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Montag, 20. März 2017

Mc Kinsey Studie prophezeit Mehrkoste durch Erneuerbare Energien

Mc Kinsey Studie prophezeit Mehrkoste durch Erneuerbare Energien

Die Unternehmensberatung prognostiziert in Deutschland Stromkostensteigerungen von 1,75 Milliarden Euro pro Jahr durch Erneuerbaren Energien. Deutschen Haushalten sollen bis zum Jahr 2025 jährlich Mehrkosten von 335 Euro für Strom zahlen müssen.


Drehstromzähler
Strom wird laut Studie bis 2025 um 335 Euro pro Jahr teurer. Grund sind die Erneuerbaren Energien. Ist aber immer noch um fast 90 % billiger als Kohle- und Atomsrom ©Wikimedia
So weit so schrecklich. 335 Euro sind für einen 4 Personen Haushalt rund 30 % des Gesamtjahresbudgets für Strom, also kein Pappenstiel. Die Frage ist aber auch - was ist die Alternative, was passiert, wenn es die Erneuerbaren Energien nicht vorangetrieben werden, was kostet Atom- und Kohlestrom und was hat er schon gekostet? Was ist mit den "Ewigkeitskosten" der alten Energiewelt wie Atommüllentsorgung und Grubenpflege? Vergleicht man diese Zahlen, erscheinen die Subventionen für die Erneuerbare Energien wie ein Witz.
Seit 2012 bildet Mc Kinsey den Status der Energiewende in Deutschland anhand von 15 Indikatoren im Halbjahresrhythmus ab. Da gibt es Gutes und weniger Gutes zu berichten - diesmal sind es eher unerfreuliche Nachrichten die uns die McKinsey-Jünger überbringen: Die Kosten für die Stromversorgung in Deutschland werden von 63 Milliarden Euro 2015 auf jährlich 77 Milliarden Euro 2025 steigen. 2010 lagen sie noch bei 55 Milliarden Euro. 


330 Euro mehr pro Jahr für Strom ist viel Geld, wenn ein Durchschnittshaushalt heute 1120 Euro pro Jahr für Strom bezahlt. Betrachtet man das Thema genauer wird aber allein die Inflationsrate von den 330 Euro einen Anteil von 200 Euro ausmachen. Was die Berater verschweigen ist, dass deutsche Steuerzahler auch in Zukunft ein Vielfaches an Unterstützung für Atom- und Kohlekraft zahlen, als das, was sie für die Energiewende zahlen werde. Sie sehen es nur nicht, weil sie diese Subventionen nicht über den Strompreis sondern über ihre Steuern finanzieren und die sind eben nicht so transparent wie der Strompreis.
Seit 1970 hat die Atom- und Kohlekraft insgesamt 640 Milliarden Euro Subventionen erhalten. Das sind jedes Jahr 14,5 Milliarden Euro. Nicht dabei sind die Kosten für die Atommüllentsorgung, sowie die Kosten für Grubenpflege und Umweltschäden.In den kommenden Jahren erklärt werden die Kosten für die Stromversorgung jährlich um knapp 1,8 Milliarden Euro steigen wegen der Erneuerbaren Energien. Das sind gerade mal 12 % der jährlichen Kosten für Atom- und Kohlestrom. Da fragt man sich doch - warum der Abschied von der alten Energiewelt so lange dauert?
Manfred Gorgus
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