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Mittwoch, 19. April 2017

Polarstern und Memodo starten mit herstellerunabhängigem PV-Eigenstromangebot

Polarstern und Memodo starten mit herstellerunabhängigem PV-Eigenstromangebot

Wirklich_Eigenstrom_Memodo_Polarstern
Der Ökostromversorger Polarstrom bietet künftig ein neues Produkt an. Bei „Wirklich Eigenstrom“ werde Haushalten eine Photovoltaik-Anlage mit Stromspeicher sowie die Reststromlieferung aus 100 Prozent Ökostrom angeboten, teilte das Münchner Unternehmen mit. Dafür arbeite Polarstern mit dem Großhändler Memodo zusammen. Ziel der Kooperation sei es, den Kunden ein herstellerunabhängiges Photovoltaik-Eigenstromangebot zu unterbreiten. „Die Kunden sind bei der Wahl ihrer Solaranlage und ihres Speichers flexibel. Beides muss aufeinander abgestimmt sein und perfekt zum Verbrauchsverhalten des einzelnen Haushalts passen. Produkte von der Stange erfüllen diesen Ansprüchen nicht“, erklärt Polarstern-Geschäftsführer Florian Henle.
Memodo verfüge über ein Netzwerk mit mehr als 850 Installateuren. Damit werde die Verfügbarkeit von „Wirklich Eigenstrom“ in ganz Deutschland sichergestellt, hieß es bei Polarstern weiter. „Bis jetzt waren Stromflatrates oder Communities immer an die Hardware eines speziellen Herstellers gekoppelt, das ändern wir nun radikal und bringen damit die Flexibilität zurück zum Installateur und zum Endverbraucher“, ergänzt Memodo-Geschäftsführer Daniel Schmitt.
Die Vertreter der bayerischen Photovoltaik-Unternehmen betonen zudem die hohe Flexibilität ihres neuen Produktes. Sie gehen davon aus, dass die Kunden mit der Photovoltaik-Anlage samt Speicher bis zu 80 Prozent ihres Strombedarfs decken könnten. Der Monatsbeitrag für die Community liege bei 24,90 Euro brutto, wobei die ersten 1000 Kunden im ersten Jahr nur die Hälfte zahlen müssten. Der Vertrag könne zudem jederzeit gekündigt werden.
Die Kunden von „Wirklich Eigenstrom“ bekämen jährlich 1500 Kilowattstunden gutgeschrieben. Liege der Bedarf an Reststrom höher, werde die darüber hinaus verbrauchten Kilowattstunden zu den Standardkonditionen von Polarstern in der jeweiligen Region abgerechnet. „1.500 Kilowattstunden decken den normalen Reststrombedarf eines Haushalts. Wir setzen damit aber auch bewusst ein Zeichen, um nicht zum Strom verschwenden zu verführen“, so Henle weiter. Zudem sei im Angebot ein intelligenter Stromzähler enthalten, der den bewussten Stromverbrauch in den Haushalten zusätzlich unterstützen solle.
Polarstern setze mit seinem Konzept konsequent auf den „Sharing-Gedanken“. „Für die künftige Energieinfrastruktur schaffen wir mit ‚Wirklich Eigenstrom‘ schon jetzt die technischen Grundlagen und erweitern kontinuierlich Angebot und Funktionalitäten. Und sobald es die rechtlichen Rahmenbedingungen ermöglichen, teilen sich die Mitglieder der Eigenstrom-Community den von ihnen erzeugten Strom “, erklärt Polarstern-Geschäftsführer Henle die Idee hinter der Eigenstrom-Community.
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