionen Menschen in Deutschland verfügten über ein Geldvermögen von über 5000 Milliarden Euro. „Wir können die Energiewende vom Sparbuch bezahlen“, sagte Quaschning weiter. Er fügte in Richtung Baake hinzu: „Nehmen sie doch dieses Engagement an und lassen sie die Bürger doch die Anlagen bauen.“
Zur Seite sprang Quaschning nun auch der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Hans Joachim Schellnhuber. „Es muss der unmittelbare Kohleausstieg stattfinden, sonst werden wir auf der internationalen Bühne nicht ernstgenommen", sagte er am Donnerstag auf der Zeit-Konferenz Energie & Klimaschutz. Schellnhuber begrüßte zwar die Einigung auf der Klimakonferenz in Paris, doch die Ergebnisse seien nicht ehrgeizig genug. Selbst mit Umsetzung der Klimaziele sind wir im Risikobereich." Nun sei es notwendig, mit "Hochgeschwindigkeit gesellschaftliche Veränderungen" umzusetzen, schon alleine wegen der nachfolgenden Generation, sagte er weiter. (Sandra Enkhardt)

China will die Solarförderung 2017 nochmals drastisch kürzen

China will die Solarförderung 2017 nochmals drastisch kürzen

29. September 2016 | Politik und Gesellschaft, Märkte und Trends, Topnews
Ein Dokument der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission bestätigte nun die Spekulationen, wonach es ab 2017 weitere Kürzungen der Photovoltaik-Einspeisetarife geben wird. Die Einschnitte für das kommende Jahr sollen sogar noch schärfer sein als bislang angenommen. Bereits die Kürzung der Vergütung zur Jahresmitte hat einen neuen Preiskampf weltweit verursacht.

Die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) in China hat als Reaktion auf die weiter sinkenden Preise für Solarmodule eine noch höhere Kürzung der Photovoltaik-Einspeisetarife in einigen Teilen des Landes in Betracht gezogen. Dies berichtete am Mittwoch die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Verweis auf zwei mit der Sache vertraute Personen. Am Donnerstag bestätigte das Dokument “The notification of FIT adjustment for new energy by NDRC” diese Spekulationen. Es handelt sich dabei um einen Entwurf der Kommission, der nun von den großen Industrieunternehmen kommentiert werden könne und am Donnerstag in dem sozialen Netzwerk „WeChat“ verbreitet worden sei.

China sei für die neue Festlegung der Solarförderung in drei Bereiche eingeteilt worden, die sich an der Sonneneinstrahlung orientierten. Je höher die Einstrahlungswerte, umso niedriger solle die künftige Solarförderung für die neuen Photovoltaik-Anlagen ausfallen. Das Dokument sieht eine drastische Kürzung der Einspeisevergütungen für Photovoltaik-Freiflächenanlagen, die eigentlich 2017 zwischen 0,80 und 0,98 Yuan pro Kilowattstunde liegen sollte, vor. Für drei Regionen im Land sollten nur noch Einspeisetarife zwischen 0,55 und 0,75 Yuan pro Kilowattstunde gezahlt werden, was eine Kürzung von bis zu 31,25 Prozent darstellt. Auch für die kleineren Photovoltaik-Anlagen solle die Vergütung je nach Region von 0,42 Yuan pro Kilowattstunde auf Werte zwischen 0,20 und 0,30 Yuan pro Kilowattstunde gesenkt werden.

Die Pläne seien bislang noch nicht beschlossen, meldet Bloomberg weiter. Die Gespräche befänden sich aber in einem fortgeschrittenen Stadium, nachdem die chinesische Regierung sich bemüht, die Auswirkungen der Solarmodulpreise auf Rekordtief zu bewältigen. Nach den jüngsten Veröffentlichungen werde es wahrscheinlich harte Verhandlungen zwischen der chinesischen Regierung und den dortigen Photovoltaik-Unternehmen geben. Die Einschnitte seien deutlich härter, als von vielen erwartet. Sie zeigten zugleich den starken Willen der Regierung, die Förderung erneuerbarer Energien vor dem Hintergrund der hohen Kosten weiter zurückfahren zu wollen.

Nach den Erhebungen von Bloomberg sind die Modulpreise in China um 26 Prozent im Jahresvergleich gesunken, was sich auch an den niedrigen Geboten der Projektierer bei den Ausschreibungen zeige. In der vergangenen Woche sei etwa bei einer Auktion in der Inneren Mongolei ein neues Tiefstgebot von 0,52 Yuan pro Kilowattstunde abgegeben worden.

In China legt die Regierung die Höhe der Tarife fest, die Photovoltaik-Projektentwickler erhalten. Dies betrifft sowohl die staatliche Förderung als auch die Preise, die Energieversorger für den Solarstrom zahlen müssen. Viele Projektierer blieben in den vergangenen Monaten allerdings ohne Bezahlung. Immerhin konnte United PV kürzlich vermelden, dass es nun eine Mitteilung über Nachzahlungen für 16 seiner Solarparks in China in Höhe von 195 Millionen Euro erhalten werde.

Zur Jahresmitte waren die Photovoltaik-Tarife in China drastisch gekürzt worden. Dies führte im ersten Halbjahr zu einem Boom. Nach den derzeitigen Schätzungen sind im ersten Halbjahr in China Photovoltaik-Anlagen mit rund 20 Gigawatt installiert worden. Nach der Förderkürzung brach die Nachfrage drastisch ein. Zugleich haben die chinesischen Photovoltaik-Hersteller weiter massiv Überkapazitäten aufgebaut. Experten sprechen von rund 20 Gigawatt. Dies hat zur Folge, dass auch weltweit die Modulpreise mit Beginn des zweiten Halbjahrs extrem sinken und ein neuer Preiskampf ausgebrochen ist. Alle Photovoltaik-Hersteller sind in Folge der Billigangebote aus China gezwungen, ihre Preise deutlich zu senken. Ähnlich wie 2011/2012 könnte dies eine erneute Konsolidierungswelle unter den Photovoltaik-Herstellern auslösen. Bereits die Ergebnisse der Hersteller zum dritten Quartal dürfte zeigen, wie groß die Auswirkungen des Preiskampfs sind. Analysten erwarten angesichts der Überkapazitäten für dieses und das kommende Jahr massiv sinkende Modulpreise. (Vincent Shaw/Ian Clover/Sandra Enkhardt)